Ein neuer Ausbau will in die Welt

  • Nachdem Wolfgang mir liebevollst technisch unter die Arme gegriffen hat, nun das Ergebnis:


    Seit zwei Jahren plane ich, habe die Beiträge intensiv verfolgt und nun die Kaufentscheidung zum Abschluss gebracht.
    Nach nunmehr zwölf Ausbauten in knapp vierzig Jahren stand die Entscheidung erstmalig gegen das Blech eines verschieden großen Kastenwagens und für einen Koffer. Bei der Entscheidung für ein Material war ich bis zum Ende der Ausschreibung noch nicht Entschieden zwischen Monopan und Sandwich. Gründe:3.5t sollen nicht überschritten werden, Wintercamping ist nicht unser Traumurlaub, jenseits der Straße und mitten im Flussbett sahen wir auch nicht unseren Wunschplatz. Die Entscheidung ging dann letztlich gegen Monopan, weil unser Wunsch nach einer Doppelflügel-Hecktür (jawohl, wie bei einem ordinären LKW) von den drei möglichen Aufbauern nicht erfüllt wurde. Neun Firmen wurden angeschrieben, von Deutschland über Tschechien, die Schweiz bis Holland; in Deutschland die bekannten "Verdächtigen". Die Entscheidung für einen Koffer von der LKW-Front fiel aus drei Gründen: der Preis, die Maße, das Material und den entscheidenden Ausschlag für den dann gewählten Aufbau aus Holland, eine hinten an den Unterbau anzuschraubende Treppenstufe, die ich als Radträger nutzen kann. Da ich die Räder möglichst tief anbringen wollte (man wird, so man Glück hat, noch älter und das Heben noch beschwerlicher) und die Sicherheit haben wollte, dass mir der Radträger nicht von der Hintertür abreißt, hätte ich sonst über eine Fahrgestellverlängerung nachdenken müssen, die einen erheblichen Kosten- und Gewichtsfaktor dargestellt hätte. Der bestellte Koffer hat 2,5 cm Sandwich, Profile in Alu, Unterkonstruktion aus Stahl, Hintertürrahmen ebenfalls Stahl, Decke hat eingezogene Aluprofile und alles zusammen (mit sehr massiver Stufe, Unterkonstruktion und mitgelieferten Radkästen) wiegt 540 Kilo. Maße: Länge 410, Breite 210, Höhe 197 (alle Maße innen). Ebenfalls ungewöhnlich: Der Koffer ist da, wird jetzt in Ruhe von mir ausgebaut und erst wenn ich fertig bin, werde ich das Fahrgestell kaufen und der Koffer wird vom Karosseriebauer aufgebaut und gen TÜV gefahren.


    Allen Lesern einen guten Jahrsanfang und einen guten Rest.
    Holzwurm

  • Sieht gut aus das Teil.......


    Du wirst wahrscheinlich eine Seitentür vorsehen, denn jedesmal die Räder vor der Hecktür abzuschnallen, wenn Du rein willst, kann es ja nicht sein....hihihi


    Über die vielen Kältebrücken durch die eingezogenen Stahl- und Aluprofile wirst Du Dir sicherlich im Klaren sein und im Plan für Abhilfe gesorgt haben. Ich hoffe, Du hast auch eine Zeichnung mit den Verstärkungen im Aufbau, damit Du beim Fenster-, Türen- und Dachlukeneinbau nicht Streben und Profile anschneiden mußt. Daß Du jetzt schon Dein Basisfahrzeug auswählen solltest, dürftest Du wissen, das ist wegen der Positionierung der Radkästen unabdingbar.


    Ansonsten viel Erfolg beim Ausbau und dass der Hersteller des Basisfahrzeugs nicht den Radstand ändere....hihihi

  • Hallo Holzwurm,


    Zitat

    Ebenfalls ungewöhnlich: Der Koffer ist da, wird jetzt in Ruhe von mir ausgebaut und erst wenn ich fertig bin, werde ich das Fahrgestell kaufen und der Koffer wird vom Karosseriebauer aufgebaut und gen TÜV gefahren.


    Diese Entscheidung hat schon etwas, was ich nachvollziehen kann.


    Daher glaube ich zumindest, daß Du keine innen liegenden Radkästen bauen wirst, da das Ganze über einen LKW-Rahmen kommt.


    Aber sag mal warum, oder für was sind die beiden riesen Hecktüren?


    Soll damit der "Anschein" eines "normalen LKW-Aufbaus" erweckt werden?
    Werden daher die Fenster "abgedeckt montiert"?


    Schon mal "grob" darüber nachgedacht was drunter kommt?


    Mehr Richtung Std.-Transporterwie hier, ;) oder eher Richtung Offroad-LKW?

    Grüße vom QM.

  • Hi Questman, ohne dem holzwurm vorgreifen zu wollen: Ich hatte im Heck des 609 eine 70 cm breite Quersitzgruppe, die umgebaut, meiner Besten als Bett diente. Morgen bei schöem Wetter und geschicktem Parken machten wir die Hecktüren auf und frühstückten qiasi im Freien mit herrlicher Aussicht und von lauen Lüftchen umfächelt..... :shock::D:P ... hatte was.....hihihi


    Man kann natürlich auch die Campingstühle nach draußen räumen.... klar----

  • Hallo Holzwurm,


    auch mich interessiert was Du mit den großen Flügeltüren vor hast.


