CEE Stecker und Stromversorgung

  • Ich habe einen Transit Selbstausbau gekauft und beim ersten härteren Wintereinsatz kamen einige Fragen zutage.


    1.
    Zb. stellte sich heraus, dass die CEE Steckdose im Handschuhfach in einem Ladegerät endet und zum anderen in einer normalen Steckdose im Motorraum. Den Selbstausbauer kann ich nicht fragen - aber wozu könnte das sein (die Steckdose).
    Was muss ich baulich machen, damit über den CEE Anschluss die Batterien geladen werden können?


    Ich kann über den CEE Stecker keine Verbraucher im Womo speisen. Wie wäre das am sinnvollsten zu lösen?


    2. Wenn ich ein Trennrelais einbauen will (ich weiss nicht ob eins vorhanden ist) welches müsste ich nehmen?


    Danke!

  • Hallo und herzlich willkommen hier im Forum.


    Ich vermute mal, das die Steckdose im Motorraum dazu diente beim Überwintern dort ein kleines Ladegerät für die Starterbatterie anzuschließen.
    Was für ein Ladegerät hast Du denn im Handschuhfach?
    Ich vermute mal, das das dann für die Wohnraumbatterie sein könnte.
    Es ist auch nicht unüblich (gerade beiSelbstausbauten) keine 230 V Steckdosen im Fahrzeug zu haben, sondern alles über 12 V laufen zu lassen. Somit kann es gut sein, daß das Ladegerät der einzige Verbraucher am CEE-Anschluß ist.
    Das wäre auch die Antwort auf die Frage nach dem Laden der Batterie: vom CEE-Anschluß auf die Sicherungen, von den Sicherugen auf ein Ladegerät, von da auf 12 V Sicherungen und dann auf die 2.-Batterie. Das alles mit ausreichend dimensionierten Kabeln.
    Wenn Du nun noch ein paar 230 V Steckdosen verlegen willst, oder den Kühlschrank mit 230 V versorgen willst, dann kannst Du die Kabeln auch einfach ab der Sicherung ziehen. (Nimm schwere Gummischlauchleitung, min 3 x 1,5 mm² bei 10 A Absicherung. Wenn Du mit 16 A abgesichert hast, dann nimm 3x 2,5 mm²)


    Trennrelais: Möglichst groß (min. 70 A) und mit Schutzdiode bzw. Löschdiode.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Also das Ladegerät lädt scheinbar die Startbatterie.


    Ich möchte halt gerne, dass ich über den CEE Anschluss die Startbatterie laden kann, denn ich hatte beim Wintercamping in Österreich dieses Jahr extreme Probleme mit dem Anspringen des Autos. Bei bis zu minus 30 grad gings nur noch mit überbrücken. Ausserdem würde ich gerne ohne, dass ich mit dem Auto rumfahren muss, die 2. Batterie laden können, denn nach spätestens 2 Tagen läuft dann auch die Heizung nicht mehr.

  • Hallo,


    ich hoffe das ich jetzt keinen Mist schreibe :shock:


    Aber in unserem letzten Mobil hatten wir Ähnliches.


    Ich habe natürlich ein Trennrelais eingebaut um bei laufendem Motor auch die Aufbaubatterien zu versorgen. Unser Ladegerät hing an der Bordbatterie und wurde durch CE, Fi versorgt. Ich habe aber das Trennrelais nicht an den Strom der LIMA geschlossen, sonder einen separaten Schalter mit Kontrolllampe eingebaut. Über den wurde das Trennrelais dann geschaltet. Somit konnte ich, bei Festnetzanschluß den Schalter umlegen und beide Batterien laden.


    Ich denke das Ladegerät sollte aber einen Ladestrom von min. 10% der Batteriekapazität haben. Zuzüglich der Ah der Verbraucher die im Bordnetz laufen.


    Hoffe das ist so richtig ausgedrückt. Bei uns hat es jedenfalls super funktioniert.


    viele Grüße


    Frank

  • Es bleibt beim Gleichen.
    Trenrelais über Lichtmaschine schalten lassen, so wird während der Fahrt immer geladen.
    Ladegerät an eine der beiden Batterien, mit einem Pluskabel von Batterie Trennrelais zusätzlich schaltbar machen wenn das Ladegerät arbeitet.


    Man sollte aber zumindest ein Ladegerät nehmen, das bei Ladeschlusspannung selbsttätig abschaltet, ansonsten verbrauchen die baumarktüblichen Ladegeräte Strom aus der Batterie wenn sie nicht an 220 V
    angeschlossen sind und können die Batterie zum Gasen (kochen) bringen.


    Perfektionieren kann man die ganze Geschichte schon, wenns mal richtig Geld kosten darf

  • Hallo zusammen,


    es gibt auch Ladegeräte, die zwei Ausgänge haben und so die Aufbau-Batterie und auch den Starterakku laden. Wenn die von Christianus erwähnte zusätzliche Schaltung über Plus zum Trennrelais genommen werden soll, muß die D+ Leitung der Lima aber durch eine Diode ergänzt werden, sonst wird durch diese Leitung die Erregerwicklung der Lima permanent mit 12 V versorgt; ich bin mir auch nicht sicher, ob die elektronischen Regler das so auf die Dauer mitmachen.


