Truma 2400 Warmluftverteilung Rückstau

  • Hallo und ein schönes neues Jahr an alle!!!
    Während ich mit meiner Absetzkabine (VW-T5), letztes Jahr das erste mal im Winterurlaub war, wurde es doch im Alkoven und in den Sitzbänken ein bisschen frostig. Ich hatte damals nur einen Ausströmer in der Sitzbank. Durchmesser 80mm, 0,7 m lang.
    Für den diesjährigen Urlaub wurde dann von mir eine Warmluftverteilung gebaut. Kurz nach der Truma ein Abzweig in die gegenüberliegende Sitzbank. (Sitzbänke sind hinten; in der rechten Sitzbank ist ganz hinten die Truma installiert). Nach dem Abzweig noch ein Y-Stück, wobei eine Leitung unter dem doppelten Boden durch den Kleiderschrank in den Alkoven führt, die andere Leitung ist der Auslass an der Sitzbank.
    Beim diesjährigen Winterurlaub wurde getestet. Nur ein bisschen besser. Im Alkoven kam kaum was an. Das bisschen Luft was ankam war schon kalt.
    Habe daraufhin eine Strangsperre vor den Sitzbankauslass eingebaut.
    Jetzt passiert aber folgendes:
    Selbst wenn die Strangsperre nur halb geschlossen ist macht es nach ein paar Minuten Klick und der Brenner schaltet aus (Zumindest kommt es mir so vor, die rote Warndiode geht aber nicht an), nach kurzer Zeit schaltet er wieder ein. Das passiert in regelmäßigen Abständen.
    Zu den Fragen:
    Schaltet der Brenner wirklich aus? Man hört ja kaum den Unterschied, oder was ist das? Wie gesagt es geht keine rote Warnlampe an.
    Ansonsten ist das mit der Strangsperre schon toll. Es kommt richtig viel warme Luft im Alkoven an.
    Meine Interpretation des ganzen ist folgende:
    Der Brenner bläst warme Luft in die Leitung in der der Strangsperre sitzt. Diese Luft erhitzt sich immer mehr, da sie ja nicht rauskann. Die Hitze pflanzt sich zum Brenner hin fort und er schaltet ab. Da helfen dann auch die offenen Abzweige vor der Strangsperre nícht viel.
    Ist meine Analyse richtig???
    Wenn ja, was kann ich tun?
    Habe mal gehört, dass der erste Ausströmer immer voll geöffnet sein muß. Gibt es diese Vorschrift? Das wäre ja dann bei mir nicht der Fall!
    Vielen Dank für die Antworten!
    Gruß Wolfgang


    Wenn ja, was kann ich tun?

  • Hallo Wolfgang,


    die Analyse ist leider nur teilweise richtig. Die Luft, die in den Leitungen sitzt, kann nicht mehr weiter erwärmt werden, da sie ja bereits die Heizung verlassen hat. Aber die Sache leigt im Rückstau. Du hast hier einfach zu viele Winkel und Längen verbaut, so dass die Luft nicht aus der Heizung ausströmen kann und so wird auch die produzierte Wärem nicht ausreichend abtransportiert, so dass die Heizung überhitzt. Ich würde die Strangsperre ausbauen, da durch ein Androsseln keine Erhöhung der Luftmenge zum Alkoven möglich ist.


    Hier würde ich in den Starng zum Alkoven ein Zusatzgebläse von Truma einbauen, was die Luft ansaugt und dann auch in den Alkoven fördert.


    BEsten Gruß


    HWK

  • Das denke ich auch. Die Heizung wird nicht genug Luft duch den langen Schlauch drücken können. Du wirst wohl einen Zusatzventilator einbauen müssen.

    Gruß, Holger


  • Hoi zämä

    Zitat von holger4x4

    Das denke ich auch. Die Heizung wird nicht genug Luft duch den langen Schlauch drücken können. Du wirst wohl einen Zusatzventilator einbauen müssen.

    Oder die Leitung auf weniger Widerstand trimmen, druck- und saugseitig!
    Wie?
    Rundere Bögen, mehr Querschnitt (2 statt 1 Rohr?), 45° Tee-Stücke usw...

