Um möglichst nah am perfekten Gewicht zu bleiben, braucht es fachmännische "FEM-Analysen" (eine Art Last-Analyse von Bauteilen). Also eine theoretische Berechnung der Kräfte, die auf die definierten Lagen der Materialen wirken. Dazu hab ich mein in 3D geplantes Koffermodell an das Institut gesendet, die daraus dann eine umfangreiche Analyse-Software befüttern und dann solche Thermobilder erzeugen können. Echt Krass, was heute so geht.
So spar ich mir das aufwendige Probieren und mit Lasten und Gurten Stresstesten. Rot zeigt schön, wo die höchste Kraft einwirkt (davon ausgehend, dass meine Kabine vorn am Fahrerhaus fixiert ist, somit nur hinten arbeiten kann - was hier einseitig durch simulierte Krafteinwirkung auf der Fahrerseite, hinten dargestellt ist).
Und weil noch viele weitere Fragezeichen bei mir im Kopf existieren, hab ich auch noch einen Verschränkungstest mit dem echten Fahrzeug gemacht: meine Basis, ein 4x4 Sprinter mit mittellangem Radstand und einer ordentlichen Höherlegung vorn und hinten sowie 33" Rädern aufgezogen.
Leider hat dieser Test - ohne Ladung - kaum etwas gebracht. Die Karosserie ist einfach zu steif, als dass sie ohne Gewicht auf dem "Leiterrahmen" relevant nachgibt. Also haben wir etwas versucht nachzuhelfen und ein wenig Gewicht aufgestapelt. Dadurch kam zwar das hintere linke Rad wieder auf den Boden, aber die sehr großzügig gebaute Federung hat dies einfach "weggeschluckt"
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Ergebnis: wir sind genauso schlau wie vorher ... kalkulieren aber mit 2% Verschränkung zw. vorderem und hinterem Querträger. Zzgl. Sicherheitsaufschlag wird das Institut daraus schon etwas machen, im Sinne der FEM-Analysen (aber davon verstehe ich nicht all zu viel. Ich freu mich nur auf das verwertbare und für Laien übersetzte Ergebnis.)
Für mich bleibt zunächst das Ergebnis: dass ich ca. 20cm Radkästen in der Kabine einplanen werde - um auch für den Worst Case oder auch einfach nur Schneeketten im Matsch oder Winter ausreichend Spiel zu haben.
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