Aufbau Stromversorgung: Einsteiger sucht Hilfe

  • Hallo,


    ich habe gerade angefangen meinen ersten Bus auszubauen und bin mir auch nachdem ich Einiges gelesen habe noch nicht sicher wie die Elektroinstallation aussehen soll. Ich schreibe einfach mal was zur geplanten Nutzung und was mir bisher vorschwebt und hoffe dann auf Hinweise von euch :)


    Es geht um einen Fiat Ducato welcher zum (Wind-)Surfbus ausgebaut werden soll, genutzt meist von einer Person, machmal zu zweit. Häufig wird frei gestanden, also kein Stromanschluß verfügbar. Der Bus wird dabei in der Regel täglich bewegt, allerdings nicht so lange (10-60min, morgens zum Wasser, abends zurück). Die ganze Installation soll möglichst einfach und auch preiswert sein.



    Hier mal meine Verbrauchserwartungen:


    Code
    Verbraucher            Strom   Einschaltdauer tägl.   Verbrauch
    Kühlschrank(Heizung)   5-6A    3-8h                   ~30Ah
    Laptop                 3-4A    2-10h                  ~20Ah
    Licht                  2-3A    3-4h                   ~10Ah
    Radio                  4-5A    3-4h                   ~15Ah
    Sonstiges              10A     1h                     ~10Ah


    Im worst case (für alle Verbraucher maximale angenommen Laufzeit) ist das recht viel, ich hab in der letzten Spalte mal geschätzt und dabei eher zu hoch angesetzt, wieviel es wirklich wird.
    Kühlschrank soll ein Kompressor werden, da mir Absorber nicht reicht und ich nicht mit Gas arbeiten will. Den würde ich außen noch extra isolieren und denke der Verbrauch kommt so etwa hin. Außerdem hab ich eine Standheizung welche 48W braucht, allerdings wird die a) nicht viel laufen, da ich nicht surfen fahre wenn es so kalt ist dass ich viel heize b) wenn es so kalt ist dass sie läuft brauch ich den Kühlschrank nicht laufen lassen c) hängt die momentan an der Starterbatterie und ich werd mir wahrscheinlich nicht die Arbeit machen sie umzuklemmen. Deshalb hab ich die mal zum Kühli geschrieben.
    Laptop ist so hoch angestzt weil ich im Bus/Urlaub was fürs Studium tun will (bzw. Urlaub wärend des Studiums machen will), wieviel von dieser Zeit ich dann wirklich den Laptop brauche und wann Bücher... Ich hab einfach mal recht hoch geschätzt.
    Radio würde ich bei Stromknappheit reduzieren, außerdem habe ich ja noch das Autoradio an der Starterbatterie, kann von der Radiolaufzeit also noch das abziehen was ich wärend der Fahrt höre oder wenn ich es über die Starterbatterie laufen lasse.
    Sonstiges werden wohl diverse Kleingeräte sein (Ladegeräte, vllt. Wasserpumpe, etc.) wo ich wohl nicht täglich 1h 120W brauche und mir auch noch aussuchen könnte ob ich über die Aufbaubatterie oder über den Zigarettenanzünder an die Starterbatterie gehe. Wird in Wirklichkeit wohl auch niedriger als geschätzt ausfallen.
    Licht soll über Dioden realisiert werden, der Ducato ist nicht so groß, komm ich da mit 2-3A/30W hin? Ich weiß auch nicht ob 3-4h reichen, aber mit 10Ah ist das ja eher ein kleiner Verbraucher, viel mehr dürfte das nicht werden.


    In der Summe wären das etwa 85Ah, wahrscheinlich mit überschätzen der Laufzeiten, 70Ah oder noch weniger dürften es auch tun (bei Stromknappheit hab ich kein Problem ohne Radio).


