GFK-Kabine nochmals dämmen oder ist das Quatsch?

  • Hallo an Alle,


    bin neu hier und jeden Abend bis spät in die Nacht am lesen!


    Habe einen MAN 8.136 mit Kabine (ca. 8 m) gekauft und möchte diesen demnächst ausbauen. Natürlich will man diesmal alles richtig machen!


    Bringt es in Punkto Wärme-, Kälte- und Schalldämmung zusätzliche Vorteile, eine 40 mm GFK+Schaum+GFK-Kabine nochmals mit 10 oder 20 mm X-trem Isolator oder ähnliches zu dämmen oder ist das Quatsch?


    Hat man später beim Möbelbau Probleme?


    Hatte mir das wie folgt gedacht: Auf die Innenwand (GFK) ca. 10-20 mm Isolator aufzubringen (Kleben) und anschließend mit 4 mm Pappelsperrholz zu verkleiden. Möchte teilweise auch Leerrohre für die Elektroinstallation hineinlegen.


    Was meint Ihr dazu?


    Danke für die Antworten


    Ramazotti (der kein Italiener ist und das Zeug nur gern trinkt)

    Was ich mir noch vor Jahren nicht vorstellen konnte, ist seit zwei Jahren der Fall: WoMo-Reisender bzw. eher WoMo-Bastelnder :)

  • Hoi Ramazotti


    Ob es Sinn macht, die Kabine noch mehr zu isolieren musst Du selbst entscheiden, ich denke jedoch eher nicht.
    Ich hab Dir mal die U-Wert (früher k-Wert) für ein PU-isoliertes Sandwitch gerechnet: ca. 0.68W/m2K (Watt pro Quadratmeter und Kelvin).
    Mit 20mm Isolation (Lamda-Wert geschätzt 0.028W/mK) und 4mm Sperrholz: ca. 0.46W/m2K.
    Wenn Du eine 8m-Kabine hast, ergeben sich dabei etwa 70m2 Oberfläche.
    Bei 30 Kelvin Temperaturdifferenz (z.B. innen +20°C, aussen -10°C) ergibt sich folgende Rechnung: 0.68W/m2K * 70m2 * 30K = 1428W gegenüber 0.46W/m2K * 70m2 * 30K = 966W.
    Dazu kommen noch die recht grossen Lüftungsverluste von pro Person etwa 210W (30m3/h * 0.32W/m3K * 30K abzüglich ca 75W Körperwärme), die in beiden Fällen gleich bleiben.
    Vom Schallschutz ergibt sich sicher ein Vorteil, unter der Voraussetzung, das die Isolation weich ist und somit den Körperschall nur schlecht weiterleitet. Wenn sie aber weich ist, hast Du das Problem der Möbelbefestigung ganz sicher!


    Gruss


    Picco, der italienischer Abstammung ist und den Ramazotti nicht so gern trinkt....

  • Hallo Ramazotti,


    ich denke auch, daß es unnötig ist. Es sei denn Du willst Dich nur in Sibirien im Winter aufhalten o. ä.


    Ansonsten sehe ich das mit dem Thema Isolierung etwas unkritischer. Im Winter ist m. E. das wichtigste keine Kältebrücken zu haben und so Schwitzwasser zu vermeiden. Ob die Isolierung dann ein bischen besser o. schlechter ist ist meiner Meinung nach weniger interessant. Viel mehr Gedanken sollte man sich um die Heizung, Heiztechnik und Wärmeverteilung machen, denn auch eine 10 cm dicke Isolierung kann eine schlecht geplante Wärmeverteilung im Inneren nicht ausgleichen.
    Abgesehen davon hast Du ja eh Verluste bzw. Schwachstellen in der Isolation durch Fenster, Dachluken, Kabel- Schlauch- und sonstige Durchführungen. Und was bringt eine dick isolierte Wand, wenn darin ein riesiges Fenster ist?
    Im Sommer seh ich das Thema Isolierung eher zweischneidig. Zum einen schützt die Isolierung natürlich gegen ein zu starkes aufwärmen des Innenraums. Doch wenn dann die Wärme drin ist verhindert eine zu gute Isolierung auch, daß die Wärme abends wieder raus kann. Und kannst Du in einem überhitzten Wohnmobil gut schlafen? Im Sommer habe ich bisher die Erfahrung gemacht, daß man auch einen kaum isolierten Kastenwagen recht kühl halten kann, wenn er a) weiß lackiert ist, b) möglichst wenig Fenster hat und c) alle Fenster auf der Sonnenseite von außen abgedeckt sind (am besten mit reflektierender Folie.)
    Isolierung im Sommer innen an der Scheibe bringt zwar auch etwas, aber nicht so viel, da die Wärmestrahlung dann schon im inneren des Fahrzeugs ist und durch die Scheibe kaum wieder heraus kann.


