Batterie falsch herum eingebaut, Elektrik kaputt

  • Zunächst einmal schönen Guten Tag allerseits, ich bin ganz neu im Forum.


    Wir haben uns kürzlich einen Malibu 28.1 Bj. 1998 zugelegt.


    Zuerst stand ein Wechsel der Wohnraumbatterie an, die alte Fiamm Marine war hinüber.
    Die neue habe ich so herum eingebaut wie die alte drin stand, ohne - was ich mir eigentlich noch vorgenommen hatte - auf die Verpolung zu achten.
    Es funktionierte gar nichts.
    Ich entschied mich, die Batterie nun anderherum einzubauen, daraufhin funktionierten immerhin Licht und der Zündfunke für den Gasbetrieb des Kühlschranks.
    Weder Heizung, noch Pumpe/Wasser, noch der 12V-Betrieb des Kühlschranks funktionieren noch.


    Aus der Truma-Heizung habe ich inzwischen eine defekte Sicherung herausgepfrimelt, werde ich ersetzen und hoffe dass es dann funtkioniert.


    Gibt es auch eine geräteinterne Sicherung für den 12V-Betrieb des Kühlschranks.


    Am meisten verwundert mich dass das Wasser nicht funktioniert, denn die Pumpe selbst funktioniert noch, das habe ich getestet. Also muss irgendwie das Schaltrelais in der Elektronikzentrale defekt sein oder??


    Das Ladegerät funktioniert glaube ich noch, jedenfalls steigt die Spannung an der Zweitbatterie, wenn ich außen die 220V anschließe.


    Nun frage ich mich, ob die Ausfälle eine gemeinsame Ursache in der Elektrozentrale haben oder ob die Geräte einzeln defekt sind?


    Ich wäre mir auch gerne sicher, dass die Batterie jetzt richtig herum angeschlossen ist (jetzt: schwarzes Kabel an +, braunes an -)?? Wie finde ich das raus ohne Schaltplan...


    Hat jemand einen Schaltplan der EZ96?


    Ich habe der Firma Schaudt geschrieben, die meinten, meist sei auf der Platine der EZ etwas druchgebrannt und ich solle das Gerät einschicken.
    Würde ich ja machen, aber der Urlaub steht direkt vor der Tür...



    Hat jemand eine Idee was kaputt sein könnte?




    PS: es ist doch total bescheuert, dass die Batterien verschiedene Polungen haben.

  • Also wenn man rot und braun zuer Verfügung hat, würde ich immer davon ausgehen dass rot Plus ist und braun minus, nicht umgekehrt. Und ich glaube auch dass Autobatterien und Solarbatterien in ähnlicher Bauform IMMER den Pluspol an der selben Stelle haben. Und es muss auch immer der minus-Pol der Batterie an den Minus-Eingang, nicht umgekehrt.


    Für mich klingt das alles etwas seltsam. Entweder ist die Verkabelung nachträglich geändert worden und der Vorbesitzer hat da einiges durcheinander gebracht, oder sonst irgendwas stimmt nicht.


    Lichtern und Elektromotoren ist die Polung natürlich erstmal egal, die Leuchten auch verpolt und der Motor läuft halt in die andere Richtung. Wahrscheinlich hast Du sie zunächst richtig herum angeschlossen, aber es war irgendeine Hauptsicherung kaputt oder ein Wackler oder ähnliches und beim Umdrehen ist dann durch irgendeinen Nebeneffekt wieder Kontakt entstanden oder so. Kann durchaus sein, dass ein Wackler durch einen Funken bei der Verpolung wieder geschlossen wird oder sowas.


    Ich würde erstmal ganz schnell die Batterie wieder abklemmen, diese extern aufladen und sicherstellen dass sie noch funktioniert und wie sie gepolt ist. Dann sicherstellen wierum sie wirklich reingehört und dann Stück für Stück die defekten Verraucher austauschen.


    Üblicherweise wird der Minus der Batterie direkt auf die Karosserie geschaltet, also mess mal durch, ob einer der beiden Anschlüsse Kontakt zur Karrosserie hat (kannst an irgendeiner Schraube abnehmen, z.B. eine Gurtbefestigungsschraube oder eine Tür-Verriegelung). Dieser Anschluss muss an den Minuspol der Batterie.