    Zur Haben-Seite:


    Bereits vorhanden sind 2 100Ah Gel-Akkus, welche auch benutzt werden sollen (Parallelschaltung), sowie die Starterbatterie (74Ah, evtl. auch größer). Das ist C20-Strom, also 120W, mein Verbrauch liegt aber in der Regel deutlich unter 120W, so dass ich eher 50h ansetzten würde, womit die effektive Kapazität noch über den 200Ah liegen dürfte. Außerdem bin ich tendenziell eher im Warmen als im Kalten, was nochmal ein paar Ah bringen düfte.


    Wenn ich die Akkus zu 60% entlade hätte ich also 140Ah-150Ah zur Verfügung.


    Meine Lichtmaschine bringt 120A und soll Hauptstromlieferant sein. Solar ist nicht geplant (Preis), Anbindung an ein 230V-Netz auch nicht, da sowieso meist nicht verfügbar.


    Falls doch 230V verfügbar sind wird das häufig ein Hausanschluß per Verlängerungskabel sein, ab und an mal Campingplatz. Dabei wollte ich das CEE-Kabel oder Verlängerungskabel einfach durch die Tür legen und die für diesen Fall mitgebrachten 230V-Geräte direkt anschließen. Bis auf den evtl. Anschluß eines kleinen 230V-Ladegerätes wenn das Womo zu Hause steht plane ich wegen des Aufwandes kein 230V-Netz im Womo. Einwände?


    Wenn ich bei Wochenendtrips von zu Hause mit vollen Batterien starte, Radio wegen Autoradio und Sonstiges rausrechne, Kühlschrank (zu Hause vorgekühlt) und Laptop reduziere, sollte ich also bequem auch über ein verlängertes Wochenende kommen.



    So, jetzt zu meinen eigentlichen Fragen wo ich bisher noch keine klaren Antworten gefunden habe:


    Einfach wäre es ja, die parallel geschalteten Akkus mit eintsprechendem Querschnitt an die Lima zu klemmen. Im Leerlauf war die Spannung an der Starterbatterie etwa 14,4V.


    1. Nun habe ich gelesen, dass die Lima allein die Gel-Batterien nicht voll bekommt. Was heißt nicht voll? 80%? Dann hätte ich den Bereich zwischen 80% und 40% zur effektiven Verfügung, macht 80Ah und sollte etwa für einen Tag ohne Ladung reichen. Stimmt das?


    2. Ich habe gelesen, dass die Gel-Batterien ja am Ende einer IUoU-Ladung mit geringerer Spannung geladen werden, außerdem werden die Akkus im Auto im Sommer ja recht warm, was ebenfalls zu einer deutlich geringeren Ladespannung führen sollte um den Akku nicht zu schädigen. Verliere ich also nicht nur einfach nutzbare Kapazität, sondern zerstöre recht schnell die Gelakkus wenn ich sie nur über die Lima lade? (Säurebatterien möchte ich wegen Gasung im Inneraum und Säure bei Unfall nicht haben)


    3. Unter http://www.german.sterling-pow…l/spezial-ladegerate.html gibt es ein digitales Lichtmaschinen-Batterie-Ladegerät (anderswo vielleicht auch noch?). Das ist doch genau was ich brauche, oder? Davon gibt es 2 Varianten, 90A und 160A (+210A). Da ich im Kastenwagen nicht so viele Verbraucher habe, rechne ich bei der 120A-Lichtmaschine mit ziemlich hohen lieferbaren Strömen. Die Ladeströme bei Akkus sollen ja begrenzt sein, wobei es einen Bereich gibt in dem man relativ schnell laden kann. Ist es ein Problem bei 200Ah Akkukapazität mit 90A zu laden? Das Ladegerät hat eine Temperaturkompensation, wenn der Akkus heiß wird/ist, geht es mit der Ladespannung runter. Kann ich also dieses Ladegerät bedenkenlos benutzen um die 200Ah Gelakkus zu laden?


    4. Wie ist das mit der Schnellladefähigkeit bei Gelakkus? Bis zu welchem Bereich kann ich die große Leistung der Lima wirklich ausnutzen? Haut mein Überschlage mit Entladungstiefe bis 40% und Schnellladung bis 80% => 80Ah schnelladefähige Nutzkapazität und damit Strom für einen Tag welcher mit 1h Fahrzeit pro Tag wieder aufgeladen werden kann hin?


