Alternative zu SCAM/Bremach?

  • Hallo Freewheeler,


    ich hoffe, aus meinen vorherigen Postings zu den "Russen" ist eins rübergekommen: Du solltest ein Schrauber von Gottes Gnaden sein!!! Reparieren kann die die Kiste in Westdeutschland eh keiner, da mußt Du schon nach dem fernsten Osten der Republik, um eine Chance zu haben, in Cottbus oder so.....
    Außerdem solltest Du Kontakt herstellen zu Leuten, die von diesen Autos echt Ahnung haben und Dir die wirklichen Schwachpunkte ehrlich erzählen, damit Du sie von vornherein abstellst, ehe sie Dir auf Deinen Touren das Vergnügen vermasseln, und damit Du die wirklich wichtigen Ersatzteile mitnehmen kannst.
    Ohne Werkstatthandbuch solltest Du die Finger von dem Teil lassen, wobei du Glück haben mußt, wenigstens eins in schlechtem Englisch zu kriegen, sonst ist Studium von kyrillisch und technischem Russisch angesagt, wobei die Explosionszeichnungen auch in der russischen Version oft schon hilfreich sind.
    Aber vor allem mußt Du Dich auf ein unbequemes Fahrerhaus einstellen, unmögliche Sitze, hohe Bedinungskräfte, bockige Federung, gewöhnungsbedürftiges Fahrverhalten, schlechte Bremsen und Krach, Krach, Krach........., der nur mit sehr viel Aufwand zu mildern ist....siehe Schrauber von Gottes Gnaden...


    Also, wenn du kein Masochist bist und Deine Familie auch nicht, würd ich mir das mächtig überlegen..... :roll:


    Die Frage ist, ob Du nicht mit einem MB T 1 814 oder 817 Doka Pritsche z.B. aus Kommunalbeständen, nach der Du zugegeben lange suchen wirst müssen, besser bedient bist.
    Auch ein ziemlich altes Hündchen läßt sich aufpäppeln, wenns nur in der Anschaffung billig war und Du das auf Dich nehmen willst.
    Ein kleiner Tipp fürs Fahrerhaus: Wenn Du auf Einzelsitze umrüsten willst, bestell bei Mercedes die Sitzkonsole für die Fahrersitze aus den englischen Fahrzeugen, die passt genau auf die Befestigungslöcher und nimmt die beiden Komfortbatterien wunderbar auf. Die Sitze nie im Camping kaufen, sondern beim LKW-Bedarf, dort hab ich seinerzeit zwei wunderbare ISRI für den Preis von einem beim billigen Campingversand erstanden.


    PS: Schau mal ins Maggi-Deutz Forum rein bei den Fremdfabrikaten nach Mercedes, dort gibt es einiges interessante beim Selbstausbau verschiedener Typen zu erfahren, auch was die Überholung der alten Basisfahrzeuge angeht.

  • @ Freewheeler


    Schon mal an einen gebrauchten DoKa Daily gedacht?


    Das wär doch genau deine Kragenweite.


    Preiswert, stabil, weltweites Ersatzteilnetz, simple Technik - was will man mehr. :roll:

    Na ja, ihr wisst ja.......... wie auch immer.......

  • Na ja, ich hab mal auf ein paar Websites nach Iveco Daily 4x4 gesucht. Findet sich aber nicht viel und Doka kannste glatt vergessen. Vielleicht war ich aber auch einfach (noch) nicht auf der richtigen Website :wink:

  • Hab jetzt erst realisiert, dass Du in der Schweiz wohnst, das macht die Sache wegen der Entfernungen etwas schwierig mit den Ostautos.
    Aber was anderes: Wo willst Du eigentlich hin mit dem Auto, mit wieviel Leuten, in wie schweres Gelände?

