Isolierung/Dampfsperre

  • Hallo zusammen
    mein erster Versuch zu dem Thema ist leider fehlgeschlagen.
    Ich musste leider unseren gesamten Innenausbau wieder demontieren. Es waren wohl ein - zwei undichte Stellen, aber ich vermute auch Schwitzwasser. Hat jemand Erfahrungen mit Dampfsperren und ist es überhaupt möglich ein Auto so dicht zu bekommen? Oder sollte man lieber zu dampfdiffusions offenen Materialen greifen um das Wasser kontrolliert entweichen zu lassen? Der alte Aufbau sah wie folgt aus: Alu 4cm PUR Dämmung Bituplanplatten und Tapete mit Glasfaser. Wäre dankbar für einen Tipp, da ein Jahr Arbeit in zwei Wochen zunichte gemacht wurden. Noch eine Frage zum Treffen im Mai, wie stellt sich den die Infrastruktur auf dem Platz da. Unsere Karre ist nun leider bis auf das Blech leer geräumt. Gruß Stephan

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Stephan,


    so ein Pech mit Deinem Aufbau! Was unseren Stellplatz angeht, so ist das wirklich nur ein Stellplatz - ohne jegliche Infrastruktur. Da wird Dir wohl auch die Ent- und Versorgungsstation ein paar hundert Meter entfernt nicht helfen.


    In rund 100m Entfernung gibt es zwar eine Straußwirtschaft, wo man auf die Toilette huschen könnte, aber mehr geht da auch nicht. Sorry!


    Aber wie andere Leerkabinler schon bewiesen haben, kann man mit einer leeren Kiste, einem Schlafsack und einen Kartuschenbrenner schon über die Runden kommen - nötigenfalls gibt es ja genügend hilfsbereite Leerkabinler auf dem Platz, sollte mein Wagen bis dahin entlich wieder Lauffähig sein (bekommt gerade eine Herztransplantation), könnte ich Dir auf jeden fall helfen ...


    Viele Grüße
    Leerkabinen-Wolfgang

    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    03.-05.09.2021: Leerkabinen-Treffen

    erstes Juni-WE (04.-07.06.2021): Weinfest fällt aus

    vierter Sept.-Samstag (25.09.2021): Weinprobe in den Weinbergen


    Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

  • Hallo Stefan,


    um hier einen wirklichen Tipp abgeben zu können, sind noch ein paar Infos zu Deinen Womo erforderlich. Handelt es sich hier un den Ausbau eines Kastenwagens oder ist das Material, was Du beschrieben hast als ein Sandwich aufgebaut.


    Mich wunder schon dieser massive Wassereinbruch, da die Betoplanplatte eigentlich dampfdicht sind. Kann es sein, dass Wasser an Durchbrüchen wie Dachfenster o.ä. eingedrungen ist und dann an anderer Stelle wieder zu Tage getreten ist?


    Setzé doch einfach einen Satz Bilder rein.


    Besten Gruß und Kopf hoch


    HWK

  • Also, lieber Stefan, herzliches Beileid zu Deiner "Tropfsteinhöhle". Das Problem hatte mein Kumpel auch mal mit einer Feuerwehr-Alukabine. Das lag damals an echten Undichtigkeiten im Aufbau....Lochfrass, mechanische Schäden, undichte Nieten etc..
    Außerdem war die Kabine leer eine echte Tropfsteinhöhle, wenn es draußen unter 15 Grad war, es platschte im Lauf der nacht allenthalben vom Kondenswasser aus der Atemluft der Schläfer, auch Heizen half kaum was.


    Abhilfe kannst Du nur dadurch erreichen, dass Du die Kabine echt wasserdicht gegen Regen, Tau, Reif etc. machst. Dazu setz eine(n) Kumpel(ine) aufs Dach mit einem Wasserschlauch ohne Spritzdüse und lass es rieseln, Feld für Feld. Beim Aluauto waren das soviele Löcher, dass wir das komplette Dach mit einer LKW-Plane beklebt haben, dann war Ruhe. An den Wänden sind wir mit Sika entlang gegangen und haben Loch für Loch gedichtet. Schließlich wurde das Auto mit einem Lack zugemacht, wobei wir 200 my Füller draufgepappt hatten, airless, Epoxyharzlack aus dem Bootsbau, sauteuer, aber wir hatten damals ne Beziehung zur Lackfabrik und das ganze lief unter Langzeittest.


