Kurz umrissen die Idee: ich wollte eine "große" Kiste.
Ich fahre meistens alleine, manchmal zu zweit (Partnerin) oder zu dritt (Teenager). Wir stehen immer frei irgendwo in der Landschaft oder im Industriegebiet und der Anhänger muss auch mal zwei drei Wochen alleine irgendwo rumstehen können, ohne dass er wegkommt.
Wir sind sehr pragmatisch. Manchmal schlafen wir im Auto, manchmal im Zelt. Der Anhänger muss nicht fancy sein, sondern einfach trocken und abgeschlossen. Außerdem wollen wir mehr reisen, als bauen. Also habe ich versucht, die Stadien so zu planen, dass ich möglichst früh mit einem möglichst einfachen Anhänger losfahren kann und dann nach und nach weiter bauen.
Mein alter Van hatte hinten 3,60x1,90 und 1,90 Stehhöhe. Allerdings wollte ich nicht mehr so viel leeren Raum durch die Gegend fahren. Der Anhänger sollte bei 1,60 hinter meinem Kombi anschließen, um das optisch zu schließen. Die Ladekante ist bei knapp unter 60 cm. Ich wollte den Anhänger aber auch ohne Aufklappen zum Schlafen nutzen können, also kein reiner Klappanhänger. Die ersten 1,40 Länge des Anhängers sind angeschrägt und die Innenhöhe geht von ca. 1,10 auf 1,40. Dort wird später das Bett quer sein, so dass die Höhe okay ist. Haben wir alles zuhause mal mit einem Pappkarton probegelegen.
Die hinteren 2,40 des Anhängers sind ein großes Klappdach, dass "vorne" (also in der Mitte des Anhängers) mit Scharnieren gelagert ist. So kann es mit Muskelkraft (und später evtl. Gasdruckfedern) aufgestellt werden. Da ich schon wusste, dass ich vor dem ersten Einsatz nicht dazu komme, das alles fertig zu konzeptionieren, geschweige denn, zu bauen, habe ich es so geplant, dass das Hubdach auch erstmal geschlossen bleiben kann, so dass man den Anhänger trotzdem schon nutzen kann.
Als Einstieg dient eine große Klappe im Heck. Auch hier wird einfach ein Rahmen mit Scharnieren gelagert, mit Muskelkraft aufgestellt und dann mit Stützen versehen. Die ganze Rückwand ist die Klappe, so dass man ein 2,20x1,40 Vordach hat. Im Heck soll dann links die Küche kommen (zum Ausziehen oder drehen oder fest an der Hinterkante) und eine Dusch-Wanne als Einstieg (mit Fußmatte für Dreck und Kleidung oder eben leergeräumt zum Duschen ... irgendwann).
Der Anhänger bekommt wahrscheinlich keine Fenster. Wir nutzen den quasi nur zum Schlafen und sitzen sonst draußen. Sonst lassen wir einfach die riesige Klappe auf. Wenn wir doch noch Fenster möchten, kommen sie in den Zeltstoff im Hubdach. Mir ist wichtig, dass der Anhänger so sicher wie möglich ist, wenn er irgendwo rumsteht.
Details entnehmen Sie bitte den Planzeichnungen.
Apropos: alles wurde mit Bleistift auf Papier geplant, gerechnet und improvisiert. Das hat für die meisten Dinge sehr gut funktioniert. Einmal hat es dazu geführt, dass ich 8 qm zu viel Lärche gekauft habe.
Man sollte das Rechnen machen, wenn man ausgeschlafen ist.