Anleitung, Statikinformationen... zu Holzfacherk-Sandwich?

  • Hallo, habe schon ein bisschen herum gesucht, aber nicht viel gefunden. Nachdem hier so oft über Sandwich Bauweise geredet wird, hab ich mich auch anstecken lassen und will die großen Zwischenwandflächen auch anstatt wie bisher aus 15mm Pappelsperrholz, aus einem Sandwich mit einem Holzinnenrahmen basteln. Alleine meine Trennwand zur Fahrradgarage hat bereits eine Fläche von 3,5qm.
    Jetzt hab ich allerdings keinerlei Erfahrung mit Sandwich, noch mit Fachwerkrahmen. Metallrahmen scheiden aus, da ich nicht besonders gut ausgestattet/erfahren bin um Metall zu verarbeiten. Holz ist kein Problem.


    Gibt es irgendwo im Netz Literatur über die Statik von Fachwerk-Sandwich? Ich denke für den Rahmen nimmt man lieber Vollholz und kein Sperrholz, da sonst beim Sperrholz ja jede zweite Schicht für die Katz wäre. Wie verbindet man die Vollholzleisten? Ist es ok einfach so Schaummatten passgerecht mit rein zu packen, oder muss es ausgeschäumt werden? Hab eigentlich keine Lust auf die Batzelei.


    Wie verleimt ihr so großflächige Sachen ohne rießige Presse?
    Hat da jemand Ideen, Erfahrungen und am besten auch technische Hinweise, die mir späteren Ärger, oder Über-/Unterdimensionierung ersparen? Ich hätte jetzt intuitiv einen Rahmen um die ganze Platte gelegt, und dann je nach Größe noch 2 Diagonalen, oder auch einen Stern mit 4 Leisten (zusätzlich die horizontale und vertikale Mitte).
    Bei noch größeren evtl. noch auf 1/4 und 3/4 Geraden reingezogen, und natürlich überall dort, wo später Befestigungen an die Wand müssen.
    Passt das so, oder gibt's da bessere Wege das zu optimieren?


    Einer der Gründe (neben Gewichteinsparung) die mich von Sandwich begeistern, ist die Möglichkeit eine Wandheizung zu realisieren. Aber wie macht man das, ohne den Rahmen zu unterbrechen? Ich denke ich will ja mal mindestens beide Diagonalen durchziehen, wie bekomm ich dann Luftkanäle durch die ganze Wand? Kann ich eigentlich bei Luftfluß einfach mit Querschnitt rechnen? Also ist es der Luft annähernd egal ob sie durch 50 Löcher mit je 5qmm geht, oder durch eins mit 250qmm?


    Und wie dick müssen die Sandwichaußenplatten so sein? Ich dachte an 3mm Birkensperrholz. Wobei das schon wieder ganz schön schwer ist. Wahrscheinlich ist 2x3mm Birkensperrholz kaum leichter als 1x15mm Pappel. Dafür aber ein vielfaches an Arbeit. Fragen über Fragen...

  • Hallo mangiari,


    also ich habe erst in diesem Jahr einen Wohnaufsatz in dieser Weise erstellt.
    Guckst Du mal die Bilder:


    http://www.uwe-rathje.medion-fotoalbum.de


    Ich habe mich vorher informiert, wie groß die Styropor oder besser noch Styrodur in den Abmaßen sind. Danach habe ich mein Raster festgelegt. In meinem Fall 50x100 cm. Klar geht es nicht immer aus, aber es läßt sich ja gut schneiden. Für das Grundgerüst habe ich mir eine Multiplexplatte in 30 mm Streifen aufgeschnitten. Die Platte hatte eine Stärke von 16 mm. Diese Dimension hat eine ausreichende Festigkeit und ist durch die wasserfeste Verleimung der einzelnen Lagen geradezu ideal.


    Die Leisten sind miteinander per Spax verschraubt. Vorher ein guter Tropfen Montagekleber an die Schraubstelle und es hebt Bombenfest.
    Du solltest aber wirklich einen guten Kleber nehmen, erspart viel Ärger. Ich hatte auch gemeint, ach der vom OBI tuts auch, aber vergiss es, sobald er feucht wird, ist er wie Gummi.


