LKW-Koffer Atego oder MAN

  • Hallo Leute,
    nach einem selbstausgebautem VW Bus 1981 und neuem WOMO Alkoven auf Ducato möchte ich wieder eines selbs ausbauen, da die Neuen zu teuer oder nicht auf meine Bedürfnisse abgestimmt sind.


    Um der Zuladung aus dem Wege zu gehen kommt für mich nur ein 7,5tonner in Frage.


    Auswahl: gebrauchter Koffer mit MAN oder Atego jeweils mit Kippfahrerhaus.


    oder Fahrgestell mit WOMO Kabine.


    Da Koffer mit LKW günstiger sind, so tendiere ich eher zu einem ca 6Meter Koffer um diesen auszubauen.


    Fragen:
    welches Fahrgestell ist zu empfehlen ca 160-220 PS


    Hat jemand so einen Koffer ausgebaut?


    Kann man einen Smart eventuell unterbringen? Anhänger möchte ich nicht nachziehen.


    Wie kann man einen Alkoven anbauen?
    Fahrehaus ist ja kippbar.
    Die Fahrerkabine sollte somit weiter kippbar bleiben.
    Die Fahrerkabine festsetzen halte ich nicht für sinnvoll um eventuelle Reparaturen am Motor machen zu können geht es bestimmt einfacher wenn man das Fahrerhaus weiterhin kippbar lässt.


    Wie kommt man auf eure Bilder , wenn Ihr als schreibt, dass Bilder jetzt verfügbar sind.


    Welche Heizungen haben sich am besten bewährt?
    Ich möchte möglichst während der Fahrt die Motorwärme für Brauchwassererzeugung und über weiteren Wärmetauscher die Kabine nutzen?


    Was ist die sinnvollste Toilette?
    Fester Fäkalientank? die eingebauten Thretfords haben einen zu kleinen Tank.
    ich möchte schon mindestens 1 Woche ohne Entsorgungsstation auskommen (4 Personen)


    Hat jemand Erfahrungen mit Umkehrosmose um aus Salzwasser oder Flusswasser Trinkwasser herstellen zu können?
    wenn ja, dann die Frage ob man dieses Wasser immer getrost drinken kann?


    Vielen Dank schon mal für eure Infos und eventuell Links zu euren Hompages etc.


    Gruss Gunther

  • Tach Gunther.... hast Dir viel vorgenommen....


    Aber zuerst noch mal zurück zu Grundsatzüberlegungen. So ein Dickschiff ist schon was schönes, ABER..... es gibt dabei Überlegungen zu berücksichtigen, die einmal zu den Kosten gehen, zum anderen aber auch zur Einsatzweise und zu Einsatzbeschränkungen.


    So ein großes Teil ist im Ankauf etwas teurer, wenn man an ein sehr preiswertes Auto kommt, wird man entsprechend mehr in die Überholung investieren müssen, also auf 30.000 im Endeffekt wirst Du Dich einrichten müssen, es sei denn, Du stehst auf Schrotthaufen wie die 1317er, die Du für unter 10 Mille kaufen kannst. Dann solltest Du an die neuen Steuervorschriften denken, ein 6 Liter Auto in Euro 1 oder 2 schlägt ganz ordentlich zu Buche.
    Schließlich nehmen die Durchfahrtsbeschränkungen auf 3,5 t ganz schön zu, von anderen Fahrverboten abgesehen. Die Autobahnmaut und Sachen wie die Go-Box kommen hinzu, dito die höheren Fährpreise. Ach der Verbrauch von regelmäßig über 15 l bis hin zu mehr als 20, wenn Du das Ding über Autobahnen prügelst oder viele Berge drin hast, sollte berücksichtigt werden.
    Schließlich wirst Du mit sowas auf einer ganze Reihe Campingplätzen nicht willkommen sein, die über die Höhe gesperrten Parkplätze haben alle Campingfahrzeuge gemeinsam.