    5. Außerdem gibt es dort noch das Batterie-zu-Batterie-Ladegerät. Das hätte nur 45A/50A Ladestrom. Das würde also passen? Mir mißfällt es aber, den ganzen Strom immer erst durch die Starterbatterie zu schicken, oder ist das kein Problem?


    6. Wie würdet ihr eine Elektroversorgung bei meinem Bedarf aufbauen? 8) Ich hab leider noch keine Erfahrungen.


    7. War schon oben im Text versteckt: sind 3-4A für eine Beleuchtung mit LEDs im Ducato (geschlossener Kasten) realistisch? Für die LEDs sollte ich dann noch eine Konstantstromquelle vorschalten (laut anderem Thread), richtig?



    Vielen Dank schonmal für eure Hilfe und fürs Lesen bis hierher. Besonders interessieren mich 2., 3. und 4.



    Viele Grüße


    Jörg

  • Hallo Jörg,


    erstmal willkommen hier im Forum.


    Mal einen Satz Bemerkungen vorweg: der Stromverbrauch ist recht hoch geschätzt worden. Nach Deinen Angaben verbrachst Du ca. 80-90 AH pro Tag. Für den Sommer werden es aus meiner Erfahrung sicherlich wesentlich weniger, da z.B. Heizung und Licht ausfallen. Aber nun zu den Fragen


    Zitat

    1. Nun habe ich gelesen, dass die Lima allein die Gel-Batterien nicht voll bekommt. Was heißt nicht voll? 80%? Dann hätte ich den Bereich zwischen 80% und 40% zur effektiven Verfügung, macht 80Ah und sollte etwa für einen Tag ohne Ladung reichen. Stimmt das?


    Die Schätzung von ca. 80% ist sicherlich nicht so verkehrt. Ich würde aber nicht auf eine Kapazität von unter 50% runterfahren, da es dort schon Probleme mit der Spannung geben kann (z.B. schaltet dir Truma auf Störung, wenn man bei solch "ausgelutschten" Akkus dann die Wasserpumpe anwirft). Bei einer LIMA leistung von 120 A stehen leider nicht die vollen Apmers zur Verfügung, um die Akkus zu laden. Der Ladevorgang braucht Zeit, da die Akkus mit stiegender (Eigen-)Spannung natürlich nicht mehr so viel Strom aufnehmen. Eine Gewaltladung sollte man auch vermeiden, da das das Leben der Akkus stark verkürzt (besonders Gel-Akkus sind hier empfindlicher).


    Zitat

    2. Ich habe gelesen, dass die Gel-Batterien ja am Ende einer IUoU-Ladung mit geringerer Spannung geladen werden, außerdem werden die Akkus im Auto im Sommer ja recht warm, was ebenfalls zu einer deutlich geringeren Ladespannung führen sollte um den Akku nicht zu schädigen. Verliere ich also nicht nur einfach nutzbare Kapazität, sondern zerstöre recht schnell die Gelakkus wenn ich sie nur über die Lima lade? (Säurebatterien möchte ich wegen Gasung im Inneraum und Säure bei Unfall nicht haben)


    Die Gelakkus kann man in erster Näherung über die Lima laden, da beim Ladevorgang meist die 14,4 V nicht am Akku ankommen, da auf der Zuleitung (je nach Querschnitt) auch Verluste auftreten. Man sollte alle Akkus möglichst mit der IUoU-Kennlinie laden, um sie optimal zu füllen und nicht zu schädigen.


