Nutzen von Akku-Aktivator + anderer Laderegler?

  • Moinsen!


    Ich versuche momentan die Akkunutzungsdauer in meinem T3 zu verlängern. Vorhanden sind 1x Startbatterie 64A, 1x Bordbatterie 64A (laut Erinnerung), beides sind billige Starterbatterien. Bordbatterie wird mittels Camping-Trennrelais vom Netz getrennt.


    Anstelle des 45A-LiMa-Provisoriums werkelt nun eine 115A-Lichtmaschine.


    Nutzungsverhalten: Das ganze Jahr über steht der Bus sehr viel. Wenn er bewegt wird, dann sind es idR Strecken über 30km. Im 1-6wöchigen Urlaub (da wird die Kapazität interessant) steht der Bus einige Tage und wird dann auch mal täglich 5km bewegt.


    Die Überlegungen+Fragen:
    1. Megapulse/Akku-Aktivator/Power-Brick
    Hat jemand Erfahrungen mit "Megapulse" oder "Batterieaktivator"? Die Werbeaussagen von Megapulse hören sich nach Hokus-Pokus an (Batterien wie neu...), die vom Batterieaktivator klingen schon eher realistisch (lebensdauer verlängert...).


    Funktionsprinzip: "der Akku-Aktivator generiert in periodischen Abständen sehr kurze, aber kräftige Entladeimpulse".
    Für die Startbatterie dürfte sich so etwas bei langer Standzeit lohnen. Bei einer Start- als Wohnbatterie dürfte es sich generell lohnnen - falls es funktioniert.


    Im Netz kursieren positive wie negative (=Aktivator nutzlos) Berichte. Wie oben dargestellt dürfte der Nutzen bei einem PKW jedoch nicht mit dem beim WoMo vergleichbar sein.


    Hat zufällig jmd den Power-Brick 500 mit LCD-Anzeige? Es kann angezeigt werden:
    - die Akkuspannung (V; während des Impulses wird
    auch die Spannung unter Last angezeigt)
    - der Impuls-Entladestrom (A) und wieder
    - der Prozentwert im Verhältnis zum Referenzwert
    angezeigt werden. (Innenwiderstand des Akkus?)


    Die 30Euro anstelle der 15Euro (Power-Brick 300) dürften sich zumindest für die Akkuspannungsanzeige unter Last lohnen.


    Der Akku-Aktivator entlädt kurzzeitig mit bis zu 100A, würde eine Höhere Entladung (z.B. 250A) mehr bringen (dan wär ein anderer Aktivator + löten fällig)


    Also: Hat jemand Erfahrung mit den Teilen?


    2. Microcharge, etc.
    Der Orginal-Standard-Lichtmaschinenregler arbeitet nicht perfekt (keine genaue Temperaturkompensation). Gibt es ausser "Microcharge" noch alternativen? D.h. besser arbeitende LiMa-Regler?


    Lohnt sich so etwas wie Microcharge überhaupt, wenn man 2 Batterien hat, die über ein 08/15-Trennrelais geschaltet werden? Eine Batterie dürfte dann immer falsch geladen werden - also kann man gleich beim Standardregler bleiben (und ihn zur Not mittels einer Diode um +,07V "tunen").


    Gibt es sonst noch Optimierungsmöglichkeiten? Gelbatterien, etc. kommen nicht in Frage.


    Eine Spinnerei von mir: Mini-Verbrennungsmotor an grosser LiMa als Stromerzeuger, im Idealfall direkt an der eingebauten LiMa... Allerdings fallen mir keine winzigen Verbrennungsmotoren mit ausreichend Leistung, akzeptablem Verbrauch, und minimalen Anschaffungskosten ein ;-)


    Gruss


    Christian im Bastelwahn

  • Verrenst du dich wieder ??? :D:D:D


    Christian, nimm eine Solaranlage mit passendem Regler.

  • Jau, ich verrenne mich gerne in etwas... aber evtl. macht mir nur das Überdenken der Möglichkeiten Spass ;-) Ich bastel eben zu gerne...


    Die Solaranlage hilft nicht dem Problem ab, dass Startbatterien eigentlich nicht als Boardbatterien geeignet sind (keine hohen Entnahmeströme). Ich hoffe dem Problem mit einem Akkuaktivator beizukommen (der macht ja genau das).