    Die von Dir vorgesehene Bauweise hat in meinen Augen mehrere Nachteile:
    - Du nimmst Dir wertvollen Platz in der Kabine.
    - Die Möbelbefestigung wird schwieriger. Du müßtest eine Lattung auf die GfK-Wand aufbringen, an der Du die Möbel befestigst. Und schon hast Du wieder Stellen die nicht extra isoliert sind.
    - Je nachdem was Du mit Deinem Mobil vorhast (Gelände, Piste?): Der Möbelbau ist auf jeden Fall stabiler, wenn Du ihn direkt auf die GfK-Innenwand klebst.
    - Durch den doppelten Wandaufbau wirst Du eventuelle Wasserschäden erst sehr spät merken (wenn z. B. ein Fenster, eine Luke undicht wird) und Deine Holzverkleidung schön vor sich hingammeln.


    Der Gedanke mit den Leerrohren für die Elektroinstalation hat natürlich was für sich. Doch auch hier bin ich der Meinung, daß das unnötig und viel zu aufwändig ist. Im Wohnmobil hast Du ja eine etwas andere Situation als zuhause. Hier wirst Du dich zum einen bei der Elektroinstalation nach den Möbeln richten und die Dinge dort einbauen, wo Sie hinpassen o. benötigt werden und nicht alle Steckdosen 20 cm über der Bodenkante rundum im Raum verteilt haben. Des weiteren hast Du im Wohnmobil i. d. R. auch umlaufend Möbel an den Wänden, in denen Du die Kabel verlegen kannst.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo Picco und Krabbe,


    danke für Eure schnelle Reaktion - hätte ich nicht gedacht *freutsich*


    Eure Argumente ziehen - ist vermutlich wirklich nicht sinnvoll unnötig aufzudoppeln (Sibirien kommt nicht so schnell in Frage - ich bin ja schon froh, wenn ich nicht nur vor der Haustür Campe :)


    Ich habe vor ca. nem Jahr einen L608 mit alter GFK-Kabine (6,30 vollintegriert) innen komplett neu ausgebaut - wollte eingentlich nur ein bischen verbessern und den alten "Siff" raushaben. Dann kam eins zum anderen (Tank, komplett neue Elektro- und Heizungsverkabelung, neue Heizung, Wassertank (300 l) usw. Nur habe ich da mit Spanplatten funiert ausgebaut, nach dem Motto, das wirds für die nächsten paar Jahre schon tun und viel Geld wollte ich auch nicht ausgeben - konnte ja nicht ahnen, dass mich das so "anfrisst".


    Nun ja, der "alte" steht jetzt eigentlich fertig vor dem Haus (reinstecken und weitermachen kann man natürlich immer - z.B. Fahrerhausverglasung, Gummidichtungen) und der "Neue" kommt demnächst.


    Deshalb hoffe ich, diesmal alles! richtig zu machen und freue mich über wertvolle Tipps und Hilfe (Links oder ähnliches).


    Den Möbelbau hatte ich bisher immer geschraubt. Wie funktioniert das mit dem Kleben? Möbel bauen (Kleben und Schrauben) und anschließend mit xxxx am Boden und der Wand ankleben?


    Bei der Heizungsanlage habe ich noch nicht nicht viel Erfahrung. Im alten WoMo habe ich ne E4000 mit 2 Kanälen und das Problem, dass im Bereich Sitzgruppe zum Fahrerhaus fast nix mehr ankommt. Muss ich diesmal besser machen! Also, wenn´s hier Infos gibt - gerne!


    Zudem versuche ich bei diesem neuen WoMo einen doppelten Boden nachzurüsten (von unten).


    Grüße und freue mich auf weitere Antworten,


    Ramazotti

  • Hallo Ramazotti,


    Zitat

    Deshalb hoffe ich, diesmal alles! richtig zu machen und freue mich über wertvolle Tipps und Hilfe (Links oder ähnliches).


    für Tipps und Hilfe bist Du hier ja schon mal ganz richtig. Speziell zum Thema Selbstausbau und Leerkabinenausbau kenne ich keine bessere Informationsquelle. Wenn Du dann mal das gesamte Forum durchgelesen hast solltest Du schon ganz gut informiert sein :)
    Und wenn dann noch was unklar ist oder Du Dich nicht entscheiden kannst wird man Dir hier sicher gerne helfen.
    Je klarer Deine Frage ist, um so besser die Antworten.


    Eins hast Du ja scheinbar schon gelernt, baue das nächste Mobil nicht mit Spanplatten aus. Die sind zu schwer und nicht stabil genug. Speziell Verschraubungen reißen leicht aus.