    Zitat

    3. Unter http://www.german.sterling-pow…l/spezial-ladegerate.html gibt es ein digitales Lichtmaschinen-Batterie-Ladegerät (anderswo vielleicht auch noch?). Das ist doch genau was ich brauche, oder? Davon gibt es 2 Varianten, 90A und 160A (+210A). Da ich im Kastenwagen nicht so viele Verbraucher habe, rechne ich bei der 120A-Lichtmaschine mit ziemlich hohen lieferbaren Strömen. Die Ladeströme bei Akkus sollen ja begrenzt sein, wobei es einen Bereich gibt in dem man relativ schnell laden kann. Ist es ein Problem bei 200Ah Akkukapazität mit 90A zu laden? Das Ladegerät hat eine Temperaturkompensation, wenn der Akkus heiß wird/ist, geht es mit der Ladespannung runter. Kann ich also dieses Ladegerät bedenkenlos benutzen um die 200Ah Gelakkus zu laden?


    Diese Regler leifern sicherlich mehr Strom als die konventionell verbauten Regler. Aber 90 A für einen 200 AH-Batterie ist schon jenseits von Gut und Böse. Ausserdem muss die Batterie das auch aufnehmen (siehe oben).


    Zitat

    4. Wie ist das mit der Schnellladefähigkeit bei Gelakkus? Bis zu welchem Bereich kann ich die große Leistung der Lima wirklich ausnutzen? Haut mein Überschlage mit Entladungstiefe bis 40% und Schnellladung bis 80% => 80Ah schnelladefähige Nutzkapazität und damit Strom für einen Tag welcher mit 1h Fahrzeit pro Tag wieder aufgeladen werden kann hin?


    Eine Stunde Fahrzeit reicht sicherlich nicht aus um 80 Ah in einen Verbund aus 2x100 Ah zu bringen. Auch sollte man auf zwei Tage autarkes Stehen im Minimum gehen so dass hier 2x80AH = 160 AH Verbrauch kalkuliert werden sollten. Bei einer max. Ausnuntzung von 50% der Kapazität sind dann mal locker 300 - 400 Ah Akku-Kapazität zu veranschlagen. (Ca. 140 Kg Gewicht !!!)




    Zitat

    5. Außerdem gibt es dort noch das Batterie-zu-Batterie-Ladegerät. Das hätte nur 45A/50A Ladestrom. Das würde also passen? Mir mißfällt es aber, den ganzen Strom immer erst durch die Starterbatterie zu schicken, oder ist das kein Problem?


    Der Strom geht hier nicht über die Starterbatterie sondern wird von der LIMA erzeugt und durch diese Geräte dann meist in der Spannung angehoben, damit die Kabelverluste ausgeglichen werden. Es wird aber nur der maximale Strom zur Verfügung gestellt; ob er auch von den Akkus aufgenommen wird ist dann eine Frage des Ladezustandes.


    Zitat

    6. Wie würdet ihr eine Elektroversorgung bei meinem Bedarf aufbauen? Ich hab leider noch keine Erfahrungen.


    Schau mal mit der Suchfunktion hier im Forum, da wirst Du sicherlich Pläne finden, die Deinen Ansprüchen genügen.


    Zitat

    7. War schon oben im Text versteckt: sind 3-4A für eine Beleuchtung mit LEDs im Ducato (geschlossener Kasten) realistisch? Für die LEDs sollte ich dann noch eine Konstantstromquelle vorschalten (laut anderem Thread), richtig?


    3-4 A bei LEDS sind sicherlich zu hoch gegriffen. Die Sache mit der Konstantstromquelle ist im ersten Ansatz entbehrlich, wenn man auf die kommerziellen Produkte zurückgreift. Hier findet man z.B. die LED´s direkt mit Vorschaltgeräten in einer üblich Fassung einer Kaltspiegellampe, die dann auch direkt in die handelsüblichen Fassungen eingesetzt werden können.

  • Sorry an Alle,


    aber hier habe ich mich wohl ab der Hälfte des Beitrages mit der "Quote" Funktion vertan !!! Zitat und Antwort sind verdreht !!


    Eventuzell lerne ich das ja auch noch :oops:


    Gruß


    HWK




    Hab' ich mir erlaubt zu korrigieren :wink:
    Leerkabinen-Wolfgang

  • Hallo HWK,


    den Stromverbrauch hatte ich absichtlich eher zu hoch angesetzt um Reserven zu haben, Das ist aber wohl eher nicht so gut, da die Anlage dann viel zu groß dimensiniert wird.