    Eine Alternative wäre ein Transit, Ducato, VW-Bus oder ähnliches als Zugfahrzeug und dahinter ein Wowa. Den Zugwagen baust Du als Womo aus und hast das Kinderzimmer für Deinen Nachwuchs, außerdem einen Zweit- oder sogar Erstwagen für zuhause, auch einen Party-Übernachtungswagen, der nur ganz wenig Versicherung kostet und auch in der Steuer günstiger ist als der Große. Den Smart (sowieso für Ausflüge zu viert nicht geeignet) kannste Dir sparen.
    So ein 560er Wowa mit 2,50 m Breite, wie ich ihn jetzt fahre mit zwei Einzelbetten, Dusche separat, zwei Reservekassetten für die Thetford, 2 von den 30l Rolltanks fürs Grauwasser und 80 l Frisch sowie für alle Fälle 90 l in Kanistern im Zugwagen, damit kommste ziemlich weit, vor allem, weil Du mit dem Zugwagen mal eben zwischendurch zum Ent- und Versorgen fahren kannst, ohne Dein Lager abbrechen zu müssen. Vor allem die große U-Sitzgruppe, wo mit zwei Campingstühlen dabeigestellt bis zu 10 Personen ganz gut sitzen können und der Platz vor der Küche, wo zwei Leute locker aneinander vorbeilaufen können, sind der Vorteil und tragen zum Komfort bei.


    Der Kauf dürfte ne Ecke billiger sein, und Du bekommst jüngeres Material, das vor allem fast sofort einsatzbereit ist, denn Du kannst in den Kombi zwei Feldbetten reinstellen, den erstmal als Lieferwagen zulassen und losfahren, während Du den Ausbau in aller Ruhe im Winter machst.
    Wenn Du mit Deinem jetztigen Womo zufrieden bist, gäbe es noch die Möglichkeit, einen kleinen Wowa als Kinderzimmer dahinter zu hängen....notfalls.....


    Wenn Du Dir jedoch den Großen in Dein Köpfchen gesetzt hast und Deine Vorstellungskraft und Dein Camping- und Lebensgefühl dazu führt, dass sich Dir beim Gedanken an so ein Gespann die Fußnägel einrollen, dann sind alle Überlegungen in Richtung der Vernunft überflüssig und Du mußt es anpacken.... :roll: ...und bezahlen..... :oops: ......und Deinen Spaß dran haben..... :D ...willkommen im Club der Verrückten.... :P


    Für das weitere ein neues Posting, sonst wird es hier zu lang.

  • Hallo Thomas,


    danke erst mal,


    aber es soll schon mehr als 3,5 tonnen haben.
    Hänger kommt nicht in Frage.
    Smart reicht schon aus, natürlich nur 2 Personen


    ich denke an einen Koffer so ab 2003 für ca 30000€ nackt ohne Ausbau.


    eventuell ein Vario, aber der grosse hat mehr Hubraum und dürfte für längere Zeit das bessere Fahrzeug sein.


    Gruss Gunther

  • Zu MAN oder Mercedes: MAN ist ist bessere Qualität, aber die Teilepreise sind höher. Unschlagbar bei Daimler ist der Service europaweit in vielen auch kleineren Orten in allen Ländern mit dem Mobilitäts-Notfalldienst auch Samstags Morgens um 4, wenn es denn sein muß. MAN ist teilweise nicht vertreten oder nur mit ganz wenigen Werkstätten.


    Koffer oder Kabine? Koffer ist sicherlich im Ankauf billiger, aber bis Du ihn vernünftig und vor allem auf Dauer korrosionsfest ausgerüstet hast, vergeht einige Zeit und Du mußt auch vernünftiges Material einsetzen. Dazu ist hier im Forum jede Menge geschrieben worden...such Dich da mal hin.....
    Die vom Profi (z.B. Mabu... wegen Qualität anderer Kabinenbauer ist hier auch schon Streit ausgebrochen gewesen, z.B. um Ormocar etc.) gebaute Kabine hat bei vernünftiger Hilfsrahmenkonstruktion den Vorteil der guten Isoliereung und rosten wird so schnell auch nix. Außerdem kannst Du sie notfalls auf ein anderes Fahrgestell verpflanzen.


