Gespräch mit dem TÜF über viele Aspekte

  • Heute bin ich mit ein paar Fotos bewaffnet zum TÜF um versch. Aspekte mit dem leitenden Ing. durchzusprechen.
    Die Antworten interessieren ggf. den einen oder anderen, drum gehe ich sie hier wieder:


    Vorab als Anhaltspunkt mein Vorhaben ggf. auch zu sehen unter "Verschränkung Vario" mit verlängertem Radstand auf 4,15.


    http://www.pader-online.de/jur…er/Gewichtsberechnung.gif


    Jetzt die Fragen/Antworten:


    1. Meine Dreipunktlösung stieß beim TÜF auf Gegenliebe - no problem.
    2. Meine Wohn-Kabine bekommt keine Tür, nur zur Doppelkabine eine.
    Für den TÜF - no problem
    3. Die Beifahrertür wollte ich zuschweißen und verkleben.
    no problem, sofern der Beifahrer problemlos in den hinteren Teil der Doppelkabine gelangen kann und dort aussteigen kann.
    Es reicht, wenn auf jeder Seite des Fahrzeuges 1 Tür vorhanden wäre.
    4. Montage neuer Grammer-Luftdrucksitze, die das Gurtsystem integriert haben, montiert auf Drehtellern. Eine Montage der Sitze auf den Originalpunkten ist nicht möglich.
    hier habe ich mit dem TÜF vereinbart, daß ich im Bodenblech Verstärkungen einbaue für die Halterungen der Drehkonsolen, diese fotografiere (da sie später unter der Verkleidung nicht mehr sichtbar sind) und mir dann das ok holen kann.
    5. Halterung für 1 Reserverad an der linken Doppelkabine hinter der Fahrertür
    für den TÜF no Problem, sofern 255 cm Gesamtbreite nicht überschritten wird und sofern keine scharfen Kanten über die Wohn-Kabinenbreite hinausragen (bei mir nur das Reifenprofil).
    Ansonsten: auch gut möglich: Reserverad vor den Motor nach vorne, solange die Sicht nach vorne nicht behindert wird.
    6. Reifengröße. Ich hatte den Wunsch geäußert, ggf. größere Reifen/Felgen zu montieren
    - no problem sofern, die Reifen ausreichend Freiraum/Spiel haben und der Tacho angepaßt wird. Eine Freigabe durch DB wäre nicht nötig. Diese Regelung würde nicht für PKW´s gelten. Ob für 3,5toner weiß ich allerdings auch nicht.
    7. Abnahme der Wohnkabine bezügl. Bauweise, Stabilität, etc.
    - no problem!!
    ich wurde gefragt wie ich es vorhabe (Alusandwichplatten verklebt, nicht genietet oder verschraubt). Der Aufbau sagte ihm zu. Auf meine Frage ob nicht besondere Nachweise über Art der Klebung/Klebeflächen etc. notwendig sei, meinte er - wäre nicht nötig. Das hält schon.
    8. Heraustrennen der Türöffnung für den Durchgang Fahrerkabine/Wohnkabine (150 x 60 cm)
    - no problem, sofern die neue Öffung einen Rahmen zur Verstärkung des Bleches bekommt. (ist schon erfolgt)


    9. Montage eines 250l Dieseltanks links hinter Fahrerhaus am Hauptrahmen - no Problem.


    Jetzt die schwierigeren Punkte:
    10. Meine Rockinger Luftdruck-Anhängerkupplung:
    Meine Wohnkabine hat einen Überstand von ca. 100 cm gegenüber dem Hauptrahmen, an dem die AHK hängt.
    Aufgrund des Überhangs muß die AHK entweder ferngesteuert schließen/öffnen oder der Hauptrahmen muß verlängert werden und zwar um ca. 50 cm, damit man die AHK betätigen kann ohne unter den LKW kriechen zu müssen. Wo allerdings die elektr. / Luftdruckanschlüsse sind, wäre paradoxerweise egal, da es darüber keine Vorschriften gäbe.
    11. Unterfahrschutz.
    Aufgrund der Höhe des Wagens wird ein Unterfahrschutz benötigt, der in meinem Fall klappbar sein muß, da ich den Wagen sonst nicht mehr im Gelände oder im Hängerbetrieb einsetzen kann.



