bodenaufbau, fragen über fragen ...

  • liebe gemeinde,


    ich renoviere einen 30 jahre alten hymer. im frühjahr ist der neuaufbau des bodens dran.


    im original ist der boden ein fachwerk aus holzleisten, ausgefacht mit styropor und sperrholzplatten (einmal unten, einmal oben)


    die dämmung will ich mit styrodur machen. die deckplatte, die ja auch als verschraubungsgrundlage für die möbel dienen muss, soll wieder eine sperrholzplatte sein.


    als untere platte (die liegt dann auf dem rahmen des basisfahrzeuges auf) könnte ich ja ein plastmaterial nehmen. das wäre der ideale nässeschutz.


    nun habt ihr kabinenbauer da mehr ahnung als ich. könnte denn folgendes hinhauen?:


    von unten nach oben (innen)
    1,5mm plasteplatte (was wäre hier das material der wahl?)
    40mm styrodur (hier würde ich auch leerrohre reinlegen)
    6mm sperrholtplatte


    schonmal danke für eure hilfe!


    jörg

  • hallo rainer,


    vielen dank für die schnelle antwort!


    was um gottes willen ist "seekiefer"? naja, die tischlerin wirds wissen ...


    bei der verarbeitung:
    das gfk und die holzplatte müsste ich ja flächig auf das styrodur aufkleben.


    gibt es da spezielle kleber für die gfk-styrodur-verklebung? die holzseite sollte wohl mit wasserfestem holzleim ausreichend zu verkleben sein ...


    würdest du die platte außerhalb des fahrzeuges auf ebenem boden komplett herstellen und dann reinsetzen oder würdest du das gfk reinbringen, danndas styrodur aufkleben und dann die holzoberschicht als letztes raufkleben? bei der ersten variante würde alles schön eben werden. bei der variante zwei könnte es auf grund des fahrzeugrahmens etwas krumm und schief ausgehen ...


    jörg

  • Hallo Jörg,


    ich würde die Bodenplatte auf jeden Fall außerhalb vom Fahrzeug bauen und dann einsetzen.
    Die Verklebungen GFK - Styrodur und Styrodur - Holz würde ich mit Sika oder vergleichbarem Kleber machen. Auf jeden Fall mit einem Dauerelastischem Kleber. Der Holzleim härtet aus und ist fest aber auch hart und kann die Verwindungen im Fahrzeug beim Fahren nicht so gut mit machen wie ein elastischer Kleber.


    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Hallo Jörg


    Christopher hat dir ja schon das wesentliche beantwortet.
    Also die Platte würde ich auch wenn es geht auserhalb herstellen wobei ich zunächst das Styrodur auf die Holzplatte kleben würde und anschliesend das GFK auf das Styrodur. Als Kleber gibt es verschieden Möglichkeiten, entweder Sika 221 oder vergleichbares, Körapur 666 (2K Kleber der Kabinenbauer), Kontaktkleber auf wasserbasis. Ich habe meine Sandwiches mit Körpur 666 hergestellt. Würde ich aber heute nicht mehr machen, da der Kleber doch recht teuer ist. Ich würde hier wasserfesten Holzleim verwenden (Ponal etc.). Zum Verkleben der Holzplatte mit dem Styrodur wurde ich den Holzleim nehmen, Für das Verkleben des GFK entweder Sika oder Kontaktkleber. Was die von Christopher erwähnte Aushärtung des Klebers betrifft und die Theorie daß damit eine geringere mechanische Belastbarkeit des Sandwiches verbunden ist sehe ich nicht so, da z.B. das Körpur 666 vollkommen aushärtet und der Kleber wird wie bereits gesagt, professionell zum Herstellen von GFK Sandwiches verwendet.


    PS.: Seekiefer nennt man Sperrholzplatten die aus mehreren Lagen Kieferfunier kreuzweise wasserfest verleimt werden. Daraus werden sehr oft z.B. Verpackungskisten gebaut

  • Hallo Rainer,


    bei genauerem Nachdenken stimmt es natürlich schon das die Aushärtung von dem Holzleim nicht zu berücksichtigen ist. Was mich allerdings trotzdem davon abhält Holzleim bei großflächigem Verkleben zu benutzen ist das der Holzleim möglichst unter Druck abbinden sollte um eine gute Verbindung der Matterialien zu gewärleisten.


