Kofferbaufragen???

  • Hallo


    wer schon meine anderen Beiträge gelsesn hat der weiß sicher: ich träume von einem Hanomag AL 28 als "Offroad Wohnmobil" "Light" (mein Traumziel ist Island und nicht Wüste und so, deshalb brauch ich net "soo viel" Offroad") Nun hab ich mal zwei Fragen für nen Shelter, da ich eigentlich einen Selbstbauen möchte:


    1. Kann man einen Shelter aus Alu bauen der komplett genietet wird und man kein Schweißgerät braucht???


    2. Wie wird ein Shelter mit dem Truck verbunden? Ich lese immer von Dreipunktlagerung und so! Was ist das, Wie geht das und wie sieht der Rahmen von nem AL 28 überhaupt aus??? Vielleicht könnte ja jemand Bilder einstellen um das Thema besser zu verstehen!


    Vielen Dank für eure Bemühungen


    Max><(((°>

  • Hi Max,


    Du kannst einen Alukoffer natürlich auch nur Nieten. Ganze (Verkehrs-)Flugzeuge wurden so gebaut. (Auch wenn da andere Nieten verwendet wurden, keine Blindnieten, an die Du jetzt wahrscheinlich denkst.) Du hast dann aber das Problem, dass Du sehr viele Nieten setzen musst, die a) alle eine mögliche Undichtigkeit bedeuten und b) Alublindnieten oft dazu neigen mit der Zeit etwas nachzugeben oder sich zu längen. Insbesondere bei wechselnder Belastung.
    Besser wäre hier schon das Kleben.
    Wenn Du aus Alu bauen willst und Nieten willst, dann vermute ich mal, dass Du ein tragendes Gestell aus Profilen bauen willst und das dann mit Alu beplanken willst. Bei dem Gestell würde ich schweißen vorziehen, aber je nachdem wie Du es aufbauen willst ist hier auch kleben möglich.


    Dreipunktlagerung heißt primär, dass der Aufbau an drei Punkten (flexibel) gelagert ist, damit sich der Rahmen verwinden kann und diese Verwindungen möglichst wenig auf dem Kofer übertragen werden. Wie das im einzelnen gelöst werden kann schaust Du Dir am besten mal in Zukunft auf diversen Treffen an, den da gibt es die verschiedensten Möglichkeiten.


    Bilder hab ich leider keine zur Hand.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Hallo Max,


    Zitat von Max806

    Hallo
    wer schon meine anderen Beiträge gelsesn hat der weiß sicher: ich träume von einem Hanomag AL 28 als "Offroad Wohnmobil" "Light" (mein Traumziel ist Island und nicht Wüste und so, deshalb brauch ich net "soo viel" Offroad")


    Ich finde es klasse dass du dich neben der Theorie (Schule&Studium) auch fuer die Praxis interessierst - und dann noch fuer so liebenswerte Oldtimertechnik !
    Aber mal im Ernst. Du hast kein Platz, kein Geld und darfst die Karren in den naechsten Jahren sowieso nicht fahren. AL28 und Konsorten sind zusaetzlich ja auch reine Zweitfahrzeuge.
    Wie du schreibst ist das eigentlich mehr ein Vorhaben fuer nach dem Studium in 8-10 Jahren...
    Um diese Zeit zu ueberbruecken ist es ja vielleicht doch etwas motivierender an etwas zu schrauben was du dir etwas eher leisten kannst und auch fahren darfst und kannst.
    Wie waers mit einer alten VW T3 Pritsche. Zum Schrauben hast du damit genug und E-Teile gibt's fuer kleines Geld. Ist auch durchaus als Alltagsfahrzeug geeignet und fahren darfst du sowas auch demnaechst (aber wer bezahlt das :wink: ).
    Auf die Pritsche kannst du dir dann einen gut 3m langen Koffer bauen (und wer bezahlt den eigentlich :wink: ), der dann spaeter (in 8-10J) durchaus auch auf den dann angestrebten Lkw (AL28, VW LT, MAN 7,5t etc)passen koennte.
    Naja, ich habe neben dem Studium auch gejobt&geschraubt, bzw beides kombiniert...aber Zeit und Geld fuer solch ein Vorhaben war da leider nicht uebrig. Aber an Motorraedern kann man auch wunderbar schrauben :)
    Allein schon der Koffer wird dich mehrere tausend Euros kosten :!: . Und Bei den Kosten von alten Kfz spielt der eigentliche Kaufpreis oft die kleinste Rolle... :?


