Geberit Unterputz Spülkasten UP320

  • Hallo zusammen


    ich plane für die WC-Spülung einen im Betreff genannten Spülkasten in meine Leerkabine einzubauen, im Baumarkt habe ich mir das Teil etwas genauer angesehen und es schaut tatsächlich danach aus, als ob der darin verbaute Spülkasten so gebaut ist, dass kein Wasser überschwappt wenn ich mal stark bremsen muss.


    Ist das aber in der Praxis wirklich so?
    Hat jemand einen solchen Kasten verbaut und konkrete Erfahrungen damit gemacht?


    Besten Dank und Grüsse Andreas.

  • Hallo Andreas, bitte erst den "zweiten Versuch" lesen, das nächste Posting .... da ist ein "Unfall" beim senden passiert.....


    Ich hatte zunächst das Überfüllsystem mit Schwimmer eingebaut gelassen, aber da war eine Verbindung beider Befüllsysteme vor dem Einlauf in den Spülkasten mit Y -Verbinder nötig. Aber weil dann das Grauwasser dadurch Verbindung zum Reinwasser hatte, hab ich das bald ausgebaut und mit zwei Einläufen in den Spülkasten gearbeitet. Weil man die Wasserstände im Spülkasten bewußt betrachtet und kontrolliert, vergisst man nie, die Hähne wieder abzudrehen, jedenfalls ist in den fünf Jahren Gebrauch der Spülkasten nie übergelaufen. Wär auch nicht schlimm gewesen, denn er befand sich über der Duschtasse und das Wasser wäre am Deckel vorbei dort hinein gelaufen.


    Äh, dazu musst Du wissen, dass ich Dusche und Toilette in einem Raum von 0,90 x 1,30 m zusammengefasst hatte. Neben einer Duschtasse von 90x90 war ein leicht erhöhter Boden von 40 x90, auf dem sich, etwas schräg angebracht, die Toilette befand. Die Duschtasse daneben wurde mit einem Holzdeckel, auf dem Balatum als Belag aufgeklebt war, abgedeckt. Zum Duschen wurde der vor die Toilette hochgeklappt, mit einem Riegel arretiert und gab dann die Duschtasse frei. Zwei Wände neben der Duschtasse bestanden aus dem GFK der Außenwand bzw. waren mit Resopal beschichtet auf der Trennwand zu Wageninneren, vor die Toilette und die Tür wurde ein "halber" Duschvorhang gezogen. Der Spülkasten, der 7 l fasste und nut 6 cm "flach" war, befand sich an der Außenwand über der Duschtasse und störte dort bei 90x90 Duschgröße nicht und weil er aus Plastik war, konnte er auch ruhig nass werden. Wenn der Boden "zu" war, mussten sich große Leute etwas bücken, aber man setzt sich ja gleich auf die Brille und hat dann genug Höhe. Es versteht sich, dass auf dem Klo ausschließlich "Sitzpinkler" zugelassen waren, einfach wegen der "Hüjenie".....hihihi...... :oops:

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  • Upps, da scheint mir zwischendurch mal das Netz ausgestiegen zu sein, der erste Teil meines PPostings ist verschwunden.....tztz...auf ein neues......


    Also, mein bester Andreas, es ist völlig egal, ob das Ding schwappt oder nicht, wenn Du es meinem Vorschlag folgend einbaust.


    Ich hatte an den Spülkasten in der Seitenwand zwei Tüllen oben und unten eingebaut und diese mit einem Klarsichtschlauch verbunden, damit Du nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren den Wasserstand im Kasten beobachten kannst. Neben dem Spülkasten hatte ich einen Hahn, der beim Aufdrehen den Kasten befüllte. Eigentlich hatte ich da zwei Hähne, den zweiten beschreib ich weiter unten.
    Wenn Du auf dem Pott sitzt, drehst Du den Hahn auf und läßt den benötigten Vorrat einlaufen, weniger für "klein", mehr für "groß", das spart Wasser.


    Ich hatte eine normale Keramik-Haushaltstoilette verbaut, die wegen der baulichen Umstände nicht hoch genug über dem Fäkaltank saß, dass ich einen Absperrhahn dazwischen hätte unterbringen können, Im Stand machte das Wasser im Siphon der Toilette zuverlässig den Geruchsverschluss zum Tank, aber bei der Fahrt verdünnisierte sich das nach unten und es stank. ich habe dann mit einem Holzformstück, an dem ein Stiel saß, und das mit Moosgummi umwickelt war, einen dichten Stopfen hinbekommen, der während der Fahrt eingesetzt wurde. Die Frage: "Stopfen im Klo?" war ein Standard-Checkpunkt vor jeder Fahrt....hihihi.