    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • meine herren,


    VIELEN DANK für eure hilfe!


    das bringt mich enorm weiter. bisher war der plan, irgendwie ordentlich die maße abzunehmen (was bei dem alten teil auf grund der tatsache, dass das ding von hause nicht wirklich auf maß gemacht ist) und einen tischler mit der herstellung der platte zu beauftragen. ich hätte dann eine platte mit den ca. maßen von 2,20m x 5.50m. das ding hätte dann per lkw zum ort der tat gebracht werden müssen und hätte das ding irgendwie durch den frontscheibenbereich ins innere gebeamt werden müssen ...


    und ich bin mir sicher: mein maßband hätte vom maßband des tischlers die eine oder andere abweichung (platte zu groß wäre nicht das problem, platte zu klein aber hoch ärgerlich)


    jetzt mach ich das selbst:
    - gfk vor ort auf maß bringen
    - gfk wieder raus, das ganze auf ebenen werkstattboden, 40mm styrodur drauf
    - holzplatte drauf und außenkontir der holzplatte dem rest anpassen
    - naja und für das reinbeamen wird sich die eine oder andere hilfreiche hand finden lassen ...


    die verkleberei auf dem garagenboden gibt auch die möglichkeit der ordentlichen druckausübung beim verkleben. ein verkleben innerhalb des fahrzeuges ist da wohl nicht so doll. erstens bekomme ich das ganze auf dem fahrzeugrahmen und den seitlichen aufnahmen des womoaufbaues nicht eben ausgerichtet und zweitens ist das mit dem verklebedruck etwas ungünstig ...


    ich habe dann eine total ebene bodenplatte (was für den weiteren ausbau sehr hilfreich ist). höhendiff zwischen fahrzeugrahmen und unterseite der platte werde ich dann durch verrottungsfestes material (plastestreifen, hartgummi) ausgleichen. wenn das dann so passt, setze ich die platte innerhalb des fahrzeuges 20...30cm hoch, dann kommt der kleber drauf und die platte wieder runter ...


    das sollte so klappen! oder?


    schöne tage


    jörg

  • Zitat von halber


    das sollte so klappen! oder?


    Aus meiner Sicht :JA ! :wink:


    Das einzige worauf du achten solltest ist eine für die Verklebungen geeignete RT. Die RT sollte sich schon so im Rahmen von min. 10°C bewegen. Die meisten Kleber Hersteller geben zwar meistens eine min. Verarbeitungstemp. von +5°C an aber das ist dann auch die unterste Grenze für eine vernünftige Verklebung.

  • "RT" .... das ist bei mir ein altes motorrad ...


    raumtemperatur, schon klar! welche temperatur der kleber braucht ist mir total egal! ICH brauche eine rt von minimum 15°c. der verklebung gönne ich die auch (rund um die uhr natürlich).


    nochmal herzlichen dank an alle für die hilfe!


    jörg

  • Hallo Jörg,


    die Verklebung würde ich mit einem 2-K-PUR-Kleber wie z.B. Körapur 666 nehmen. Dieser Kleber ist erprobt und härtet auch richtig durch. Die meisten elastischen PUR-Klebstoffe sind 1-K Kleber und bedürfen zum Aushärten Wasser aus der Luft oder dem Material. Da GFK und Styrodur kaum Wasser aufnehmenn, ist es problematisch so zu verkleben. Die Zugabe von Wassernebel ist da auch nur eine Krücke.


    Bei diesem 666 braucht man auch keinen Druck, da der Kleber spaltüberbrückend ist. Es ist dann eine ganze Kante einfacher. Denn bei den Flächen richtig Druck aufzubauen ist schon ein Problem und bedarf Spezialvorrichtungen oder zig Säcken Sand.


    Besten Gruß


    HWK


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  • Hallo, Jörg,


    zum Verkleben ist ja schon (fast) alles gesagt. Ich habe bei meiner Kabine ebenfalls Strodur, GfK und Holz (Birke Multiplex, wasserfest verleimt) mit SikaFlex 228 zu einem Sandwich verklebt. Die Restfeuchtigkeit im Holz hat zu einer stabilen Verklebung gereicht - leider hatte ich vergessen, einen Wassernebel beim Verkleben vom GfK mit dem Strodur aufzubringen (obwohl die Sprühflasche in Griffweite stand) und die Verklebung ist dort bis heute nicht fest. Ich habe das Dach dann neu gemacht... Soviel nur als Warnung bei der Verwendung einkomponentiger Klebstoffe.


    Du hast vor, eine 6mm Platte 'obendrauf' zu verwenden - das könnte Probleme geben. Zu wenig material für stabile Verschraubungen, evtl, zu schlechte Gewichtsverteilung, so daß durch das Laufen im Gang Bewegung im Boden entstehen könnte, die dazu führt, daß die oberste Styrodurschicht zermahlen wird und das Sandwich so seine Stabilität verliert. Ich würde mind. 12mm ansetzen (Bei meiner Kabine habe ich 15mm genommen).


    Wenn ich mir Dein Projekt so anschaue, frage ich mich allerdings, wie Du die Bodenplatte von 5,5*2,2m in das Fahrzeug bekommen willst - oder ist das Frontfenster groß genug?


    Viele Grüße
    Leerkabinen-Wolfgang

    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    vierter Sept.-Samstag (24.09.2022): Weinprobe in den Weinbergen

    05.-07.05.2023: Leerkabinen-Treffen

    erstes Juni-WE (02.-05.06.2023): Weinfest (Stellplatz nicht nutzbar)

    Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

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