    Den Laptop habe ich gerade am Messgerät, meist ist er bei 32W, war noch nie bei 40W. Ob das mit einem 12V-Netzteil noch besser wird (da Spannungsdifferenz/Umwandlung kleiner) weiß ich nicht. 3A sind also der maximale Verbrauch, so dass der Laptop mit 10Ah wohl eher realistisch ist. Kühlschrank mit 60W/5A und etwa 20% Laufzeit wären ca. 25Ah, Licht brauche ich wohl wirklich nicht so viel, 5Ah sollten meist reichen, Radio wird auch auf 5Ah gekürzt oder gleich nur noch bei laufendem Motor benutzt, genau wie "Sonstiges", das kommt wärend der Fahrt an den Zigarettenanzünder. Damit wäre ich bei realistischen 40-45Ah pro Tag, wobei beim großverbraucher Kühlschrank wohl nicht viel weniger geht. Wenn der Strom knapp wird esse ich dann eben alles auf (bzw. trinke alles aus :lol: ) und schalte ihn ab.


    Damit sollten die Batterien reichen, zumal bei miner geplanten Nutzung von 2 Mal am Tag fahren die Entladetiefe gering sein sollte.



    Bleibt das Ladeproblem. Im "Immer Energie-pdf steht, dass der Ladestrom C5, maximal aber C3 sein soll. Auf meinen Batterien steht "Der Ladestrom soll C5 nicht unterschreiten", zum Laden wird ein Konstantspannungslader oder ein Stromgesteuertes Ladegerät mit Spannungsabschaltung empfohlen.


    Was passiert denn wenn das Ladegerät mit Temperaturkompensation der Batterie 90A anbietet? Wenn die Batterie den Strom einfach nicht aufnimmt wäre das ja ok. Oder geht sie kaputt?


    In dem Fall wäre dann das Batterie-zu-Batterie-Ladegerät mit 50A richtig, oder?



    Viele Grüße


    Jörg

  • Hallo Jörg,


    die Stromaufnahme einer Batterie wird meist durch die Batterie selbst begrenzt. Ausnahme ist halt nur ein Akku, der richtig entladen worden ist, hier wird dann auch eine Stromaufnahme von C% oder C3 möglich. Das schädigt leider die innere Struktur des Akkus und es geht auf die Lebensdauer und auch auf die Kapazität.


    Bei Gelakkus muss man ungebingt verhindern, dass diese in den Gasungsbereich kommen, da sonst der Elektrolyt von den Platten gedrückt wird und so eine dauerhafte Schädigung auftritt. Ich habe bei mir als Faustregel C10 also wird die 440 AH Akkubank mit 44 A max. geladen. Bei Erreichen von ca. 70% Kapazität schaltet das Gerät dann auf Spannungsbegrenzung um - der Akku nimmt dann also die 44 A nicht mehr auf.


    Der Bat=>Bat Lader ist sicherlich nicht verkehrt, eine andere Alternative wäre der Einbau eines Ladegerätes für 220 V, dass dann über einen Wandler betrieben wird. So ist sichergestellt, dass die Akkus optimal geladen werden - leider ist es technisch auch etwas aufwändiger (hier im Forum sind die Schaltpläne abgebildet); aber dann ist das Ladegerät für Landstrom halt schon dabei.


    Eine andere Alternative wäre halt das Betreiben einer Solaranlage, die zumindest bei gutem Wetter und bei richtiger Auslegung den "Stromhaushalt" ausgleicht.


    1-2 Stunden fahren sind nach meiner Erfahrung nicht ausreichend, um eine hinreichende Ladung sicherzustellen, da Du doch einige Verbraucher (Kühli, Schleppi) betreibst.