    Ich habe aussen ein 1,5 mm Alublech genommen, dann 3 cm Dämmung und innen 1,5 mm Flugzeugsperrholz 7- fach verleimt. Dies ist Superstabil, extrem leicht und sehr gut zu verarbeiten. Auf das Traggerüst habe ich Montagekleber per Pistole aufgetragen, das Blech bzw. Sperrholz aufgelegt und ca. alle 25 cm mit einer kleinen versenkten Spaxschraube fixiert.



    Durch die Schrauben wird es gut an den Rahmen rangezogen und der Kleber tut seinen Teil dazu. So entsteht eine solide und leichte Wand. Solltest Du Einbauteile machen wollen, so kannst Du dies ja im Rahmengerüst berücksichtigen und Füllstücke einplanen.


    Durch den Kleber mit Schrauben bleibt die Fläche auch absolut gerade und verzieht sich nicht. Lüftungsschächte kann man natürlich mit integrieren. Hierbei ist halt die Größe entscheidend, was an warmer Luft durchgeht. Je kleiner, je weniger. Sind die Austrittslöcher zu klein, gibts denn Stau. Da sollte der Luftdruck nicht zu groß sein.


    So, ich hoffe Dir ein wenig geholfen zu haben, mit dieser Aussage. Wenn man sowas baut, kommen einem währenddessen immer neue Ideen.
    Learning by Duing, oder so.


    Gruß Uwe :wink:

  • Also erstmal Gratulation, das Teil macht ganz schön was her :mrgreen:


    Zu der technischen Verarbeitung hab ich dann allerdings so ein paar Zweifel.


    1. Muss Montagekleber doch hinterlüftet werden, den mit Schrauben zwischen Platten zu pressen ist wohl nicht die optimale Verarbeitung.


    2. wollte ich die Sandwichplatten eigentlich verleimen und nicht alle paar dutzend cm ne Spax reinjagen. Wie sieht denn das aus, wenn die ganze Wand perforiert ist 8)


    3. Multiplex in Streifen find ich jetzt auch nicht so ideal, da ja wie gesagt für einen Rahmen bzw. ein Fachwerk die Schichten, die dann quer zur Längsachse gesperrt sind völlig unnütz sind. Sprich die Hälfte Deines Multiplexrahmen trägt nur einen unbedeutenden Bruchteil zur Stabilität bei.


    4. Du hast die Multiplex-Stäbe einfach Stirnseitig mit Montagekleber und Verschraubung verbunden? Bin kein Fan von stirnseitigen Verschraubungen. Das kann man vielleicht mal bei einem unbelasteten Detail machen, um in der Blende keine Schraubenlöcher zu haben, aber den ganzen Rahmen für eine Trennwand möcht ich so nicht zusammenhalten.


    Trotzdem danke für die Anregungen, ich werd mal noch auf andere warten. Vielleicht seh ich Dich ja mal irgendwo rumflitzen mit Deiner Tigerente, ich bin nämlich auch die meiste Zeit in München unterwegs. Was treibst Du denn so neben dem Basteln noch hobbymäßig?

  • :D Gut das die Wohnwagen und viele Reisemobilhersteller das nicht wissen, die Tackern die Leisten zusammen, mehr nicht.
    Sperrholz ist stabiler als naturgewachsenes, eben wegen den Sperrschichten und verzieht nicht.
    Du könntest Leimholz nehmen, zur Verbindung Lammelos mit wasserfestem Leim, wobei gegen Schrauben keinerlei Einwendungen sprechen

  • Hi,


    statt der Sperrholzlatten könntest Du auch Esche nehmen. So hat man früher auch Karosserien gebaut. Esche ist sehr stabil und besitzt eine hohe biegesteifigkeit. Daraus werden zum Teil auch Bögen gebaut.
    Nachteil ist, das Du es nur in Bohlen bekommst, die Du dann auftrennen, abrichten und hobeln mußt.
    Pass auf das Du ne Bohle erwischst, die nahe am Kern war (stehende Jahresringe) und gerade vom Maserungsverlauf.
    Aber verziehen kann die sich immer noch!


    Eigentlich bietet sich Sperrholz besser an!!


    Als Kleber würde ich Dir Fibcon 60 von BEKO empfehlen.


    http://www.beko-gmbh.com/de/index.php?s=62


    Der hat ne Stunde offene Zeit. Da braucht man nicht zu hetzen.


