Fenster- und Lukenausschnitte

  • Moin Moin!


    Was hab't Ihr eigentlich mit Euren Fensterausschnitten gemacht? Sollte die offene Styrodurfläche in irgend einer Weise behandelt werden? Eventuell mit Sika abdichten?


    Wie sieht es bei den Dachluken aus. Sollten bei einer Dachstärke von 43mm Verstärkungsleisten (wie in den Anleitungen erwähnt) eingeklebt werden?

  • Hallo Michael,


    In der Regel brauchen die Stirnflächen nicht abgedichtet zu werden weil die Fenster und die Dachluken dicht sein sollten. Wäre dies nicht der Fall könntest du auch bei abgedichteter Stirnfläche nach kurzer Zeit eine Pilzzucht aufmachen.


    Wenn du die Stirnflächen abdichten möchtest, weil du dir sicher sein möchtest das auch kein Kondensat reinziehen kann, so kannst du sicherlich Sika oder handelsüblichen Dispersionsklebstoff verwenden. Bitte darauf achten, dass die eigentlichen Dichtflächen von dem Fenster oder der Luke nicht verschmutzt werden. Teilweise hält frischer Dichtstoff nicht auf bereits abgebundenen.


    Dort wo die Klammern bei der Dachluke sitzen, ist es empfehlenswert das Styrodur oder den Schaum zu entfernen und eine passende Leiste einzusetzen. Hierdurch vermeidest du den Verzug der Deckenplatte. Die Klammern müssen nicht zu fest angezogen werden, meistens steht es in der Einbauanleitung der Haube wie fest die Schrauben angezogen werden sollen.


    Übrigens muss es für die Dachluke nicht immer Sika sein, eine Butylschnur, beispielsweise von Terostat kann auch verwendet werden.


    Wolfgang

    Träumen heißt...
    durch den Horizont blicken.

  • Hallo Michael,


    die Wand- und Dachausschnitte haben wir nur im Bereich der Klappen mit Sikalex abgedichtet bzw. glattgezogen. Im Wohnbereich kann man bei Sandwichwänden darauf verzichten, Wenn ich hier Dichten würde, würde ich eine dünne PVC-Leiste einkleben. Das Hängt aber auch von den fenstern ab. Bei einigen Fenster, die für die üblichen Wohnwagen-Wanddicken von 30 mm ausgelegt sind, kann man dann zwischen den beiden Teilen auf die Schnittkante der Wand sehen. Hier ist es eventuell aus optischen Gründen ratsam diese PVC-Leiste zu setzten. Sika würde ich in den Fall nicht nehmen, da man aus unsrerer Erfahrung heraus die Sikaoberfläche nicht so gut sauber bekommt.


    Bei den Dachfenstern habe ich auf eine Leist verzichtet, da das Styrodur doch recht fest ist. Auch sollte man die Befestigungsschrauben nur festziehen und nicht anknallen, dann drück man nämlich gerne die Dichtmasse fast komplett zwischen den DIchtflächen raus und das Dachfenster wird mit der Zeit undicht, da es sich ja etwas gegenüber der Dachfläche bewegen soll, um halt unterschiedliche Ausdehnungen durch Wärme ausgleichen zu können. Hat man den üblichen Aufbau von kommerziellen Hertsellern, die mit Lattengerüsten und Syropor arbeiten, ist dieser Leisten-Rahmen aber erforderlich.


    Als Dichmasse habe ich nur Butyl in Form von Dekalin und Teroson genommen. Das Teroson ist dabei auch in Grau erhältlich, was die Regenstreifen an den Fenstern dann erheblich reduziert.


    Bei Schneiden der Ausschnitte sollten die Ecken etwas gerundet werden, damit nicht durch mechanische Spannungen es zum Riss in der Ecke kommt.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hallo Michael,
    eigendlich musst du an den seitlichen Ausschnitten gar nichts machen, falls du geschlossenporigen Schaum verarbeitet hast. Willst du ganz sicher gehen, so streichst du, nachdem du den Sägestaub ordentlich weggeblasen hast, mit dem Finger wasserfesten Leim (z.B. Ponal wasserfest) auf den Ausschnitt. Nach dem Trocknen ist das ein Thermoplast, der sich nicht mehr mit Wasser löst.
    Im Dachflächenbereich würde ich mit einer Oberfräse eine definierte Tiefe rausfräsen (Ecken Handarbeit) und mit geeignetem Kleber eine Leiste von vielleicht 20 mm Dicke einkleben. Körapur 666 ist dafür gut geeignet.
    Gruß Bernd

    Bremach - was sonst?

  • Hi,


    die Vorredner haben natürlich Recht und schon alles gesagt.
    Vielleicht aber doch noch was zu den gerundeten Ecken: Ein 10 mm Loch in den Ecken reicht da meiner Meinung nach schon aus, damit wird dann auch das "Zielen" mit der Stichsäge beim Rausschneiden einfacher.
    Die Stichsäge und das Blatt sollten schon eine vernünftige Qualität haben, sonst "läufst" du schräg und entweder ist der gegenüberiegende Ausschnit kleiner (erneutes Nachsägen nur von Innen bzw. Außen, ohne diesmal die andere Seite größer zu schneiden) oder aber evtl. der GAU: die der Stichsäge gegenüberliegende Seite ist größer, dann packen evtl. die Klammern nicht mehr richtig oder aber der Rahmen deckt kaum noch ab! :twisted:


    Manche sind aber so verrückt und stören sich irgendwann bei Türausschnitten an den dann sichtbaren Schnittkanten oder den nicht perfekten Kleber-Abdichtaktionen. :shock:


    Dazu ist anzumerken: Es bringt eigentlich nur optisch was - und zwar an Ecken, die eigentlich nie jemand sieht. Und im Nachhinein kommt man natürlich ungleich schlechter dran - dummerweise hat man aber bei dem Bau selten so viel Zeit und Muße, alles gleich 100%ig zu machen:


    Vorher:


    Nachher:

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