    Über Solar habe ich auch wieder nachgedacht. Aber es spricht zu viel dagegen:
    1.Ich brauche den Platz auf dem Dach für anderes Gerümpel (könnte man umgehen)
    2.Bin häufig bei Schlechtwetter unterwegs
    3.Diebstahlgefahr
    4.Hohe Kosten (50WP=300Eur)


    Ich hoffe, dass die 115A-LiMa genugt Saft bringt, dass die Batterien auch auf Kurzstrecke nachgeladen werden. Schön wäre, wenn ich die vorhande Kapazität maximal ausnutzen könnte.


    PS: Ich suche noch nach einer Plug&Play-passenden 200A-Lima ;-)


    Vom Microcharge (den mir Ulf in fmso empfohlen hatte) halte ich mittlerweile aus den oben genannten Gründen nicht mehr so viel. Bei Bedarf bau ich mir lieber meine manuelle Ladespannungserhöhung wieder ein. Die hat ordentlich mehr Saft gegeben. 2 Akkus an einer LiMa mit einem Regler lassen sich nie vernünftig laden....


    @Christianus OT: Die Syncofedern habe ich i.ü. nicht eingebaut. Madfedern waren da etwas einfacher zu verbauen.... das zum Verrennen ;-)

  • Christian
    Denk mal über einen anderen LiMa Regler nach, die gibt es mit verschiedenen Ladeschlusspannungen zb 14,4 V
    Dann wäre als Verteiler ein Diodenverteiler zu überdenken, zB



    Früher gabs mal einen Cobalt Zusatz der in die Batterie gekippt wurde, der hat bei mir damals sogar noch eine tote Batterie für einige Zeit wiederbelebt.


    Pulsator etc, das sind wieder solche Hokuspokus Geldausdertascheziehgeräte die viel versprechen und nichts taugen

  • Hi,


    bevor Du versuchst eine Starterbatterie als Aufbaubatterie in einem selten genutzen Wohnmobil zu nutzen und dafür großen Aufwand mit elektronischen Helferlein treibst würde ich erst mal eine vernünftige Zweitbatterie einbauen.
    Denn auch mit einem Megapuls oder dergleichen wirst Du die konstruktiven Unterschiede zwischen den beiden Batteriearten (Starter vs. Aufbaubatterie) nicht umgehen können. Denn Starterbatterien haben dünnere Bleiplatten mit einer größeren Oberfläche, um kurzzeitig hohe Ströme abzugeben. Aufbaubatterien (Solarakkus, Antriebsbatterien) haben dickere Bleiplatten um über längere Zeit geringere Ströme abzugeben und um das regelmäßige Entladen besser verkraften zu können.
    Auch wenn Du keinen Strom brauchst entläd sich die Batterie mit der Zeit. Auch das können Aufbaubatterien besser ab als Starterbatterien.


    Was ist eigentlich Dein Hauptproblem, welches Du beheben willst? Wie lang steht Dein Fahrzeug zwischen den einzelnen Fahrten?


    Wenn es darum geht, das Deine Batterien immer leer sind, weil Dein Fahrzeug zu wenig bewegt wird, dann würde ich als Zweitbatterie eine entsprechende Aufbaubatterie vorsehen, dafür sorgen, dass keine (auch noch so geringe Ströme fließen) sprich alle Verbraucher abklemmen (oder Nato-Knochen an beide Batterien) und am besten jetzt noch ein kleines Solarmodul mit Duo-Solarregler, mit dem auch die Starterbatterie mitgeladen wird. Damit sollten die Batterien auch bei längeren Standzeiten nicht geschädigt werden.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Danke für eure Tips!


    @Christianus:
    Laderegler
    -------------
    Über einen anderen Lima-Laderegler habe ich schon nachgedacht und mittlerweile einiges dazu gelesen. Zwar gibt es bessere Limaregler, z.B. Microcharge. Aber da es die Ladespannung von der Akkutemperatur abhängig macht, ist das bei 2. Batterien auch nicht gerade optimal.


    Letztendlich bin ich zu dem gleichen Schluss wie du gekommen und werde einfach nur die Ladespannung anheben. Das hatte ich zuvor schon mal schaltbar mit Relais. Nur irgendwie klappte die Schaltung nach ein paar Tagen nicht mehr ;-)


    Das werde ich jetzt wieder und dann etwas optimiert reinbasteln: schaltbar zwischen 0,3V und 0,7V Anhebung, so dass ich die ideale Spannung für Standgas und Vollgas hätte.


    Dazu mal eine Frage: Warum sind bei einigen Ladereglern die Leistungsdaten der LiMa angegeben. Also z.B.: Für "LiMas bist 70A"? Die Funktion dürfte sich doch nicht unterscheiden?


