Hi Ferri,
da ich mal richtig auf der Nase liege, habe ich mal wieder Zeit für's Forum:
Du hast ja schon den Hinweis HappyHobo Bauanleitung - Teil 0 ;-)auf meinen HappyHopo gesehen. ![]()
Aufgebaut auf einen T5 DoKa 4motion mit 128kW Bj. 2007 (als Fahrgestell mit Hilfsrahmen 2,05t schwer) ist eine Kabine mit 280cm Boden- und 210cm Alkovenlänge. Im 36cm hohen Doppelboden befinden sich Frisch- und Abwassertank für je ca. 140l, die Truma Combi 6E (über einen Wechselrichter wahrend der Fahrt betreibbar), Elektrik mit 100Ah LiFePo und eine Alugastankflasche mit 24kg (Liter?) Inhalt und riesig viel Stauraum unter der Hecksitzgruppe.
Im Alkoven schlafen wir superbequem auf zwei Luftbetten - zusammen 5kg leicht.
Damit sind wir über die Wellblechpisten auf Island gebügelt - allerdings nicht die ganz harten Hochlandpisten, das habe ich meinen normalen Winterreifen nicht zugetraut, ausserdem war HappyHobe noch nicht furtfähig. Problem: das Kabinengewicht hat den Federweg auf rd. 10cm halbiert. Also habe ich eine HA-Volluftfederung nachgerüstet (und nebenbei den Wagen rechtlich auf 3.5t aufgelastet).
Das Fahrgestell ist für 3.0t zugelassen - weil davon ausgegangen wird, dass eine Pritsche eher deutlich asymetrisch beladen wird als ein Kastenwagen und die Radlast nicht überschritten werden soll. Der vergleichbare Kastenwagen ist als 3.2-Tonner zugelassen. Dieses technisch geplante Gewicht wollte ich auf keinen Fall überschreiten.
Ich muß zugeben, ich habe diese Grenze gerissen. Auf unserer letzten Reise durch Norwegen habe ich eine Polizei-Kontrollwage gefunden, die nicht abgestellt war: reisefertig für 3 Wochen inkl. Vorräten, vollem Gas- und Wassertank, Urlaubsgerödel und rund 160kg Passagiergewicht wurden 3220kg angezeigt...
Und eine Einzelkabine ist für mich ein NoGo, weil ich - bei einer Absetzkabine mit geschlossener Vorderwand - den Sitz nicht weit genug zurück schieben und flach genug stellen könnte. Außerdem ist der Raum ja nicht verschenkt. Die zweite Sitzreihe ist unsere Schleuse, in der wir Schuhe und Hängegarderobe deponieren - oder auch mal zwei 28" Fahrräder transportieren. Dank des großen Ausschnitts im Boden des Alkovens ist auch das Einsteigen durch die doch recht niedrige Fahrerhaustür kein Problem - denn ich habe ja in dem Aufbau keine Tür, um mehr Nutzraum zu bekommen.
Und ich bin schon mehrmals sehr happy gewesen, dass ich einen Allrad (wenn auch keinen Hardcore-4x4) habe - ob im Schlamm, auf einer feuchten schrägen Wiese oder auf Schnee und Eis... Und das reicht mir, ich will nirgendwo hin, wo keine Wege sind - da macht man zu viel Natur kaputt.
Wenn Du Dir also Dein Reiseprofil genau überlegst, hast Du auch in der 3,5t-Klasse Chancen. Allerdings nur bei extrem defensiver Kalkulation des Gewichtes!
Ach ja: Mit-Entscheidungsgrund für den T5 war das über 20cm niedrigere Fahrerhaus gegenüber modernen 3,5-Tonnern. Dadurch war der hohe Doppelboden und der hohe Alkoven (1m) möglich. Nachteil: die Bodenfreiheit ist natürlich geringer...
Viele Grüße
(Leerkabinen-)Wolfgang