Womosteuer

  • Hi,


    ich habe gerade vom Finanzamt einen Bescheid bekommen.
    Ist ja nicht so, als das ich nicht damit gerechnet hätte.
    Aber der Hammer ist, dass mir die Womo Zulassung ab Januar 2006 wieder aberkannt worden ist. Den T4 habe ich schon seit Ende April nicht mehr und verlangt wird die Nachzahlung bis 2008 und satte 1275 Euronen.
    Zweimal bin ich mit dem Bus beim Finanzamt vorgefahre und auch Fotos wurden gemacht.


    Also wird auch die Zulassung Rückwirkend aberkannt, wenn man die Stehhöhe von 1,7m nicht erreicht?


    Besten Dank für´s Feedback!


    Jens

  • Das ist so richtig, ohne Stehhöhe ist das ein PKW
    Aber Steuern musst du nur für Zeit zahlen in der das Fahrzeug auf Dich zugelassen war.

  • Da mußt Du wohl Einspruch einlegen.
    Zahlen würd ich das ohne Wiederspruch nicht. Du mußt nur für den Zeitraum zahlen in welchem Du auch das Fahrzeug angemeldet hattest.


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Hi,
    das ich was Nachzahlen muss ist mir ja klar, aber verliere ich Rückwirkend die Womo-Zulassung???


    Vielleicht habe ich mir ja ein Klappdach nachträglich eingebaut.....


    Besten dank für Antworten!


    Gruß - Jens

  • Meines Wissens nach gilt das was eingetragen ist. Wenn dein Fahrzeug ein Womo ist dann bleibt es das auch. Zu dem Zeitpunkt der Eintragung war noch nichts von 1,70m Stehhöhe zu erfüllen und somit braucht das dein Fahrzeug auch heute nicht.
    Das ist das gleicht mit den Gurten im Fahrzeug. Ab einem bestimmten Datum braucht man sie nur an den einen und ab einem anderen Datum braucht man sie an allen Sitzen.


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • die antwort von christopher ist - aufs steuerrecht bezogen - nur eins: falsch.


    wenn ihr eure entscheidungen nicht basierend auf gerüchten treffen wollt, dann informiert euch dort, wo die fakten zu finden sind.


    derzeit gibt es keine bessere informationsplattform als das forum von camperline.de


    jens

  • Nur die Ruhe....
    Die überaus gestresste Dame vom Finanzamt hat sich verhauen....


    Statt der 1275 Euronen sind es jetzt ca. 300-400 Nachzahlung.


    Wäre ich beim Finanzamt für Bauwesen hätte ich der Dame mal eine Rückwirkende Steueerhöhung auf´s Grundstück ab dem 1.1.1982 gesendet..... blöde Kuh!!!


    Naja - bin ja noch mal mit nem blauen Auge davongekommen.


    Ach ja, um dem Stress zu entgehen bleibt mein Neuer (1,92 Meter Stehehöhe) bis zum finalen Ausbau ein LKW, trotz der höheren Versicherung. Habe den AXA Topic leider zu spät gelesen.


    Danke für die Antworten!


    Gruß - Jens

  • hi jens,
    nun aber nicht hinlegen und wieder einschlafen. auch ein blaues auge tut weh. vorallem: wenn du demjenigen, der es dir gehauen hat, nicht einhalt gebietest, dann schlägt er demnächst wieder zu. und dann gibt's vielleicht auch bei dir eine blutige nase.


    also: spende für die musterklage nicht vergessen. einspruch gegen den steuerbescheid einlegen. danach kannst du dich dann wieder zum schlummern hinlegen und dein blaues auge pflegen ...


    jens

  • Ich glaub das einfach nicht.
    Jetzt habe ich nach ein paar Tagen wieder ein Schreiben bekommen und:
    fast 680 Euronen.
    Ja das ist ja schon mal die Hälfte aber immer noch falsch.
    Der Bus war schon wieder als PKW zurückgesetzt, obwohl die Dame vom Finanzamt den Fehler eingesehen hat.
    Oh Man, der Mist ist wirklich das man als Zahlender immer noch Bittsteller ist. Na dann - auf ein Neues.
    Aber wenn sich der Betrag nach jedem Anruf halbiert, werde ich´s´noch ne Weile durchziehen.....


    Jens: Der einziege Weg aus dem Schlamassel ist LANDFLUCHT!