    Mit dem Alkoven auf der Kippkabine wär ich vorsichtig.Nimm mal ne (leere) Marlboroschachel oder sowas.... leg die auf ein Blatt Papier, das ist jetzt unsere Kippkabine. Die linke untere Ecke markiest Du mitm Kuli, das ist der Drehpunkt. Oberhalb ziehst Du mit nem halben CM Abstand eine Linie (=Alkovenunterseite) und dann drehst Du die Schachtel um den Drehpunkt nach links. Du schneidest sofort die obere Linie.....dreh weiter, bis die obere rechte Ecke der Schachtel auf den Höchststand ist und zieh eine weitere Linie parallel zur ersten....
    Den Abstand der beiden Linien setzt Du ins Verhältnis zu den Schachtelmaßen und überträgst das auf die Maße eines echten Fahrerhauses... dann wirst Du erkennen, daß das Auto für einen Alkoven viel zu hoch ist. Vor allem deswegen, weil Du mit 4 Personen auf jeden Fall das längste Fernverkehrhaus brauchst, was zu bekommen ist.


    Smart, in Kabine unterbringen? Ja geht, aber ist etwas kompliziert, weil Du an die 100 cm Höhe des Kabinenbodens hast. Da mußt du entweder mit einer Ladebordwand arbeiten (Achtung, bringt je nach Ausführung bis zu einer Tonne gewicht zusätzlich, teuer, Dicke Zusatzbatterie) oder mit Rampen und einer Winde. Außerdem kostet er Lebensraum. Und wozu ein Smart, Ihr seit zu Viert?


    Lokus? Ich hab mit einer Haushaltsspültoilette in einem genialen Dusch/Toilettengrundriß von nur 1,39 x 0,90 gearbeitet, dazu 300 l Tank im Doppelboden, 250 l Grauwasser nur von der Dusche, womit man auch die Toilette spülen konnte.


    Von den anderen Sachen versteh ich nicht genug, aber da gibts hier bestimmt informierte Leute, die Dir helfen können.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Gunther,


    wg. Zeitengpaß nur ganz kurz:


    1. herzlich willkommen!


    2. Kippfahrerhaus und Alkovenkabine => Absetzkabine!


    3. wg. Mail bzgl. Zeichenprogramm: guckst Du hier.


    Bald mehr
    Leerkabinen-Wolfgang

    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    03.-05.09.2021: Leerkabinen-Treffen

    erstes Juni-WE (04.-07.06.2021): Weinfest fällt aus

    vierter Sept.-Samstag (25.09.2021): Weinprobe in den Weinbergen


    Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

  • beim Alkoven denke ich eventuell an ein ausschneiden des Unterbodens, so dass das Fahrerhaus immer noch kippbar ist.
    ich glaube ormocar hat so was schon gebaut. ich möchte dies aber an den koffer anbauen und wahrscheinlich keine neue Womokabine kaufen.


    der smart reicht für 2 - ist klar. wir wollen eventuell noch Roller oder Fahrräder mitnehmen.


    um den smart reinzukriegen dachte ich , dass man den hinteren Teil des Koffers umbaut in eine Schräge um hier Höhe zu gewinnen und über Rampe den Smart reinzufahren. Vermutlich in Längsrichtung, da der Smart mit 2,5 Metern Länge quer nicht gut reinpasst, wenn der Koffer nur ca 2,45 Meter Aussenbreite hat.


    Gibt es Probleme mit den Fahrgestellherstellern? bzw. welche Motoren sollte man besser nicht nehmen?


    Wer hat sowas schon ausgebaut?
    Gesamtgewicht ?
    Ausstattung Wasser etc.?
    Zuladung ?

