Stromanlage im Pick up

  • Hallo zusammen


    Hab ne Frage zur Stromanlage in der Pick up Kabine.
    Hatte bisher 100 AH Akku drin , geladen mit geregelten Ladegerät , und gut wars. Der Absorber hat mit 12 V eh nicht gekühlt , sondern nur mit 220 V


    Nun hab ich Kompressor Box und Solaranlage eingebaut.


    Nach der Beseitigung meines Waserschadens hab ich keinen Kopf mehr um zu beurteilen was ist wenn was angeschlossen ist .


    Ich schreib meine Gedanken mal nieder und hoffe auf Euere Bestätigung oder Berichtigung.


    Am Solarregler ist die Solarzelle ,der Akku und die Verbraucher angeschlossen, und regelt alles selbstständig. Selbstentladung ist nicht ,da Sperrdiode in der Zelle eingebaut.


    Als nächstes das autom. Ladegerät : Wird direkt mit +/- am Akku angeschlossen. (Ich hoffe soweit noch richtig)


    Wie beeinflußt sich das Ladegerät mit dem Solarregler ????
    (sind da evtl Sperrdioden notwendig )??


    Entlädt sich eigentlich der Akku durch die Sekundärwicklung des Ladegeräts wenn keine 220 V anliegen ????


    Und nun die letzte und vielleicht blödeste Frage:
    12 V vom Basisfahrzeug.
    Leitung geht natürlich vom Fahrzeugakku (über Trennrelais geschalten) zum Akku in der Kabine . Der Pluspol ist klar .
    Wie schauts mit Minus aus ???
    Muß ich da eine eigene Ltg verlegen , oder reicht da Masse von Kabine und Fahrzeug ( ist gar nicht so leicht eine Verbindung zu finden.).
    Oder kann ich mir Minus sparen ?????
    Hab ja Minus von der Aufbaubatterie (das war die blöde Frage)



    Danke
    Gruß Rudi

    Gruß Rudi

  • Hallo Rudi,


    soweit alles in Ordnung. Ladegerät und Solarregler stören sich gegenseitig nicht und können auch immer zusammen angeschlossen sein. Dioden sind nicht notwändig.
    Über das Ladegerät sollte sich Deine Batterie nicht entladen.


    Bei Laden über das Trennrelais kannst Du Dir den Minuspol nicht sparen. Du mußt eine Verbindung zwischen Minuspol der Batterie in der Kabine und der Karosserie Deines Fahrzeugs schaffen, der Kabelquerschnitt muß genau so groß sein wie der vom Plus-Kabel (oder größer, aber nicht kleiner).
    Eine Masseverbindung sollte es bei Dir schon geben, und zwar über die Steckdose der Beleuchtung (sofern die Kabine Rückleuchten hat). Nur ist da oft das Massekabel recht dünn.
    Aber wie hast Du denn die Verbindung von Trennrelais zu Kabinenbatterie gemacht? Meist wird hierzu ja schon ein neuer Stecker verwendet. Und da würde ich dann auch das Minuskabel drüber führen.
    Sollte das Pluskabel zum Laden bei Dir über die normale Anhängersteckdose geführt sein würde ich über eine neuverlegung nachdenken, da ich dann mal davon ausgehe, daß der Kabelquerschnitt viel zu klein ist. Mindestens 6 mm² sollten es schon sein, 10 mm² sind besser. Bei dünneren Kabeln ist der Spannungsabfall viel zu groß und die Kabinenbatterie wird nie annähernd voll. Und gerade bei Kompressorkühlschrank ist das dann nix.
    Und wenn Du eh neue Kabel legen müßtest würde ich für Die Ladekabel + u. - eine seperate 7-Pol Steckdose nehmen und jeweils für + u. - 3 Pole belegen. Dann noch 7 x 2,5 mm² Kabel dazwischen und gut ist die Verbindung.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo Rudi,


    ich kann Krabbe nur aus vollem Hals zustimmen, was das Minuskabel betrift. Alternativ zu der 7-Pol-Dose (die dann eventuell aml als Anhängerdose angesehen wird) kann man uch spezielle Hochstrom-Verbinder nehmen, wie sie z.B. auch beim Bund eingesetzt werden. Die sind recht preiswert via Ebay u erhalten.


    Aber noch ein Tipp zum Soalrregler. Du schriebst, dass der Verbraucherstrom über den Solarregler läuft. Das sit bei rein ohmschen Verbrauchern (Glühlampen) auch so ok, wenn der maximale Strom nicht überschritten wird. Da Kompressorkühlschränke aber einen hohen Analufstrom haben, kann es (ich kenn die Daten Deines Reglers nicht) da eng werden. Hier würde ich die Verbraucher direkt an die Batterie (natürlich auch gesichert) anklemmen. Zur Sicherheit gegen Tiefentladung kann man z.B. von Votronic einen Tiefentladeschutz dazwischen schalten, den man auch noch als Hauptschalter nutzen kann.


    Besten Gruß


    HWK

  • Mal so am Rande:
    Habe seit kurzem ne WAECO CoolFreeze CF-35 Komp.-Kühlbox.
    Letztes WoE erstmals an einer 100Ah GEL-Batterie betrieben.
    Diese WAECO-Kühlboxen haben schon einen Unterspannungsschutz eingebaut.


    Da ich die o.g. Kühlbox im Moment allein an der Batterie betreibe bin ich ohne nachzuladen auf ca 75Std. Betriebsdauer gekommen.


    Fand ich nicht schlecht. Ist für meinen Bedarf (übers Wochenende) ausreichend.

    Grüße vom QM.

  • Mindestens 6 mm² sollten es schon sein, 10 mm² sind besser. Bei dünneren Kabeln ist der Spannungsabfall viel zu groß



    Hallo,


    das möchte ich noch durch Zahlen einwenig klar machen:


    bei einem Strom von 20A (gewünscht)


    Vom Regler Zugfahrzeug bis zur Zusatzbatterie WW zB: 10m
    bei 4qmm ca. 0,9V
    bei 10qmm ca. 0,37 V



    von Zusatzbatterie WW - Pol zum Zugfahrzeug 5 m
    bei 4qmm ca. 0,45V
    bei 10qmm ca. 0,18V


    Gesammtspannungsabfall bei 4qmm=1,35V (allso indiskutabel!)
    Gesammtspannungsabfall bei 10qmm=0,55V (schlechte Lösung)


    Grummler

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