    Beim Verleimen alles auf ne gerade Fläche legen (evtl. mit Heftnägeln gegen verrutschen sichern. Dann ne ebene Platte drauf und dann alles was Du findest drauf was schwer ist (Gehwegplatten gehen super !!!)


    Ich hoffe das hilft Dir!


    viele Grüße und gutes gelingen


    Frank

  • Oh das klingt gut, danke.
    Klar ist Sperrholz in Platte stabiler. Aber doch nur bei Flächen. Wenn ich eine Linie annähere (was ich ja bei einem Gestänge tue) sind die Schichten die quer zur Gestängerichtung liegen völlig überflüssig. Die schützen auch nicht vor dem Verziehen.


    Ihr glaubt mir nicht? Nehmt mal eine sagen wir 2cmx2cmx50cm Leiste aus einfachem Fichtenholz (Maserung natürlich längs) und dann nehmt mal das selbe in Sperrholz. Und siehe da, das Sperrholzstäbchen lässt sich sehr viel einfacher durchbrechen als die Fichtenstange, da es effizient halt nur 1cm dick ist. Hab ich bei Belastungstests für mein Holztandem auch selber ausprobiert...
    Es ist das selbe Prinzip, was Naturholz bei Platten unstabiler macht, das Sperrholz bei Stäben unstabiler macht. Parallel zur Faser bricht Holz nunmal sehr leicht. Drum kann man ja auch Baumstämme Spalten aber nicht einfach so quer durchhauen.


    Aber egal. Noch ein paar ganz andere Fragen, mir ging's ja eigentlich gar nicht rein ums Material sondern mehr um die Geometrie und so. In dem vorliegenden Beispiel wurden nur 90° Winkel benutzt. Die Diagonale besorgt dann quasi das Sandwich-Prinzip. Ist das ok so? Oder ist das Sandwich bedeutend stabiler wenn man auch Diagonale Streben benutzt?

  • WIDERSPRUCH !


    Ein Multiplexstab in der Größe 2x2 cm ist um ein erhebliches Stabiler als ein Fichtenholzstab. Die Rede ist von Multiplex, 11- fach verleimte Lagen. Da möchte ich denjenigen sehen, der soetwas einfach so durchbricht.


    Normale Sperrholzleisten halten dem Druck nicht stand. Das ist ja ganz klar, da sie nur unter geringem Druck verleimt werden. Die anderen mit hohem Druck und Wasserfest.


    Die Schrauben zum fixieren tun nicht unbedingt Not, geht auch wie oben beschrieben. Ebene Fläche, Last drauf und austrocknen lassen. Aus die Maus.


    Sandwich bedeutet: Lagenweiser Aufbau der Wand. Aussenlage, Zwischenlage und Decklage. Bei Wohnwägen und Womos sieht es meist so aus- Aussen Kunststoff oder Aluhaut, Dämmung dazwischen, wie Schaum oder Styrodur usw., Innen dann Sperrholz oder auch Kunststoff.


    Eine Diagonale bringt Dir rein garnichts. Für die Steifigkeit bringt es nix.


    Gruß Uwe

  • Hallo mangiari,


    mit vielen dieser Fragen hab' ich mich in den letzten Monaten auch beschäftigt ... und ebenfalls keine vollständigen Lösungen gefunden :evil:


    Für die Berechnung von reinen Stabtragwerken bin ich im Download Bereich der Uni Hannover fündig geworden.


    Eine bedenkenswerte Alternative zu Holz zum Fachwerkbau könnten m.E. auch glasfaserverstärkte Kunststoffprofile, z.B. von Fibrolux sein. Dort gibt's im Download Bereich einiges an Datenblättern. Zusätzlich gibts dort Software zur Stabilitätsberechnung einzelner Profile.


    Grüsse,


    Ralf

    Es gibt viel zu tun ... NIX WIE WEG !!!

    Einmal editiert, zuletzt von RaDix ()

  • Ok, klar, so Siebdruckplatten sind durch den hohen Druck und den vielen Leim wohl auch wesentlich dichter als Vollholz, dann evtl. auch stabiler. Auf der anderen Seite natürlich auch schwerer. Muss mir das bei jeder einzelnen Wand (es geht um Möbel- und Trennwände, nicht Außenwände) nochmal genau überlegen, auf welches Gewicht ich mit Sandwich, auf welches mit leichtem Voll-Sperrholz komme.