    Die Schnellladung ist sicherlich nur dann eine Alternative, wenn die erforderlichen Akkus hierfür zur Verfügung stehen, die auf solchen Betrieb ausgelegt sind. Die sind aber meist recht teuer und auch schwerer als die bekannten Gelakkus.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hallo Joerg,

    Zitat von jguenth

    ...Kühlschrank mit 60W/5A und etwa 20% Laufzeit wären ca. 25Ah, Licht brauche ich wohl wirklich nicht so viel, 5Ah sollten meist reichen, Radio wird auch auf 5Ah gekürzt oder gleich nur noch bei laufendem Motor benutzt, genau wie "Sonstiges", ...


    Ich habe in meiner Kabine Flache LED Lichteinheiten von IKEA benutzt (werden mit 12V Trafo geliefert) bei Spannungstiefs (wenn die Standheizung anlauft) flackern die zwar, aber ansonsten funktioniert das tadellos - und ist ueberaschend hell. 5Ah wirst du damit nicht benoetigen.


    Zitat von jguenth

    ...wobei beim Großverbraucher Kühlschrank wohl nicht viel weniger geht. Wenn der Strom knapp wird esse ich dann eben alles auf (bzw. trinke alles aus :lol: ) und schalte ihn ab.


    Ich habe eine 40L Kompressorbox, der Verbrauch soll bei ca. 30Grad Aussentemperatur bei ca. 1A/h liegen. Die 25Ah sind daher realistisch.
    Da die Kompressorgeraete sehr schnell runterkuehlen kannst du - speziell wenn noch zusaetzlich isoliert (habe ich auch gemacht) - bei knapper Batteriekapazitaet die z.B. nachts ausschalten und morgens beim fahren wieder gut runterkuehlen und danach ggf wieder ausschalten. Sicherlich hast du dann nicht immer die typischen 7Grad Kuehlschranktemperatur, aber um das schmelzen von Butter etc zu verhindern reicht's.
    Um moeglichst effizient&sparsam zu kuehlen habe ich wie gesagt eine Kuehlbox gewahlt, kein -schrank, diese zusaetzlich isloiert und die (seperate) Kompressor/Verdampfereinheit nicht in der (warmen) Kabine montiert, sondern quasi aussen.


    Gruss Ronald

  • Hallo,
    wie schon gepostet sind die Gel-Akkus ziemlich sensibel, was ihre Ladung angeht. Technische Einzelheiten (die ich nur zum Teil verstanden habe) hier im Forum unter dem Stichwort Gel-Akku, Batterie oder ähnlichem.
    Wenn man sich nicht mit übermäßigem Strippenziehen belasten, wirklich volle Akkus haben und die Akkus im wesentlichen während der Fahrt laden will, ist der Bat-Bat-Lader z.B. von Sterling glaube ich nicht schlecht. Er ist sehr einfach zu verkabeln und läd die Wohnraum-Akkus mit der passenden Kennlinie. Gasen der Batterien wird darüber hinaus durch einen Temperatursensor am Akku verhindert, sicherheitshalber gibt es auch noch einen 2. Temperatursensor, der bei Überhitzung der Lichtmaschine reagiert (ist wohl mehr für den Bootsbereich interessant, aus dem der Lader kommt). Ist einfach gesagt ein vollautomatisches elektronisches Ladegerät, bloß nicht für die Steckdose, sondern für 12 Volt. Nachteil : nicht gerade preiswert.
    Warum das Loblied ? Ich hab so ein Teil bei mir im Auto (läd 2 x 120 AH AGM) und bin zufrieden damit.
    Gruß
    Lutz

    unterwegs in einem Opel Movano aus 2005, Ausbau fertig in 2007, soweit das überhaupt möglich ist

  • Hallo.


    Ronald: Box habe ich mir auch schon überlegt, aber leider habe ich da noch keine mit Gefrierteil gesehen und im Sommer auch mal etwas Eis unterbringen zu können bzw.dabeizuhaben ist schon ein schöner Luxus für mich. Deshalb tendiere ich eher zu den Kühlschränken.


    hwk und Lutz: Der Zettel bei meinen Batterien gab nicht soviel her, deshalb hab ich nochmal im Web recherchiert. Außerdem hab ich einige mails mit der deutschen Sterling-Niederlassung ausgetauscht.