    Zitat

    Den Möbelbau hatte ich bisher immer geschraubt. Wie funktioniert das mit dem Kleben? Möbel bauen (Kleben und Schrauben) und anschließend mit xxxx am Boden und der Wand ankleben?


    Ja, genau so. (Nur aufpassen, daß Du mit den Möbeln, die Du außerhalb des Mobils zusammenschraubst, auch noch durch die Tür paßt. Generell ist eine Verbindung der Möbelplatten durch kleben und schrauben immer haltbarer als nur durch schrauben.
    Zur Möbelbefestigung an der Kabinenwand: Wenn Du GfK/Schaum/GfK hast ist die Innenwand wahrscheinlich 1,5 mm, evtl. auch 2 mm stark. Da hält eine Schraube nicht besonders viel (Insbesondere bei dynamischer Belastung im Fahrbetrieb). Genau so sieht es bei einer Innenplatte aus 4 mm Holz aus.
    Darüber hinaus sollte die Krafteinleitung in die Wand nicht Punktförmig erfolgen, sondern möglichst flächig oder zumindest an möglichst vielen Punkten. Die deshalb, weil die Innenlage mit dem PU-Schaum ja auch nur verklebt ist. Wenn Du nun punktuell am GfK ziehst kann es sein, daß Du an der Stelle das GfK vom PU-Schaum ziehst oder noch eher punktuell den PU-Schaum direkt unterhalb der Klebestelleauseinanderreißt.
    Deshalb sollten die Möbel an die Wände geklebt werden bzw. Klebt man Holzleisten an die Wand, an denen die Möbel verschraubt. Diese Leisten kann man z. B. mit 1K-Klebern wie Sikaflex ankleben (Ich nehme Sikaflex 252, Sika 221 soll aber auch halten). Ein zusätzliches verschrauben ist nicht notwändig, das Zeug hält! (s. a. das entsprechende Datenblatt auf http://www.sika.de). Beachten solltest Du dabei aber die entsprechende Vorbehandlung der Klebestelle mit Sika-Primer und das der Kleber nicht zu sehr angepreßt werden darf. Sika u. ä. benötigen zur vollen entfaltung Ihrer Klebekraft eine gewisse Mindestschichtdicke (2 mm? besser mehr). Deshalb ist kleben und schrauben auch nicht optimal. Oder Du mußt für eine entsprechende Vertiefung sorgen (Geht z. B. mit dem Fostnerbohrer recht gut).


    Zitat

    Bei der Heizungsanlage habe ich noch nicht nicht viel Erfahrung. Im alten WoMo habe ich ne E4000 mit 2 Kanälen und das Problem, dass im Bereich Sitzgruppe zum Fahrerhaus fast nix mehr ankommt. Muss ich diesmal besser machen! Also, wenn´s hier Infos gibt - gerne!


    Da mußt Du Dir natürlich erst mal die Frage stellen, wie Du heizen möchtest, Gas oder Diesel als Brennstoff, Luft oder Wasser als Wärmemedium? Dann gilt aber allgemein, die heiße Luft oder das heiße Wasser muß dahin, wo es gebraucht wird und wo es kalt wird. Auf der Seite von Truma http://www.truma.de Kannst Du Diverse Infomaterialien runterladen. Schau mal, wie die die Luft in Ihren Beispielen verteilen. Mehrere Ausströmer im gesamten Fußraum verteilt und dann noch hinterlüftete Sitzbänke hinter die auch Warmluft geblasen wird. Und dann eine definierte Luftansaugung, damit die Luft im Wohnmobil auch zirkulieren kann. (In der Reisemobil war letztes Jahr im Nov o. Dez auch ein Bericht darüber. In der Märzausgabe ist der Jahrgang 2004 als PDF auf CD dabei).


    Zitat

    Zudem versuche ich bei diesem neuen WoMo einen doppelten Boden nachzurüsten (von unten).


