• ich bin neu hier aber verfolge das forum schon einige zeit, wirklich tolle beiträg. nun zu meinen anliegen, ich habe mir vor einem jahr ein gebrauchtes (18jahre alt) womo gekauft und muß sagen das campen gefällt meiner frau und mir wenn da nicht diese kleinigkeiten wären die uns stören, deshalb habe ich mir überlegt mir eine kabine nach unseren wünschen zu bauen, die da wären:
    einzelbetten in heck längs ohne hohen einstieg, breitere eingangstür, slide out für die sitzgruppe, alkoven bzw alkoven für ein bett, fussbodenheizung. die kabine würde mir eine kühlfahrzeug firma hier in meiner nähe bauen. die gfk platten sind 30 mm stark und bestehen aus gfk sperrholz schaum sperrholz gfk. der fußboden würde aus der 30er gfk platte und mit innen verklebter 19mm siebdrukplatte bestehen. den hilfsrahmen würde die firma auch herstellen. als basisfahrzeug hatte ich an einen neuen ford transit mit heckantrieb, langem radstand und rahmenverlängerung oder entsprechendem iveco fahrgestell gedacht.
    am heck des fahrzeugs möchte ich einen motorradträger anbauen. da mein motorrad sehr schwer ist (270 kg) soll dieser in die vierkant rahmen rohre eingeschoben werden.
    da sind so ungfähr unsere wünsche, wir würden uns über ein paar tipps und ratschläge freuen, besonders zum slide out des wohnzimmers.
    ich habe trotz intensiver suche keinen beitrag zu dieses thema gefunden.
    das wäre es erstmal
    viele grüße
    morry

  • Hallo Morry,


    willkommen im Forum.


    Die Rahmenverlängerung soll beim Fordfahrgestell wohl nur hinter der Hinterachse stattfinden oder meintest Du auch beim Iveco mit Rahmenverlängerung?
    Dagegen stricht soweit mal noch nichts wenn Du dein Motorrad nicht mit nimmst. 270kg Motorrad auf einem so langem Überhang kannst Du allerdings vergessen. So wie DU das schilderst steht das Motorrad dann mindestens 2m hinter der Hinterachse. Das ist ein wahnsinnig großer Kraftarm der mit einer enormen Kraft auf die Hinterachse drückt.


    Beispiel: Bei einem Radstand von 400cm, einem Überhang von 200cm und deinem Motorrad von 270kg hast Du eine Hinterachsbelastung von 405kg und da ist der Träger noch nicht mit eingerechnet.


    Zum Thema Slideout hatten wir letztens einen Thread in dem da was zu dem Thema angesprochen wurde. Benutze mal die Suchfunktion.


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Beim Transit wirst du mit der Zuladung nicht hinkommen.


    Ich baue auch gerade eine Kabine und habe mich für den Daily 45C18 entschieden. Für dein geplantes Wohnmobil würde ich mindestens den 50C (bis 5,2t) wählen, wenn nicht sogar gleich den 60C (6t).


    Auch bei der Vorderachse wäre der C60 eindeutig besser, da er vorne 400kg mehr tragen darf als der 50C, d.h. du könntest einen längeren Radstand nehmen mit besserem Fahrverhalten, kürzerem Hecküberhang und damit gleichmäßigerer Gewichtsverteilung.


    Du musst bei der Radstandswahl acht geben auf die verschiedenen Beladungszustände. Ein zuuuu langer Radstand belastet die Vorderachse, ein zu kurzer wird mit deinem Moped schwierig ... da machen 30cm Radstand-Unterschied schon was aus.


    Daher meine Empfehlung: Iveco Daily 60C.. mit maximalem Radstand bis 4750mm.


    Wir bauen gerade eine ausziehbare Stoßstange als Modedträger ... aber wirklich nur fürn Moped oder meine Dax. Die Rahmenhöhe von mind. 70cm ist nicht gerade wenig - wie willst du da die 270kg hochhieven?? Rampen wären ganz schön lang ...


    Edit: Der Rahmen des Iveco ist ein offenes C, kein Vierkantrohr. Da ist nix mit einschieben. Der Einschub geht bei uns in den Zwischenrahmen, wäre aber für dein Motorrad nicht tragfähig genug.