    Ich will auf jeden Fall Naturholzoberfläche, also entweder Pappel- oder so Birkensperrholz. Welche Dicke würdet ihr so im Möbelbereich für die beiden äußeren Schichten empfehlen?
    Verschlossene Oberflächen (lackiert oder Kunstoff) mag ich nicht. Hab im alten auch trotz viel Feuchtigkeit im Wagen (nasse Kajakklamotten, viel gekocht...) sehr gute Erfahrungen mit unbehandeltem Holz gemacht.

  • Hallo, Mangiari,


    mir ist nicht ganz klar, warum Du mit aller Gewalt eine Holzrahmenkonstruktion mit Styropor/Styrodurausfachung bauen willst. Warum reicht Dir nicht 3mm Pappelsperrholz innen, 25mm Polystyrol, 1,5mm GfK oder 3mm Pappelsperrholzaußen? Zu einem Sandwich verklebt hält das alleine schon sehr gut - manche Wohnmobile haben nicht mehr zu bieten. Wenn die Möbel dann angeklebt und nicht geschraubt werden, hätte ich keine Sorge in Sachen Haltbarkeit.


    Anders mit dem Holzskelett: irgendwo dringt einmal Feuchtigkeit ein (und sei es nur eine größere Menge Luftfeuchtigkeit) - aber raus kommt sie nicht mehr. Und schon hast Du ein tolles Fäulnisnest. Holz im WoMo immer gerne - aber nur dort, wo es großflächigen Kontakt zum Innenraum zum Abtrocknen hat oder nur in wasserfest verleimter Form.


    Für mich steht eines fest: ins nächste WoMo kommt kein Holz - ausser als Innenverkleidung und Möblierung. Aber bestimmt nicht in irgendwelche Wände!


    Viele Grüße
    Leerkabinen-Wolfgang

    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    03.-05.09.2021: Leerkabinen-Treffen

    erstes Juni-WE (04.-07.06.2021): Weinfest fällt aus

    vierter Sept.-Samstag (25.09.2021): Weinprobe in den Weinbergen


    Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

  • Hallo nochmal,
    es geht bei den betreffenden Flächen um die Trennwand zur Fahrradgarage, die hat die komplette Fläche des Busquerschnitts und dann noch die beiden vorderen Wände der Sitzkästen. Alle drei sind durchaus auch mal ordentlich belastet. An der großen Wand ist z.B. auch der Tisch befestigt und die Sitzgruppenwände tragen die Sitzfläche und in Schlafposition die mittlere Platte mit. Also bissl müssen die schon aushalten. Hab auch keine Lust, dass bei nem Auffahrunfall die Fahrräder durchschlagen.


    Alle anderen kleineren Möbelwände mach ich aus dünnerem Sperrholz, 12 oder manchmal sogar 10mm. Dafür fang ich natürlich nicht an Sandwich zu bauen. Aber bei den großen Flächen? Hat ja auch noch andere Vorteile, wie eben die Wandheizung, das unsichtbare Verlegen von Stromleitungen für die Lampen und ausserdem isoliert ja Sandwich auch besser wie Vollholz.


    Ein Vorteil von Voll-Sperrholzplatten ist, dass man jederzeit überall einfach mal was festschrauben kann. Beim Sandwich muss man schon sehr genau vorplanen, dass dann hinterher auch dort wo man was schweres befestigen will auch gerade Rahmen dahinter ist.


    Ich test mal ein bisschen rum und halt Euch auf dem laufenden.
    Danke für alle Tipps und Meinungen.

