Umsetzen eines Clou670 Aufbaues auf einen neueren LKW

  • Hallo ich bin das erste mal hier und möchte mich mit einer Frage an Euch wenden. Hat jemand Erfahrung im Umsetzen eines Aufbaues? Das heutige Fahrzeug stammt aus 1986 und ist ein IVECO Daily 45-10 Turbo.

  • Hallo,


    über die Kabinenumsetztung wurde dieses Jahr in der promobil berichtet.
    Das ganze muß wohl gar nicht so dramatisch sein. Nur die Radkästen wurden versetzt da das neue Chassis einen anderen Radstand hat.


    Es ist also machbar.


    Gruß Christopher

    VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • hallo


    der clou aufbau wird als "klassiker" fürs umsetzen gehandhabt
    geht angeblich nirgendst so einfach wie beim clou aufbau


    selber gemacht habe ich es aber noch nie


    lg
    g

  • Hallo vielen Dank für die raschen Inputs. Ich werde mal die Maße abnehmen und versuchen ein geeignetes Fahrzeug zu finden. Der zur Zeit als Basis verwendete IVECO hat nach 21 Jahren schon ein paar Eigenheiten. Langweilig wird es mir damit nicht. Allerdings scheinen die neuen Fahrzeuge auch nicht unproblematisch zu sein. Elektronik überall.
    Mit herzlichem Gruß,
    Nyar

  • Hallo Nyar,


    es gäbe ja noch den Weg, Dein jetztiges Fahrzeug liebevoll und sorgfältig zu restaurieren, Ersatztele gibts ja wohl noch.


    Ich weiß ja nicht, wie gut Du beim Autoschrauben bist, aber wenn ich viel selber machen könnte, würde ich Motor und Getriebe zum Revidieren an Spezialbetriebe geben, im Differential die Zahnräder austauschen, Bremsen samt Bremsplatten, Radlager, Halbwellen, Motorperipherie, soweit noch nicht geschehen, komplett erneuern, Stoßdämpfer neu, Federn prüfen, Kühler neu, alle Schläuche dito, und was sonst noch auffällt, reparieren......pflegen, streichen....


    Hol Dir Angebote ein und rechne es mal durch, was dann billiger ist, neues Fg und umsetzen oder der Vorschlag oben......


    Aber ich verstehs ja..... die Neulust und der Genuß an der heute so sehr verbesserten Technik, das hat auch was....

  • Vielen Dank für eure Unterstützung. Der IVECO ist bereits mehr oder weniger runderneuert. Der Kampf mit dem Rost am Rahmen ist fast wie der gegen Windmühlen. Problem sind vom Aufbauhersteller auf den Rahmen aufgeschweißte Versärkungen. Hier gibt es Kapilaren die Wasser saugen können und letztlich zum aufquelllen des Spaltes zwischen IVECO- Rahmen und Hilfsrahmen des Aufbaues führen. Habe diesen Quelllrost bereits öfter mit Hammer und Meisel herausgeschlagen und mit BOB versiegelt. Sollte jemand hier noch Inputs geben können-dann bitte.
    Längerfristig glaube ich doch an einen gebrauchten oder neuen LKW.

  • Zitat von Nyar

    ... auf den Rahmen aufgeschweißte Verstärkungen. Hier gibt es Kapillaren die Wasser saugen können und letztlich zum aufquelllen des Spaltes zwischen IVECO- Rahmen und Hilfsrahmen des Aufbaues führen.......


    Man sieht, warum der TÜV Schweißarbeiten am Rahmen nicht so gerne sieht. Neben den erwähnten "Kapillaren" sind es vor allem elektrolytische Korrosionserscheinungen, die schlicht und einfach dadurch entstehen, dass man Legierungen unterschiedlicher Stähle miteinander verbindet und das mit Schweißelektroden, die wiederum ein anderes Potential haben. Dies umgeht man bei der Fertigung dadurch, dass alle verwendeten Materialien aus einer Charge stammen. Die Geschichte macht sich bemerkbar, wenn Wasser, insbesondere zwar Salzwasser im Winter, aber auch saurer Regen reicht schon aus, auf die Stähle kommt.