    Das könnte problematisch werden. Ich weis ja nicht genau was Du vorhast, aber Du mußt ja noch gewährleisten, daß Du den Koffer vernünftig auf dem Fahrgestell befestigen kannst. Wenn Du den gesamten Aufbau einfach abheben willst, dann unten was anbauen und mit der neuen Bodenplatte auf dem Fahrgestell verschrauben, dann ist das nicht so ohne weiteres möglich. Sowas hatte ich auch mal vor. Schau Dir mal meine Zeichnungen an (klick www). Den abgesenkten Boden hatte ich anfangs auch nicht in der Kabine. Ich dachte auch dran die Kabine mit durchgehenden Boden bauen zu lassen und dann unten einen Katen aus Siebdruckplatte dranzubauen.
    Hr. Bohrer von Ormocar hat mich dann aber davon abgehalten und die jetztige Lösung vorgeschlagen, bei der Kabine gleich im mittleren Bereich abgesenkt wurde. Bin sehr zufrieden damit, zumal es auch nicht teurer war.
    Evtl. kann man aber einen kompletten Keller aus GfK-Sandwich unten drunter kleben. Das müßte gehen, schließlichist die Kabine ja genau so gebaut. Dazu würde ich dann am besten mal den Hersteller Deiner Kabine befragen. (Bei mir ging das aus Platzgründen nicht, ich hatte da ein Höhenproblem, die 40 mm, die die Sandwichplatte höher gewesen wäre waren bei mir nicht drin).
    Aber generell kann ich sagen daß so ein Keller was feines ist. Frostfreie Tanks (wenn man den Abwasserhahn auch innen läßt), Platz für Technik u. Batterien und alles schwere kommt nach unten.

  • Danke Dir mal herzlichst, Krabbe - das funktioniert ja wie am Schnürchen hier drin! :D


    Rein Theoretisch könnte ich draußen ausbauen und alles was als Problem nach oben kommt, kläre ich schnell hier drin *g*



    -> Gelernt habe ich glücklicherweise nicht nur, dass man nicht mit Press-Span ausbaut (Gewicht, usw.), sondern dass man einfach alle Sachen richtig machen muss (z.B. anschrauben: Einfach Spax durch Aluwinkel in die Wand hebt bestimmt nicht besonders lange - hier habe ich z.B. spezielle Spreizschraubdübel benutzt - passendes Loch vorbohren, mit Zange und steckender Schraube spreizen und anschließend Schraube richtig festdrehen. Der Dübel hat dann auf jeden Fall etwas mehr an Auflage - allerdings ist in meinem WoMo 1 (608) ein GFK-Schaum+Alu-Aufbau, sodass hier dass Möbelbefestigen weniger ein Problem ist.



    --> Aber das mit dem Kleben klingt einleuchtend und vermutlich keine Bewegung der Möbel!? Hoffe ich doch zumindest - das macht mich derzeit schon ein bischen nervig, dass zu dem Getöse des 608 auch noch das Klappenklappern und scheuern von ein bis zwei Stellen (mach ständig so ein nerviges witwitiwitwt) dazu kommt. Aber wie gesagt, das sollte eher so ein Motorradtransport-Auto werden als ein Wohnmobil. Während des Ausbauens hat sich das ganze in Faszination gewandelt, sodass wir anfingen da richtig Kohle reinzuwerfen, nur war es da schon für die Wahl des Holzes zu spät. Sieht aber trotzdem Phantastisch aus - gemütlicher wie in der Wohnung :)


    Ich habe schon in einigen Berichten mit Bilder gesehen, dass Leisten angeklebt wurden - meistens in Holz. Ist es nicht besser hier Alu-Eckschienen zu kleben (größere Auflagefläche und halt für die Schrauben)?
    Lassen sich beim Möbelumsetzen bzw. Umbauen die Kanten auch wieder wegreissen, ohne dass mir die Kabinenwand entgegen kommt?


    Dann habe ich jetzt schon oft gelesen, dass eine Kabine sich ausdehnt, was auch logisch erscheint. Ist es besser die Möbel an Boden, Wand und Decke anzukleben um das ganze in Form zu zwingen oder Lasse ich lieber an der Decke frei (gibt es hier Erfahrungsberichte pos./neg.)?


    --> Nochmals zu dem Fahrzeug, welches ich gekauft habe und noch holen muss (deshalb Schilderungen nur aus der Erinnerung vom angucken):
    Es steckt ein MAN 8.136 unter einer bereits fertig aufgesetzten Alkovenkabine (mit Hilfsrahmen unter dem Aufbau). Allerdings sind die Seitenwände nicht tief genug gezogen worden bzw. könnten noch etwas tiefer gesetzt werden (nachrüsten durch Ankleben von 20-30 cm Streifen und darunter auch die Bereiche mit GFK-Sandwich zukleben, welche als Stauraum genutzt werden können). Ein Bekannter hat dies ohne Hilfsrahmen für seine 1000 A Batterien gemacht - einfach Platten mit spez. Kleber von Ormocar zusammengeklebt und unter den GFK-Boden geklebt. Hält trotz der Erschütterungen und dem Gewicht bombenfest - zumindest schon seit über 10 Jahren).
    In diesem gewonnen Doppelboden (der sich vermutlich nur teilweise bauen läßt - z.B. wegen Antriebswelle usw.) möchte ich auch Batterien, Ladegerät, usw. unterbringen.