    Zum andern mußt du verhindern, dass sich die Wärme und Feuchtigkeit als Kondens auf dem kalten Blech niederschlägt. Da darf also nichts hingelangen. Dazu solltest Du dick isolieren, also 60 mm sollten es schon sein. Dazu eigenet sich besonders gut der geschlossenporige Polyethylenschaum, der auch als Xtremisolator bekannt ist, weil er so gut wie kein Wasser aufnimmt und als Dampfsperre fungiert, wenn Du ihn ohne Kältebrücken und ohne Lücken verkleben kannst. Den bekommt man auch als Meterware im Industriebedarfshandel, ist dort deutlich billiger als im Camping. Auch Ormocar hatte den in 20 mm konfektioniert mal im Angebot zu friedlichen Preisen.
    Deine Wand müßte also von außen so aussehen: Blecht, 60 mm Isolation PE und innen nur aufgeklebt 4 oder 6 mm Multiplex. Keine Leisten und Blechwinkel darunter als Kältebrücken!!!!! Konstruktionsbedingte Verstärkungen mußt Du extra isolieren, auch wenns im Mobil aufträgt auf der Innenwand.
    Die Möbel darfst Du nur am Boden festschrauben, für Hochschränke mußt Du dann Konstruktionen wählen, die sich in sich selbst abstützen, also praktisch mit den Rückwänden eine Brücke auch unter der Decke durch bilden, z.B. auf der einen Seite Kleiderschrank und Waschraum und gegenüber Küchenblock. Alternativ könntenst Du auch Schotts mit Durchgängen im Mobil verteilen, zwischen denen Du Möbel aufhängen und befestigen kannst. Die solltest Du aber unter der Decke durch gegen die Front und Heckwand oben in der Ecke angebrachte Leisten abstützen, damit sie sich nicht durch die Fahrtbewegungen verschieben können.


    So, das ist das Maximum dessen, was Du machen kannst, außer Dir ne Leerkabine aus GFK bei einem der bakannten Hersteller zu ordern.

  • Hallo hwk,
    Also unser Aufbau sieht wie folgt aus: 40/40 Stahlrohrgestell - Alubeplankung geklebt - Stösse nochmal mit Leisten geklebt und genietet -Leisten dann mit Silikon versiegelt und das ganze Lackiert. Mein erster Fahler war, dass ich keine wasserdichten Nieten genommen hab und dann noch die zwei drei Undichten. Die Sache mit dem PU Schaum in den Profilen hat mir Picco schon ausgeredet, schein logisch, werde es evtl. zumindestens mal mit Hohlraumversiegelung versuchen. Eine Isolierung mit PO Material macht glaub ich am meisten Sinn. Mich würde insteressieren, ob es da verschiedenen Hersteller gibt und wie sie heissen, da ich an Baubedarf gut dran kommen kann. Wie hoch liegen den die Preise so ca. pro m2 weiß das jemand. Als Dampfsperre ist es allerdings nicht geeignet, hier sind nur Folien ab einer gewissen Stärke als Dampfsperre möglich. Ich bin mir auch nicht sicher, ob bei tausend Kanten und Ecken es überhaut möglich ist alles so dicht zu bekommen. Ansonsten mit den Bildern im Forum hab ich so meine Schwierigkeiten, bekommen sie zwar auf eine gewisse Datengrösse runter aber mit den Pixel hab ich noch so mein Problem.
    Alles in allem wollte ich noch den Machern ein grosse Lob aussprechen, es ist ein nettes Forum, auch wenn man keine Schwierigkeiten hat. Immer interessant zu Stöbern und wie man sieht haben viele die gleichen Probleme. Aber ein so beknacktes Hobby ohne Probleme wäre ja auch langweilig, wenn nicht immer die Kohle so knappt wäre
    Gruß Stephan

    • Offizieller Beitrag
    Zitat von LA 911

    Ansonsten mit den Bildern im Forum hab ich so meine Schwierigkeiten, bekommen sie zwar auf eine gewisse Datengrösse runter aber mit den Pixel hab ich noch so mein Problem.


    Hi, Stephan,


    danke für das Lob - wird gerne entgegen genommen. Leider kann ich Dir zu Deiner Aufbauproblematik nicht helfen, da ich auf dem Gebiet einfach über zu wenig Wissen verfüge.
    Was die Bilder angeht: wenn Du sie nicht eingestellt bekommst, maile sie mir einfach zu - ich nehme sie dann in meine Webspace auf und gebe Dir den Link zum Einbau in Deinen Beitrag zurück.