    Ich will dich hier bestimmt nicht demotivieren, im Gegenteil. Ich finde ein realisierbares Vorhaben bei dem man auch Fortschritte sieht ist motivierender als ein Riesending wo man staendig nur um die Finanzierung kaempft...Vielleicht reicht fuer den Anfang ja auch nur eine Kabine bzw nur ein Kfz, nicht gleich beides.... denn so ein Studium macht man ja i.d.R. nicht mit links :shock: .



    Zitat von Max806

    ... ich träume von einem Hanomag AL 28 als "Offroad Wohnmobil" "Light" (mein Traumziel ist Island und nicht Wüste und so, deshalb brauch ich net "soo viel" Offroad.

    ....da hast du dir ein wunderschoenes Reiseziel ausgesucht (aber leider wieder sooo teuer :wink: )



    Zitat von Max806

    Nun hab ich mal zwei Fragen für nen Shelter, da ich eigentlich einen Selbstbauen möchte:


    1. Kann man einen Shelter aus Alu bauen der komplett genietet wird und man kein Schweißgerät braucht???


    2. Wie wird ein Shelter mit dem Truck verbunden? Ich lese immer von Dreipunktlagerung und so! Was ist das, Wie geht das und wie sieht der Rahmen von nem AL 28 überhaupt aus??? Vielleicht könnte ja jemand Bilder einstellen um das Thema besser zu verstehen!


    Zu 1., das ist ggf moeglich (Bleche mit Eckwinkeln und Verstaerkungen vernieten bzw verkleben), aber meist wird hierfuer ein Rahmengeruest verschweisst, welches dann mit den Alublechen beplankt wird.
    Preiswerter Alternative ware z.B. die Bauweise mit Siebdrck- bzw Multiplexplatten (= wasserfest verleimtes Sperrholz). So hab ich’s gemacht, und auch der Anton – der sogar auf einem AL28 :!::!::!: :
    http://www.womobox.de/phpBB2/viewtopic.php?t=2895


    Zu 2., hierzu findest du mit der Suchfunktion sicherlich viele Infos. Nimm dir ruhig die Zeit und quaele die Suchfunktion mal ordentlich. Dabei wirst du diverse interessante und hilfreiche Infos finden !


    Ansonsten weiterhin viel Spass bei deinen Planungen,
    Gruss Ronald

  • Hi Max, eine Dreipunktlagerung ist die hohe Schule des Allrad Wohnmobilbaus. Die verwendet man, wenn das Fahrgestell des Basisfahrzeugs sich im harten Geländeeinsatz elastisch verwinden kann. Das ist meist konstruktiv vorgesehen, erhöht die Verschränkungsmöglichkeit der Achsen und verbessert die Geländegängigkeit. Das kann sehr weit gehen, bei einem alten Magirus Merkur oder Jupiter bewegt sich die obere Ecke des Fahrerhauses bis zu 50 cm gegenüber dem Aufbau hinten, das kannst Du auf Truck Trial Fotos des mit herrlichem Flammendekor hergerichteten Magirus vom Ron van Gemeren auch sehen.


    Ein Womoaufbau ist eine in sich formstabile Kiste aus vegleichsweise leichtem nachgiebigen Material. Wenn Du die an den vier Ecken fest am Chassis anschraubst, würden die Kräfte der sich vewindenden und bewegeden Träger sich dort austoben und der Kabine ein ächzendes: "Mi zerreissts schier!!!!" abpressen, ehe sie sich in ihre Bestandteile zerlegt.


    So gibt man der Kabine einen eigenen stabilen Boden mit Eisen- oder Aluminiumprofilverstärkungen (Hilfsrahmen genannt), schraubt dessen vordere beiden Ecken an den Rahmen, die hintere Kante setzt man auf ein Pendel. Das muß Du Dir so vorstellen wie ein Scheibenwischerblatt, das auf dem Rücke liegt, aber ohne die federnden Elemente der Gummischiene. Da hast Du in der Mitte eine drehbare Befestigung, die Enden tragen die Kabine. Die bleibt dadurch auf dem Auto und die Hinterenden der Chassisträger können sich nach Herzenslust bewegen, ohne die Kabine zu schädigen. Es gibt aber auch Geländechassis wie das vom Bremach, das ist so steif, da reichen Gummielemente als Befestigung für den Ausgleich aller Chassisbewegungen im Gelände völlig aus. ....Alles klar?


