Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

  • Hallo Jens,


    ich hab bis jetzt nur eine Bürste auf dem Unterteil, eine zweite könnte ich
    noch problemlos unter den Deckel kleben. Der Abstand beträgt 3-5mm
    und die Überlappung ca.4cm. Ist so dicht, daß unbedingt mindestens eine
    Tür offen sein muss, sonst reißt der entstehende Unterdruck beim
    Anheben die Bürsten ab. Vielleicht ist das Dach aber auch nur zu schnell ...


    Bei einer Parallelhubdachkabine muss man einen Notzugang berücksichtigen,
    teilintegriert und als Klappdach entlällt diese Sorge.


    Gruß Arno

    Einst mit Kleinst-SUV und Dachzelt , nun mit dem ProjeGt unterwegs

  • Zitat von holger4x4

    Ja, Vorsicht, was ist wenn bei der Hubmimik was klemmt oder defekt ist? Dann musst du mindestens einen Notweg in die Kabine haben!


    Ok, dann müsste ich mal gucken, ob es so einen Noteinstieg als Dachfenster gibt, z.B. von außen und innen abschließbar. Wäre wahrscheinlich das einfachste, oder sonst eine zweigeteilte Eingangstür. Wobei die halt irgendwie dicht gehalten werden muss.


    Zitat von WoMoG

    ich hab bis jetzt nur eine Bürste auf dem Unterteil, eine zweite könnte ich
    noch problemlos unter den Deckel kleben. Der Abstand beträgt 3-5mm
    und die Überlappung ca.4cm. Ist so dicht, daß unbedingt mindestens eine
    Tür offen sein muss, sonst reißt der entstehende Unterdruck beim
    Anheben die Bürsten ab. Vielleicht ist das Dach aber auch nur zu schnell ...


    Das hört sich doch schon mal gut an, wobei etwas offen lassen dann eher schwierig wird...


    Viele Grüße,
    Jens

  • Jetzt habe ich es endlich mal geschafft, mir die Broschüren von Ford anzugucken und sehe, dass ich die maximale Zuladung bei einem F-150 4x4 von ca. 1450 kg nur bekomme, wenn ich eine Regular Cab 4x4 mit dem 5.0 oder 3.5 Liter Motor und dem Heavy Duty Payload Paket kaufe. OK, das mit dem Motor und dem Payload Paket wusste ich schon, die Regular Cab noch nicht. Wenn ich mir hier so den Markt angucke, gibt es quasi keinen F-150 Regular Cab hier zu kaufen, ob mit oder ohne Heavy Duty Payload Paket. Der SuperCab 8 Fuß mit Heavy Payload Paket hat dann schon nur noch unter 1200kg Zuladung. Also importieren (würde ich eigentlich ungerne machen), warten oder doch nach was schauen, was es hier auch gibt.


    Wenn ich mir jetzt Gedanken über einen Grundriss mache, wäre die Kabine ca. 2,80 Meter lang und ca. 2 Meter breit, incl. 45 Grad an den letzten 30 cm und einem festen Parallel-Hubdach mit 20 oder 25mm Stärke, aber dafür ohne Alkoven und alles zusammengefahren ca. 1,5 Meter hoch, ausgefahren 1,95 Meter.


    Viele Grüße,
    Jens

  • Hallo Jens,


    Bist Du schonmal in einem Single-Cab probegesessen? Wenn nicht, unbedingt machen. Ich sitze relativ Aufrecht, daher passt es bei mir, will man den Sitz aber etwas weiter nach hinten neigen könnte es knapp werden.


    Es ist leider so dass die Singlecab hier in Europa eher Mangelware sind. Nich zuletzt deswegen hab ich meinen direkt aus den Staaten geholt. Bei uns hier in CH hat das unter anderem auch damit zu tun dass die PU über 3.5T, als Singlecab mit 8 Fuss Brücke zu viel Laderaum und zu wenig Personenraum haben. Daher müssen sie als LKW und können nicht als schweres PKW zugelassen werden, was dann heisst maximal 80km/h statt 100, Sonntagsfahrverbot usw... Wieso die Singlecab auch im Rest Europas eher unbeliebt sind weiss ich allerdings auch nicht.


    Gruss
    Urs

    In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

  • Hallo Urs,


    Zitat von Urs

    Bist Du schonmal in einem Single-Cab probegesessen?


    Wir sind für 5 Monate in einem Nissan Patrol Single Cab BJ 1999 unterwegs gewesen, sollte doch nicht so viel anders sein als ein F-150, oder? Da Single Cab F-150 hier so selten ist, saß ich auch noch nicht in einem solchen. Blöd auch, dass man in dem Single Cab nur die Aufteilung 40/20/40 der Sitze hat, eine mittlere Konsole wäre mir viel lieber.


    Hattest du deinen damals selbst importiert oder über einen Importeur? Ich werde wohl mal bei ein oder zwei Importeuren anfragen, wie teuer so etwas sein wird.


    Grüße,
    Jens

  • Ich muss gestehen dass ich noch nie in einem Patrol Single Cab gesessen bin, wird aber vermutlich vergleichbar sein. Die Warnung ist auch eher weil ich damals davor gewarnt wurde und weil bei mir auch schon Leute probegesessen haben und nach 20 Sekunden schon gefragt haben ob man den Sitz den nicht weiter nach hinten neigen könne...


    Ich hab damals einige solche Importeure kontaktiert. Leider konnte ich damals niemanden finden dem ich schlussendlich über den Weg getraut hätte (doch, einem Ami, aber der konnte mir in dem Fall leider aus diversen Gründen nicht helfenobwohl, doch, er hat mir eigentlich sehr geholfen und dafür noch keinen Cent verlangt).
    Eine Anfrage kann sicher nicht schaden, vielleicht sind inzwischen die Schwarzen Schafe und Schmarotzer in dieser Branche ausgerottet...