    Zu Bastelzwecken würd ich lieber so ein Billigteil nehmen und modifizieren, dann tut es nicht so weh, wenn der Bohrer verrutscht ;-)


    Diodenverteiler:
    -------------------


    Noch schöner soll angeblich ein Trennmosfet sein, aber das würde bei Microcharge für meine 115A-LiMa mal eben 160Euro kosten -> dann würd eich schon lieber gleich in Solar investieren.


    Hast du mal einen Link zu brauchbaren Diodenverteilern? Was kostet so etwas für eine 115A-Lima? Ich nehme an, der Sinn davon ist, dass beide Akkus gleich geladen werden? Sind die Teile justierbar? (wg. Kabellänge und unterschiedlicher Temperatur der Akkus).


    Ich konnte nicht widerstehen und habe mir für 30Euro das Teil von ELV gekauft. Allerdings vor allem wg. meines Basteltriebes und der lustigen Anzeige (Akkuspannung, Zustand). Evtl. hilft es, wenn ich fest dran glaube ;-)


    @Krabbe:
    Solarbatterie scheiden bei mir aus, da ich die Zweitbatterie auch mal ab und zu zum fremdstarten brauche (den Stromhunger moderner KFZs sie dank :wink: ) bzw. zum Selbststarten (meinem Basteltrieb sei dank). Zudem ist der Preis exorbitant höher. Wenn
    mich die Starterbatterie mit 64Ah 35Euro kostet und die Gelbatterie mit 60Ah 160Euro, dann müsste eine Gelbatterie die 4 1/2fache Lebensdauer einer Säurebatterie haben.


    Verbraucher abklemmen ist bei mir unpraktikabel, da Radio, Ortungssystem ;-), etc. über die Zweitbatterie versorgt werden und das Fahrzeug für spontane Ausflüge herhalten muss.


    Zu der Standzeit:
    Daheim steht es schon mal 3 Wochen ungenutzt rum. Wenn es ganz schlimm kommt, wird es dann mal zum Einkauf gefahren und wieder ein paar Wochen abgestellt. Ab und an wird es dann für Strecken von 2x60km genutzt. Zumindest mit der 115A-LiMa sind die Kurzfahrten nicht mehr negativ für die Energiebilanz.


    Im Urlaub:
    Stehe ich n der Regel 1-2 Tage. Aber wenn richtig Zeit ist, dann kann es sein, dass ich 1 WOche stehe. Die Fahrten dann sind zwischen 10 und 50km.


    Ich sollte mich wohl dem Schicksal fügen und doch in Solar investieren. Sobald ich ein günstiges Angebot für Solarpanels sehe, werde ich wohl zuschlagen. Ich dachte an 50Wp. Das sollte doch zumindest reichen, um der Selbstenladung auch im deutschen Winter entgegenzuwirken?


    Mein Bus hängt jetzt am Strom. So dass beide Batterien ordentlich voll geladen werden. Als Laternenparker ist das allerdings etwas umständlich, um es alle paar Wochen zu betreiben. Hoffe die Bordbatterie wird dabei etwas zum blubbern gebracht.



    Danke für eure Hilfe!


    Gruss


    Christian

  • http://www.solarlink.de/trenndiodproo.htm


    Dazu mal eine Frage: Warum sind bei einigen Ladereglern die Leistungsdaten der LiMa angegeben. Also z.B.: Für "LiMas bist 70A"? Die Funktion dürfte sich doch nicht unterscheiden?


    Die Schaltung dürfte gleich sein, weniger die Komponenten, hier werden wohl bei LiMas bis 70 A in der LiMa andere Gleichrichterdioden eingebaut sein als bei stärkeren LiMas. Auch im Regler ist son Teil.

  • Ich hab bei meiner sich langsam dem Ende entgegengehenden Aufbaubatterie letzten Winter einen Megapulse angeklemmt.
    Zunächst brachte das Teil erst mal gar nichts, weil das Ding schaltet sich erst ab 12,8 Volt ein.
    Das heist normalerweise bei einer "fast platten" Batterie muss ich diese ausbauen und laden um über die 12,8 Volt zu kommen. Und dieses Laden muss ich wochen/monatelang betreiben, um die Batterie über 12,8 Volt zu halten.


    Irgendwann so im Frühjahr hat meine Solaranlage das dann auch bewerkstelligt -- und siehe da, der Megapulse wirkt.