  • Hallo Mangiari,


    ich denke hier kommt es erst einmal zu einer falschen Begrifflichkeit. Du schreibst die ganze Zeit von Sandwich, meinst aber wohl ein Fachwerk bzw. eine Rahmenkonstruktion.
    Sandwichplatten bzw. Sandwichwände haben i.d.R. kein Stützgerüst, sondern bestehen nur durch den PU o. PS-Kern, auf die die dünnen Aussenlagen aufgeklebt sind.
    Aus solchen Platten werden im allgemeinen die Wohnkabinen gebaut. Natürlich ließen sich auch Möbel aus einer solchen Platte bauen, z. B. wenn man einen PS-Kern mit Sperrholz beplankt.
    Wenn Du eine Stützkonstruktion (ein Fachwerk) baust und dies dann beplankst ist es keine Sandwichwand. Dadurch kam es hier wohl teilweise zu etwas Verwirrung.
    Bei den Innenwänden in Deinem Kastenwagen hast Du ja nicht mit so großen Festigkeitsproblemen zu kämpfen. Ich würde sagen, dass Du, wenn Du das Tragwerk grob „frei Schnautze“ planst sowieso hoffnungslos überdimensionierst.
    Aber wenn Du ein paar praktische Beispiele sehen willst, dann schau mal in mein Fotoalbum. (Unten, www klicken). Ich habe quasi bei allen Möbeln mit der Oberfräse das „überflüssige2 Holz weggefräst, und so eine Stützkonstruktion erhalten. Bei der Nasszellenwand habe ich entsprechende Spanten mit einer 4 mm Multiplexplatte verklebt und so ein Tragwerk geschaffen.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Ok, danke für die Aufklärung, ich dachte Sandwich heißt halt einfach schichtweise Aufbau, im Gegensatz zu Vollmaterial. Da haben wir wohl alle aneinander vorbeigeredet :D


    Mir geht's nur um Inneneinrichtung, da ich doch 'nen Kastenwagen habe, der die Außenhaut schon mitbringt. Dicke Sperrholzbretter zu nehmen und da die Hälfte wieder wegzufräsen ist auch ne gute Idee. Hast Du das dann auf der Rückseite noch geschlossen, oder das Gerippe offen gelassen?


    Das kähme für mich aber nur bei kleineren Möbelwänden in Frage. So ne ganze Wand zu zerfräsen ist mir zu aufwendig und zu teuer. Die paar Leisten kosten ja nichts im Vergleich zu so ner fetten Platte!

  • Ich habe das von innen offen gelassen. Nur nach dem Fräsen noch geschliffen.
    Stimmt Schon, war eine Sch... arbeit. Da geht mein Dank doch sofort an meine bessere Hälfte, die das meiste ausgefräst hat und nun perfekt mit der Oberfräse umgehen kann.


    Und von den Kosten ist das so wild auch nicht. Ich hab die ganzen Platten direkt vom Importeur geholt. Und da war der Unterschied zwischen eienr 4 mm Platte und einer 15 mm Platte jetzt auch nicht so riesig groß.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Zitat von RaDix

    ...Für die Berechnung von reinen Stabtragwerken .... zur Stabilitätsberechnung einzelner Profile.......usw..


    Sagt mal, Ihr Freunde, was macht Ihr Euch denn deswegen so viele Gedanken????? Überlegt doch mal, wieviele Wowas und Womos herumfahren, die Sandwichwände mit dem Aufbau 0,8 mm Alu, 20 mm Styropor in 20 mm Fichtenleisten und 4 mm Pappelsperrholz, mit Sika 252 geklebt und innen getäckert, haben und 15 Jahre und mehr problemlos halten........


    Also, wenn Ihr 2 mm GFK oder 1,2 mm Alu mit 30 mm Styrodur auf Leisten aus 16 mm Multiplex quer womöglich in 50 cm Abstand und innen 6 mm Multiplex kombiniert, alles mit Topkleber verbundeb und mit Spax verschraubt, habt Ihr gegenpber diesen Tackerkisten 1000% mehr Sicherheit......


    Wozu dann der Quatsch mit den Berechnungen? Kostet nur Zeit, in der Ihr die Sache schon halb fertig gebaut hättet.... :roll:

  • Das ist ja meine Rede. So habe ich meinen kleinen Wohni gebaut.


    Er wird noch leben, wenn ich mir schon die Radieschen von unten ansehe, denke ich.


    Bis denne, Uwe

  • Zitat von Thomas Frizen-Fischer

    Sagt mal, Ihr Freunde, was macht Ihr Euch denn deswegen so viele Gedanken?????


    Weil ich in mehr als 23 Jahren als EntwicklungsIng. gelernt habe, das im Voraus Denken in der Regel zu den objektiv nachprüfbar besseren Ergebnissen führt.