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Gunther,


    jetzt ein paar Worte mehr.


    Zitat von Gunther

    Da Koffer mit LKW günstiger sind, so tendiere ich eher zu einem ca 6Meter Koffer um diesen auszubauen.


    Denkst Du dabei an einen Kühlkoffer? Damit ersparst Du Dir eine Menge Arbeit in Sachen Dämmung und Wandaufbau...


    Allerdings ist das nicht meine Größenordnung, deshalb kann ich Dir zu Fahrzeugtyp und möglicher Smart-Garage (Zuladung) nicht viel sagen. Nur heißt es immer, daß bei den 7.5-Tonnern die gleiche Gewichtsparnotwendigkeit besteht wie bei den 3.5-Tonnern, sonst wird so ein Brummi schnell zu einem 2-Mann-Transporter...


    Zitat von Gunther

    Wie kann man einen Alkoven anbauen? Fahrerhaus ist ja kippbar ... [und] sollte somit weiter kippbar bleiben.


    Ich könnte mir vorstellen, daß hier ein fertiger GfK-Kühlkoffer einiges erleichtern würde: durch die Eigenstabilität von Sandwichkonstruktionen könnten die Seitenwände und das Dach des Alkovens direkt mit dem Koffer verbunden werden. Die Kräfte, die an den unteren Enden der Alkovenseitenwände in den Koffer eingeleitet werden, würden direkt von den Kofferseitenwänden aufgenommen werden können (ich hoffe, das ist verständlich), so daß ein belasteter Alkoven (Schlafstelle, dynamische lasten beim Fahren) die Vorderwand des Kofferaufbaus nicht beschädigen sollten.


    Über die Realisierung eines Alkovens über einem Kippfahrehaus habe ich mir noch keine Gedanken gemacht - meine erste Idee war natürlich sofort wieder mein Liblingsthema: Kabine als Absetzkabine gestalten, dann kann das Basisfahrzeug ohne Probleme in jede Werkstatt (das hätte gleichzeitig den Vorteil, daß automatisch mehr Werkstääten zur verfügung stehen würden: bei meinem LT50 sind entweder die Hubbühnen der Werkstättennicht auf 5-Tonner ausgelegt oder die Toreinfahrten nur für Fahrzeuge bis 2,8m Höhe...).
    Vielleicht wäre es bei einem Festaufbau (breiter als das Fahrerhaus!) möglich, an den Unterseiten der Alkovenseitenwände nach innen gerichtete L-Profile anzubringen, auf denen der Alkovenboden abgelegt werden könnte. Dieser müßte dann entweder vorne oder hinten klappabr gelagert werden, so etwa wie manche Alkovenbetten bei Serien-WoMo's. Ob das wirklich klappt, müßte aber einmal an einem Maßstabsgerechten Modell überprüft werden.
    Vielleicht ist dies ja das, was Dir da auch schon vorzuschweben scheint.


    Zitat von Gunther

    Wie kommt man auf eure Bilder , wenn Ihr als schreibt, dass Bilder jetzt verfügbar sind.


    Hast Du vor oder nach Deiner Anmeldung versucht, Dir die Bilder anzusehen? Erst wenn Du angemeldet bist, ist das möglich...


    Zitat von Gunther

    Welche Heizungen haben sich am besten bewährt?
    Ich möchte möglichst während der Fahrt die Motorwärme für Brauchwassererzeugung und über weiteren Wärmetauscher die Kabine nutzen?


    Dazu muß ich ein anderes mal etwas schreiben, das wir umfänglich...