    --> Heizung: Bei diesem "neuen" WoMo ist bereits eine neue C6002 dabei, welche ja 4 Auströmer hat. Vermutlich dürfte es mir da besser gelingen, die Wärmeverteilung besser hinzubekommen. Derzeit steht die Heizung auf ner Erhöhung in der Heckgarage - vermutlich von der Heizverteilung nicht optimal, da der längste Strang bis zu 7-8 Meter lang sein wird :(
    Auf der anderen Seite ist es auch von großem Vorteil die Komplette Installation in die "Garage zu packen, zumindest soweit diese nicht in den "Keller" kommt.
    Weiterhin will ich auch die Heizungsrohre teilweise oder ganz durch den "Keller" legen, damit dieser bereits die Abwärme erhält.



    Grunsätzlich gefällt mir der jetzige Ausbau von den Farbtönten sehr gut: Ich habe Buche hell in den Möbeln, ein noch helleres Laminat (etwas silbrig/gräulich) als Fussboden und die Wände und Decken in Pappelsperrholz 4 mm in ähnlich warmen Holzton (ähnlich Buche). Die Decke wird dadurch optisch zwar gedrückt, aber der Raum wirkt schon unglaublich warm und gemütlich. Zusätzlich durch 12 Volt Lichterkette unter den Hängeschränken verblendet bringt phantastische Atmosphäre.


    Im übrigen möchte ich mir jetzt auf der CFT in Freiburg noch verschiedene Ideen holen.


    Allerdings glaube ich fast, dass die besten Ideen hier drin zu finden sind:
    Habe mir schon Bilder von debeka und anderen angeschaut, die Klasse Ideen umgesetzt haben. Ich hoffe auch noch viele weitere Beispiele zu finden!


    Freue mich auf Weitere Hinweise und Hilfen


    Gruß, Ramazotti

  • Shit! Obwohl ich mich eingeloggt habe ist der Beitrag als Gast gepostet. Vermutlich habe ich zu lange geschrieben bzw. zwischendurch andere Sachen gemacht :cry:

    Was ich mir noch vor Jahren nicht vorstellen konnte, ist seit zwei Jahren der Fall: WoMo-Reisender bzw. eher WoMo-Bastelnder :)

  • Hallo ramazotti,


    so hört man sich wieder!


    Ich hab auch Holz-Leisten an die Wand/Decke mit Sika geklebt um die Möbel zu befestigen. Sogar Hängeschränke kleben bei mir an der Decke.
    Mit Laminat auf dem Boden wäre ich vorsichtig, im Urlaub schleppt man viel Sand/Staub ins Auto, das verträgt der Laminat nicht sehr lange.

  • Hallöchen Frebeka, find ich auch schön, wieder von Dir zu hören.


    Magst ja Recht haben! Kannst Du mir denn eine kuschelige Alternative empfehlen. Linoleum find ich (optisch) billig und ungemütlich. Gibt es denn vernünftige Alternativen.


    Beim Laminat gibt es natürlich auch unterschiedliche Qualitäten mit Abriebklasse und so, für die paar Qm kann man ja mal ein bischen mehr springen lassen.


    Höre gerne von Alternativen


    Gruß, Ramazotti

    Was ich mir noch vor Jahren nicht vorstellen konnte, ist seit zwei Jahren der Fall: WoMo-Reisender bzw. eher WoMo-Bastelnder :)

  • Hallo Stefan,


    danke für Dein Photo, leider kann man da den Boden nicht so richtig sehen. Hast du vielleicht noch ein besseres Photo?


    Ich habe Deinen "Kleinen" schon oft auf Bildern bewundert - sehe ihn vielleicht mal irgendwann real.


    Grüße, Ramazotti


    Ps. Habe auch zwei Kinder (1 Dobermädel und 1 -männchen - sind zwei echt süsse, machen jedoch auch jede Menge Tohuwabohu :)

    Was ich mir noch vor Jahren nicht vorstellen konnte, ist seit zwei Jahren der Fall: WoMo-Reisender bzw. eher WoMo-Bastelnder :)

  • Hallo,


    ich hatte mal Kork als Bodenbelag. Der muss lackiert, nicht gewachst sein um im Wohnmobil zu überleben.
    Die 2 letzten Womos hatten PVC-Belag, hochwertig und aufgeklebt, noch keine Probleme damit.

  • Ich werde den Boden meines WoMo's auch mit Kork auslegen.


    Ich habe Kork in meiner Wohnung vor 3 oder 4 Jahre verlegt und bin davon restlos begeistert. Es besitzt eine wesentlich wärmere Oberfläche wie Laminat und die Oberfläche ist leicht elastisch. Das bedeutet, wenn mal etwas runter fällt (z.B. Glas) ist es meistens noch ganz.


