Befestigung der Kabine?

  • Hallo Zusammen!


    Trage mich mit dem Gedanken eine Wohnkabine auf ein Daily-Fahrgestell zu bauen. Hab mich u.a. hier im Forum schon intensiv mit dem Bau der Leerkabine beschäftigt. Was mir aber noch unklar ist, ist die Befestigung auf dem Rahmen oder auf einem Zwischenrahmen. Wie hält die GFK-Kabine auf dem Rahmen? Wo bekommt man die Befestigungsmittel.



    Danke für Eure Tips.


    Roland

  • Hallo Roland,


    da gibt es verschiedene Techniken und auch Vorschriften (z.B. von den Herstellern der Fahrzeuge). Hier auch der Verweis auf die HP´s der Leerkabinenbauer, die haben dort meist Lösungen aufgezeigt.


    Auch hier im Forum sind schon verschiedene Threads eröffnet worden, die sich mit dem Thema beschäftigen. Hier sollte dann die Suchfunktion weiterhelfen.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hi, Roland,


    auch Dir ein Willkommen im Forum!


    Zu Deiner Frage: wie HWK schon geschrieben hat, gibt es da viele Möglichkeiten. Die wichtigsten: BiMobil beispielsweise laminiert den Rahmen in den Fahrzeugboden mit ein und verschraubt diesen dann mit dem Fahrzeugrahmen; Ormocar (und andere) andererseits baut einen Hilfsrahmen aus Vierkantstahl, auf den die fertige kabine aufgeschraubt wird. Um hierbei ein versinken der Schrauben in dem relativ nachgiebigen Schaum zu verhindern, werden an den entsprechenden Stellen Holzblöcke oder -leisten in den Kabinenboden mit einlaminiert.


    Auch von mir noch einmal der Tip mit der Suchfunktion... :wink:


    Viele Grüße
    Leerkabinen-Wolfgang

    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    07.-09.05.2021: Leerkabinen-Treffen

    erstes Juni-WE (04.-07.06.2021): Weinfest

    vierter Sept.-Samstag (25.09.2021): Weinprobe in den Weinbergen


    Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

  • Ganz ohne Hilfsrahmen geht es beim Daily nicht, Iveco schreibt diesen vor. Als Mindesthöhe gibt Ormocar 7cm, MaBu 8cm an. Ich weiß nicht, wo die Differenz herkommt :roll:


    Gestern bin ich mit einem Ausbauer einig geworden, angesichts eines lädiertem Arm hab ich den Selbstbau verworfen ... wenn Iveco den Liefertermin hält, sind wir zu Pfingsten wieder wohn-mobil. :D

    Gruß Peter

  • Zur Frage zur Befestigung solltest Du (wie schon geschrieben) zunächst einmal einen Blick in die Aufbauarichtlinien des Fahrzeugherstellers werfen. Und dann würde ich den Leerkabinenhersteller der Wahl zumindest um Vorschläge bitten, wenn nicht sogar um die Ausführung.


    Aber ganz grob läuft es darauf hinaus, dass die Bodenplatte entsprechend Verstärkt ist und an den notwendigen Stellen Befestigungspunkte aufweist. Sei es, dass ein Hilfsrahmen schon in die Bodenplatte integriert ist, oder dass die Bodenplatte an den Auflagepunkten mit Holzbalken, -Klötze oder ander Materialien dafür vorbereitet wurde das Gewicht zu tragen.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo!


    Danke für Eure Infos. Ich habe die Kabine jetzt mal aufgezeichnet und stelle Sie in Kürze hier vor. Vielleicht gibts dann noch ein paar gute Tipps von Euch.


    Die Aufbaurichtlinien geben leider nicht allzu viel her.