    Resultate: die 100Ah auf den Akkus sind C5, C20 sind es 120Ah pro Stück :D Außerdem sind sie wohl zyklenfest, aber noch nicht die hochzyklenfesten. Aber ich denke bei 240Ah (+etwas mehr, da ich kaum C20-Strom benötige + noch etwas mehr, weil ich den größten Strombedarf im Warmen habe => ich rechne eher mit 270Ah) werde ich nur eine geringe Entladetiefe haben, da mein häufiges Fahren wohl nicht dem üblichem Campen entspricht.


    Der Sterling Lichtmaschine-zu-Batterie-Lader hat keine Strombegrenzung. Deshalb ist laut Sterling die 90A-Version nicht für meine 120A Lima geeignet, da wahrscheinlich einige Dioden überlastet sein würden (durchbrennen). Ich müßte also die 160A-Version benutzen, was das Schnelladeproblem noch verstärken würde (ich könnte natürlich noch einen 3. Akku besorgen, von den 120A der Lima würden sicher kaum mehr als 100A bei den Batterien ankommen und C3 bis C4 würde ich den Batterien zumuten (Batteriezettel sagt "Ladestrom nicht unter C5")).


    Die Alternative ist der Sterling Batterie-zu-Batterie-Lader mit 50A Eingangsstrom. Der hat eine wirklich einfache Verkabelung (Pluskabel + einmal an Masse) und sagt mir mittlerweile am Meisten zu.


    Viele Grüße


    Jörg

  • Und noch ein eigenes Posting für die Idee mit dem 230V-Lader und Wandler:


    Der Sterling BzB-Lader bringt 40A-50A Ladestrom (je nach Dokument/Quelle), hat IUoU-Ladung mit Temperaturkompensation und ist für unter 250EUR zu bekommen.


    Für 230V-Ladegeräte dieser LEistungsklasse muß man schon einiges hinlegen. Dazu kommt ein Wandler mit viel Leistung, welcher auch wieder einiges kostet. Wobei ich nicht weiß ob man vielleicht auch noch einen teuren Sinuswandler braucht.


    Ich wandle also vonLima-14,x Volt -> 230V -> Ladegerät-14,x Volt. Da hab ich doch einiges an Verlustleistung was ich am Ende mit Sprit bezahle und im Sommer noch als Abwärme im Auto habe.


    Ginge nicht auch folgendes:


    Der BzB-Lader bringt recht viel LAdestrom und temperaturkompensierte Ladung nach Kennlinie wir wir es zum Laden wollen. Statt einen 230V-Lader beim Stehen auf dem Platz könnte man doch auch ein Ladegerät welches ca. 14V bringt benutzen und so den BzB-Lader versorgen. Das sollte doch deutlich billiger sein als den großen Wandler und das große 230V-Ladegerät. Außerdem hab ich die Wandlerverluste nur beim Stehen wo ich wahrscheinlich eh weniger auf die Energie schauen muß.


    Frage wäre nur wie man die 14V zum BzB-Lade bekommt. Im Schaltbild aus dem Handbuch ist sogar ein Ladegerät vor dem BzB eingezeichnet.


    Kann man einfach das Ladegerät an die Starterbatterie hängen?


    Welches Ladegerät/Netzteil nimmt man? 14V oder 15V-Netzteile mit 10A (oder auch 15A, was ja einem kleinem 230V-Lader entspricht) gibt es als Laptopnetzteil bei ebay für Peanuts, kann man die einfach nehmen? Wenn man 3 Stück parallel schaltet und noch ein paar Euro für die Installation rechnet hat man für 50EUR vernünftige Ladeleistung bei Landstrom. PC-Netzteile (ein billiges mit 600Watt oder mehr) bringen an der 12V-Leitung auch oft bis 30A. Kann man sowas nehmen?