    Viele Grüße
    Leerkabinen-Wolfgang

  • Hallo Stephan,


    wie ja schon hier geschrieben, ist es sicherlich die erste Tat, den Aufbau von außen dicht zu bekommen. Sofern die Alu-Beplankung Kontakt zum Eisen haben sollte, würde ich das direkt so lösen, dass hier kein metallischer Kontakt besteht. Bei aufgeklebten Beplankungen sollte das eigentlich kein Problem sein. Das Silikon würde ich aber entfernen und durch PU-KFZ-Klebstoffe (Würth, Teroson, Sika) ersetzen, da Silikon nicht langzeitstabil ist und auch bei Lackierungen arge Schwierigkeiten bereitet. Die Innenrohre kann man sehr gut mit Hohlraumkonservierung behandeln, man sollte dann aber füe einen Ablauf der überschüssigen Konservierung sorgen, damit diese dann nicht irgendwo im Wohnraum rausquillt.


    Ich würde dann als weiteren Schritt mindestens 50 mm PS-Schaum, geschlossenporig aufbringen. Das Zeug ist unter dem Namen Styrodur im Handel, das braucht man aber einem, der sich hier wohl auskennt nicht zu erzählen. Wichtig ist, dass die gesamten Streben mit Isolierung mit verkleidet werden, da diese doch enorme Kältebrücken bilden und es sonst zu Kondenswasser an den Wänden kommt. Mit diesen Platten und Körapur als Kleber kann man dann das Gerippe von innen richtig ausfachen. Da dieses Material kein Wasser aufnimmt und auch nicht leiten kann, ist eine weitere Dampfsperre aus meiner Sicht nicht erforderlich. Hierauf kann man dann einfach 6 mm Sperrholz flächig aufkleben und man hat quasi eine Konstruktion wie man sie bei einer Sandwichkabine auch hat. Ich habe bei meinem Womo dann dieses Sperrholz mit Glasfaser beklebt und mit Latex-Farbe gestrichen. Sieht gut aus und ist pflegeleicht, da auch abwaschbar (brauch man bei drei Kindern und Hund auch :) ). Eventuell kann man vor der Verkleidung auch noch Stützen (z.B. Querstreben) für Möbel mit einplanen, ich halte das aber für nicht erforderlich und würde jeden metallischen Kontakt von innen nach außen vermeiden. Selbst an den durchgesteckten Schrauben für den Fahrradträger sammelt sich bei mir manchmal Kondenswasser.


    Als Alternative kann man die Innenverkleidung auch aus einer Bahn GFK erstellen (gibt es bei den Leerkabinen-Herstellern von der Rolle), um absolut wasserdampfdicht zu sein. Das ist aber dann schon wieder eine philosophische Frage, die hier im Forum auch schon ausführlich behandelt worden ist. Ich bin wie gesagt Verfechter der Holzinnen-Seite, da das Holz auch etwas ausgleichend in Punkto Feuchtigkeit wirkt.


    Besten Gruß


    HWK

  • Zitat von Thomas Frizen-Fischer


    So, das ist das Maximum dessen, was Du machen kannst....


    Hab ich noch was vergessen: Konstruktionsprofile an der Außenwand, also Träger, U- oder Vierkantprofile müssen von innen geschützt werden, also mit Rostschutz volllaufen lassen und dann wieder ablassen über Bohrungen bzw. streichen, wenn erreichbar.....
    Nützlich wären auch Bohrungen durch den Boden zum Ablauf von Kondenswasser, wenn denn welches entsteht, denn stehendes Wasser in den Profilen läßt die auf Dauer durchrosten......


    Ich hab in meinem 609 Kastenausbau eine kleine Rinne aus halbem Elektrokabelrohr eingeklebt mit ein wenig Gefälle zu den Bohrungen 5mm in den Boden, da hab ich kleine Schlauchstücke mit Sika eingeklebt und die Mündungen so abgedeckt, dass kein Spritzwasser reinkam......
    Die ganze Installation verschwand dann unter der Wandisolierung.


    Aber wie sagte damals meine Frau: Mer kann et ooch övverdrieve......


    Nur, das Auto lief 12 Jahre nach dem Ausbau immer noch ohne Durchrostung von innen, ehe ich es aus den Augen verloren hab.....

    • Offizieller Beitrag

    Hoi LA 911


    Meine Empfehlung wäre ALPUR (http://www.swisspor.ch/pdf/pro…lyurethan_kaschiert_d.pdf) oder ein entsprechendes Produkt, denn das Alu da drauf ist schon in der Mindestdicke, um als Dampfsperre zu dienen und die Isolation hat beste Dämmwerte. Dazu gibts extra Aluklebeband, um die Fugen zu verschliessen. Etwas teuer (ca Sfr.20.- pro m2 bei 30mm), aber gut und zumindest bei uns in der Schweiz sehr weit verbreitet.


    Gruss


    Picco

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