Druckwasserpumpe zum Tanken umschalten

  • Hallo Zusammen !


    Ich sortiere / plane gerade meine Wasseranlage.
    Die vorhandene Druckwasserpumpe ist 2,5m selbstansaugend.
    Mit zwei Umschaltern und ein wenig Schlauch sollte es theoretisch möglich sein
    an einem Brunnen, Quelle etc. Wasser elektrisch zu bunkern.
    Hat das schon mal jemand realisiert?
    Macht das Sinn?


    Danke und Gruß
    Michel

  • Hallo Michel,


    sicherlich kann das Sinn machen, aber die Pumpe leistet je nach Ausführung zwischen 7,5 - 22 l/min bei freiem Ausfluss. In der Praxis sind durch die Verluste auf der Ansaugseite und auf derDruckseite mit ca. 50-70 % der Leistung zu rechnen. Um einen Tank von 150 l dann so zu füllen, braucht man dann halt Zeit. Das sollte dereinzige Nachteil sein.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hi,


    interessanter Gedanke, aber ich sehe da weiniger Sinn drin.
    Zum einen würde es sehr lange dauern, bis Du damit Deinen Tank voll bekommst. Auch wenn die Pumpen Angaben von 7-10 l/Minute als Förderleistung angeben - das kann ich in der Praxis nicht nachvollziehen. Wenn ich beim Tank-spühlen den gesamten Frischwassertankinhalt (ca. 75 l) über die Druckwasserpumpe in den Grauwassertank pumpe, dann brauche ich so geschätzte 30 Minuten.
    Da bist Du mit einem (Falt)kanister zum befüllen aus solchen Wasserquellen IMHO besser dran.
    Auf der anderen Seite sehe ich das Problem von Schmutz oder Schwebeteilchen. Ich sehe hier die Gefahr, dass sich entweder das Sieb der Druckwasserpumpe schnell zusetzen würde, oder durch Verunreinigungen die Gummimemban einem hohen Verschleiß unterliegen würde.
    Nebenbei sehe ich die ganze Verschaltung als zu Aufwendig an. Wenn Du Wasser aus solchen Quellen in den Wasertank Pumpen möchtest, dann würde ich eine Tauchpumpe mit 10 m Schlauch und entsprechend langer Anschlussleitung mit Zigarettenanzünderstecker mitnehmen und ggf. mit der Tauchpumpe das Wasser fassen. Dürfte wesentlich einfacher und im Zweifelsfall auch störunanfälliger sein. Und von Platzbedarf etc. hast Du auch keinen mehrbedarf, da Du den Schlauch sowieso bräuchtest und die zusätzliche Tauchpumpe kaum Platz benötigt. Und als "Nebeneffekt" hättest Du noch eine Pumpe als Ersatz dabei, Falls die Druckwasserpumpe ausfällt, denn wenn Du solche Wasserquellen in betracht ziehst gehe ich davon aus, dass Du Mitteleuropa verlassen möchtest

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo HWK, Krabbe!


    Zeit: Sehe ich nicht problematisch. Wenn ich die nicht habe, kann ich immer noch 2-3 Eimer bunkern.


    Verschmutzung: Filtern muss ich eh und vor dem Tank wäre sogar besser.


    Aufwand: An sich gering, zwei Umschalter zusätzlich, aber das Argument von Krabbe mit der
    zusätzlichen Tauchpumpe wäre ähnlich aufwendig. Hat aber einen gewichtigen Vorteil.
    Diese Pumpen können wesentlich besser drücken als saugen. Die Lage des Fahrzeugs zur
    Wasserquelle ist daher nicht so wichtig. Insofern bin ich mit einer Tauchpumpe sehr viel
    flexibler und habe, wie Krabbe schon anführt, noch eine Reserve.


    Danke für die Anregungen.
    Gruß Michel

  • Finde die Idee an sich auch recht praktisch und hatte selbst schon etwas ähnliches in Erwägung gezogen.


    Dagegen ist meine zwar ein "Mini-Anlage" bestehend aus einem 20Liter Tank einer Tauchpumpe und einem Wasserhahn.


    Aber im Moment muß ich auch den Tank jedes mal aus dem Schrank fummeln um ihn aufzufüllen.


    Nicht wirklich praktisch.
    Nur habe ich auch kein Lust einen monströsen Außeneinfüllstutzen zu montieren, den Tank mit nem 40er Zulaufschlauch zu versehen und auch einen Ablasshahn motntieren zu müssen.


    Dann ist das Reinigen wieder zu kompliziert. Dazu habe ich den Tank lieber draußen.


    Also wäre eine Lösung die zw. Tauchpumpe und Hahn sitzt, sich mit einem einfachen T-Stück und Hahn umstellen läßt, wirklich praktisch.


    So könnte ich meinen Tank immer noch problemlos aus und einbauen.


    Bin mal gespannt was noch für Vorschläge kommen. ;)

    Gruß Ralf

  • Hallo Michel,


    auch ich würde eher zu der von Krabbe vorgeschlagenen Variante mit der Tauchpumpe greifen.
    Das bringt in meinen Augen nur Vorteile.
    - geringe Anschaffungskosten
    - relatief unempfindlich bei etwas "Dreck" im Wasser
    - Ersatz für Druckpumpe
    - keine Ansaugschwierigkeiten da sowieso im Wasser


    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Zitat von Questman


    Bin mal gespannt was noch für Vorschläge kommen. ;)


    Dem Manne kann gehelft werden:
    Wir haben einen Faltkanister, der am meisten benutzt wird.
    Dann haben wir noch 12m Schlauch mit div. Adaptern, Übergangsstücken, Absperrhahn.
    In unserem relativ kleinem Selbstbau-Mobil gibt es 2 Kanister: 35L für Kalt- + 15L für Warmwasser, gut isoliert, auch voneinander, platziert. Beide sind mit einem Schlauch, von Boden zu Boden reichend und jeweils sehr schräg :idea: angeschnitten, verbunden.
    Im WW-Kanister befinden sich ein 156W-Heizstab und 2 blaue Pumpen für Bad und Spüle.
    Der Heizstab ist über einen 3-Wegeschalter angeschlossen, Stellung oben: immer ein, mitte: aus, unten: nur während der Fahrt ein. Er wird über ein Selbstbau-Modul (im Prinzip ganz einfache Schaltung mit Operationsverstärker und Poti) gradgenau gesteuert zw. 20 und 60°C.
    (Kaltes) Frischwasser füllen wir, wenn noch eine längere Fahrt bevorsteht, in den WW-Behälter. Sollten wir jedoch bald schon WW benötigen, wird es in den KW-Behälter gefüllt.

    Aus NRW grüsst Berny.
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    Renault Trafic Hochdach, langer Radstand, Selbstausbau 1992.

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