    Zudem sind die Vorteile der zusätzlichen Isolationswirkung nicht zu verachten.


    Übrigens, Korkplatten für den Boden gibt es in den verschiedensten Oberflächenstrukturen und Farben. Es hat also nichts mit den Korktapeten zu tun, die vor ewigen Zeiten mal in Mode waren.

  • Hallo Krabbe,


    kannst Du mir bitte nochmals den Link zu Deinen Zeichnungen schicken. Hat leider nicht gefunzt :(


    Liebe Grüße, Ramazotti

    Was ich mir noch vor Jahren nicht vorstellen konnte, ist seit zwei Jahren der Fall: WoMo-Reisender bzw. eher WoMo-Bastelnder :)

  • Hallo zusammen


    Ich hab das Problem mit dem Login manchmal auch, wenn ich nach dem Login direkt auf "Portal" wechsle, verschwindet das "Logout [ Picco ]" wieder....wenn ich dann auf irgend eine andere Seite und dann wieder auf http://www.womobox.de wechsle, ist das "Logout [ Picco ]" wieder da....


    Oben wurde es schon kurz erwähnt: Die Wärmeverteilung bei einer Luftheizung ist das grosse Problem der Camperheizungen!
    Bedingt durch die relativ kleine umgewälzte Luftmenge ergeben sich hohe Lufttemperaturen. Dadurch steigt die Luft recht schnell zur Decke und sorgt so für ein unangenehmes Temperaturempfinden (oben warm und unten kalt), das heisst, der Körper kann sich nicht auf eine einzige Temperatur einstellen, wie er es gewohnt ist.
    Wenn man nun viele Ausströmöffnungen macht, hat man das Problem, dass an einigen Öffnungen viel, an anderen wenig Luft austritt. Das hängt mit den Widerstand in den Rohrleitungen zusammen. Ein Meter Rohr hat bei gleicher Luftmenge nun mal weniger Widerstand als zwei Meter Rohr. Genauso steigt der Widerstand im Rohr bei Verdoppelung der Luftmenge etwa um das vierfache (Laminare Strömung Vorausgesetzt).
    Da die meisten Camper mit einem Rohr von der Heizung weggehen, das dann auf zwei Rohre aufteilen und dann einen Auslass nach dem andern (meist auch noch alle gleich gross) dranhängen, ist meist auch die Luftverteilung mehr schlecht als recht.
    Bei meinem Toyota hab ich zum Beispiel zwischen der Bodenisolation und dem Boden einen Hohlraum von 2cm Höhe gelassen, durch den ich die warme Luft der Heizung (Truma E1800) geblasen habe. So hatte ich einen warmen Boden und konnte an jeder beliebigen Stelle einen Heizungsschlauch anschliessen und die Luft ausströmen lassen. Da bei mir alle Schläuche nur ein paar cm lang waren und der grösste Teil des Druckverlustes beim Eintritt in den Boden war, war das System sehr ausgeglichen.
    Durch die Abkühlung der Luft im Boden (= Wärmeabgabe als Bodenheizung & etwas höhere Wärmeverluste durch den Boden nach aussen) ist sie auch nicht so schnell an die Decke gestiegen.
    Wie ich das in meinem neuen Camper löse, weiss ich auch noch nicht, denn ich wil nicht 2-3cm Höhe verschenken...obwohl der Sockel meiner Sitzbank dazu doch geeignet wäre.....überleg,überleg....hirn,hirn...mal schauen!
    Für das Temperaturempfinden wichtig sind in erster Linie eine unten wie oben gleiche Temperatur, kein Luftzug und eine möglichst 18°-25°ige Oberflächentemperatur rundherum.
    Die Oberflächentemperatur kannst Du mit mehr Isolation oder aber mit einer entsprechenden Oberfläche beeinflussen. Zum Beispiel hat ein Teppich an den Aussenwänden den Vorteil, dass die darin eingeschlossene Luft als Oberfläche wirkt, und an diese Luft kann der Körper nicht viel Wärme abstrahlen. Holz oder Kork sind auch sehr gut geeignet, wie alle isolierenden Werkstoffe. GFK kann die Abstrahlwärme besser aufnehmen und ableiten, darum wird man(n) und vor allem Frau in einem Mobil mit GFK-Innenwand geringfügig schneller frösteln als in einem Mobil mit Holzinnenwand.
    So gesehen würd ich Dir empfehlen, mehr der Luftverteilung und der Oberfläche nachzustudieren und die zusätzliche Isolation zu vergessen.