    Zitat von Thomas Frizen-Fischer

    Also, wenn Ihr 2 mm GFK oder 1,2 mm Alu mit 30 mm Styrodur auf Leisten aus 16 mm Multiplex quer womöglich in 50 cm Abstand und innen 6 mm Multiplex kombiniert, alles mit Topkleber verbundeb und mit Spax verschraubt, habt Ihr gegenpber diesen Tackerkisten 1000% mehr Sicherheit......


    Was bringen mir den diese 1000% - vor allem solche, die so völlig unbelegt hier von Dir in den Raum gestellt werde???
    Rein gar und überhaupt nichts - ausser einem absulten Verfehlen meines Ziels!


    Zitat von Thomas Frizen-Fischer

    Wozu dann der Quatsch mit den Berechnungen? Kostet nur Zeit, in der Ihr die Sache schon halb fertig gebaut hättet.... :roll:


    Solche "zupackenden Praktiker" mögen ja auch ihre Berechtigung haben aber ohne diejenigen Ingenieure, die vor dem Machen erst mal Denken und Rechnen gäb es mittlerweile nur eingestürzte Eislaufhallen, in Windböen zusammengebrochene Brücken und dergleichen mehr.
    Und wenn ich so ein Typ wäre, dann wäre ich mit meinen 49 Jahren sicherlich Hartz IV Empfänger und nicht gut gefragter Selbstständiger.


    Grüsse,
    Ralf

    Es gibt viel zu tun ... NIX WIE WEG !!!

  • Hi Ralf,
    nu sei doch nicht gleich beleidigt, wenn mal einer sich was handfester ausdrückt.


    Schau, der Aufbau von Wowa- und Womo - Wänden ist eine seit Jahren beherrschte und teilweise aus Kostengründen von einigen Herstellern sehr nachlässig ausgeführte Technologie, über die man sich keine in Richtung Konstruktion gehende Gedanken machen muß, es sei denn, man will Wärmedurchgangszahlen wie für ein Iglu oder Überrollschutz haben oder sonst was besonderes. In die Richtung hast Du nix vorgetragen, also, wo ist denn das Problem.
    Nimm die Suchfunktion und schau Dir die Argumente für und wider Alu und Gfk und Fachwerk und ... und... , die hier im Forum mehrfach aus allen Blickwinkeln ausgetauscht worden sind, an, geh mal bei Ormo und Mabu vorbei und lass Dich beraten, dann lass Deinen persönlichen Geschmack walten, wähl das Dir sympathische Material aus und machs!!!


    Als ich meinen Unimog - Prototyp fürs Truck Trial konstruiert habe und dazu einen 5 Liter V 8 aus der S-Klasse mit dem Semiautomaten aus dem Unimog-Flughafenschlepper verbinden wollte, da hab ich gerechnet und gezeichnet und das mit einem CNC-Fräser und einer Duraluminiumplatte hinbekommen, aber an den Originalrahmen, meine Basis also, hab ich keine Minute verschwendet.... Man muß das Rad nicht immer neu erfinden, mein ich mal... :wink:
    Also nix für ungut und nimms mit was Humor, bitte.....
    Freundschaft?

  • Zitat von Thomas Frizen-Fischer

    Hi Ralf,
    nu sei doch nicht gleich beleidigt, wenn mal einer sich was handfester ausdrückt.


    Sicherlich hast Du mich nicht beleidigt aber Du hast - und machst es jetzt noch einmal - meine Vorgehensweise als überflüssig und/oder sinnlos in Frage gestellt. Dem stelle ich entgegen, dass es auch gute Gründe für ein solches Vorgehen gibt.


    Zitat von Thomas Frizen-Fischer

    Schau, der Aufbau von Wowa- und Womo - Wänden ist eine seit Jahren beherrschte und teilweise aus Kostengründen von einigen Herstellern sehr nachlässig ausgeführte Technologie, über die man sich keine in Richtung Konstruktion gehende Gedanken machen muß, es sei denn, man will Wärmedurchgangszahlen wie für ein Iglu oder Überrollschutz haben oder sonst was besonderes. In die Richtung hast Du nix vorgetragen, also, wo ist denn das Problem.