    Es gab hier in CH solche Importeure die sagten zuerst das sei kein Problem, Termin abgemacht um die Details zu besprechen und dann kamen sie mir damit dass das was ich mir vorstelle nie und nimmer hier zugelassen werden könne (was ich auch ohne deren Hilfe schlussendlich wiederlegt habe) und im Nachsatz wurde mir 2 Fahrzeuge angeboten welche gerade zufällig auf dem Hof standen und nicht im geringsten meinen Vorgaben entsprachen. Sehr viele verlangten auch schlichtweg utopische Preise, Risiko natürlich alles auf meine Kappe und es wurden so Sachen wie "Gratis Einfahrservice" angepriesen, was nichts anderes bedeutete als dass die das Auto zum Schiff und von dort zu mir auf eigener Achse gefahren hätten um den LKW für den Transport zu sparen, Transport wäre natürlich trotzdem verrechnet worden.
    Bei den Preisen die ich bekommen habe wäre ich bei mindestens 60 000 Chf, bei einem sogar fast bei 75 000 Chf gelandet, wohlgemerkt nur für das Basisfahrzeug welches man in den Staaten, gut ausgestattet, mit allen Steuern und Gebühren neu für 36 000$ bekommen hat ($ zu Chf ungefähr 1:1).
    Einer dieser aus Mitteleuropa über den Teich ausgewanderter Importeure wurde mir sogar Frech, so von wegen wenn ich mich ernsthaft für ein solches Fahrzeug interessiere verlange er auch dass ich mich mit der Materie vorgängig auseinandersetze und dann wäre mir sicher auch bewusst dass mein Budget von 40-45 000$ (nur zum Fahrzeug suchen und kaufen, also ohne Verschiffung und Zulassung hier) absolut weltfremd sei und er daher gar keine weiteren Fragen beantworte (ich hab meinen am Schluss für gut die Hälfte von meinem Budget gekauft, ohne irgendwelche Abstriche machen zu müssen!).

    Soviel zu meinen Erfahrungen mit solchen "Importeuren". Da ich weder hier in Europa noch über den Teich vertrauenswürdige Leute welche mich nicht abzocken wollten finden konnte hab ich mein Auto dann schlussendlich selber in den US of A gekauft. War vorher mal drüben und auch ein passendes Fahrzeug probegefahren, durfte es aber wegen Verkaufsregeln von GM dann doch nicht kaufen, aber so wusste ich wenigstens was in Frage kommt und was nicht. Da ich wenige Monate später nicht nochmal rüberfliegen konnte lief eigentlich alles Online. Vor dem Kauf gab es eine "virtuelle Probefahrt" über carchex.com, nicht zu verwechseln mit carfax.com welche ich natürlich auch abgefragt habe. Nach veschiedenen Abklärungen ob der Verkäufer vertrauenswürdig wäre hab ich ein paar Scheine über den Teich geschickt und im Gegenzug stellten die meinen Chevy auf den nächsten LKW.


    Das Verschiffen hatte ich einer Deutschen Firma übergeben. Bezahlt hab ich ein Rundum-Sorglos-Paket von der Abholung beim Verkäufer bis quasi vor meiner Haustüre. Am Schluss musste ich allerdings denen ihre Arbeit machen weil sie es nicht auf die Reihe bekamen...lange Geschichte...würde ich mit meinem heutigen Wissen anders machen.
    Die Zulassung hab ich dann einer Firma hier in der Schweiz übertragen da keine Zeit mich um so Sachen wie Bremstest und Geräuschmessungen zu kümmern, aber auch da hatte ich jenste Sachen mit der MFK vorher abgeklärt und entsprechend so gebaut dass die Gesetzlichen Vorgaben eingehalten waren. Somit war die Zulassung dann auch kein Problem.

    Mit einiges an Geduld, Zeit und den Willen alle Vorgaben der involvierten Behörden zu befriedigen hat es doch ganz gut geklappt, das obwohl ich absoluter Laie in Sachen Zoll, Export, Import und Zulassungen war. Bräuchte ich heute wieder ein Fahrzeug schliesse ich nicht aus dass ich es wieder so machen würde...müsste man nur schauen was sich in den letzen paar Jahren geändert hat, nicht dass man da irgendwo in den Hammer läuft.


    Soweit die Kurzfassung der ganzen Geschichte :roll::wink: . Einfach war es nicht aber es war machbar.


    Gruss
    Urs

    In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

  • Das Thema Abgasgutachten für die Zulassung in D ist inzwischen schwieriger geworden. Da sollte man sich voher genau informieren, bevor man einen teuren Blumenkasten gekauft hat!

    Gruß, Holger


    Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier

  • Die Entscheidung der Basis ist gefallen, es wird nach einer Probefahrt ein Toyota GRJ79 Single Cab. Jetzt geht es die nächsten 4 Monate um die Planung der Kabine, des Zwischenrahmens zwischen Fahrgestell und Kabine und der Befestigung dessen - sowohl an dem Fahrgestell (da würde ich die 8 original Aufnahmepunkte der Pritsche nehmen wollen) als auch des Zwischenrahmens an der Kabine (Kleben? Schrauben mit Einlagen in der Sandwichplatte?).


    Als erstes werde ich demnächst einmal mit dem TÜV (oder DEKRA oder andere freigegebene technische Betriebe) sprechen. Hat da jemand schon Erfahrungen im Rhein Main Gebiet (ich wohne in Wiesbaden) und kann da jemanden empfehlen, der eine Einzelabnahme einer Kabine mit Fahrzeug schon mal gemacht hat?


    Viele Grüße,
    Jens

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