    Beim Träger würde ich mich an die entsprechenden Fachfirmen wenden wg der TÜV-Eintragung, der stellt sich da manchmal komisch an - bei mir wollten sie für einen Trager für nen 30kg Strandbuggy Festigkeitsberechnungen und Gutachten .... tstststs.

    Gruß Peter

    Einmal editiert, zuletzt von PeterK ()

  • Nachtrag zu meinem oberen Beitrag.


    Die 200cm Überhang beziehen sich auf den Schwerpunkt des Motorrads.
    Fahrzeugüberhang also dementsprechend kürzer.


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Sag mal, kömmst Du mit der Länge hin? Wenn das Mopped länger als 2,55 ist, darfste es quer nicht mehr transportieren.


    Ich würd das wie der Peter vorgeschlagen hat, mit nem langen Radstand machen und das Zweirad in eine Garage schieben, die unmittelbar hinter der Hinterachse liegt, darüber Bett, damit es da leicht bleibt. Einfahren mit Rampe und E-Winde von der Seite aus. Dann wirds auch nicht gesehen (und geklaut) und ist gegen den Dreck im Sog des Wagens optimal geschützt.

  • Ne Heckgarage hab ich jetzt eigentlich nicht gemeint, da sie gegen die Anforderdungen mit den niedrigen Längs-Einzelbetten steht, aber praktisch ist sie dennoch :)


    Oder die Längsbetten so hoch anordnen, dass das Moped noch drunterpasst - das wäre wohl mein Kompromiss in so einem Fall. Wenn du es rückwärts einziehst, geht sogar ein tieferer Gang zwischen den Betten (da muss ja nur die Sitzbank drunter durch, der höhere Lenker, ggfs Verkleidung und Spiegel bleiben im vorderen, höheren Bereich unter dem rechten Bett. Dieses würde ich dann recht breit machen (1m o breiter), damits "unten" reicht.


    Ne ordentliche Heckabsenkung müßte beim Iveco-Rahmen machbar sein, denn alles was nach den Blattfedern kommt, ist eh nicht mehr so relavant, da sind die Herren in blau bestimmt toleranter ...

    Gruß Peter

  • Hallo Morry,


    und willkommen hier im Forum.


    Deine Pläne hören sich ja wirklich gut an, aber ich muss mich meinen Vorschreibern leider anschließen: Auf einem Transit wird das nichts. Vergiss es und denk über ein anderes Basisfahrzeug nach.
    Jedes 3,5 t Fahrzeug ist mit eine normalen GfK-Alkovenkabine schon so gut wie ausgereizt, da ist dann auch bei weitestgehendem Leichtbau nur noch Platz für „normales“ Gepäck.
    Und wenn ich mir dann Eure Pläne so durchlese: Längstbetten (= längere und schwerere Kabine als „normal“) Motorradträger mit ausgewachsenem Motorrad (= locker 370-400 kg) Slide-Out, Fußbodenheizung, Rahmenverlängerung.
    Ich denke, da kommen so über den groben Daumen ca. 700 kg gegenüber einer „normalen“ Alkovenkabine zusammen. Mit einem Fahrgestell unter 5 t zGG würde ich nicht anfangen zu planen.




    P.S.: Ich fände es nett, wenn Du bei zukünftigen Postings ab und an mal die Shift-Taste verwenden könntest, denn das würde das lesen der Beiträge deutlich leichter machen.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

  • Danke für die vielen Anregungen, werde mal in mich gehen. Was meint ihr denn zu dem Aufbau der Sandwichplatten.

  • Stimmt, da war ja auch noch was: Dein Wandaufbau ist auch sehr schwer.
    Holz und darüber GfK ist natürlich sehr fest, aber auch sehr schwer. Ich denke, dass ist zuviel des Guten. Das hab ich auch bei meiner Gewichtsabschätzung oben vergessen, das käme noch drauf.
    Wie dick soll denn das GfK werden? Und wie groß (lang) soll der Alkoven werden?


    Üblich bei Leerkabinen sind ja 40 - 50 mm Sandwichplatten, mit Deckschichten entweder GfK, oder Alu, oder Holz.


    Ich persönlich mag auch kein Holz als Deckschicht, wegen des Risikos des Wasserschadens.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

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