    Viele Grüße


    Jörg

  • Hi,
    grundsätzlich geht das wie auf dem Sterling-Schaltbild dargestellt. Für die Lösung mit den Netzteilen würde ich allerdings die Fahrzeugbatterie irgendwie abtrennen. Meines Wissens braucht auch die Starterbatterie einen einfachen Regler, der den Saft runterdreht, wenn der Akku voll ist. Sonst kocht Dir das Teil möglicherweise über.
    Ich spinne jetzt einfach mal weiter :
    Zwischen Starterbatterie und BzB-Lader kommt ein Trennrelais, welches trennt, wenn die Zündung aus ist (ist eigentlich doppelt gemoppelt, weil das der Lader ja auch macht, aber...). Wie auf dem Sterling-Schaltbild wird an den Lader ein 14V-Netzteil mit idealerweise 45 A angeschlossen.
    Folge :
    Zündung an -> Batterien über BzB-Lader verbunden, während der Fahrt werden die Starterbatterie und die Wohnraumakkus geladen
    Zündung aus -> Batterien getrennt, nichts passiert
    Zündung aus und Landstrom -> Verbraucherakkus werden über Netzteil und BzB-Lader geladen, Starterbatterie hat Pause
    Zündung an (Motor läuft) und Landstrom -> keine Ahnung, was die Lichtmaschine dazu sagt, könnte ungesund werden. Also sicherheitshalber noch ein 220V-Relais welches den Landtrom abtrennt, wenn die Zündung an ist.


    Ehrlich gesagt, hab ich dann aufgrund des Szenarios "Motor läuft + Landstrom -> Vermischung 220 V und 12 V in der Abtrenn-Mimik -> alle Verkabelungsvorteile des BzB-Laders längst dahin -> am Ende auch nicht billiger als ein vernünftiger 220V-Lader" gekniffen und meinen Wohnraumakkus auch noch einen - gebrauchten - Sterling-Lader für 220 V gegönnt.


    Gruß
    Lutz

    unterwegs in einem Opel Movano aus 2005, Ausbau fertig in 2007, soweit das überhaupt möglich ist

  • Leider geht damit wie schon richtig bemerkt erstmal der einfache Aufbau flöten und schon allein das Trennrelais müßte mindestens 50A haben, evtl. 70A, da bekommt man auch ein (gebrauchtes) kleines 230V-Ladegerät. :(


    Neue Überlegung: bevor ich beim Landstrom bin muß ich hinfahren -> ich hab schonmal einige Zeit die Bulkladung mit hohem Strom. Wenn ich Landstrom habe, bleibe ich da einige Zeit/über nacht, da reicht dann der kline 230V-Lader. Und ohne Wandler kann mann den doch einfach an die Aufbaubatterien klemmen ohne was umzustöpseln, oder? Ansonsten den Batteriehauptschalter aus oder Schnellverschlußklemmen.



    Viele Grüße


    Jörg

  • Hallo Jörg,


    ein Trennrelais ist für weniger als 15 Euro zu haben und doch mit einem Ladegerät preislich nicht zu vergleichen.


    Zu der Lösung mit dem Wandler und nachgeschaltetem Lader: Bei geeigneter Auswahl des Laders kommt man mit einem modifizierten Sinus-Wandler aus, die preislich auch voll akzeptabel sind. Der Lader ist in den diversen Internetschops auch für recht kleines Geld zu kaufen. Die Verluste beim Wandeln sind sicherlich in der Größe von 20%; aber auch B2B lader hat Verluste, da er erst die primärseitige Spannung rauftransformieren muß, damit man einen IUoU Lader aufbauen kann. Sofern ich häufiger Landstrom zur Verfügung hätte, würde ich auf jeden Fall einen 220 Lader vorsehen.


    Die Lösung über ein Ladegerät ist zwar auch möglich, jedoch muß dieses Ladegerät ja auch die Leistung bringen; wenn ich mit 50A lade, müssen auch 50 A mindestens vorne rein. Brigen die einfachen Lader das nicht, so entlädt man seinen Starterakku und füllt dann die Aufbauakkus. Man hat dann im schlimmsten Fall Licht und Heizung - kommt aber nicht mehr weg.


    Besten Gruß


    HWK

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