Fragen zu Wechselrichteranschluss bei 230 Volt.

  • Hallo zusammen,


    ich möchte mir eine permantente 230V Anlage verbauen, sprich ich möchte das aus der Steckdose 230 Volt kommen wenn der Anhänger über die Einspeisesteckdose am Stromnetz angeschlossen ist und wenn der Stromanschluss gezogen wird möglichst unterbrechungsfrei einen 230 V-Betrieb durch den an der Batterie angeschlossenen Wechselrichter aufrecht erhalten. Meine ürsprüngliche Idee war es ein Relais zu verbauen, welches sobald 230 V über den Netzstrom kommen den 12V-Stromkreis zwischen Batterie und Wechselrichter unterbricht, sodass der Netzstrom an der Steckdose anliegt und wenn dieser unterbrochen wird, der Wechselrichter die 230 Volt bereitstellen kann. Nun stellt sich das Problem, dass wenn das Relais defekt ist und beide Stromkreise geschlossen sind, ich die Spannung aus dem Netz und die des Wechselrichters parallel geschaltet hätte, was zwangläufig ein Problem wäre.


    Hat vllt. jemand eine bessere Anschlussidee um dieses zu realisieren ?


    Ich würde mich über einige hilfreiche Beiträge freuen !


    Danke !

  • Hallo Bluegame,


    die Versorgung mit einem Relais abzuschalten und dann Netzspannung am Ausgang des Wechselrichters anliegen zu lassen, ist der sichere und schnelle Tod des Wechselrichters.


    Es wurden ja schon Schaltungsvorschläge als Link zur Verfügung gestellt. Es ist dabei eine Frage der Zeit der Unterbrechung des220 V Netzes. Sofern es wirklich unterbrechungsfrei sei muß (was ich bezweifele- spofern keine empfindlichen Meßgeräte / REchner etc mitgeführt werden), bleibt eigentlich nur das Prinzip der USV´s. Also 220 V auf 12V bringen und mit Akkus puffern und dann wieder auf 220 V umrichten, was recht viel Verluste und dann leider auch Abwärme mit sich bringt.


    Sofern dieser Aufwandd nicht gerechtfertigt ist, kann man auch die fertige Vorrangsschaltung einsetzen.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hallo


    Oder man nimmt Geräte die es ab Werk schon alles können wie z.B. die von Victron bzw. andere am Markt.
    Also Lader, Wechselrichter und Landstromergänzung falls zu gering abgesichert ( Camping Plätze z.B. mit 3A).
    Teils gibt es sowas auch schon mit einem Solarregler.
    Anbei meine Variante die ich gerade angefangen habe.


    Grüße
    Mike

  • Vielen Dank erst einmal für eure hilfreichen Antworten. Ich habe mir unterdessen auch die Vorrangschaltung bestellt. damit wäre das Problem gelöst.


    Ich bin nun dabei mir mal einen Plan für meine Verkabelung zu zeichnen, womit ich mich allerdings noch schwer tue, ist die Berechnung der Kabelquerschnitte für die 230V-Anlage und ich konnte leider auch keinen hilfreichen Beitrag hierfür finden.


    Wenn ich den Querschnitt nach der Formel:


    (Kabelgesamtlänge x maximaler Strom) : (Leitwert x maximaler Spannungsabfall)


    rechne, bekomme ich bei der Hausverkabelung ja logische Werte heraus. Beispiel:


    (50m x 16A) : (56 x 6,9) = 2,07 mm2, also ein 2,5 mm2-Kabel


    Wenn ich diese Rechnung allerdings bei den kurzen Kabeln im Anhänger anwende bekomme ich demzufolge auch völlig abwegige Querschnitte heraus, wohin gegen ich ja, würde ich eine Steckdose wirklich mit 16 Ampere belasten schon ein 2,5 mm2-Kabel bräuchte.


    Wie berechnet ihr die Kabel für eure 230V-Anlage ?

  • hi blueagame


    habe auch die vorrangschaltung verbaut, geht bei mir einwandfrei.
    so schaltet der wechselrichter nicht gleich aus, es wird halt nur sein strom nicht mehr gebraucht. somit kann der kühllüfter noch nachlaufen.
    hab dann aber dennoch noch einen trennschalter (fernschalter) um ihn auch manuel abzustellen.


    die verkabelung ist bei mit 1,5mm² in sep. leerrohren. die längste verbindung von der einspeisung zur steckdose sind rund 4m.


    bei den kabeln nicht die billigkabel aus dem baumarkt, lieber gute und vor allem auch zugelassene kabel, sind auch ncht viel teurer


    lg
    offroadfun

  • Hi, danke für deine Antwort.


