Der Einbau eines Gastank: Was ist zu beachten?

  • Hallo,


    zwecks Schaffung von Stauraum überlege ich, einen Gastank statt einer Gasflasche einzubauen. Kann ich irgendeinen Gastank kaufen, der zugelassen und abgenommen ist?
    Was muss beim Einbau beachtet werden? Ich nehme an, der Einfachheit halber sollte der Tank nahe bei den Versorgern angebracht werden. Bei meinem Ducato befinden sich aber unter diesem Teil des Fahrzeuges Teile der Auspuffanlage. Welchen Mindestabstand sollte/muss man da einhalten?
    Bisher hatten wir immer einen externen, aufbaubaren Grill dabei. Praktisch war dann, dass man auf dem Campingplatz die Gasflasche für diesen nutzen konnte. Mit einem Gastank bräuchte ich eine flexible Gasleitung nach draußen. Geht das überhaupt?


    Für ein paar Tipps wäre ich sehr dankbar!


    Gruß,
    Jörg

  • Hi,


    ja, im Prinzip kannst Du jeden zugelassenen Gastank nehmen. Achte aber auf das Datum der letzten Prüfung, Gastanks müssen alle 10 Jahre abgedrückt werden.
    Dann gibt es zwischen den Tanks für Camping und denen, die genommen werden um den Motor zu betreiben noch den Unterschied, das bei den Tanks für den Wohnbetrieb das Gas oben im Tank entnommen wird, also dort, wo es gasförmig ist. Und bei den Gastanks, die als Kraftstofftank dienen wird das LPG unten entnommen, wo das Zeug noch flüssig ist. Wo Du den Tank hinbaust ist im Hinblick auf die Verbraucher egal. Mußt halt nen Meter mehr Gasrohr verlegen. Also such Dir ne Stelle unter Deinem Fahrzeug, wo Du den meisten Platz hast. Je nachdem wie Dein Ausbau ist und wie der Platz unter deinem Fz. aussieht würde ich den Tank auch so anbringen, daß die Gewichte gleichmäßig verteilt sind. Den Gastank beispielsweise gegenüberliegend vom Wassertank oder von Kühlschrank, oder so.
    Für den Gasgrill kannst du ne Gassteckdose nehmen, wie Ozi schon geschrieben hat. Ich bin mir jetzht nicht sicher, aber ich meine mal was gehört zu haben, daß bei Gastanks eh ein Prüfanschluß für die Gasprüfung vorhanden sein muß. Un dich meine auch mal gehört zu haben, das man an diesen auch nen Gasgrill anschließen kann. Aber wie gesagt, da weis ich nichts genaues und habe da nur was im Hinterkopf. Aber Christianus weis da sicher noch was zu.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo zusammen,


    das meiste ist ja schon gesagt, aber auch hiernoch mein Senf (als Eigner eines Gastanks). Die Tanks gibt es in verschiedenen Abmessungen, so dass sicherlich auch was für den Ducato dabei sein sollte. In Viersen ist eine Fa. die sich auf Gastanks spezialisiert hat; hier bekommt man auch gebrauchte Tanks mit neuem TÜV. Wie Krabbe schon sagte, ist bei einem Gastank ein anderer Druckminderer erforderlich, der auch einen Prüfanschluß hat, den man zur Einspeisung und auch als Gassteckdose nehmen kann. Ich würde mir aber eine separate Leitung ziehen und die Auusensteckdose dahin verlegen, wo sie gebraucht wird.


    Um möglichst flexibel zu sein, sollte man auch eine Fernbetankung in Betracht ziehen. Dann wird an einer Anschlußdose in der Fahrzeugwand mit dem Befüllrüssel angedockt und über einen Hochdruckschlauch dann in den Tank geleitet. Hier ist dann auch eine Fernanzeige über den Inhalt recht nützlich, damit nicht die Heizung streikt oder das Bier im Kühlschrank warm wird.


    Bei der Abnahme gibt es eigentlich keine Probleme; man braucht die TÜV-Bescheinigung und dann wird der Tank in das Gasbuch eingetragen. Mir sagte man, dass das früher übliche Procedere mit einer Eintragung in den Brief damit überflüssig sei, was dann bei der Prüfung des Tankes auch billiger ist (hier wird meist der Tank gegen einen geprüften ausgetauscht); hier brauch man dann nicht mehr zum STraßenverkehrsamt und zum TÜV.


    Billiger als Flaschengas ist aber ein Tank nicht, da die Investition in den Tank und die eventuell erforderliche Fernbefüllung doch nicht unerheblich ist. Hier ist nur das Argument, dass man einen Tank im gesamten Europa aufgefüllt ist, der Flaschentausch ist ja so einfach nicht möglich.


    Besten Gruß


    HWK

  • Ich hole den alten Faden mal wieder her, weil ich eine Zusatzfrage habe:


    Ich hatte ja keine Skrupel, die 30 mbar Niederdruckleitungen selber zu verlegen. War ganz easy und auf Anhieb dicht.


    Aber vor der Montage des Hochdruckschlauchs für die Fernbetankung eines geplanten Gastanks schrecke ich doch ein wenig zurück, obwohl das mit den heutigen Verschraubungen bestimmt auch ganz leicht geht.


    Aber darf ich das als Nicht-Gasfachmann überhaupt ? Oder kann der Gasprüfer danach sagen, er nimmt nur ab, wenn ein Installationsprofi verlegt hat. Dann müsste ich das eben behaupten. Das hat dann mein Nachbar, der amtierende Deutsche Meister im Gashandwerk gemacht.


    Sepp R

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