  • Zitat von Freewheeler

    Na ja, ich hab mal auf ein paar Websites nach Iveco Daily 4x4 gesucht. Findet sich aber nicht viel und Doka kannste glatt vergessen. Vielleicht war ich aber auch einfach (noch) nicht auf der richtigen Website :wink:


    Die DoKa's sind rar das ist richtig aber es tauchen dann und wann welche auf, woher du ihn holst ist ja völlig egal, ob der nun in Italien steht oder in Deutschland, Holland macht keinen Unterschied, bei uns wär natürlich optimal aber das braucht ausdauer.


    Was man so hört wird von IVECO Hendschiken die Achleitner 4x4 Version importiert, ein neuer wäre also auch möglich in der von dir gewünschten Konfiguration.
    Müsste man mal anfragen.

    Na ja, ihr wisst ja.......... wie auch immer.......

  • Hallo Thomas
    guck mal auf Seite 1 dieses Threads; in meiner Antwort (Mi 08 März 2006 14:01) an Heiner steht das.


    Gruss
    Freewheeler

  • Danke, Freewheeler, du hat einem Blinden die Augen geöffnet.... :wink:


    Hm, hört sich ja nicht explizit nach ultrahartem Geländeeinsatz an, obwohl es sicherlich Passagen gibt, für die der Allrad nützlich ist........
    Aber ein 817/917 T1 mit Differenzialsperre und passender Bereifung kommt auch schon ganz schön weit und dürfte sich im Hinblick auf die Familie komfortabler fahren lassen auf den 98% der Strecke, die du auf gebahnten Straßen zurücklegen würdest....Schotter in Skandinavien und Schlaglochpiste im Ostblock inclusive..... und für Schlamm gäbe es Ketten......
    Der LA Rundhauber ist demgegenüber schon ein ziemliches Rauhbein, kann aber natürlich im Gelände richtig viel mehr......


    Danke übrigens Jens für den Superlink...besseres habe ich über den LA noch nie gesehen.......

  • So wie ich das lese will er einen soliden 3,5 Tonner und keinen 7,5er oder gar 10 Tonner.


    Die Fahrzeuge sind eine ganz andere Schuhgrösse, teuer ohne ende.........


    Ich würde ihm trotz einiger Vorbehalte einen Landrover Defender 130 DoKa empfehlen, er entspricht am ehesten seinem Anforderungsprofil und ist günstig sowohl beim Kauf als auch beim Unterhalt.


    Solange man nicht zuviel am Fahrzeug herumbastelt/verschlimmbessert sind die Rover auch nicht mehr so anfällig wie früher, man hört mittlerweile viele positive Erfahrungsberichte auch über 100'000Km Laufleistung.


    Das es nicht ein Bremach / SCAM / Toyota zum halben Preis ist muss jedem klar sein.

    Na ja, ihr wisst ja.......... wie auch immer.......

  • Zitat von Ozymandias

    ... einen Landrover Defender 130 DoKa empfehlen...


    ...der aber für 4 Personen verdammt klein ist......

  • Ne, ne, Fehlanzeige: Einen Landy kommt mir nicht ins Haus. Wo soll ich den Rest der Familie unterbringen, auf dem Rollerträger hinten :) ?
    Ich habe das mit der Schuhnummer rein auf die Grösse/das Erscheinungsbild des Unimog bezogen. Rein gewichtsmässig lande ich ohnehin bei über 3.5 Tonnen.
    Ich habe z.B. an etwas wie den Mercedes-Benz 814 D Vario Doka 4x4 gedacht. Iveco Daily 4x4 Doka ist so gut wie unauffindbar, Iveco 170 Doka wär m.E. auch keine schlechte Alternative


    Gruss
    Freewheeler

  • HalliHallo


    jetzt muß ich mich doch auch einmal einklinken :wink: , hoffentlich neutral :lol::oops: wenn es um Landy´s geht :twisted:


    Wir haben auch lange überlegt welches Basisfahrzeug. Die Wahl ist nicht einfach!
    Wir fuhren sieben Jahre lang einen MB207D mit zum Ende ~260tkm und 19 Jahren auf den Achsen. Waren die Dritten besitzer. Die ersten Jahre lief er als Lieferwagen für Eiskrem-Schöller :wink: . Ein super Auto!!! Ja, er war langsam mit 72 PS und 2,8to und nicht der leiseste. Aber er lief immer und fuhr , dank des kurzen Radstandes auch die wildesten Strecken. Solide gebaut und in der Ersatzteilhaltung günstig. Auser einem Anlasser hab ich nichts reingesteckt.(Scheibenwischer, Motoröl, Diesel, Wasser noch ). Nun wuchs ich, von einer Person auf jetzt Vier. Mehr Platz mußte her. Am besten mit Allrad.


    Unimog schied aus weil einfach zu groß, zu teuer, zu viel Sprit, zu viel Maut und Fähre, zu aufwändig für unsere Zwecke.
    Von der Kabine waren wir uns bald schlüssig, was wir wollten, aber das Auto..... Die Landys haben zwar einen guten und tollen Ruf, aber auch einen schlechten. Unser Landy ist nun sieben jahre und 127tkm alt. Er fährt auch mit Kabine um einiges agiler als der 207er. Auch technisch bin ich noch begeistert von ihm. Ich wollte ein Auto ohne viel Elektronik und in meinen Augen sinnlose Helferlein. darum haben wir einen "alten" TDI gewählt.
    Es ist ansichts Sache, was schnell und teuer und praktisch ist..... Jeder muß abwägen für was er das Fahrzeug braucht. Fahr ich nur auf Campingplätze, brauch ich keinen Allrad. Will ich Quer durch die Sahara, ist eine Kabine wie unser mit 3m Höhe, der falsche Aufbau für einen 130er. Wir wollten eben ein Urlaubs/Reisefahrzeug, mit dem ich auch über den Sandstrand und nasse Wiesen fahren kann. Keine Angst vor einer Ausgewaschenen Piste und noch einigermaßen Platz. Nun haben wir einen DoKa, in der Kabine ein Alkoven Bett mit 1,95x2,07m und eine Sitzgruppe für Vier, die sich auch zum Bett machen läst in dem nur der Tisch abgesenkt wird. Wir haben letztes Jahr in 65 darin verbrachte Tagen und Nächten festgestellt, das es für uns im Moment das "Optimum" ist . :P:P:P ......der optimale, momentan verwirklichbare Kompromiss!!!


    Ich wüßte auch jetzt noicht, was ich anders machen würde. Sicherlich, hier und da ein paar Kleinigkeiten, aber Fahrzeug und Kabine ..... Nein, das past.
    Die Kabine GFK/PU/GFK hält hoffentlich 15Jahre. Danach, wenn wir zu zweit sind, dann würde ich mir was kleineres basteln, wirklich für die Sahara Durchquerung, Transamazonika, Panamerikana, Seidenstraße, GunBarrel Highway,..... , und ....... leb ich da noch??? .... gibt es da noch selbstfahrende Autos??? .... hab ich dann noch Geld (jetzt schon nicht mehr!) ??? ....-............

    .





    ***

  • @ Markus


    Ups, meine Antwort war auf den letzten Beitrag auf Seite 2 bezogen, ich hab garnicht gesehen das da noch Seite 3 dazugekommen ist. *schäm*



    @ Fourwheeler


    Du musst dir einfach über eines im klaren sein, die von dir anvisierte Fahrzeugklasse wirst du ausschliesslich als gebrauchte gewerblich genutzte Fahrzeuge finden - und eine Firma die einen 4x4 beschafft hat wird diesen auch entsprechend eingesetzt haben, sonst hätten sie ihn nicht gekauft.


    Mach dir da also nicht zuviel Hoffnung einen *guten* gebrauchten zu finden.
    Diese Fahrzeuge werden immer dann verkauft wenn die Reparaturen den Zeitwert übersteigen oder auch erst später.


    Du wirst kaum um einen Neukauf herumkommen bei deinen Ansprüchen, und das ist durchaus nicht negativ gemeint.