    Hm, Oma und Opa mit genial viel Platz auf dem Lande.... das bringt mich auf eine andere Idee. Wie wärs, wenn Du dich da mal bei den Bauern nach einem ollen Rostklotz von Trecker umschaust, so geschenkt oder zum Schrottpreis von bis zu 200 € ..... am Besten von Deutz, die haben in Köln noch Ersatzteile von Modellen bis in die 20er und 30 Jahre zurück und da kannst Du auch die Handbücher von alten Treckern als Fotokopien bekommen. Für so ein Ding kannst Du jetzt schon den Führerschein machen. Wenn Du den in einem oder 2 Jahren restauriert hast (der ist ja so klein, paßt bei Euch auf den Hof), hängst Du einen uralten Wowa dahinter und fährst auf kleinen Straßen durch die Lande. Und Trecker restaurieren hat viel mit Nutzfahrzeugtechnik zu tun.


    Wowa, gib mal bei mobile.de Wohnwagen, alle Marken, bis 500 € ein, da gibts hunderte. Auch was zum restaurieren, da lernst Du alles über Campingtechnik.
    Übrigens, wenn da ne Heizung drin ist, auf jeden Fall und als allererstes das Kaminrohr aus Metall ersetzen, das war früher aus Alu und konnte unter ungünstigen Bedingungen korrodieren, bekam dann Löcher und vergiftete die Insassen mit CO (Kohlenmonoxyd). Blödes Gefühl, wenn Du morgens aufwachen willst und merkst: "Huch, es geht nicht!!!"....... also denk dran.... Die neuen sind aus Edelstahl und damit sicher.

  • @ Thomas: Ein Trecker kann auch prima einen Riesen - Bauwagen ziehen, was dank des halbrunden Daches auch optisch nett ist. Die Dinger gibt es auch billig und der Vorteil ist, dass man nicht viel "Innenleben" vorfindet, man also seine Ausbauambitionen voll ausleben kann...


    Viele Grüße Sönke

  • Das ist im Prinzip schon richtig, lieber Söhnke, aber mit den kleinen alten Deutz mit bis zu grad mal 25 PS, die der Max für lau oder Taschengeld bekommen kann, geht das nicht, da sind die Bauwagen zu schwer. Nicht zum ziehen, das würde klappen, aber zum bremsen. Die Futzemännchen haben keine Druckluft sondern nur Trommelbremsen in der Hinterachse. Die Trommeln sind übriges klener als beim ollen 30 PS Käfer.
    Wenn da 3 t Bauwagen schieben, bekommt er das bei 12 % Gefälle nicht mehr gehalten und dicke Bauwagen mit Auflaufbremse hab ich noch nicht gesehen.
    Ich hatte mal einen 17 PS Allgaier Porsche Trecker kurzzeitig auch mit der Bauwagenidee, aber meine Bremserlebnisse mit dem haben mich kuriert....hihihi... das wäre nur mit einem extra angetriebenen Druckluftkompressor im Anhänger machbar gewesen..... nur find für sowas mal nen TÜV.....
    Der Sohn von einem Freund hat als 14jähriger einen Fendt von 1951 unter dem Brennholzstapel eines von seinem Vater als Wochenendrefugium gekaufen Bauernhofes gefunden, den wieder instandgesetzt und ist als 16 jähriger mit einem Klassenkameraden zusammen und einem alten 750 Kilo Wohnwagen im Schlepp bis zur Camargue gekommen..... nur über kleine D und C Straßen und Feldwege.....

  • [quote='Thomas Frizen-Fischer']Ich hatte mal einen 17 PS Allgaier Porsche Trecker ...quote]
    Mann Thomas , wenn Du den noch hättest.... von Donnerstag bis Samstag habe ich auf meinem Urologenkongress als eye-catcher eine Oldtimersammlung vor den Kongresshallen und abends bei den Kongressparties - da wärst Du der Hit -
    wir zwei Oldies aufm Trecker.....hi,hi,hi (wenn ich das mal sagen darf) :lol:

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren

    Einmal editiert, zuletzt von urologe ()

  • Zitat von urologe

    wir zwei Oldies aufm Trecker..... :lol:


    das wären dann 3 Oldies, ein Trecker und zwei Kerle.....hihihi


    Schade .... hast nicht genug Vorlauf mehr bis Donnerstag ..... die Lanz-Bulldog Fans und andere Treckervereine machen gerne mal so einen Fez mit, wenn sie sich mal in der Öffentlichkeit päsentieren können. Auch die Truckeroldies sind für sowas zu haben, die Büssings und Henschels und ....ohhhh..... Krupp Titane mit der Wohnkabine still und heimlich unter der Plane.... :shock::P

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