    Zitat von Gunther

    Was ist die sinnvollste Toilette?
    Fester Fäkalientank? die eingebauten Thretfords haben einen zu kleinen Tank. ich möchte schon mindestens 1 Woche ohne Entsorgungsstation auskommen (4 Personen)


    Ich habe jetzt einen 220 Liter Fäkalientank in meinem 'Dicken' - und werde auf Kassettentoilette umstellen. Diese kann man mit der SOG-WC-Entlüftung geruchsbelästigungsfrei bekommen, bei meinem Tank habe ich das nicht geschafft. Bei jedem Abspülen stinkt es barbarisch, und das schon nach drei Tagen... Um länger autark zu sein, werden wir einfach mehrere Kassetten verwenden.


    Zitat von Gunther

    Hat jemand Erfahrungen mit Umkehrosmose um aus Salzwasser oder Flusswasser Trinkwasser herstellen zu können?
    wenn ja, dann die Frage ob man dieses Wasser immer getrost drinken kann?


    Leider nein. Aber ich habe ausserordentlich gute Erfahrungen mit dem Wasserfilter der Fa. Seagull gemacht, der angeblich u.a. auch von der Lufthansa und der UNO eingesetzt wird. Wir haben einmal Wasser aus einem See gebunkert - im Tank herrschte nach einem Tag reges Leben, nach zwei Tagen nahm das Wasser eine etwas gelartige Konsistenz an - aber aus dem Wasserhahn kam klares Wasser, das auch nach ca. 12h noch keine Anzeichen von unerwünschtem Leben zeigte.
    Und: wir waren direkt nach dem Jugoslavien-Krieg dort unten auf einem Campingplatz am Meer - eines Tages war es äußerst still auf dem Platz, nur drei WoMo-Besatzungen waren noch aktiv. Alle hatten den Seagull-Filter drin. Ich vermute, daß das Wasser aus den Hähnen irgendwie verkeimt war und die anderen Bewohner flachgelegt hat.


    Viele Grüße
    Leerkabinen-Wolfgang

  • Hallo Gunter,


    viel ist ja schon durch Wolfgang aufgelistet worden, Aber hier auch mein Senf zu den Plänen (da ich solch ein Womo auch schon selbst gebaut habe). Willst Du einen Smart mitnehmen, wirst Du um einen Umbau des Koffers nicht herumkommen. Bei den Smart-Garagen ist meist der Rahmen hinter der Hinterachsaufnahme angesenkt worden, damit man Platz gewinnt und auch keine ellenlangen Rampen benötigt. Ob sich solch ein Umbau bei einem Koffer lohnt ist fraglich. Hier würde ich zu einer Leerkabine mit Heckabsenkung und Hilfsrahmen raten. Die Fahrgestellhersteller machen hier keinen Aufstand, sofern der Hilfsrahmen nach den Werksvorgaben gebaut wurde und die Belastbarkeit durch Rechnung nachgewiesen worden ist.


    Bei Der Toilette waren wir auch im Zweifel Festtank <=> Kassette. Hier bin ich froh, dass wir die Kassetten genommen haben, da die Entsorgungsmöglichkeiten wesentlich häufiger sind.


    Als Heizung haben wir uns für eine Luftheizung entschieden, da diese wesentlich schneller erwärmt als eine Warmwasserheizung. Viele Ausströmer bei einer Luftheizung garantieren auch ein angenehmes Klima. Ob die Nutzung der Motorabwärme wirklich zu einer Ersparnis führt wage ich zu bezweifeln, da doch technisch einiges zu machen ist (sep. Leitung, Pumpe, Wärmetauscher, event. Gebläse). Einziges Argument wäre der Betrieb solch einer Heizung in Frankreich, da dort das Zuheizen mit Gasheizungen während der Fahrt nur unter bestimmten Restriktionen erlaubt ist.