    Aber es gibt doch sicher eine Möglichkeit den Kabelquerschnitt vernünftig zu berechnen.


    Wenn ich richtig informiert bin, darf ein 2,5 mm2 Kabel mit 18,55 Ampere belastet werden, wobei rein rechnerisch bei den kurzen Kabellängen sogar werte unter 1 mm heraus kommen würden, was natürlich abwegig ist, daher meine Frage wie ich es "genau" ausrechnen kann.

  • Hallo zusammen,


    diese Formel ist sicherlich so richtig, da sie den Zusammenhang zwischen dem Spannungsabfall und der Länge widerspiegelt. Nachteil ist aber, dass die Verlustleistung am Kabel dann auf eine kurze Strecke wirkt => das Kabel wird warm.


    Ich habe bei mir für Verbraucher bis 10 A Leitungen von 1,5mm² gelegt. Zur Sicherung (10 A) habe ich 2,5mm² gelegt. So ist man auf der sicheren Seite.


    Besten Gruß


    HWK

  • Danke hwk !


    Weißt du ob es eine Vorschrift oder Norm gibt wie Beispielsweise bei der 12V Anlage ?


    Es wird ja sicher Regeln geben, wie stark die Kabelquerschnitte belastet werden dürfen und wie sie abgesichert werden dürfen, denn ich kann mir nicht vorstellen, das ein Kabel, dass rechnerisch unter 1 mm mit 16 A belastet werden darf, tatsächlich eingesetzt werden darf. Erstens wie du sagtest wegen der Erwärmung und zweitens man stelle sich erst vor was im Falle eines kurzschlusses passiert.


    Danke und Gruß,
    blueagame

  • Hallo zusammen,


    im Womobau darf halt nach der 10 A Sicherung und dem FI-Schalter mit Kabeln 3x1,5mm² weitergearbeitet werden. Hier sind Gummikabel als Schlauchleitung in der Ausführung H07 anzuwenden. Dass man halt die 220V-Anlage separat von den 12 V-Kabeln verlegt, versteht sich von selber.


    Es wird halt noch drauf geachtet, dass die Kabel nicht durchgescheuert werden können und dass sie halt fixiert sind. Sofern man Kabelkanäle einsetzt, ist das dann gegeben.


    Besten Gruß


    HWK


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  • Ich habe auch nochmal etwas im Netz gesucht. Wenn die Angaben stimmen dürfte man die 1,5 mm2 Kabel laut DIN sogar bis 15A absichern, daher ist das auf jeden Fall die beste Lösung bei den kleinen Strömen. Ich danke dir.

  • Nochmal Hallo !


    Ich sitze gerade an der Ausarbeitung meines Anschlussplans. Ich hatte vor verscheidene Stromkreise einzeln abzusichern (Hauptbeleuchtung, Steckdosen, etc. Damit ich nicht direkt im dunkeln stehe, wenn ich z.B. durch ein Gerät an der Steckdose ein Kurzschluss habe. Nun muss ja nach dem Eingangsstecker eine Doppelsicherung eingebaut werden. Nehmen wir nun an, ich sichere meine Steckdosen mit 10A ab, die Doppelsicherung nach der Eingangssteckdose natürlich höher, so würde ich ja theoretisch der Doppelsicherung an der Eingangssteckdose zuvorkommen, es würde die 10A Sicherung für die Steckdosen herausfliegen und nicht die Hauptsicherung, ich stehe also nicht im dunkeln, die Doppelsicherung ist jedoch dadurch quasi außer Funktion gesetzt, damit is die Anlage ja eigentlich nicht zulässig.


    Wie habt ihr eure Stromkreise einzeln abgesichert um trotzdem noch dieser Vorschrift zu entsprechen ?


    Vielen Dank !

  • Zitat von blueagame


    Nun muss ja nach dem Eingangsstecker eine Doppelsicherung eingebaut Vielen Dank !