    Roland

  • Hi Roland,


    in einem anderen Thread hast Du was von Daily Allrad geschrieben. Wenn es ins Gelände gehen soll, wirst Du den Hilfsrahmen etwas massiver machen und die Kabine "pendelnd" aufhängen müssen, damit die Verwindungen des Fahrgestells nicht als Kräfte in die Kabine eingeleitet werden und diese auf Dauer zerstören.


    Das macht man entweder als Dreieck, vorne an der Kabine je eine feste Halterung rechts und links am Rahmen, hinten auf einem Querträger die Kabine drehbar an einem dicken waagerechten Bolzen aufgehängt wie eine Wippe. Dann kann sich der Rahmen unter der Kabine verwinden.
    Es gibt auch eine rautenförmige Aufhängung und noch andere Prinzipien, die findest Du hier im Forum alle beschrieben.

  • Hallo Thomas,


    im Prinzip ist mir das eigentlich auch verständlich. In den Aufbaurichtlinien von Iveco steht das aber nicht. Dort steht nur, das vom Aufbau keine Torsionskräfte o. dgl. auf den Rahmen übertragen werden dürfen.


    Wenn es im Gelände den Rahmen verwindet, ist er dann nicht beschädigt? Wie viel Grad oder cm verzieht es den Rahmen?


    Gruß Roland

  • Zitat von xRolandx

    ....Wenn es im Gelände den Rahmen verwindet, ist er dann nicht beschädigt? Wie viel Grad oder cm verzieht es den Rahmen?...


    Im Prinzip nicht, denn die Torsion, die der Verschränkung der Achsen z.B. bei Schrägdurchfahrt durch einen Graben folgt, ist ggf. konstruktiv vorgesehen. Die Hersteller tragen dem durch den Aufbau des Rahmens und die Wahl besonders elastischer Stähle Rechnung. Wenn das Verwindungspotential durch die Geländeformation ausgereizt bzw. Überschritten wird, hebt das Auto einfach "ein Beinchen", also ein Rad kommt in die Höhe. Welches, das hängt von der Gewichtsverteilung des Gesamtfahrzeugs ab, aber u.U. bei bestimmten Fahrsituationen, wo z.B. das Vorderrad durch das Gelände blöckiert wird , auch von Kräften aus dem Antrieb, besonders bei Einsatz aller Sperren. Letzteres ist aber eine ausgesprochene "Hardcore"-Gelände-Situation, hast Du mit dem Womo bestimmt nie...hihihi ... weil Du Dich nicht dahin traust....
    Wenn der Rahmen bei sowas beschädigt wurde, waren größere Kräfte im Spiel, zum Beispiel bei 4-Achsern auf Baustellen. wo Muldenkipper durch Befüllen mit nassem Sand oder unzulässig viel Beton gnadenlos überladen wurden.


    Wie weit die Autos sich verwinden, hängt von der Konstruktion, dem Radstand, der Spurweite und dem Gewicht ab, das ist von Auto zu Auto verschieden und wird außer bei Militärautos im Lastenheft eigentlich nie veröffentlicht.


    Die alten Ural-Dreiachser-Benziner waren z.B. so elastisch im Rahmen, dass sie für das, was vom Militär an Geländetüchtigkeit verlangt wurden, keine Sperren nötig waren. Die Verwindung reichte aus, die Räder auch bei der verlangten Maximalverschränkung auf dem Boden zu halten, so dass Traktion geliefert wurde. Es ist übrigens erstaunlich, was die im Gelände können, schade, dass sie 60 l brauchen, äh... pro Stunde, wohlgemerkt....hihihi.....

  • ähem... besonders flexible Stähle gibt es nicht, E-Modul (bzw. Schubmodul) ist gleich. Genausowenig gibt es den ideal starren Körper.


    Die Verwindung ist rein konstruktiv und muss es geben, nur sind Aufbauten als geschlossene Körper "steifer" als ein Rahmen - darum muss es ein Ausgleichselement geben (selbst wenn es keine Aufbaurichtlinien gäbe).


    Grüsse,
    Peter

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