    Gruss


    Picco

  • Hi Ramazottti und der Rest,


    zu meinen Bildern geht es ganz einfach. Einfach unten auf den www-Button klicken. Ansonsten aber auch so: http://photos.yahoo.com/krabbavan


    Zum Thema Leisten kleben und später umbauen: Einfach abreißen funktioniert nicht. Einmal geklebt bekommst Du nicht mehr so einfach ab. Bei geklebten Holzleisten kannst Du es vielleicht mit einem Hobel versuchen. Besser wäre aber vorher so zu planen, daß Du nicht wieder umbauen mußt.


    Ob man besser Alu-Wnkelprofile oder Holzleisten anklebst ist wohl eine Glaubenssache. Ich habe Holzleisten gewählt, weil ich nicht noch ein Material mit unterschiedlichem Wärmeausdehnungskoeffizienten verbauen wollte.


    Zum Thema Luftheizung: Wichtig ist nicht nur die Verteilung der Warmluft, sondern auch die definierte Luftansaugung der abgekühlten Luft und somit der Einbauort der Heizung. Schließlich wird bei der Lftheizung die Luft ja umgewälzt und dabei erwärmt.


    Zu dem untergeklebten Keller: Wenn Du Kabine und Hilfsrahmen so beläßt wie sie sind und nur zusätzlich noch den Keller aus Sandwichplatten unterklebst sehe ich da auch keine alzugroßen Probleme.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo Picco,


    danke für die Infos. Ich möchte im neuen WoMo auf jeden Fall ein Teil (4 Auslässe, eventuell 2 davon) in den hoffentlich machbaren Doppelboden (für Wassertanks, usw.) leiten, sodass der Boden bereits gewärmt wird. Die anderen zwei Auslässe vermutlich weit nach vorne bringen und dort den vorderen Teil, Fahrerhaus (über schließbaren Strang) und den Alkoven wärmen.


    Ich habe Truma mal angemailt, um Installationsvorschläge schicken zu lassen. Ich hoffe, dass die Wärmeverteilung diesmal besser klappt. Im alten Womo habe ich die Sitzbänke usw. nicht hinterlüftet, allerdings habe ich dort auch keine Kältebrücken bzw. Feuchtigkeitsbildung festgestellt.


    Bezüglich des Möbels anleimen: Wenn ich (voraussichtlich) auf der GFK-Wand nochmals Pappelsperrholz (4 mm) und anschließend Möbel ankleben möchte, muss ich dann:
    1. das Pappelsperrholz vollflächig mit ???? (was am besten) ankleben, damit die Möbel dann insgesamt halten und mir die Verkleidung nicht wieder abziehen?
    2. Werden die Seitenwände am besten mit einer Oberfräse oder ähnliches 5 - 10 mm an der Kante eingefräst, damit hierein der Kleber (Sika) eingebracht werden kann (wegen der mind. 2 mm) und nicht auf der Pappelsperrholzfläche ausquilt?


    Bezüglich der Wasserinstallation:
    Ich habe immer ein bischen Angst davor, dass mir in der Wasserinstallation ein Leck entsteht. Deshalb lasse ich die Pumpe laufen, wenn ich Wasser benötige, schalte diese jedoch vorher wieder ab und lasse das Wasser noch ein bischen laufen, damit sich der Druck wieder aubbaut. Ist natürlich ziemlich umständlich und sehr unkomfortabel, weiterhin kommt es auf diesem Weg auch vor, dass ich Luft in den Leitungen habe bzw. der Warmwasserboiler (Gas, 22 Liter) nicht richtig voll bzw. entlüftet ist. Dann funktioniert auch die Warmwasseraufbereitung nicht. *unglücklichdreinschaut*


    Im neuen Womo würde ich gerne eine Installation durchführen in welcher der Druck aufrecht erhalten kann. Ist das möglich oder nicht? Mir passen schon die Kunstoff-Y-Stücke nicht - die Quetschverchraubung etwas zu stark angezogen und das Teil bricht, zu wenig angezogen und das ganze Leckt eventuell oder der Schlauch rutscht mal runter. Alles nicht so toll. Ihr Profi müsstet da doch eigentlich einen guten Tip für mich haben, oder?


    So long, Ramazotti

    Was ich mir noch vor Jahren nicht vorstellen konnte, ist seit zwei Jahren der Fall: WoMo-Reisender bzw. eher WoMo-Bastelnder :)

  • Hallo Ramazotti,


    das mit der flächigen Holzverkleidung würde ich mir noch mal überlegen. Bei 4 mm wiegt das ziemlich viel. Ich würde nur die Stellen verkleiden, die nach dem Möbelbau noch zu sehen sind.
    Für die Befestigung der Möbel sind 4 mm Holz auch zu dünn, da kannst Du die Schrauben jafast mit den Fingern rausziehen.
    Ich würde für die Möbelbefestigung 12 o. 15 mm dicke Holzleisten aufkleben, an denen Du die Möbel verschraubst.