    Mir gefällt deine Entscheidung einen solchen Koffer aus zu bauen.
    Bin gespannt wie es weiter geht.


    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Also, dass ihr neugierig sein würdet, habe ich erwartet:
    Basisfahrzeug steht fest: Ford Transit, langer Radstand.
    Der Koffer wie auch das Untergestell sind für dieses Fahrzeug gebaut. Er wird, wie Thomas vermutete, eine Seitentür kriegen, Radkästen sind nicht vorgesehen, der Aufbaurahmen etwas höher (deshalb schon die erwähnten Kotflügel), lieber steige ich etwas höher. Die Treppen habe ich schon in Alu gebaut, sie werden seitwärts unter der Tür und hinten im Dopellboden untergebracht. Zwei Treppen deshalb, weil wir ja auch die seitwärts angebrachte Markise, die nicht zu den teuren, drehbaren, schweren gehört, gemeinsam und gleichzeitig aus der Hülle nehmen müssen, um sie dann ebenfalls gemeinsam aufzustellen.
    Zu den Fragen Alurahmen und Wasser: Die Foren sind voll von Beiträgen zu diesen Grundproblemen. Nur soviel: Die Profile werden alle verkleidet, es gibt sie ja auch nur in den Ecken und im Dach und ein großer Teil wird durch die Möbel verdeckt, wo ich erst im täglichen Betrieb sehen will, ob ich tatsächlich etwas tun muss Die Rahmen im Dach machen mir noch etwas Kopfzerbrechen, aber ich habe mit meinem mir angetrauten Weibe entschieden, diese Frage technisch erst zu beantworten, wenn wir nach unserem ersten Urlaub meinen, etwas tun zu müssen. Technisch wissen wir auch schon wie.


    Der Grund für die Doppeltür (auch da hat Thomas schon den richtigen Riecher): hinten werden wir auf der Breite von 2.10 und mit der Tiefe von 1.20 zwei Komfort-Bürostühle, mit allem ergonomischen Schnickschnack platzieren, mittig eine drehbare und entfernbare Tischplatte. So werden wir in Norwegen oder Schweden am See stehen, die Türen weit auf, die Mückengardine weht leise im Wind und wir bestaunen während des Frühstücks den gerade auf dem Wasser landenden Prachttaucher, im Hintergrund, auf einer Insel, singen Elche und Bären im gemischten Chor das Lied für den unbekannten Touristen.
    Da ihr sicher Fragen zu dem nun folgenden Ausbau habt (und mit dem ich auch schon begonnen habe) schlage ich einen Wechsel in das Ausbauforum vor, ich werde dann in den nächsten Tagen damit fortfahren. (Um Euch schon jetzt neugierig zu machen: Die Möbel werden in Alu und Kiefer-Sperrholz gebaut und sollte ich es nicht mit den Bildern schaffen, wird mir sicher wieder Wolfgang helfen.)
    Erst mal Dank für Eure Neugier, bis die Tage
    Holzwurm

  • Na, denn man tau und viel Erfolg dabei.....


    Sag mal, kennst Du die weltberühmten Holzwurmgedichte?


    Hier ist eins:


    Der Holzwurm schenkt der Holzwurmbraut
    einst eine Cellodecke.
    Sie wurden leider nicht getraut,
    sie haßte nämlich Knäcke........ :roll:


    Ist kein originales, die sind besser, ich habs aus dem Gedächtnis nachempfunden......

  • Also ne breite Tür ist doch klasse. Das war auch einer der Gründe weshalb ich den Post-Koffer nicht wollte, weil der nur die halbe Breite als Tür hat. Wie soll ich denn da meinen ganzen Krimskrams reinbekommen? :D

  • hallo holzwurm,
    habe mich gerade erst angemeldet und habe auch solch eine Variante wie du sie angeschaft hast vor. Allerdings benötige ich die großen Türen zum beladen während der 300 tage im Jahr wo ich das Fahrzeug als Transporter besser brauchen kann. Kannst du mir mal die Holl. Adresse und ggf. einen Preis für den Koffer nennen?
    Ansonsten erstmal grüße und ein Hallo an alle,
    sam 8)

  • Hallo,sam,
    der Koffer heißt "The CityBox" und ist im Internet unter http://www.lamboo.nl zu finden. Der Preis mit allen Einzelheiten wie Transport etc. lag unter 8000 €. Die anderen Angebotspreise lagen bis 14 000, aber man muss ehrlich sagen, dass die Angebote auch sehr unterschiedliche Endstufen enthielten, von denen ich aber auch vieles ausdrücklich nicht wollte. Da ich den Aufbau über einen Karosseriebauer bestellt habe (ich wollte sicher sein, dass der weitere Ausbau, wenn er in die Frage Veränderungen am Basisfahrzeug mündet, auch durch einen wohlgesonnen Fachmann gewährleistet ist), kann ich seine Meinung zur Qualität des Koffers preisgeben: vorzüglich. Und so weit ich das mit meinen handwerklichen Basisqualifikationen beurteilen kann, kann ich mich dem Urteil nur anschließen.
    Und zur weiteren Begutachtung ein erstes Ausbaufoto, nachdem ich gleich wieder ein bißchen bauen werde, folgen weitere, allerdings wechsele ich dann in das Selbstbau-Forum
    Herzlich
    Holzwurm

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