  • Guten Abend,
    vielen Dank für die Hinweise. Das mit der Strangsperre trifft aber so nicht zu. Natürlich wird der Warmluftstrom durch Drosselung in der Leitung kleiner und wird dadurch gezwungen andere Wege (Alkoven und Sitzbank)zu gehen. Ich habe jetzt mal die Querschnittsflächen aller Austritte berechnet und bin auf große Unterschiede gekommen. Man glaubt das ja kaum. Aber ein Rohr mit d=35 mm hat einen 5X kleineren Querschnitt als ein 80er Rohr.
    Habe jetzt die Ausströmdüsen am Ende eines Rohres weggenommen und das geschlitzte Rohr im Alkoven mit 35 mm Durchmesser durch ein 72er Rohr ersetzt.
    Jetzt habe ich überall gleiche Auströmverhältnisse, die ich durch die Strangsperre auch noch regulieren kann. Klappt prima und die Heizung schaltet auch nicht mehr ab.
    Vielen Dank für die Anteilnahme.
    Gruß Wolfgang

  • Das ist sehr interessant. Mir geht es ähnlich mit einer Eberspächer 4kW Luftheizung. wir hatten die glorreiche Idee, die große leistung der Heizung auch gleich als Fön für die Burgherrin zu verwenden, womit gleich der größte Verbraucher für den Spannungswandler, und damit Gewicht und Kosten wegfallen würden.


    Also ein Y-Stück mit Weiche eingebaut, sodass der Luftstrom nach oben umgeleitet werden kann, am Ende sitzt denn ein Schlauch mit umgewidmeter Fugendüse vom Staubsauger.


    An sich würde das System gut funktionieren, würde sich die Heizung nicht nach ein paar Minuten mit einer unerklärten "Error"-Meldung vom Betrieb verabschieden.


    Wenn ich Eure Kommentare hier auf mich anwende, dann liegt das Problem identisch, auch ich habe feste, zu enge Rohrleitungen mit festen Winkeln. Wir werden also mal ausprobieren, diese durch einen flexiblen Schlauch mit größerem Durchmesser zu ersetzen.


    Wo gibt es denn diese Zusatzventilatoren, von welchen Ihr weiter oben geschrieben habt?


    Liebe Grüße,
    Marcus

  • Hallo Markus,


    das ist sicherlich auch bei Dir eine Überhitzung der heizung durch zu starke Drosselung des Luftstroms. Du brauchst aber nicht unbedingt andere Schläuche verwenden, wenn Du das Truma-Gebläse (oder auch eine Eigenkonstruktion) dazwischenschaltest. Truma biete ein zweistufiges Gebläse an, das zwischen den normalen 65mm Luftschlauch gesteckt wird und somit den hohen Widerstand der Leitung hilft zu überwinden. Schau mal bei Ebay vorbei, da kosten die Dinger so um die 80 Euro.


    Alternativ kann man auch einen preiswerten kleinen Fön zerlegen, da die Motoren zum Antrieb des Lüfters meist im Bereich von einigen Volt leigen und die Heizwicklung als eine Art Vorschaltwiderstand genutz wird. Das auf 12V umzustricken ist sicherlich kein Akt.


    Besten Gruß


    HWK

  • Zitat von 2vgsrainer

    Hallo Holger


    meinst du die Dinger halten die Temperatur aus ?


    Hätte ich auch bedenken.


    Auch ein "Fön"-Motor sitzt auf der Kaltseite.


    Lieber strömungstechnischer optimieren.

    .





    ***

  • ... eben, Fönventilatoren sind auch auf der kalten Seite, und meist ziemlich laut. Ein PC Ventilator muss ja auch bis 50° warme Luft von der CPU absaugen. Die Warmluft wird wohl auf die Lebensdauer gehen, aber, Veruch macht kluch :) Kostet ja nicht die Welt!

    Gruß, Holger


  • Hallo, ihr seid ja alle sehr mutig. Wenn schon ein Ventilator, dann doch bitte nicht einen selbstgebauten sondern den von Truma. mit "Quittung". Habt ihr schon mal was von Produkthaftung gehört? Wenn solch ein selbstgebauter anfängt zu brennen, dann Danke!!! Kann schon viel umliegendes auf einem Campingplatz zerstören. (Erinnert Euch nur an die letzten großen Unglücke mit Bus und Bergbahn). Das wird teuer!
    Ansonsten braucht man sowas wirklich nicht! Siehe mein Bericht oben. Läßt sich vieles strömungstechnisch lösen. Wie gesagt, Luft geht den Weg des geringsten Widerstandes. Mal alle Querschnitte ausrechnen. Die sollten alle gleich sein. Über die Länge gibts dann auch noch Druckverluste.


    Gruß Wolfgang

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