    Bei dieser Art Spülung musst Du nur ein wichtiges Detail bedenken. Du hast einen 7 Liter Sturzbach, den Du auf einmal in den Tank entleerst. Den brauchst Du auch mit Tempo, um die "Forellen" zuverlässig aus dem Pott in den Tank zu bekommen. Aber das Wasser verdrängt einiges an Luft, die muss entweichen können, damit das System funktioniert. ich hatte ein 70 mm Abwasserrohr als Tankentlüftung nach oben. Das mündete in einen Holzkasten, senkrecht angebaracht, mit 15 x 15 Grundfläche und 80 cm hoch. Vorn war eine dichte Klappe drauf, halbhoch im oberen Teil. In den Kasten kam der Aktivkohlefilter. Der bestand aus dem abgeschnittenen Bein einer dünnen Strumpfhose meiner Besten, in die ich 1,5 bis 2 l Aktivkohle-Granulat aus dem Aquarien-Laden eingefüllt hatte. Durch die Strumpfhose konnte ich den Holzkasten leicht befüllen und auch wieder entleeren, sie passte sich auch der Form an und so ging alle Abluft durch den Filter. Nach oben hin setzte sich das 70 mm Rohr bis unter sie Decke fort und mit einem Schwanenhals, damits nicht reinregnet, wurde es durch die Heckwand nach draußen geführt. Kiemenblech davor zur Tarnung, das war die komplette Entlüftung, die sich bei mir bewährt hat.


    Nun zum zweiten Hahn. Der bediente ein zweites "Zuliefersystem", das sein Wasser aus dem Grauwassertank bezog. Dazu musst Du wissen, dass ich dort nur das Duschabwasser sammelte, während das Küchenabwasser (das Küchenbecken benutzten wir auch zum Zähneputzen und zum Händewaschen etc.) direkt in s´den Fäkaltank ging. Über einen Filter ging das Grauwasser dann über eine zweite Pumpe in den Spülkasten, was die Standzeit autark doch ganz schön verlängerte. Das hatte auch den Vorteil, wenn man an einem See oder Bach stand, konnte man den Grauwassertank einfach mit einem Eimer, der in die Duschtasse entleert wurde, auch mit Wasser geringerer Qualität befüllen und schonte dadurch die Reinwasser vorräte.

  • Besten Dank Thomas


    die Entlüftung habe ich komplett vergessen, da hat mir Dein Beitrag die Augen geöffnet.......


    Ich werde das wie von Dir empfohlen um setzen und die Füllung des Spültanks mit einem separaten Zulaufwasserhahn steuern und die Spülung jeweils vor der Fahrt zu betätigen damit der Spülwassertank leer ist.


    Grüsse, Andreas.

  • Noch die Info über die Tankgrößen: Der Frischwassertank hatte 450 l, der Duschtank 250 l, der Fäkalientank 300 l. Alle waren in einem bierkastenhohen Dopplboden eingebaut, wobei der Frischwassertank in einem Bettkasten etwas höher emporragte. Daneben waren die Pumpen und der 14 L Trumaboiler untergebracht. Die Tanks stammten samt und sonders von Amalric Plastic aus Sinzig und waren auf Maß gefertigt. Nach unten durch den Boden hatten sie 2 Zoll Schieber, der Fäkaltank 3 Zoll. Den konnte ich mittels eines 3 Zoll Schlauches, der 4 m lang war, auch dann entleeren, wenn ich nicht ganz über die Öffnung fahren konnte, aber ich hatte auch einen kurzen Stutzen an Bord. Den Schlauch bewahrte ich in einem langen Abwasserrohr auf, das unter der Kabine angebracht und mit Deckel geschlossen war. Ich hatte dort hinten an der Kabine auch einen Wasseranschluss, mit dem ich den Schlauch nach Gebrauch abspülen konnte.
    Abwasserrohre sind übrigens sehr schöne Transportboxen für lange schmale Sachen. Ich bewahrte darin eine Funkantenne auf und zwei lange Stangen für eine Markise. Auch für lange Angelruten geht das, Surfbrettmasten usw. Ich habe sogar mal einen getroffen, der hatte Brauchwasser in 150er Rohren, die gut zugeklebt waren und in Metallbändern unter dem Auto innerhalb des Rahmens hingen. Gingen an die 300 l rein, natürlich nur im Sommerbetrieb, frostfest waren die nicht....hihihi.

  • Hallo


    Ich bin immer wieder Überrascht das manche Leute 1000kg Wasser durch die Gegend karren, mit den entsprechenden Tanks und Halterungen sind das auch schnell 1300kg. Vom Dieselvorrat mal ganz abgesehen.
    Warum muß man 300 Liter Schei... durch die Gegend fahren ?
    Warum muß man im Womo mit nem großen Spülkasten spülen, 7 Liter oder mehr pro Spülung?
    Warum brauch man bei 450 Liter Frischwasser ne Grauwassergewinnung?


