Batterie Problem

  • Hallo zusammen,


    vor kurzen ist meine 2te Batterie offenbar ausgefallen und war restlos leer (kein Licht, Kühlschrank ließ sich auch nicht mehr anwerfen); habe mit einen Bekannten, der sich mit so was auskennt, die Batterie geladen, aber nach ca. einem Tag, scheint der Energiestand wieder grenzwertig zu sein. (Licht, und Kühlschrank gehen aber zur Zeit).


    Was mich irritiert: der Batteriestandanzeiger vermeldet in Rot Batterieproblem, 2 Batterie fast leer (< 1/4), 1. Batterie aber auch nur halb voll.
    Die rote Alarmleuchte ist dauernd an. (siehe angehängtes Foto)


    Kenn mich mit der Materie absolut nicht aus (bisher lief alles problemlos), deshalb die laienhaften Fragen:


    Ladet die Starterbatterie (ca. 1 Jahr alt) sich nicht korrekt auf?
    Kann die 2. Batterie ganz simpel kaputt sein (ist wohl noch die erste, also ca 11 Jahre alt)
    Kann die Batteriestandanzeige kaputt sein.
    Gibt's ne andere Fehlerquelle, die durch die die 2. Batterie nicht mehr geladen wird?


    Bin für Erläuterungen und Tipps dankbar.


    Besten Gruß


    Achim

  • Hallo Achim,


    wenn die Batterie tatsächlich 11Jahre alt ist würde ich mir keine weiteren Gedanken mehr machen und sie einfach gegen eine neue Batterie austauschen.


    Die Batterie kann aber auch durch das völlige tiefentladen Schaden genommen haben und sich jetzt nicht mehr richtig laden lassen. Auch hier würde ich eine neue Batterie einsetzten und mich wieder zurücklehnen :wink: .


    So wie Du das ganze beschrieben hast kann ich mir nicht vorstellen das deine Elektroinstallation einen Schaden hat sondern eschränke das mal rein auf die Batterie.


    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Hallo Achim,
    es ist Vorsicht geboten bei einer tiefentladenen Wohnraumbatterie, zumindest bei der Schaltung, wie sie in der Carthago Elektrozentrale EZ9x verwendet wird. Sobald der Motor läuft (in diesem Fall liegt dann D+ (das ist die Lichtmaschinenspannung oder auch Dynamo-Plus) am Trennrelais und schliesst dieses, so daß Wohnraumbatterie und Starterbatterie verbunden sind. Solange die Wohnraumbatterie nicht tiefentladen ist, kein Problem, da die Starterbatterie ja quasi "laufend" über die Lichtmaschine nachgeladen wird. Ist sie jedoch tiefentladen, fließt zumnächst mal ein großer Ladestrom von der Starterbatterie zur Wohnraumbatterie und es ist für mich denkbar, dass die Starterbatterie (und zwar immer nur im Fahrbetrieb) teilweise leergezogen wird. Im Extremfall kann sogar der 6-fach-Stecker an der Elektrozentrale Verkokeln, wenn die Kontakte schon ein bischen oxidiert sind. Mein Tipp: erst mal Wohnraumbatterie abhängen und Starterbatterie wieder voll aufladen. Dann schauen, ob diese nach mehreren Tagen noch voll ist (über Panelanzeige). Die Panelanzeige funktioniert bei abgehängter Wohnraumbatterie aber nur bei laufendem Motor, da sie bei Motorstillstand über die Wohnraumbatterie versorgt wird (die ja nicht mehr dran hängt). Bleibt die Starterbatterie voll, dann neue Wohnraumbatterie einbauen, dann müsste wieder alles funktionieren. Falls später wieder mal eine Tiefentladung auftritt, dann generell die Batterie nicht im Fahrbetrieb laden, sondern zunächst extern über die 220V Aussensteckdose "vorladen". Dann wird die Wohnraumbatterie auf "kürzestem" Weg über das interne Ladegerät geladen. Dies schont die Starterbatterie und auch die relativ schwach dimensionierten Verbindungskabel nach vorne zur Starterbatterie (4mm^2) und die Steckverbindungen an der Elektrozentrale, die laut Steckerdatenblatt an sich nur bis 18A zugelassen sind. In manchen (neueren) Carthagoschaltplänen nach 1995 wurde deshalb die Plus-Verbindung der Stecker an der EZ9x doppelt ausgeführt, um dann auf 36A zu kommen.


    Viel Erfolg noch.
    Roland

  • Hallo Achim,


    so wie das geschildert ist, wird es die Aufbaubatterie sein. NAch 11 Jahren ist das aber normal, da eine Batterie einfach ein Verschleißteil ist. Miß mal die Spannung mit einem Digitalvoltmeter nach. Eine voll geladene Batterie hat ca. 12,8 V Klemmspannung (bitte keine Verbraucher anklemmen und der Batterie mal eine Viertelstunde Zeit geben). Bei ca. 12 V sollte man spätestens nachladen und bei einer Klemmspannung von unter 11,7 V ist die Batterie vollständig entladen. Sofern man kurze Zeit nach dem Laden nur noch eine Spannung von unter 11V bestimmt, so ist eine Zelle defekt und die Batterie Schrott.


    Um die richtige Arbeitsweise des Laderelais zu verfolgen, sollte man die Spannung an der Aufbaubatterie messen und dann den Motor starten. Nach wenigen Sekunden sollte dann die Spannung an der Aufbaubatterie merklich steigen (ca. 13,5 - 14,4 V). Nach dem Abstellen des Motors sollte dann die Spannung wieder fallen. Bei unterschiedleichem Ladezustand der beiden Batterien sollte sich nach ca. 15 Minuten dann auch unterschiedliche Spannungen am Fahrzeug- und am Aufbauakku einstellen. Dann arbeitet das Laderelais und die Lima richtig und es leigt nur an der Batterie im Aufbau.


    Besten Gruß


    HWK


  • Ich hatte auch das Problem und kaufte eine neue Batterie....aber es war gar nicht die Batterie, wie sich dann herausstellte: bei Carthago gab es noch einen alten Meister, der sagte mir, nur die Sicherung sei korrodiert.Ich glaub, die sass vorne oben rechts im Motorraum.Ich hab sie blank gemacht und die 2.Batterie wurde wieder geladen....

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