    Gruß Dieter

    Wo ein Wille, dort ein Weg



  • Manchmal sind erstaunliche Dinge möglich...



    Gruss,
    Dirk

    Gruss,
    Dirk
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    Es ist einfach, glücklich zu sein. Es ist nur schwer, einfach zu sein.

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  • Hätte einer von euch mal eine genauere Aufstellung, ab wann man einen Unterfahrschutz braucht , und wie dieser auszusehen hat- Stabilität, Dimensionen, Material, Abstände nach unten-oben-Reifen ?
    Grüße
    markus

  • Da ich das auch noch nicht richtig kapiere mit dem absatzweisen zitieren, hier der volle Text mit ein paar Bemerkungen, die ich durch xxxxx kennzeichne:




    Zitat von Dirk16

    Manchmal sind erstaunliche Dinge möglich...



    Gruss,
    Dirk

    Wo ein Wille, dort ein Weg

  • Hallo Dieter,


    es ist schon sehr interessant, wie es anderen
    so beim Tüv oder Baurat ergeht.
    Vorallem wenn man dieses (Einzelabnahme) selbst vor ganz kurzer
    Zeit hinter sich gebracht hat.


    Ich bin der Ansicht das es viel damit zu tun hat ob man
    einen Prüfer hat, der Spaß an der Sache hat, und der ganzen Angelegenheit nicht von vornherein negativ gegenüber steht.
    Oder gar Neid und Missgunst eine Rolle mit spielt.


    Dieses mußte ich jedenfalls feststellen, denn bei der ersten Tüvstelle
    bin ich nicht durchgekommen weil mein Fahrtenschreiber nicht abgenommen/geprüft war.
    Obwohl ich keinen benötige, diesen sowieso ausbauen wollte, tat es nichts zur Sache. Er war noch eingebaut, also mußte er auch geprüft worden sein. :?
    Und so einfach ausbauen ging auch nicht, da der Voll-Elektronisch mit allen anderen Teilen zusammen arbeitet.
    Bei der anderen Tüvstelle liefen erstmal einige der Prüfer zusammen,
    alles wurde begutachtet, jeder gab seinen Senf dazu! Doch abgenommen wurde mein Fahrzeug nicht.
    Diese Prüfer bissen sich am Leergewicht bzw der Zuladung ,genauso wie auch an der Sitzbank/Gurte fest.
    Naja, will Euch aber nicht langweilen mit meinen Erlebnissen.......
    eventuell schreibe ich meine Erlebnisse einmal auf.


    übrigens, die Rahmenverlängerung (50cm) dürfte bei Dir
    doch nun wirklich kein Problem sein.
    Schau doch mal in die Aufbaurichtlinien von DB.
    Bei meinem Fzg. ist die Rahmenverlängerung 2400mm
    bei gleichzeitiger Absenkung um 400mm.
    Da gab es halt die Probleme mit der 60% Regelung, (der Überhang darf nicht länger als 60% des Radstandes sein)
    die es bei Dir sicher nicht geben wird.


    Gruß achim

  • Der Vollständigkeit halber noch kurz erläutert wie es mit meiner TÜF-Abnahe gelaufen ist:


    Das Gutachten des TÜF-Leiters dauerte ca. 30 min. Damit war die ganze Angelegenheit erledigt und zwar ohne Beanstandung mit Ausnahme der Scheinwerfer, die nicht richtig eingestellt waren (hatte ich allerdings auch nie überprüft). Ich hatte zuvor telefonisch einen Termin für die Einzelabnahme ausgemacht und muß noch erläutern, daß ich ca. 2 Wochen vorher schon mal mit dem Fahrzeug zwecks einer "good-will-Aktion" vorgesprochen hatte, bei der Gelegenheit haben wir auch mal die Achslasten auf meinen Wunsch hin gewogen. Bei dem Termin bat ich mir zu sagen, was ggf. nicht ok ist und wir diskutierten noch kurz über den Unterfahrschutz am Heck, den ich nicht haben wollte mit dem Argument, es sei ein Allradfahrzeug und der Schutz würde mich im Gelände extrem behindern.
    Wir fanden eine Lösung, bei der der Unterfahrschutz höher und etwas weiter nach hinten gesetzt wurde, sodaß er jetzt wirklich nicht mehr hinderlich ist, sondern auch noch einen guten Schutz für meine letzten Staukästen bietet.