    Ohne die Geschichte selbst zu sehen, ist es schwierig, sich über Abhilfe Gedanken zu machen, weil die örtlichen Verhältnisse einen Lösungsansatz vielleicht nicht realisierbar werden lassen. Insofern ist mein nun folgender Ansatz mit aller Vorsicht zu genißen....:-).


    Mich wundert sowieso, warum man Verstärkungen am Rahmen braucht, denn eine aufgesetzte Kabine ist mit Sicherheit nicht so schwer wie ein voll beladener Kasten oder eine Pritsche voll nassem Sand. Das muß eigentlich der Serienrahmen aushalten.
    Ich würde die Kabine hoch- oder abnehmen, die aufgeschweißten Sachen abflexen. Wenn dadurch Material von Originalrahmen abgetragen werden sollte, würde ich vom Schrott einen Rahmen suchen und die Längsträger rausflexen. Die, anständig versäubert, entrostet und lackiert (mit dem Originalrahmen wird natürlich ebenso verfahren), werden parallel angeschraubt (angenietet?) und mit Bügelbefestigungen mit dem vorhandenen Rahmen verbunden. Schrauben bitte nicht unter M 12, besser M 16, im Spezialladen nach Schrauben mit der höchsten verfügbaren Festigkeit fragen, und natürlich selbstsichernde Muttern und dicke Karosseriescheiben verwenden. Zwischen alle Metallfächen, die aneinanderliegen, könnte man mit Vaseline gefetteten Gummi in 2 bis 3 mm Dicke legen und richtig anknallen. Das verhindert Vibrationsreibungen und Kontakt von Stahl zu Stahl. Dann den Hilfsrahmen auch mit Bügeln und Laschen befestigen. Das müßte es die nächsten 20 Jahre tun.... :wink:


    Ein guter Rat wäre, das mit dem TÜV-Mann Deines Vertrauens vorher abzusprechen, dann gibt es keine Überraschungen, wenn Du plötzlich mit nem Doppelrahmen vorfährst. Man kann natürlich auch frech sein, das handwerklich einwandfrei machen, ein halbes Jahr damit rumfahren, ums alt aussehen zu lassen, dann vorfahren und so tun, als ob das immer schon so gewesen wäre....... :oops::roll:

  • Diesen für mich neuen Ansatz muß ich mal in mich aufnehmen. Nachdem die heutigen Fahrzeuge mit normalen Werkzeugen nicht zu reparieren sind und auch nicht billig wäre ein Fortführen des alten IVECO Lebens mit Zusatzteilen von Rahmen bis Karosserieblech zu überlegen.
    Das heißt weiter schrauben. Zeit hätte ich.

  • Übrigens die vom Aufbauhersteller am Rahmen angeschweißten Verstärkungen sind der absolute Schwachsinn wie man sieht. Ohne diese Schwachstellen währe der Rahmen noch immer ohne nennenswerte Probleme. Warum diese Verstärkungen angeschweißt wurden zumal ein massiver Hilfsrahmen noch zusätzlich vorhanden ist, entzieht sich meiner Kenntnis und auch meinem Verständnis. Ein um 500kg tragfähigerer Rahmen hätte eventuelle Zweifel beim Hersteller sicher besser beseitigt. Mehrkosten im Bezug auf die Gesamtkosten-vernachlässigbar.
    Grüße, Nyar

  • Übrigens, wenn Du schon einen Rahmen auf dem Schrott gefunden hast und der ist noch gut, den kann man auch anschweißen lassen......
    Dazu such dir aber einen absoluten Toppmann und einen, der einen anständigen Bräter mitbringen kann, denn dazu reichen die normalen "Hausgebrauchskisten" auch als Schutzgageräte nicht aus. 380 V und 240 AMP oder mehr sollten es schon sein.


    Ich hatte für meinen Überrollkäfig im Wettbewerbswagen einen Schweißer, der sonst bei Talbot Fahrgestelle von Eisenbahnwaggons und Triebwägen schweißte, der konnte sowas....... Glattgeflext, Lack drüber, kein Mensch hätte es gesehen..... und volles Vertrauen in diese Nähte, die der machte....


    So einen brauchste ........

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