Radstandsverlängerung LKW Fahrgestell

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  • Hallo Forum,


    zu o.g. Thema habe ich hier bisher recht wenig gelesen. Konkret geht es darum bei einem LKW Fahrgestell das im Bereich zwischen 8-12t liegt den Radstand zu verlängern. Das dies nach den Aufbaurichtlinien das jeweiligen Herstellers ablaufen muß ist klar. Hat das schon mal jemand bei seinem Fahrzeug gemacht oder machen lassen ? Habe mich zwar schon mal umgehört da kommen allerdings Preise raus die zwischen 1000 & 4000€ sind !


    Vielleicht hat ja jemand schon Erfahrung.


    Ich wünsche allen hier im Forum schöne Ostern und freue mich schon aufs Treffen in 5 Wochen !!!!!!


    Gruss


    Torsten Schneider

  • Hallo Thorsten,


    schau doch mal im Maggi-Deutz Forum- da wurde das Thema schon öfters behandelt.
    Grüße
    Markus

  • Hallo Torsten


    Hast Du sicher nicht vergessen:
    Neue Achslastberechnung ist erforderlich.


    Eine Achsabstandveränderung hat aber auch einen Einfluss auf die Lenkung und somit auf die Lenkeigenschaften.
    Stichwort "Spurdifferenzwinkel".
    Bei Kurvenfahrt müssen ja die beiden Vorderräder unterschiedlich stark eingeschlagen werden und zwar so, dass sich die Verlängerungen der Mittellinien der Achsschenkel der Vorderräder mit der Verlängerung der Mittellinie der Hinterachse in einem Punkt schneiden. Und dies bei jedem beliebigen Lenkeinschlag.
    Wenn Du also den Achsabstand veränderst, sollte gleichzeitig auch das das Lenktrapez angepasst werden.


    Eine nicht ganz einfache Sache.
    (Länge der Spurstangenhebel und Winkel zwischen Spurstangenhebel und Achsschenkel).


    Wie überall im Leben, mag es hier vielleicht auch einen gewissen Fehler leiden. Darüber weiss vielleicht ein Experte hier etwas zu berichten.


    Gruss an alle und frohe Ostern
    Lorenz

  • Hallo Lorenz.
    Bist Du Dir sicher, das dieses bei einer Veränderung um
    ca. 50cm erforderlich ist?


    ich bin mir da nicht ganz sicher.
    In den Aufbaurichtlinien von DB habe ich in dieser
    Sache nichts gefunden.


    Einleuchten würde es mir schon, also zumindest
    überprüfen und neu einstellen lassen.
    Wenn es von einer großen Firma gemacht wird,
    dann machen die das sicher automatisch mit.


    Gruß vom achim

  • Hallo Thorsten.


    Grundsätzlich ist so eine Verlängerung kein Problem. Wir haben bereits selbst einen Iveco Daily 59-12 um 80 cm verlängert. Zur Zeit steht ein Iveco 100 E 21 durchgeschnitten in der Werkstatt.
    Veränderungen der Lenkgeometrie wurden bei keinem der Fahrzeuge durchgeführt. Schau im Vorfeld nach, ob es vielleicht längere Gelenkwellen gibt, nach denen du den Rahmen verlängerst. Dann bleiben dir Sonderanfertigungen (die durchaus nicht teurer sein müssen) erspart, bist auch im Reparaturfall viel flexibler, da es dann ja eine Welle von der Stange ist. Ansonsten werden Leitungen und Kabel verlängert. Eine Achslastberechnung bekommst du von der Technik-Abteilung des Herstellers (jedenfalls bei Iveco). Wie die Versteifung des Rahmens aussehen soll, teilen diese dir ebenfalls mit.
    Unsern Daily haben wir mit 650 tkm verkauft und es gab während der gesamten Laufzeit keinerlei Probleme aufgrund der Rahmenverlängerung.


    Viel Spaß beim Umbau wünscht dir


    Claus

    derzeit mit Setra S 140 ES unterwegs

  • Hallo allerseits,


    ich seh es genau wie auch Claus, so schwer ist es nicht.


    Aufbaurichtlinien usw. die gibts auch von DB!
    Auch klar und einleuchtend ist, das man so ein Maß nimmt,
    das z.B. die Original - Gelenkwellen von einem mit
    längeren Radstand passen .


    Torsten, wenns soweit ist, schick mal Bilder.... :)


    Grüße vom achim

  • @ Achim


    :-)))))))


    Ich kenn da nen 823 da könnte ich erstmal üben, wenns an dem klappt,
    nehm ich dann den 817.


    @ Danke Klaus,


    das hört sich gut an, endlich mal einer der bißchen was über das Thema weis. Hast Du selber ne eigene Werkstatt oder wie kann ich den Text verstehen. Wie lange braucht Ihr den für so eine Umrüstung ?
    Kommst Du auch aufs Treffen, dann könnten wir ja noch mal bißchen plaudern.


    Gruss
    Torsten

  • Hallo Thorsten.


    Ich habe eine kleine Spedition mit 12 Fahrzeugen und eigener Werkstatt. Wir machen (fast) alles selber, wie zB. Aufbauten, Achsumbauten, Bremsen usw. So auch mal ne Radstandsverlängerung, da nicht immer das zu kriegen ist, was ich suche, da wir viel Volumen brauchen und somit lange Chassis.
    Mit dem Treffen weiß ich noch nicht, da unser Eigenausbau bis dahin wohl noch nicht fertig ist. Vielleicht setzen wir uns ja in unseren kleinen Clou und kommen mit etwas "von der Stange".


    Möglich ist es, aber wie gesagt, noch nicht sicher.


    Claus

    derzeit mit Setra S 140 ES unterwegs

  • Zumm Thema Radstandsverlängerung kann ich etwas Beitragen. In der Regel ist es sehr einfach den Rahmen an geeigneter Stelle durchtrennen und ein Stück in der gewünschten Länge ein. Zu beachten sind aber die Vorschriften bei der Verlängerung. Bei der Schweissnaht muss ein eine Verstärkung eingeschraubt werden die von der Schweissnaht aus gesehen mindestens 25cm lang ist das heisst 50 cm ist das Minimum. Das macht bei der Verlängerung 4 Verstärkungen ebenso ist die Länge auch beschränkt das Fahrzeug darf dann nicht länger als 12 Meter sein. Ich denke in dem Fall wird das nicht eintretten. An der Lenkgeometrie wird nichts verändert! Nachteile ergeben sich das der Wendekreis sich ändert und erhöht was teilweise von Nachteil sein kann. Wenn man eine Rahmenverlängerung im Auftrag für Dritte macht ist ein Schweissnachweis erfolderlich! Für das eigene Fahrzeug jedoch nicht! Die Kardanwelle muss natürlich auch verlängert werden und auch gewuchtet! Für die Kardanwellen gibt es Fachbetriebe das kann man auch keinen Fall selber machen!


    Gruß


    Maik
    (Fahrzeugbauer)

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