    Vertiefung einfräsen zum kleben ist generell eine gute Idee, aber nicht in die Kabinenwand. Ich habe Dich so verstanden, daß Du ins GfK fräsen willst. Das mach mal besser nicht, die innere GfK-Schicht der Kabine brauchst Du aus Festigkeitsgrüden. Schlitze in die Holzplatten und Leisten zu fräsen geht. (Bei Holzleisten die dick genug sind geht es aber schneller, wenn Du mit dem Fostnerbohrer alle paar Milimeter eine 2-3 mm tiefe Bohrung so mit ca. 20 - 30 mm Durchmesser machst.)


    Zur Wasserversorgung: Für den gleichmäßigen Druck noch so einen kleinen Druckbehälter aus dem Campinghandel hinter die Pumpe in die Kaltwasserleitung. Zum Abdichten auf alle Stutzen am hinteren Ende dünn etwas Sika drauf, dann mit der Schlauchschelle festziehenund aushärten lassen. Sollte dann Dicht sein.
    Du kannst natürlich auch auf eine feste Verrohrng zurückgreifen. Die gibt es im Zubehörhandel auch und selbst für die Truma gibt es entsprechende Adapter.
    Da ich mir in meiner Naßzelle eine Schwachstelle in der Abdichtung baue werde ich hier Vorsichtshalber unter die Duschtasse einen Feuchtesensor installieren, der dauerhaft an 12 V liegt und an eine kleine Siren angeschlossen wird. Denn wenn was undicht wird will ich es sofort wissen. Schnell erkannt dürfte das Wasser noch nicht viel angerichtet haben.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo zusammen,
    hallo Ramazotti,


    von der zusätzlichen Verkleidung würde ich aus Gewichtsgründen und auch aus Gründen der Praktikabilität absehen, da solch ein Verkleidung für die Dämmung und die Stabilität nicht viel bringt. Wie Krabbe schon geschrieben hat, ist das flächige Einleiten der Kräfte das A und O. Ich habe bei mir die Befestigung mit Aluwinkeln vorgenommen, die mittels Sika dann direkt auf die Wand geklebt wurden und zusätzlich mit Schrauben fixiert wurden. Den Klebespalt von ca. 2 mm habe ich dabei "frei nach Schnauze" eingestellt, da bei einer flächigen Verklebung eneorme Kräfte übertragen werden können. Dieser Spalt garantiert auch eine gewisse Beweglichkeit der Möbel, was Spannungen und auch das Knarren reduziert. DIese Methode hat den Vorteil, dass man die Aluschiene (falls erforderlich) nach Durchtrennen der Klebefuge (z.B. mit einem Multimaster) wieder losbekommt. Wichitg ist hier auch, dass alle meine Möbel nicht am Dach befestigt woren sind, um eine Bewegung des Daches (siehe die anderen Threads) zu ermöglichen. Durch durchgehenden Trennwände z.B. nach der Dinette und einer Befestigung der Oberschränke an diesen Wänden ist es garantiert, dass diese Schränke nicht abfallen können sondern durch diese Wände dann gefangen werden und auch nicht umkippen können(z.B bei einem Unfall).


    Die Luftheizung ist aus meiner Sicht super, da sie schnell arbeitet und auch einfach zu verlegen ist. Bei der 6002 (habe ich auch) sind 4 Leitungsstränge anschleißbar, wobei ich an jedem Strang dann so an die 5-7 Ausströmer angeschlossen habe. Hier wird vermieden, dass die warme Luft dann konzentriert austritt und man dann dieses Zugempfinden hat. Den Doppelboden habe ich bei mir nur durch das Durchführen der Leitungen beheizt, was auch bei den minus 12 Grad jetzt voll ausreicht. Das Trinkwasser und auch das Abwasser sollten frostsicher aber kühl gelagert werden, da sonst das Abwasser leicht anfängt übel zu riechen und sich im Trinkwasser dann auch die Keime lustig vermehren können.


    Dier Luftleitung, die Wasserleitungen und auch den Strom habe ich in separaten Kanälen unter den einzelnen Schränken durchgeführt, um auch ggf. später noch nachrüsten zu können. Der ca. 8 cm hohe Sockel an allen Schränken stört nicht, nimmt eigentlich auch kaum Staufläche weg und ist halt auch sehr servicefreundlich. Auf Wunsch kann ich gerne mal einen Satz Bilder zur Verfügung stellen.


    Besten Gruß


    HWK


    HWK

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