Sika-Cleaner u. Sika-Primer, notwendig oder nicht?

  • Hallo Zusammen,


    ich hab da mal ne Frage...
    Ist die Verwendung von original Sika-Cleaner und Sika-Primer eigentlich wirklich notwendig, oder reicht es, wenn man die Klebestellen „normal“ mit Aceton o. ä. säubert und dann verklebt?


    Ich will zum einen die Holzleisten zur Möbelbefestigung auf die GfK-Innenwand der Kabine Kleben und des weiteren zur Abstützung Sandwichplatten an die Kabinenwand kleben (GfK-Platte auf GfK-Platte kleben).
    Für beides wollte ich Sika 252 nehmen. Soll ja auch halten.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo Krabbe,


    ich habe die zu klebenden Stellen mit feinem Schmirgel aufgerauht und die Flächen mit reinem Testbenzin fettfrei gewaschen. Holzleisten habe ich mit einem feuchten Tuch staubfrei gereinigt und dann mit Sika 221 und 252 geklebt. Zugversuche habe ich zu Anfang meiner Bauaktivitäten ebenfalls durchgeführt, wobei eigentlich nie die Klebestellen versagten, sondern meist der Unterbau.


    Mehr Aufwand habe ich nicht getrieben und bisher ist mir auch noch nichts entgegen gekommen.


    Besten Gruß


    HWK

  • Ich denke, auf das Reinigungsmittel kannst du verzichten.
    Hier tuts auch Testbenzin, Verdünnung, Aceton ..... Je nachdem was der Untergrund so mitmacht. Auf Sika-Primer würde ich allerdings nicht verzichten (ausser bei Holz). Ganz wichtig ist der Primer bei Metall und GFK!
    So eine Flasche hält aber ewig! Ist also nicht unbedingt ein Kostenfaktor.
    ich hab sogar noch eine versiegelte Flasche von meinem Bau über.
    Wenn du mir das Porto wiedergibst (in Form von Bier beim Lerkabinentreffen :lol::lol: ) kann ich sie dir zuschicken.
    Grüsse Lothar

  • Werde mein Winkel innen (Alu und verzinktes Blech) auch "nur" mit Sika221 (war gerade billig) direkt auf das GFK kleben. vorher etwas rau machen und abwischen, hält dann hoffentlich. Werde aber dennoch zusätzlich mit anschrauben (Redundanz) man weis ja nie ) :roll:

    .





    ***

  • Hallo Markus,
    ich wäre da vorsichtig. Sika hält auf Alu one Primer nicht besonders!
    Und wozu das Risiko eingehen wenn mann für den ganzen Selbstbau nur eine Flasche Primer braucht?
    Lothar

  • Hallo Lothar,


    im Prinzip hast Du sicherlich Recht, den Primer zu benutzen. Bei den Versuchen, die ich vor der Verklebung angestellt habe, konnte ich keine wesentliche Reduzierung der Klebkraft ohne den Primer feststellen. Auch wird in den Prospekten und technischen Informationen immer von einer Verbesserung der Haftkraft gesprochen und nicht von einer notwendigen Vorbehandlung.


    Ich habe die Klebestellen halt gut mit einem Schleifpapier angerauht und dann mit Testbenzin gereinigt, um Fett und andere Rückstände zu beseitigen.


    Schaut man sich die Klebkraft an (ca. 1-2 N/mm² für 221) an und auch die Flächen, so sind wir meist hier jenseitz von "Gut und Böse". Bei Verkelbungen von Sandwichmaterial versagte immer das Material und nie die Klebefuge und bei Holz auf GFK riß mir das Holz und auch nicht die Klebefuge.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hallo Zusammen,


    danke erst mal für die Informationen.


    Hallo Lothar,


    auf Dein Angebot komme ich gerne zurück, das Porto kann ich Dir auch überweisen und wenn die Kabine bis zum Treffen fertig ist sollte das eine . andere Bier auch noch drin sein :). Du hast ne pn.


    Hallo Ragnhild,


    verschrauben werde ich zusätzlich auch, aber ich sehe das mehr als fixierung bis der Kleber ausgehärtet ist. Denn eine Schraube in 1,5 mm GfK, da wage ich an die Auszugskräfte garnicht denken, insbesondere bei der dynamischen Belastung im Fahrbetrieb. Wenn Du für etwaige Offroadeinsätze die Klebebefestigung noch mechanisch unterstützen möchtes würde ich eher über Spreitznieten nachdenken (zumal die i. d. R. auch aus Alu sind und Du Dir so keine Kontaktfläche Stahl-Alu schaffst).

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • HI Krabbler ;-)


    da hast du schon recht. Was die Zugkräfte betrifft. Nur gegen die Scherwirkung wird es doch etwas bringen. Hoffe ich :roll:
    Werde das Alu und das GFK auch etwas anrauhen und dann sehen und vorallem erst mal testen ob das so hält.

    .





    ***

  • Ich habe vor einiger Zeit mal einen Test gemacht:
    Ich habe auf ein Stück Holz je eine Sika-Raupe mit und eine ohne Primer aufgebracht. Nach zwei Wochen Durchhärtzeit habe ich die beiden Raupen wieder abgezogen.