  • hallo


    das klingt alles nicht ganz so gut


    bei einem schwarzen und einem braunen kabel - wie du schreibst - würde ich


    - mal nachsehen ob eines der kabeln sichtbar an die karosseriemasse geht
    falls nicht erkennbar würde ich
    - um 10,- ein voltmeter bei conrad holen gehen und nachmessen welches kabel an masse liegt
    und wenn ich alleine auf einer unbewohnten insel wäre würde ich schätzen
    - das schwarz auf minus und braun auf plus gehört


    lg
    g


    PS:
    je nach bautyp des PKWs haben batterien ihre polung unterschiedlich, es gibt da keine einheitliche norm oder so ...



    PPS:
    wenn du die wirklich verkehrt rum angeschlossen hast dann kann es schon recht teuer werden, alles was elektronik drinnen hat ist damit vorerst tot.
    bessere geräte haben verpolungs schutz dioden eingebaut, die bringen beim ERSTMALIGEN falschanschluss die sicherung zum schmelzen.
    beim zweiten falschanschluss nach erneuern der sicherung werden dann endgültig die diversen bauteile wie kondensatoren und andere elketronische bauteile kaputt, da hilft meist nur mehr ein kompletttausch


    lg
    g

  • Sorry, hab ich falsch gelesen. Braun und schwarz ist natürlich eklig. Wie auch abo schreibt, welches der beiden hängt auf Masse? Messgerät hast Du ja wohl, wie könntest sonst den Spannungsanstieg festgestellt haben?

  • Danke erstmal an mangiari für die Idee, die Kabel gegen die Karosserie zu messen. Hab ich gerade gemacht und es stellt sich heraus: so wie ich es jetzt angeschlossen habe stimmt es, schwaz ist plus (hat bei laufendem Motor ca. 14V gegenüber dem Gehäuse) und braun ist minus (null Widerstand gegen das Gehäuse).


    Also wirklich am Anfang falschrum angeschlossen und die neue Batterie ist einfach entgegengesetzt gepolt. Mist.

  • Hallo Klausomat,


    die Kabel-Farben im KFZ bedeuten: schwarz=Plus nach Zündung/Sicherung; Braun= Masse. Üblicherweise wird aber im Womo rot und schwarz verbaut, wobei dann schwarz=Masse ist.


    Hier bleibt nur ein übrig: MESSEN. Bedenke aber, dass z.B. auch das Pluskabel einen Schluß gegen Masse haben kann. da über eingeschaltete Verbraucher auch eine Verbindung gegen Masse besteht.


    Häufig werden Geräte mit einerm Verpolungsschutz, bestehend aus einer Diode und einer internen Sicherung versehen. Bei Verpolung wird dann die Diode leitend und "schießt" die Sicherung. Hier würde ich intern mal nachsehen.


    Die einzelnen Verbraucher würde ich separieren und getrennt testen. So wird schnell ein Überblick erhalten, welches Gerät die Verpolung nicht ausgehalten hat. Dazu würde ich den Akku herausnehmen un dann über eine Sicherung direkt an die Verbraucher (getrennt vom Netz) anschließen. Durch die Stromaufnahme kann dann direkt bestimmt werden, ob hier das Gerät den "Angirff" überlebt hat.


    Danach würd ich den Schaltblock zerlegen und nach durchgebrannten Sicherungen oder Bauteilen durchsuchen. Sollte die Sicherung des Verpolungsschutzes angesprochen haben, so ist auch die Diode immer zu überprüfen, da diese durch den recht hohen Strom gerne mit sterben.


    Besten Gruß und Kopf hoch !!


    HWK

  • Zitat von mangiari

    Also wenn man rot und braun zuer Verfügung hat, würde ich immer davon ausgehen dass rot Plus ist und braun minus, nicht umgekehrt. Und ich glaube auch dass Autobatterien und Solarbatterien in ähnlicher Bauform IMMER den Pluspol an der selben Stelle haben. Und es muss auch immer der minus-Pol der Batterie an den Minus-Eingang, nicht umgekehrt.


    Hallo Mangiari,


    leider gibt es diese Form der Akkus auch mit der Ausfühhrung Plus rechts und Plus links; so kann es leicht zur Verwechselung führen.


    Besten Gruß


    HWK

  • Das ist ja übel. Ich wäre jetzt einfach mal von ausgegangen dass die Gehäuseform einer Norm entspricht, die auch sagt wo welcher Pol ist, ähnlich wie bei den Gehäuseformen bei elektronischen Bauelementen.