    Hallo Blue,
    der Ausdruck "Doppelsicherung" ist mir neu. Kannst Du mir dat Dingens mal erklären?

    Aus NRW grüsst Berny.
    --------------------------------------------------------------------------------
    Renault Trafic Hochdach, langer Radstand, Selbstausbau 1992.

  • Hi,


    es ist doch Vorschrift, das nach der Eingangssteckdose 2 gekoppelte Sicherungen sitzen um im Falle eines Kurzschlusses bzw. zu hohen Stroms beide Leiter zu unterbrechen.


    Siehe hier:
    http://www.reimo.com/de/82056-sicherungsautomat/


    Wenn ich die Stromkreise im 230V Netz dann zusätzlich einzeln absicher setze ich diese Sicherungen ja im prinzip außer Kraft, daher stellt sich mir die Frage in wie fern und wie das zulässig ist :?:


  • Aaah ja, alles klar, also 2 miteinander :idea: gekoppelte Automaten. :)

    Aus NRW grüsst Berny.
    --------------------------------------------------------------------------------
    Renault Trafic Hochdach, langer Radstand, Selbstausbau 1992.

  • Ist egal wie viele Sicherungen Du nach der "Doppelsicherungen" noch setzt. Du setzt Sie nicht "außer Kraft" sondern sicherst mehr ab als es gefordert wird. Außerdem sichert deine "Doppelsicherung" ja auch beide Leiter (plus und Masse) ab und eine normale Sicherung hängt nur in der Plusleitung. Ich hab für meine Verkabelung auch einen FI im Stecker, eine "Doppelsicherung" am Eingang und jeden Verbraucher einzeln abgesichert.


    Also alles OK für mein Verständnis !

  • Hi,


    ja grundsätzlich sehe ich es auch so, das ich ja mehr absicher als gefordert, mein Gedanke war nur folgender:


    Wenn ich z.B. mein Licht nochmal extra einzeln absicher, durch eine einfache Sicherung, welche die Phase unterbricht, fliegen ja daher nicht die zwei Sicherungen nach der Eingangssteckdose heraus. Sinn dieser Sicherungen ist es ja aber gerade, beide Leiter zu unterbrechen. Nur würde dies ja durch meine Zusatzsicherung nicht geschehen. Sollten also die Leiter wirklich vertauscht sein, hätte die zusätzliche Sicherung den falschen Leiter unterbrochen.


    Theoretisch sicher ich also mehr ab, praktisch wären doch aber die Sicherungen nach der Eingangssteckdose, es sein denn direkt auf dem Weg zwischen Stecker und dieser Sicherung entsteht ein Kurzschluss, ohne Funktion.


    Daher mein Gedanke ob das dann trotzdem noch zulässig ist :?:

  • Für mein Verständnis immer noch ok. Wenn die Sicherung direkt zum Verbraucher rausgeflogen ist, ist der "defekte" Kreis unterbrochen und alle anderen Kreise nicht davon betroffen. Im defekten Kreis fließt kein Strom mehr egal ob Du den (durch drehen des Eingangssteckers) Plus- oder Minusleiter abgesichert hast. Deswegen wird am Eingang ja auch eine "Doppelsicherung" gefordert, damit egal wie rum der Stecker drin steckt auf jeden Fall der Plusleiter abgesichert ist.


    Mein Opa hat früher immer die Phase (den Plusleiter) mit einem Phasenprüfer getestet und den Stecker immer entsprechend "richtig rum" eingesteckt. :wink:

  • Wenn ihr die verschieden Verbraucher nochmals separat absichert,
    bringt das nur was wenn diese Sicherungen vor eurer Hauptsicherung auslösen.
    Dazu müssen diese niedriger abgesichert sein.


    Also wenn z.Bsp. Die Einganssicherung ( die mit den gebrückten Hebeln) 16A hat,
    dann dürfen die Verbaucher nur noch mit 10A abgesichert werden.


    Sonst fliegt jedes mal auch die Eingangssicherung.


    Nur mal ehrlich, wer braucht das im WoMo wirklich? :lol:

    Gruß Ralf

  • mmhh... wenn ich meine Postings so lese .... ich weiß schon 220 Volt is Wechselstrom und ich meine natürlich nicht Plus sondern die Phase und die Masse. (Hätte ich doch in Physik richtig aufgepaßt :wink: )


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