    Besten Gruß


    HWK

  • Bezüglich CEE, Absicherung, etc.


    Ich hänge mich gerade mal hier mit ran (weil's irgendwie schon passt):


    [X] FI (gekauft)
    [_] Sicherungen für 230 Volt (fehlen noch immer)


    Habe demnächst mein Examen, daher bliebt die 230 Volt Bastelei erstmal auf Eis... Obwohl draußen kein Eis mehr liegt. :)


    Nun denn: Bei WoMo-Zubehörshops gibt's einen Doppel-Automat für ca. 24 Euro. Kein FI mit drin (wäre sonst ja ein Schnäppchen) und man schließt eben beide Leitungen an - es könnte ja ein Dreher vorhanden sein (falsch angeschlossen, Schukodose dazwischen, etc.) und die Phase ist nicht dort wo sie sein soll.


    Aber: Würden nicht einfach zwei ganz normale Sicherungsautomaten B10 oder B16 genügen welche mit einem Steg verbunden sind? Oder: Warum müssen eigentlich beide Leitungen gleichzeitig getrennt werden?


    Konnte im Web nicht wirklich was dazu finden und die Elektriker wo ich kenne konnten es mir auch nicht wirklich erklären was das soll. Zitat: "Also wirklichen Sinn macht's nicht. Holste dir eben im Baumarkt für 6 Euro zwei Automaten und fertig.".


    TIA Martin

  • Hallo Martin,


    dass Du zwei Sicherungen brauchst, die auch noch gekoppelt sind, läßt sich aus der Versorgung auf Stellplätzen und Campingplätzen erklären.


    Im eigenen Heim wird immer der stromführende Leiter unterbrochen, so dass beim Auslösen der Sicherung dann die gesamte Anlage spannungsfrei ist. Auf einem CP kann es aber vorkommen, dass die Leiter Phase und Null vertauscht sind, was eigentlich nicht schlimm ist, wenn die Sicherung nicht wäre. Löst die bei einer vertauschen Phase aus, so unterbricht sie den Nullleiter und die gesamte Anlage führt noch Spannung und stellt somit noch eine Gefahr da, da ja noch Strom über Erde abfließen kann. Daher die beiden Sicherungen, die gekoppelt sind, so dass immer Null als auch Phase unterbrochen werden und auch der zusätzliche FI, damit bei einem Fehlerstrom auch beide Leiter unterbrochen werden.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hi Martin,


    natürlich kannst Du auch billigere Sicherungsautomaten aus dem Baumarkt nehmen und diese mechanisch so verbinden, dass beide gleichzeitig auslösen. Viele Sicherungsautomaten haben sogar extra eine Bohrung im Auslösehebel. Da paßt genau der abisolierte Leiter eines 2,5 mm² NYM-Kabels (Haushaltsinstallation) durch. Und so kannst Du dann ganz einfach zwei Sicherungen verbinden, dass sie beide auslösen. (Wird teilweise in der Hausinstallation oder in der Industrie auch gemacht, um bei Drehstromsteckdosen alle drei Phasen gleichzeitig vom Netz zu trennen.)

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • hwk:


    Jupp, das war mir klar - nur nicht warum man diesen "speziellen Automaten" brauchen soll. Bei einer mechanischen Verbindung ist es ja irrelevant welcher der beiden Sicherungen auslöst...
    _____


    @Krabbe:


    Oder eben - sofern vorhanden - eine Metallschiene (Alu?), welche das Profil der beiden Automaten verbindet. Habe beides gesehen gehabt.
    _____


    @all:


    Ich habe bei fritz-berger.de mal das Teil rausgesucht:


    http://www.fritz-berger.de/gro…/Produktdetail.103.0.html


    Ich hoffe der Link klappt. ansonsten nach "Netz-Sicherung" oder der Artikelnummer 143080 suchen, das gute Stück soll 18,50 Euro kosten... Da sind zwei normale Automaten doch deutlich (!) günstiger - selbst von ABB oder so...


    Grüße, Martin

  • Hallo MArtin,


    das sind keine speziellen Automaten für Camping o.ä.. Hier kann man sicherlich die einfachen Automaten mit einem speziellen Gehäuse nehmen (habe ich auch schon realisiert). Die Verbindung habe ich damals mit einem Plastikstecker hergestellt, aber die Lösung von Krabbe oder die Aluschiene ist aus meiner Sicht auch praktikabel; es kommt ja nur darauf an, dass beim Auslösen die andere Sicherung auch mit geschaltet wird.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hallo,


    macht bitte nicht so einen Aufwand! Nehmt bitte einen 3 pol. Automaten und belegt nur 2 davon. Das ist der richtige und sichere Weg.
    FI-Schutzschalter 2pol. 25A/30mA nicht vergessen. Der kann bei angescheuerten Kabeln Leben retten!!!