    Gruß - Jens

  • Schuld sind nicht die Knechte vom FA, sondern die Hohlköpfe in Berlin.
    Die Sesselpupser in den FÄ sitzen da wie bestellt und nicht abgeholt,
    "mit Waschkörben voll Einsprüchen" wie mir erst letzte Wo einer von der Truppe bestätigte, nur weil die Knallfrösche aus der Hauptstadt halbe Sachen machen.
    Es geht auf die Nerven und auch auf Testes, denen gebetsmühlenartig alle 10 Tage einen Einspruch auf die Ablehnung des Einspruchs zu schicken....
    aber wir werden nicht müde sie auf den richtigen Weg zu führen !
    Und alle 4 Jahre zeigen wir es ihnen !

  • Und noch mal zur Klarstellung:


    Seine Zulassung als Wohnmobil verliert keiner. Die Zulassung bleibt wie gehabt und auch in Zukunft ist für die reine verkehrsrechtliche Zulassung keine besondere Stehhöhe notwendig.
    Es geht "lediglich" um die steuerliche Einstufung des Fahrzeugs. Denn die Finanzämter müssen nicht nach der Fahrzeugart besteuern, die in den Papieren steht.
    Die Halter von "unechten Wohnmobilen" bekommen das jetzt zu spüren, die Fahrer von Pick-Ups oder T3 mit Doppelkabine haben das zum großen Teil schon weit früher zu spüren bekommen. Diese Fahrzeuge, die ab Werk schon immer als LKW zugelassen sind werden oft auch als PKW versteuert, da die Ladefläche den Finanzämtern zu klein ist.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Zitat von christianus

    Schuld sind nicht die Knechte vom FA, sondern die Hohlköpfe in Berlin.
    Die Sesselpupser in den FÄ sitzen da wie bestellt und nicht abgeholt,
    "mit Waschkörben voll Einsprüchen" wie mir erst letzte Wo einer von der Truppe bestätigte, nur weil die Knallfrösche aus der Hauptstadt halbe Sachen machen.
    Es geht auf die Nerven und auch auf Testes, denen gebetsmühlenartig alle 10 Tage einen Einspruch auf die Ablehnung des Einspruchs zu schicken....
    aber wir werden nicht müde sie auf den richtigen Weg zu führen !
    Und alle 4 Jahre zeigen wir es ihnen !


    die verantwortlichen sitzen aber vorallem in münchen und in wiesbaden. denn die wohnmobilsteuererhöhung ist auf betreiben der landesfinanzminister von bayern und hessen durchgezogen worden. mit starker unterstützung aus BW. und die anderen haben sich bedeckt gehalten. die bundespolitiker hatten dann "nur" nicht den mut, die gierigen in die schranken zu weisen.


    jens

  • Zitat von jens voshage

    [
    die verantwortlichen sitzen aber vorallem in münchen und in wiesbaden. denn die wohnmobilsteuererhöhung ist auf betreiben der landesfinanzminister von bayern und hessen durchgezogen worden. mit starker unterstützung aus BW. und die anderen haben sich bedeckt gehalten. die bundespolitiker hatten dann "nur" nicht den mut, die gierigen in die schranken zu weisen.


    jens


    Auf den Bayern bin ich schon seit vielen Jahren überhaupt nicht gut zu sprechen, überall wo der die Finger im Spiel hat wird man nach Strich und Faden beschissen, er ist nebenbei auch Aufsichtsrat bei den Stadtwerken
    München..............
    Würde ich hier schreiben was ich von dem halte, müsste ich sitzen.

  • Hallo zusammen,


    ich möchte auch in diesem Thread zu etwas mehr Contenance http://de.wikipedia.org/wiki/Contenance aufrufen. Ausdrücke wie "Sesselpupser" und "blöde Kuh" bringen uns in der Sache nicht weiter. Und Auswandern wegen der KFZ-Steuer ???
    OK, ich bin auch erstmal um den Kronleuchter gekreist, als ich meinen KFZ-Steuerbescheid bekommen habe, in dem ausser der Adresse und dem Kennzeichen so ziemlich alles falsch war. OK, ich habe auch viele böse Worte gesagt, aber muss ich die dann auch in einem Sachforum veröffentlichen ?
    :cry: Bevor ich hier wieder als Duckmäuser dargestellt werde: in der Sache haben wir alle völlig recht.
    Die Art und die Umstände der Einführung der neuen Womo-Steuer sind für unsere Politiker beschämend, die Art der Umsetzung für die Verwaltung nicht minder. Ich finde es gut und wichtig, diese Meinung auch an GEEIGNETER Stelle und in klaren Worten zu vertreten. Das heisst meiner Meinung nach allerdings nicht, die Leute vom Finanzamt zu beschimpfen. Unser Wahlkreisabgeordneter ist da schon eher der richtige Ansprechpartner.