    Gebrauchte Nutzfahrzeuge findest du unteranderem hier, http://www.camionoccasion.ch/ vielleicht kennst du ja die Seite auch schon.

    Na ja, ihr wisst ja.......... wie auch immer.......

  • Hallo!


    Aus meiner Sicht ist die zentrale Frage, wo willst du wie lange Urlaub machen, wie oft ist den 4x4 notwendig? Willst du wirklich quer durch Afrika? Wo in Europa ist der Unimog (oder vergleichbares) notwendig? Auch in Island nicht. Und wenn es dann wirklich ernst wird (so meine Erfahrung), dann wird die Piste ausgespart, weil man das teure Auto nicht aufs Spiel setzen will.


    Also, es gibt durchaus mal gebrauchte die nicht hin sind. Habe z.B. mal einen mit 40 000 km gekauft für 30 % des Neupreises.
    Man muß wohl lange suchen.


    Es ist ja fast die ganze Palette der 4x4 Fahrezeuge genannt, aber es fehlt der Pinzgauer (der ist ja nun auch nicht schlecht), der Bucher Duro, Sprinter oder LT von Iglhaut gibt es auch noch und er hier http://www.padh.de/ hat auch immer welche, zur Zeit schöne MAN.


    Gruß


    Fritz

  • @ Ragnhild
    danke für Deinen Bericht über Deinen Landy mit 4 Personen Kapazität. Es ist keineswegs so, dass ich etwa ein "Landy-Hasser" bin; ich hatte noch keinen und habe dementsprechend auch keine schlechten (oder guten!) Erfahrungen gemacht. Ich habe einfach Bedenken wegen der Grösse/Raumangebot und wegen der Zuladung. Die Bedenken betreffend Zuladung habe ich übrigens bei allen Basisfahrzeugen, die 3.5T GG haben, egal welcher Herkunft
    @ Fritz
    guck mal auf Seite 1 dieses Threads; in meiner Antwort (Mi 08 März 2006 14:01) an Heiner steht "unser Anforderungsprofil" und wo wir hingehen werden (explizit NICHT Afrika).
    Zu den anderen Fahrzeugen: Als Schweizer ist mir der Pinzgauer bestens vertraut :wink: ; der hat gute bis sehr gute Geländegängigkeit. Allerdings: einen Womo-Aufbau für 4 darauf ist eine echte Herausforderung, da er sehr schmal ist. Alles was irgendwie von Iglhaut kommt, rühre ich nicht einmal im Traum an, ich habe meine Gründe (die ich gerne in einer pm mitteile). Also ist die einzige Alternative der VW-MAN, der allerdings in etwa in der Unimog-Liga spielt (betreffend Grösse, Gewicht, Reifen), mit etwas simplerer Technik (was ein Vorteil ist/sein kann)


    Gruss
    Freewheeler

  • Freewheeler


    Habe deine Meldung vom 8. März gelesen. Hinsichtlich deiner Ziele "(vorerst Ost- und Nordeuropa, anschliessend Panamericana (NICHT Afrika, weiss nicht weshalb alle dorthin wollen)" wirst du niemals einen Unimog etc. benötigen. Baltische Staaten und Polen habe ich mit 4WD in 2WD bereist. Nordeuropa hat keine Pisten bis auf Island. Die Panamericana habe ich in 7 Monaten von der nördlichsten Ecke in Alaska bis Mittelamerika mit einem Syncro 16“ bereist, da muß man 4WD-Strecken suchen (wenn man sie sucht). Südamerika kenne ich nur wenig mit Leihwagen aus den 70ger Jahren.


    Was will ich damit sagen? Wann braucht man 4WD, wie wichtig ist es? Bodenfreiheit scheint mir viel wichtiger.


    Ist der Pinzgauer mit einer 2 m breiten Kabine wirklich so ein Problem? Wo liegt das Problem?


    Gruß


    Fritz

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