    Bei der TÜF-Abnahme:
    Ich bin mit allen Punkten, die ich ursprünglich erwähnt habe durchgekommen, so habe ich auch 6 Sitzplätze eingetragen, davon 2 in der Wohnkabine ohne jegliche Gurte und die Sitzbank bestand zum Abnahmezeitpunkt lediglich aus einem rohen Holzgestell ähnlich einem Hocker. Beide Sitze sind nicht in Fahrtrichtung.
    Bei meiner Rockinger-AHK 7,5to Anhängelast bin ich so verfahren, daß ich hinten den Rahmen verlängert habe um ca. 60 cm, die Material-Kosten waren sehr gering, ca. 90 Euro, hauptsächlich aufgrund der zusätzlichen Traverse, die ich aber jetzt nach der TÜF-Abnahme wieder ausgebaut habe, da ich den Platz für eine Box für den Notstromer nutzen wollte.


    Die Beifahrertür habe ich übrigens nicht zugeschweißt und zwar weil es keine elektr. Fensterheber gab und somit mit Raumkonzept für vorne abgewandelt werden mußte.


    Ansonsten hat sich der Prüfer weder für den eingebauten Fahrtenschreiber interessiert, noch um irgendwelche Details der Leerkabine, wie Fenster, Öffnungen, Zwangsentlüftung, usw. , usw.
    Ich hatte aber durchaus das Gefühl, daß er die einschlägigen Bestimmungen kennt. Daraus schließe ich, daß ich entweder Glück hatte oder das das Fahrzeug einfach einen guten Gesamteindruck vermittelte, sodaß eine genauere kritische Prüfung unterblieb.


    Wie Ihr seht, braucht man sich vorm TÜF wirklich nicht verrückt machen lassen.


    Gruß Dieter

    Wo ein Wille, dort ein Weg

  • Zitat von dj

    Die Beifahrertür habe ich übrigens nicht zugeschweißt


    Eine weise Entscheidung. Hatte mich schon gewundert. Ich kann es beim besten WIllen nicht nachvollziehen, warum man eine vorhandene Tür zuschweissen sollte...
    Das wäre ja geradezu barbarisch!

  • Hei zusammen,
    habe im Herbst 2003 mit dem TÜV Leiter in Garching (Bayern)
    ein TÜV-Abnahme-Info-Gespräch geführt, war sehr positiv.
    Also, bei unserem DB 911er Kurzhauber musste, da neue GFK
    Kabine andere Maße hatte als die ursprüngliche Bundeswehrfunk-
    kabine, die Heck-Unterfahrstange nach hinten versetzt werden
    ( max 400 mm von hinteren Kante entfernt und 550 mm vom Boden
    bis Unterkante Stange) Da im Brief ein Seitenfahrschutz eingetragen
    war, haben wir diese Bestimmung erfüllt, indem wir einen großen Tank
    und die restlichen Lücken vor und hinter den Hinterreifen mit Riffelblech-
    boxen versehen haben. Die Rückleuchten wurden versetzt und am
    Hilfsrahmen links u rechts neu befestigt. Den Auspuff haben wir um
    300 mm nach innen gelegt. Jetzt passt alles.

  • HalliHallo zusammen,
    nur so kurz als Beifügung ;-)
    hab einen LandRover 130. Bei dem is die hinter "Stoßstange" ca. 90cm über Boden. Der hat auch keinen Unterfahrschutz. Da kannst rein fahren mit nem PKW bis zur Achse :oops: Wie da auch immer die Bestimmungen sind für den UFS??? :?

    .





    ***

  • Ach ja :lol: Gratulation zur TÜV Besprechung/Eintragung.
    Hab bei meinem auch schon vorgefüllt. Das haben die blauen Jungs gerne :P Und die zeigten sich auch kooperativ....

    .





    ***

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