    Gruß
    Sven

  • Hallo Sven,


    Eine dreifach-Sicherung zu nehmen ist sicherlich auch eine Möglichkeit. Nur sind die Teile leider nicht überall zu bekommen, kosten auch Geld und haben für mich noch einen entscheidenden Nachteil: Sie sind i.d.R. nur als 16 A zu bekommen. Ich würde im Wohnmobil aber im Regelfall immer nur empfehlen mit 10 A abzusicher. Insbesondere wenn nur 1,5 mm² verlegt wird. Denn je nach Verlegeart, Leitungslänge, Temperatur im Fahrzeug und Spannungsabfall könnten 16 A schon zu viel sein. Zumal 16 A im wohnmobil m. E. sowieso keinen Sinn machen, da die wenigsten Campingplätze mit 16 A abgesichert sind.
    Also ist die Zweitbeste Möglichkeit in meinen Augen die, auf entsprechende Doppel-Sicherungsautomaten aus dem Campingzubehör zurückzugreifen. Die drittbeste Möglichkeit wären halt die oben genannten: Zwei 10 A Sicherungen aus dem Baumarkt mit einer vernünftigen ! mechanischen Brücke. Beides natürlich in Verbindung mit einem FI.
    Und in meinen Augen die Beste Art der Absicherung der 230 V Anlage? > Es gibt Kombinationsgeräte, wo 2x10A Sicherung und ein 10 mA FI in einem Gerät kombiniert sind. Das ist in meinen Augen die beste Lösung. Leider auch die teuerste.


    Und beim FI würde ich allein schon aus praktischen Erwägungen auf eine empfindlichere Type ausweichen. Denn eigentlich müssten die Campingplätze mit 30 mA geschützt sein. Und deshalb würde ich eher einen empfindlicheren FI empfehlen, damit im Falle des Falles der FI im Wohnmobil eher auslöst, als der vom Campingplatz und man im Zweifellsfall a) nicht den Stellplatznachbarn auch den Strom geklaut hat und b) man bei verschlossenen Sicherungskästen nicht nach den Platzwart suchen muß, um wieder an Strom zu kommen.
    (Gleichen Vorteil hat es eine kleinere Sicherung im Wohnmobil als im Campingplatz-Sicherungskasten zu haben.)

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Zitat von Krabbe

    Hallo Sven,


    Eine dreifach-Sicherung zu nehmen ist sicherlich auch eine Möglichkeit. Nur sind die Teile leider nicht überall zu bekommen, kosten auch Geld und haben für mich noch einen entscheidenden Nachteil: Sie sind i.d.R. nur als 16 A zu bekommen.


    Hallo Krabbe,


    Siemens bietet unter der Nummer 5SJ6210-6KS einen 2-poligen Automaten 10A und B-Charakteristik an.
    Alle anderen Hersteller bieten die Geräte benfalls an.
    Zu bestellen bei jedem Elektroinstallateur i.d.R. preisgünstiger als im Baumarkt.


    Gruß
    Christoph

  • Einen 2pol. Leitungsschutzschalter mit B-Charakteristik und 10A kann man, wenn woanders wirklich so teuer, über mich beziehen: 27,20 EUR incl. MwSt., zzgl Versand. Was der Versand kostet weiß ich nicht.
    Für Selberkäufer vor Ort hier die Artikelnummer: MBN210 (Fabrikat Hager).
    Dito FI: CDA225D (25A/30mA) für 58,10 EUR zzgl. Versand.
    Ich möchte die Dinger hier nicht verkaufen, aber bevor Ihr baselt, meldet Euch einfach. Wahrscheinlich gibt's die als Schnäppchen woanders zum Spottpreis?


    Na, was solls.


    Gruß und schönen Fußball
    Sven

  • Ich möchte halt nur, dass die Boardbatterie geladen wird. Ich fahre grundsätzlich im Winter weg, oftmals auf die grüne Wiese und hab da keinen Strom (Schlittenhunderennen). Ich möchte die Boardbatterie mal über Aggregat laden können.
    Was müsste ich dazu anschaffen?

  • Hallo Mayonize,


    wenn Du über ein Aggregat laden willst, brauchst Du eigentlich nur noch das Ladegerät, dass dann an der Batterie angeschlossen ist. Um hier universell zu sein, würde ich persönlich die CEE Dose einbauen, über 10 A Sicherung und FI gehen und dann innen im Fahrzeug das Ladegerät installieren. Dann brauch man nur noch das Schuko-Kabel mit dem CEE Stscker zur Verbindung des Aggregates mit dem Fahrzeug. So ist man dann auch für Stellplätze und für Daheim gerüstet.


    Bitte aber vorher überprüfen, ob das Ladegerät und das Aggregat harmonieren. Bei neueren Aggregaten eigentlich kein Problem. Viele deieser Aggregate haben auch direkt einen Ladeanschluß für die Batterie, was das Leben dann noch einfacher macht.


    Besten Gruß


    HWK

  • Schukosteckdose ist vorhanden. Die geht aber zum einen an ein Ladegrät im Handschuhfach und an eine Steckdose im Motorraum...


    Mit Ladegerät meinst du vermutlich ein ganz normales Ladegerät?
    Entschuldige die dumme Frage aber was ist FI :blondbin:

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