  • Ich habe nun die EZ96 geöffnet um mir deren Innenleben mal anzuschauen... leider recht unübersichtlich.
    Was mir aber aufgefallen ist ist ein kleines schwarzes Kästchen mit transparenter Blende, gleich neben dem Trennrelais auf der Platine. Dieses Kästchen hat oben einen roten Schiebeschalter mit 2 möglichen Positionen.
    Weiß jemand was das ist?
    Ich trau mich nicht, den Schalter umzuschieben und dann alles anzuschließen, nachher mache ich noch mehr kaputt..



    hwk:
    Du meinst ich soll den Schaltblock rausnehmen, ich denke damit meinst du die "Elektronikzentrale EZ96" . . . hab ich gemacht? Um die jetzt durchzumessen fehlt mir aber leider die Elektrotechnik-Kenntnis (und ein Schaltplan). Du sprachst auber auch von einem Verpolungsschutz in dem Schaltblock... könnte das das oben erwähnte Kästchen mit dem roten Schalter sein??



    Danke schon mal für die vielen Beiträge!!

  • Hallo Klausomat,


    da ich die Elektrozentrale so nicht kenne, kann ich da auch leider keinen profunden Vorschlag machen. Ich würde aber ohen Schaltplan keine Einstellungen ändern.


    Besten Gruß


    HWK

  • hallo


    der schieberegler ist für weiss gott was, vermutlich die umschaltung von gel auf säure oder sowas...


    sorry aber ich fürchte in dem fall kommen wir mit freihändiger ferndiagnose nicht weiter


    die eine sache ist dass vermutlich bei einigen geräten was kaputt ist


    in vielen fällen wird das zwar nur eine kleinigkeit (verpolungsdiode oder interne nicht tauschbare sicherung) um ein paar cent sein


    aber da du die selber - alleine schon aufgrund der fehlenden schaltpläne - kaum instand setzen wirst können bist du vermutlich drauf angewiesen dass reparieren zu lassen


    und da ist halt die frage wie sehr sie dich abzocken .... ein paar hundert euro reparaturrechnung sind leider schnell beinander.....


    :(


    lg
    g

  • So, jetzt habe ich die ganze Elektrozentrale zur Firma Schaudt geschickt, ein freundlicher Herr Lang hat mir am Telefon überzeugend den Eindruck vermittelt, dass ich dass selber nicht repariert bekomme (durchgeschmorte Leiterbahnen auf der Platine sind meine Sache nicht).
    Außerdem hat er eine Abwicklung vor meinem Urlaubsbeginn versprochen, das ist doch was.


    Nun kann ich nur abwarten ob mit reparierter EZ wieder alles funktioniert oder die Geräte vorher schon einzeln durchtesten, so wie hwk das beschrieben hat. Mach ich vielleicht wenn ich Zeit habe.


    Ich möchte mich noch einmal bei euch für die Antworten bedanken, ich werde mich sicher wieder hier im Forum melden, sei es mit einer Frage (hoffentlich nicht zum selben Thema) oder vielleicht ja auch mal mit einem helfenden Beitrag.


    Freundliche Grüße,
    Klaus

  • Hoi Klaus


    Zitat von klausomat

    ...ich werde mich sicher wieder hier im Forum melden, sei es mit einer Frage (hoffentlich nicht zum selben Thema) oder vielleicht ja auch mal mit einem helfenden Beitrag.


    Oder mit dem Ergebniss der Reperatur bzw. der Messungen?
    So können wir auch noch was lernen...


    Gruss


    Picco

  • Hallo Klausomat,


    vor dem Einbau des reparierten Blockes würde ich aber alle Verbraucher, die angeschlossen werden, überprüfen. Nicht dass hier ein Teil mit gestorben ist und dann den frisch reparierten Block wieder fetzt.


    Lampen sollten eigentlich keinen Schaden davongetragen haben. Gleiches würde ich auch für die Wasserpumpe prognostizieren (sofern keine Elektronik verbaut ist). Sofern der Kühli auch nur ein einfacheres Model ist, sollte er es auch überlebt haben, da die 12V nur durch iene Heizwicklung geschickt werden. Da ist die Polarität dann egal.


    Besten Gruß und wir drücken den Daumen !!


    HWK

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