    Die Frage nach dem Kippfahrerhaus stellte sich bei uns auch. Hier habe ich ein starres Fahrerhaus gewählt und führe die einfache Wartung via Revisionsklappe im Fahrerhaus durch. Sicher für einen Motortausch wird es dann etwas komplizierter, aber die Motoren halten doch eigentlich recht lange. Hier würde ich bei einem gebrauchten, alle Verschleißteile und Dichtungen vorbeugend tauschen und dann sollte eigentlich Ruhe sein. Bisher ist das auch bei uns so aufgegangen. Einen Alkoven und Kippfahrerhaus läst sich bei "normalen Bauhöhen" leider nicht realisieren. Bei einem 7,5 Tonner liegt die Kante Hilfsrahmen schon bei ca. 1,15 m über dem Boden, dann kommt noch der Doppelboden und Stehhöhe von 2 m, sowie Materialstärken dazu und wir sind auf 3,50 m mindestens. Mehr sollte es auch nicht sein, sonst wird es unter einigen Brücke wirklich eng.


    Bei meinem Fahrzeug lag ich nach dem Ausbau bei einem Leergewicht von 6 Tonnen, so dass noch ca. 1,5 Tonnen mit können. Als Wasservorrat haben wir 450 l mit, was bei einer 5-kööpfigen Familie für ca. 1 Woche reicht. Abwasserkapazität haben wir 400 l, was auch ausreicht. Einen Teil der Tanks habe ich im beheizten Doppelboden und einen weiteren Teil dann als Unterflurausführung direkt an den Hilfsrahmen gehängt. Als Akkus haben wir 2 mal 220 AH in Vlies-Batterien mit und eine 300 Watt Solaranlage auf dem Dach. Das reicht eigentlich für eine Woche autarkes Stehen immer aus.


    Viel Vergnügen und Erfolg bei den weiteren Planungen, die wir hoffentlich hier verfolgen können.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hallo Gunter,


    da hatte ich doch glatt vergessen, die Werbetrommel für MB zu rühren.


    Das Hauptargument für mich war die Verläßlichkeit der Technik und auch das Servicenetz. Bei einer leichten Panne in einer entlegenen Gegend in Italien konnte man wir durch die Hotline von MB (funktionierte sogar am Sonntag 20 Uhr!!) so weit helfen, dass ich aus eigener Karft wieder flott wurde. Auch das Ersatzteil war wie versprochen in der nächsten Niederlassung auf unserer Reise dann verfügbar.


    Besten Gruß


    HWK

  • na ja das mit der neuen Kabine hat schon Vorteile,
    aber wo bekommt man denn ein gutes Fahrgestell her
    ca 2 - max 5 Jahre ?
    Koffer gibt es genügend am Markt.
    Kühlkoffer sind fast nicht zu bekommen im Scout und Mobile de
    gibt es Probleme mit den neuen aufgeladenen Motoren ?


    Was spricht für einen Vario oder 6 Tonner Iveco?
    Laut Mercedes soll der Ateco oder MAN besser sein (Geräusche etc.)


    Da ich 2 18 jährige Kinder habe hatte ich auch schon überlegt einen 3,5t zu bauen. Da ich aber befürchte mit der Zuladung nicht hinzukommen (genügend Wasser, Abwasser Batterien usw.) tendiere ich auf jeden Fall zu einem grösseren. Die Kids müssen dann eben den 2er machen.


    Gilt das Fahrverbot am Wochenende für 7,5er Womos ?


    Wer hat infos über Steuer und Versicherung wärend der Bauzeit (ist ja dann noch als LKW zu versichern und zu versteuern.



    Gruss Gunther

  • Hallo Gunter,


    ein Fahrgestell zu bekommen ist nicht schwer. Man kann hier bei Mobile.de einen Pritschenwagen nehmen und dann einfach die Pritsche abbauen. Eventuell kann man auch Teile des Hilfsrahmens verwenden. Auch sind in Mobile hin und wieder Fahrgestelle angeboten (häufiger von Kühlfahrzeugen, wobei dann die Kühlzelle auf ein Neufahrzeug umgesetzt wird). Die Aufbauten sind eigentlich nur durch einen Satz Befestigungsschrauben mit dem eigentlichen Rahmen verbunden. Der Abbau ist Sachen von ca. 1 Stunde, sofern man einen Kran oder Gabelstapler zur Verfügung hat.