    Wir waren bisher 12 mal in der Sahara unterwegs, anfangs mit 3x20 Liter in Kanistern heute mit 85 Liter im Tank und ein oder zwei Sixpack 1,5 Liter Flaschen als Notration. Wassermangel war nie ein Thema.


    Allerdings strebe ich grad nach nem größeren Wassertank, 150 Liter sollen es sein. Ach ja Fäkaltank habe ich auch, 17 Liter von Thetford. :D


    Hi Hi ich stell mir grad vor wie der arme seine 700 Liter an ner Stellplatzzapfe volltankt, 50 Cent in den Automaten und 20 Liter in den Tank. duckundwech


    Gruß Andreas

  • Zitat von AndreasU1300

    ...Wir waren bisher 12 mal in der Sahara unterwegs, anfangs mit 3x20 Liter in Kanistern heute mit 85 Liter im Tank und ein oder zwei Sixpack 1,5 Liter Flaschen als Notration. Wassermangel war nie ein Thema....

    Hallo Andreas,
    wenn Du nur Bier trinkst... :oops::wink::mrgreen:
    Zum Zähneputzen reicht mir das auch!


    Duck und wech
    Herby

    Probier's mal mit Gemütlichkeit

  • Zitat von AndreasU1300

    Wassermangel war nie ein Thema.....Allerdings strebe ich grad nach nem größeren Wassertank,.........


    :lol::lol::lol:

    der Urologe


    Vorsorge tut gut - KAT fahren

  • Hallo


    Tja so kann´s gehen, schon wird man mißverstanden.


    Mit den Sixpacks sind natürlich keine Bierflaschen sondern die in Afrika allgegenwärtigen 6x1,5 Liter Wasserflaschen gemeint.


    Das mit dem 150 Liter Tank war auch eher als Anspielung auf die o.G. 700 Liter gemeint.


    Aber mal ernsthaft, wir hatten wirklich nie Wassermangel. Das verbietet mir aber doch nicht den Vorrat bescheiden zu erhöhen.


    Gruß Andreas

  • Hi Andreas, Deine Frage ist natürlich berechtiget.


    Fürs reine Reisen wäre das mit Sicherheit übertrieben gewesen, aber der Wagen wurde in erster Linie als Logistikfahrzeug für den Motorsport eingesetzt. Dabei kommt es darauf an, im Fahrerlager ohne einfache Möglichkeiten der Nachversorgung drei oder vier Tage auszuhalten. Das Auto ist meist so "eingemauert", dass man nicht mehr wegkommt zum Nachtanken und Entsorgen, und 400 m zu Fuß durchs Gelände mit der Toilettenkassette jeden Tag sind nicht prickelnd. Für die oft langen Wege zur Anmeldung oder zum Brötchen holen gabs sogar eine Enduro an Bord vom Hänger. Nur ums mal anzudeuten: In Osnabrück hatte ich über drei Tage 85 km mit der Enduro zurückgelegt, in Voitsberg (Steiermark) wars nicht viel besser.
    Ok, es gibt oft Möglichkeiten, extern zu Duschen, aber eben nicht überall, meist mit langen Wegen verbunden, und nach einem heißen Fahrtag ist es nicht immer angenehm, an einer Dusche Schlange stehen zu müssen und in die Fußpilzstapfen der Vorduscher zu treten. Da ist die eigene Dusche an Bord ein gewaltiger Komfortgewinn. Und am dritten Tag ein Dixiklo zu benutzen, ist auch nicht die reine Freude. Daher der Aufwand für Frisch- und Abwasser.


    Auch wenn man es als Schlachtenbummer zu Veranstaltungen wie open air Konzerte oder Motorsport einsetzt, ist komfortable Autarkie halt ein ausgesprochener "Lustgewinn". 14 Tage an einem einsamen finnischen See, auch das geht im Prinzip nur mit entsprechenden Vorräten.

  • Hallo


    Das erklärt einiges. In so einem Fall nimmt man lieber nen Liter mehr mit.
    Wir hatten den Fall mal auf ner Libyenreise, das Versorgungsfahrzeug hatte nur eine Europalette Dosenbier mit, wir mußten das Bier nach der halben Reisezeit rationieren. :shock:


    Ja ich weiß das man eigentlich keinen Alkohol nach Libyen einführen darf. Fragt bitte auch nicht wie es gelungen ist.


    Gruß Andreas

  • Wenn man den Arabern klarmachen kann, dass Bier kein Alkohol ist, sondern flüssiges Brot, dann gehts schon.....hihihi....

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