    Mein Projektziel hab' ich in meiner Vorstellung hier im Forum beschrieben. In den seit dem vergangenen Monaten hat sich herausgestellt, dass dieses Ziel eben nicht mit irgendwelchen Standart(Sandwich oder Fachwerk)lösungen zu erreichen ist.
    Das fängt beim Basisfahrzeug an: Es gibt keins - also wird es nach dem momentanen Stand der Dinge eine Einzelanfertigung mit einer Einzelzulassung werden. Aber bevor ich z.B. AL-KO einen solchen Auftrag erteilen kann muss ich ihn auf den Millimeter genau spezifiziert haben. Da eine solche Einzelzulassung etliche tausend Teuros zusätzlich kostet macht es m.E. schon Sinn, sehr sehr genau darüber nachgedacht zu haben und z.B. die zu erwartende Gewichtsverteilung als Funktion vom Radstand rechnerisch ermittelt zu haben.
    Weiter geht es mit Boden-, Wand- und Dachaufbau: ich habe mit Herrn Burkhardt von Mabu schon viele Stunden zusammen gesessen - Ergebniss: Das Flächengewicht dieser Teile müss gegenüber seinen Standartlösungen um ca. 1/3 gesenkt werden. Das aber geht nicht per Pi mal Daumen Schätzung, dafür muss man erst mal genau Wissen, was man wirklich braucht (Biegesteifigkeit, E-Modul, Schlagzähigkeit, Wärmeleitfähigkeit u.s.w.). Pi mal Daumen 1000% Sicherheit gegenüber Serienherstellern kann ich mir technisch nicht leisten aber natürlich soll mein Aufbau beim Crash nicht wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Also muss ich umfangreiche Materialdaten sammeln, Anforderungen spezifizieren und dann sehr genau konstruieren und rechnen ...


    Zitat von Thomas Frizen-Fischer

    Nimm die Suchfunktion und schau Dir die Argumente für und wider Alu und Gfk und Fachwerk und ... und... , die hier im Forum mehrfach aus allen Blickwinkeln ausgetauscht worden sind, an, geh mal bei Ormo und Mabu vorbei und lass Dich beraten, dann lass Deinen persönlichen Geschmack walten, wähl das Dir sympathische Material aus und machs!!!


    Genau diese Lernphase habe ich sehr sehr umfangreich betrieben (das tolle Treffen in Bodenheim, die Nutzfahrzeuge IAA und das enttäuschend SAT vor ein paar Wochen gehörte für mich z.B. auch dazu) und betreibe sie immer noch. Daraus sind mittlerweile auch schon ein paar hoffentlich fruchtbare, gänzlich neue, weder hier im Forum noch woanders jemals vorgetragene Lösungsansätze entstanden. Wenn ich meinen momentanen Terminplan einhalten kann (d.h. wenn mir meine Kunden genügend Zeit dazu lassen) werde ich ab Februar 2007 jeweils ein paar Quadratmeter Muster für vier unterschiedliche Wand- und Dachkonstruktionen bei Mabu herstellen lassen und mich nach einigen mit den Standartaufbauten vergleichenden Tests (Stabilität, Rüttelfestigkeit, Klimafestigkeit) für eine dieser Varianten entscheiden - oder noch mal von vorne anfangen.


    Wenn danach dann auch alle anderen Aufgaben (Innenausbau, Geräteauswahl u.s.w.) - ggf. genau so innovativ - erarbeitet sind, so wird mein Lohn ein incl. Motorradträger knapp 8 Meter langes Alkoven Wohnmobil mit einem Leergewicht von nicht mehr als 2550 kg und optimaler Radlastverteilung sein und ich werde mit dem beruhigenden Wissen, dass dieser Aufbau zumindestens einen 20 bis 30g - Crash formstabil und ohne Insassengefärdung übersteht, meine Reisen bis zum Ende meiner gesundheitlichen Fahrtauglichkeit - hoffentlich noch 25+X Jahre - geniessen können :D


    Zitat von Thomas Frizen-Fischer

    Man muß das Rad nicht immer neu erfinden, mein ich mal... :wink:


    ... aber man muss offen dafür sein denn ohne diese Offenheit wird jegliche Kreativität und Innovation im Keim erstickt!


    Zitat von Thomas Frizen-Fischer

    Also nix für ungut und nimms mit was Humor, bitte.....
    Freundschaft?


    !Gerne! - sofern Du das Mindestmass an Toleranz gegenüber Andersdenkenden aufbringen kannst.



    Grüsse,
    Ralf

    Es gibt viel zu tun ... NIX WIE WEG !!!

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