    Das Festsetzen der Kabine ist auch recht einfach, bei MB gibt es hierzu sogar vorgefertigte Ersatzteile, die gegen die Federlagerung an der Rückseite der Kabine ausgetauscht werden. Das Schneiden der Revisionsklappe kann durch den Kabinenbauer (z.B. Mabu in Bochum macht so etwas) oder auch in Eigenregie erfolgen. Vor wenigen Wochen stelle ein niederländischer Selbstausbauer sein Projekt hier vor, da sind auch einige Bilder dabei.


    Zur Frage der Zulassung kann man eine einfache Antwort geben. Beim Kauf als Pritschenwagen kann man diesen dann als LKW offene Pritsche überführen und auch umbauen lassen. Ist die Kabine drauf, so kann man ihn als LKW geschlossener Kasten zulassen; sofern man will. Ich habe den Wagen nach Aufsetzen der Leerkabine bei MABU dann mittels roter Nummer nach Hause gefahren und bei uns auf dem Grundstück ausgebaut. Während der Ausbauphase hatte ich ihn gar nicht zugelassen sondern nur gegen Diebstahl versichert (ein paar Euros). Danach geht es dann mit roter Nummer oder Kurzzeitkennzeichen zum TÜV zum Umschreiben als WOMO. Hast Du während der Umbauphase den Wagen als LKW zugelassen, fallen auch nur die Steuern für LKW an, ebenso die Versicherung (ist nicht so hoch aber abhängig von der Schadensfreiheitsrabattierung). Ich habe - wie gesagt - die Umbauarbeiten auf dem Grundstück durchgeführt, so dass ich den Wagen nicht zulassen musste. Die Versicherung für Diebstahl, Brand etc. hat für vier Monate ca. 20 Euro gekostet. Hier würde ich mal mit dem Versicherungsvertreter reden, unter welchen Konditionen er das Fahrzeug während der Stilllegung und auch bei Nutzung von Kurzzeitkennzeichen versichert. Meiner hat die Kosten (bsi auf die ca. 20 Euro) voll auf den neuen Vertrag angerechnet.


    Nach der Zulassung steht eigentlich einem Fahren - auch am Sonntag -nichts mehr im Wege, da das Fahrzeug als Sonderkfz Womo zugelassen ist und somit nicht unter das LKW-Fahrverbot fällt.


    Gegen den Vario spricht eigentlich auch nicht, es ist ausgereifte Technik, hier muss man aber wg. dem Radstand nachschauen, ob man mit den Kabinenabmessungen hinkommt. Ich würde lieber einen größeren Radstand wählen als mit einem ausgereizten Hecküberstand durch die Lande zu fahren.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hallo zusammen,


    hier der Nutzername : camperfreak . Einfach mal nachsehen und suchen. Es existiert auch eine HP zu diesem Projekt.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hallo Gunther


    nun auch mal meinen Senf zum Thema.
    Ich hab einen Koffer auf Iveco Daily Basis, 59E12, also auf einem 6 t ausgebaut. Inklusive einer "Bedarfsheckgarage" für einen Suzuki LJ 80.
    Der LJ hat 3,20 m Länge und ca. 850 kg, das ganze WOMO 7 m, mit LJ drin 7,2m.
    Und das Ganze auf 3,65 Radstand.
    Obwohl der Schwerpunkt hinter der Hinterachs liegt, 4600 kg Max Last, hab ich noch 900 kg Reisefertig frei. Zusatzluftfedern sind empfehlenswert.


    Desweiteren habe ich mal von Alkovenlösungen gehört, wo der selbige mit weggeklapt wird.


    Zu Thema MB oder MAN kann ich nur berichten, das wir in der Firma wieder auf MB Atego zurückgegeangen sind, da uns bei jeweils einem 10.168 und einem 8.168 MAN bei ca. 300.000 km die Hinterachse um die Ohren geflogen ist.


    Gruß Oskar

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