    Wo wir gerade dabei sind: ich drösel die Probleme mit den Steuerbescheiden mal etwas auseinander:
    1. rückwirkende Festsetzung der höheren Womo-Steuer ab 2006 --> unter dem Sichwort Musterklage hier schon behandelt
    2. Nichtanerkennung als Wohnmobil und damit steuerliche Einstufung als PKW --> das Finanzamt hat keine Informationen zur Fahrzeuginnenhöhe oder im Fahrzeugschein ist eine zu geringe Gesamthöhe eingetragen --> Einspruch einlegen und richtige Daten zur Verfügung stellen (in welcher Form auch immer)
    3. falsche Einstufung in die höchste Steuerklasse --> das Finanzamt hat keine Informationen zur Schadstoffklasse --> Einspruch einlegen und Fahrzeugschein in Kopie übersenden.
    Schlimmstenfalls nach ein oder zwei Fehlversuchen sollten dann zumindest die Probleme 2 und 3 erledigt sein.


    Vielleicht noch ein Hinweis für Neuabnahmen von Womos beim TÜV / der DEKRA: in dem Gutachten wird alles aufgeführt, was vom Strassenverkehrsamt im KFZ-Schein geändert werden soll. Wenn man den TÜV-Prüfer dazu bringt, unter "Bemerkungen" auch die Fahrzeuginnenhöhe über Küche und Spüle einzutragen, erspart das weitere Diskussionen mit dem Finanzamt. :wink:


    Gruß
    Lutz

    unterwegs in einem Opel Movano aus 2005, Ausbau fertig in 2007, soweit das überhaupt möglich ist

  • hi lutz,
    es gibt noch ein weiteres problem, das zu berücksichtigen ist. in hannover sitzt ein sachbearbeiter beim finanzamt, der bei einem vw-bus-wohnmobil keinen wohnraum anerkennt. der platz zwischen rückbank und beifahrersitz sei personentransportfläche könnte man seine auffassung zusammenfassen.


    wir sind seitens der RU an dem fall dran. nur als hinweis, dass es noch mehr ansatzpunkte gibt, wie man aus einem wohnmobil rückwirkend einen pkw machen kann ...


    jens

  • Hallo nochmal,
    hallo Jens,
    ich wollte in meinem Posting nur die "Standardprobleme" aufzählen, die alle Womobesitzer betreffen können. Du hast völlig Recht, in Einzelfällen kommen da noch viele weitere dazu.
    Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass die Auffassung des Bearbeiters des Finanzamts Hannover zur Womo-Anerkennung bei den üblichen Westfalia- oder ähnlichen Bullis, Vitos u.s.w. mehr als eine Einzelmeinung ist. Zumindest im Westfalia-Land (Ostwestfalen) ist die Anerkennung von derartigen Fahrzeugen als Womo bei vorhandenem Aufstelldach nach meiner Kenntnis kein Thema.
    Gruß
    Lutz

    unterwegs in einem Opel Movano aus 2005, Ausbau fertig in 2007, soweit das überhaupt möglich ist

  • Gut Ding will Weile haben?
    Zu guter letzt sind´s jetzt noch genau 25 Euronen die ich nachzahlen muß.
    Ist ja nochmal gut gegangen, aber der Weg war ein Witz.
    Von 1275 Euro über 860 Euro auf 25 Euro?
    Ja da wäre jeder Verkäufer in der Wirtschaft wieder ohne Job!


    Seltsam ist lediglich, dass mein Bekannter aus Bayern mit exakt gleichem Wagen über 400 Euro nachzahlen musste.
    Nicht alles soll man hinterfragen und zufrieden über´s Ergebnis beende ich das Thema - bis mein Neuer von LKW auf WoMo umgemeldet wird.


    Gruß - Jens

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