  • O.k.! Danke! Dann werde ich doch besser den passenden mind. 115A Laderegler nehmen - sonst raucht mir das Teil noch ab...


    Ich habe soeben an 230V meine beiden Batterien aufgeladen. Am Schluss wollte das Ladegerät nicht mehr so recht und schaltete sich immer ab, also nix mit blubbern lassen.
    Ich habe jetzt zwischen D+ und LiMa-Regler eine Schottky-Diode gesetzt. Bei eh schon vollem Akku und Licht an hatte ich an den Akkus 14,3 bis 14,4V. Wenn alle Stromverbraucher aus sind, sogar 14,5V, was leider etwas zu viel ist. Zuvor war bei 14,0 schluss. Entweder hat die Diode einen grösseren Spannungsabfall als ich dachte (also mehr als 0,4V), oder es liegt daran, dass die Akkus diesmal ausnahmsweise proppevoll waren.


    So wie die Spannung an den beiden Akkus aussieht, kann ich auf den Diodenverteiler verzichten, wenn die Schottky-Diode drin ist.


    Ich werde jetzt mal das Ladeverhalten in der Praxis beobachten und vermutlich einen Schalter zur Überbrückung der Diode einbauen.


    dm:
    Dann funktioniert der Megapulse tatsächlich anders, als die anderen Geräte. Akku-Aktivator sowie Power-Brick laufen, wenn die LiMa aus ist und entziehen schlagartig strom. Der Megapulse offensichtlich genau umgekehrt.
    Ich lass das Teil mal drin. Zumindest die Spannungs- und Innewiderstandsanzeige könnte praktisch sein.


    Naja es hilft nichts. Es muss eine Solaranlage her!

  • Danke nochmal für eure Hilfe. Ich gebe jetzt mal ein kleines Fazit ab:


    Die 115A-LiMa + schaltbare Ladespannungsanhebung zeigen ihre Wirkung.


    Die Bordbatterie wird endlich richtig voll und Kurzstrecken tragen zur Akkuladung bei.


    Bei leerer Borbatterie liegt die Spannungsdifferenz bei 0,2 bis 0,3V zur Startbatterie. Mittlerweile liegt nur noch eine Differenz von 0,1V vor. Ich gehe davon aus, das liegt daran, dass beide Batterien voll geladen sind. Ein Diodenverteiler ist somit nicht mehr nötig.


    Ob der Power-Brick wirksam ist kann ich jetzt natürlich nicht mehr feststellen. Die LCD-Anzeige ist allerdings sehr praktisch, so dass es zumindest keine Fehlinvestition war.


    Die nächste Tour dürfte mitte Februar sein. Dann geht es hoffentlich richtung Portugal oder Südspanien für einen Monat.


    Vermutlich könnte ich auf Solarzellen verzichten. Die LiMa hat in der Theorie zumindest 2 ½ mal soviel Leistung wie die vorherige und der Bordakku wird endlich richtig vollgeladen.


    Nennenswerter notwendiger Stromfresser ist einzig die Truma E2400 Standheizung.


    Einen Teil der Starterbatteriekapazität könnte ich zumindest bei milden Aussentemperaturen bei ständiger Spannungsüberwachung für Bordstrom zweckentfremden (Wenn der Laptop Dauerregentage überbrücken muss oder Musikuntermalung her muss (je ca. 1,5A).


    Entgegen der Logik werde ich doch nach (amorphen) Solarpanelen Ausschau halten.


    Ich dachte zuerst an 50WP, überlege nun jedoch, ob 30WP nicht auch reichten dürften.


    Das dürfte ich allerding erst nach dem Kauf wissen...


    Gruss


    Christian

  • Hallo Christian,


    wenn Du Dich für Solarmodule entscheidest, würde ich immer zu den größeren tendieren. Die Angabe 50 Wp ist nur unter Laborbedingungen zu erreichen -d.h starke Ausleuchtung und mit 90 Grad zum Modul. Gerade wenn man die Ladeleistung braucht (Winter und Übergang) sind die 90 Grad zur Sonne aber nicht ohne technischen Aufwand realisierbar. Auch geben die Module bei Bewölkung nur wenig Strom ab, so dass man hier auf "Nummer Sicher" gehen sollte.


    Beim Vergleich einer Solaranlage von 30 Wp und 50 Wp dürfte man kaum einen Unterschied haben, da ja Laderegler, Installation etc. identisch sind.


    Besten Gruß


    HWK

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