    Während die Raupe ohne Primer sich adhäsiv lösen liess, zeigte die Raupe mit Primer ein ausschliesslich kohäsives Bruchbild.
    Also ich würd auch auf keinen Fall auf den Primer verzichten!

  • Hallo H-J
    werde wohl auch mal so einen Versuch machen müßen, hab zum Glück noch ein kleines Fläschchen davon. Mein Plattenbauer nimmt auch keinen Primer, wenn er die Kanten mit dem 221 nachzieht zur Schönheits und Dichtigkeitskorrektur :roll:


    - Gibts dein Forum noch?

    .





    ***

  • Hab da gerade einen Katalog gewälzt, die empfehlen beides, erst den Cleaner, dann den Primer. :roll:
    Die wollen ja was verkaufen :wink:
    Muß es wirklich mal testen, mit und ohne aufrauhen, und mit und ohne cleaner, und mit und ohne Alkohol/Spiritusvorreinigung. Wenn ich dann mit meinen Versuchsreihen fertig bin, dann hab ich eh schon alle Winkelchen und Hölzchen hingepappt. :twisted:

    .





    ***

  • Hallo!
    Auf jeden Fall immer mit originalprodukten von sika arbeiten. Nur so ist eine einwandfreie Verklebung möglich. Keinen Wundbenzin verwenden der ist nicht fettfrei. :!:

  • Hallo zusammen,


    die Vorbereitung der Klebefläche ist hier wohl das Geheimnis. Wird bei Alu die Oxidschicht z.B. durch Aufrauhen mit Schleiffleinen vollflächig entfernt und auch der Dreck in Form von Fett, Staub und auch Trennmittel (wichtig bei GFK), so habe ich keine wesentlichen Unterschiede im Klebeverhalten festgestellt. Bei den versuche, die hier sonst noch geschildert wurden, würde mich interessieren, wie die Vorbereitung der Klebefläche war. Ohne Anrauhen und Säuberung sind die Klebeverbindungen sicherlich nicht zuverlässig.


    Noch ein Hinweis zur Reingigung mit Alkohol. Der Aushärteprozeß wird durch Alkohol gestört, da er auch mit dem Sika reagiert und zu einem Kettenabbruch bei der Aushärtereaktion führt und damit zu einer Schwächung der mechanischen Belastbarkeit.


    Besten Gruß


    HWK

  • Es versteht sich, so dachte ich, von selbst, daß man nach dem reinigen mit was auch immer mit dem verkleben so lange wartet, bis die Flächen absolut trocken sind.
    Lothar

  • Hallo Lothar,


    so dachte ich auch, aber an der Oberfläche ist leider auch nach dem Trocknen immer noch etwas Alkohol gebunden und beim Verkleben von porösen Materialien (Keramik, Stein etc.) ist leider auch immer noch etwas vom Reinigungsmittel adsorbiert, was gerade an der Kontaktfläche dann den Aushärteprozess stören (sofern man Alkohol nimmt) kann.


    Besten Gruß


    HWK

  • Ja da hast du natürlich recht. Bei porösen Oberflächen kann das passieren.
    Allerdings auch nur wenige Minuten. dafür ist der Dampfdruck von Alkohol viel zu gross, und dem ist egal obdie Oberfläche glatt ist oder porös. Viel schlimmer könnten sich hier Fette oder Silikone auswirken, die aus den Poren nicht rauszuwaschen sind.
    Lothar

  • Hallo Lothar,


    ohne das Thema "Reinigung mit Alkoholen vor der Verklebung mit Sika" stressen zu wollen, nur der Hinweis, dass sich leider auch "dauerhafter" Alkohol an der Oberfläche durch Adsorption bindet. Gerade Aluminium hat hier die Tendenz durch seine Oxidschicht, solche Stoffe gerne festzuhalten. Es sind zwar nur sehr geringe Mengen - da hast Du sicherlich recht - aber die sind genau da, wo der Kleber die Haftung zum Untergrund aufbauen soll.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hab gestern zwei Versuchsklebungen gemacht. Aber mit Zweikomponetenkleber Körapur, mit dem ich auch meine Kanten und Ecken der Kabine aufkleb. Trägerfläche ist bei beiden Tests ein Stück meiner GFK Wand. Hab die GFK Oberfläche mit grobem Schmirgelpapier leicht angerauht, wisch-wisch :lol: und dann einmal verzinktes Blech (auch zweimal mit dem Schmirgel drüber) und ein Stück Holz dann draufgepappt. Die zwei Methoden möchte ich zur Möbelbefestigung nehmen. Vielleicht noch AluWinkel.
    Jetzt wart ich noch auf die Aushärtung und dann folgt Rückmeldung mit Fotos. Danach kommt das gleich mit Sika dran. Mit und ohne Cleaner.
    Will sehen, ob ich unterschiede erkennne :wink:

    .





    ***

  • Hallo Markus,


    dann bin ich mal gespannt, wei sich Körapur verhält. Sika empfiehlt aber das Aufrauhen mit feinem Schmirgel. Bei meinen Versuchen hatte ich das Material mit feinem Schmirgelleinen intensiv bearbeitet, bis eine einheitliche Oberfläche entstanden ist. Ich werde mal suchen und hoffen, dass ich die Daten für die Reißversuche noch finde und dann können wir diese ja vergleichen.


    Besten Gruß


    HWK

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