Sandwichplatten mit U-Profil verkleben?

  • Hallo liebes Forum,


    ich war letzte Woche mal bei Ackermann Fahrzeugbau in Wolfhagen. Die Stellen LKW Aufbauten her und haben die größte permanente Plattenschäumanlage der Welt. Beliefern angeblich auch viele Wohnwagen/Wohnmobilhersteller...


    Da hab ich mal unser Vorhaben vorgetragen. Das erste was der Verkäufer meinte: Warum nehmt ihr denn keine Alu-Sandwichplatten?


    Dann sind wir mal durch die Fretigung gegeangen und er hat mir gezeigt wie die ihre Aufbauten bauen.


    Die kleben die Platten in U-Profile ein. Ein U liegt dann horizontal und das andere U steht dann vertikal daneben. Machte einen sehr stabilen Eindruck.
    Ist halt zusätzliches Gewicht...


    Einerseitz denk ich das die Anforderungen an einen LKW-Aufbau doch etwas anders sind als an eine kleine Wohnkabine.


    Andererseitz, warum soll ich das Knowhow nicht nutzen. Schliesslich halten die Aufbauten auch im rauhen LKW Einsatz.


    Hat schonmal wer mit so Profilen gearbeitet?


    Gruß
    Christoph

    Gruß Christoph


    Komisch, wenn man´s richtig macht dann geht´s

  • Hallo, Christoph,


    ich glaube, Carthago o.ä. baut vergleichbar - die verwenden einen sogenannten Ringanker: ein U-Profil, dessen Boden zur einen Seite einige cm übersteht (sieht also ähnlich aus wie ein 'F'). Das U-Profil wird über die Bodenplatte geschoben, die Seitenwand dann auf das dann liegende 'U' draufgeklebt und zusäzulich mit dem überstehenden Teil der Schiene verklebt. Hält bestimmt bombig - aber es bringt dier eine große Kältebrücke ins Fahrzeug.


    Andere Hersteller kleben die Schmalseite der Seitenwand auf den Boden und kleben dann von ausßen einen großen Winkel darüber. Wenn man die Stabilität noch weiter erhöhen will, kann ein weiterer Winkel von innen verklebt werden - hält bestimmt auch nicht schlechter, ist aber auf jeden Fall kältebrückenfrei und leichter umzusetzen.


    Viele Grüße
    Leerkabinen-Wolfgang

    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    03.-05.09.2021: Leerkabinen-Treffen

    erstes Juni-WE (04.-07.06.2021): Weinfest fällt aus

    vierter Sept.-Samstag (25.09.2021): Weinprobe in den Weinbergen


    Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

  • Danke für den Tipp mit der Kältebrücke. Haben uns für die "klassische" Bauweise entschieden, ohne Profile.


    Wir haben die Platten heute bestellt. Die Bodenplatte bekommt eine 18mm Platte aus Wasserfest verleimten Schichtholz und rundum einen 45mm breiten Absatz um die anderen Platten leichter zu montieren. Um die Kabine zu befestigen werden 3 durchgängige Holzleisten, quer zur Fahrtrichtung, eingelassen.


    Decke und Frontwand werden aus einem Stück gemacht und dann unter 2x45 Grad gebogen. Wir hatten zwei Probestücke für Biegeversuche mitbekommen und haben fleissig damit probiert.


    Mat. kosten sind etwa 2100 Euro für die 2500x2100x2055mm große Kabine.


    Ich werde dann mal vom Bau berichten und ein paar Bilder reinstellen.


    Gruß
    Christoph

    Gruß Christoph


    Komisch, wenn man´s richtig macht dann geht´s

  • Hallo Christoph,


    wenn ich das richtig verstehe, lasst Ihr die untere Platte vorstehen, damit die Wände darauf gesetz werden können. Hier wäre ich sehr vorsichtig, da die Klebeverbindung Schaum / Holz nicht sher beständig sind, wenn diese auf Schälung belastet werden. Bei diesem AUfbau würde die obere Hülle ja direkt auf der unteren Platte ruhen. Hier würde ich lieber die Bodenplatte durchgehen lassen und die Wände auf die gesamte Platte stellen.


    Besten Gruß


    HWK

  • Hallo HWK,
    vielleicht ist es nicht ganz so, wie Du Dirs vorstellst. Ich hatte bei Ormo meine Bodenplatte so vorbereitet, dass ich unten einen Rahmen aus 40x40 Kanthölzern auf den Boden rundrum geschraubt und geklebt hatte, bei dem ich die Dicke der Wände mit 40 mm zum Außernrand hin frei gelassen hatte. Ormo hatte eine Holzleiste unten in die Platten einlaminiert, die senkecht stehende Wand wurde in den dadurch entstehenden Winkel eingeklebt und mit 60 mm langen Niro Spaxschrauben von innen und unten angezogen. Die Vierkanthölzer waren dann bei mir innen im Doppelboden und dienten als Abstandhalter gegen Wandbeschädigungen durch lose mitgeführte Gegenstände (Bier- und Wasserkästen z.B.).


    Christoph wird ja auch noch eine Bodenisolation einbauen müssen, denn 18mm Holz sind schon arg fußkalt....hihihi.... so dass sich dadurch vielleicht eine solche sicherere Konstruktion ergibt. Aber mit etwas Glück verrät er uns das noch........ auch was die Querhölzer genau sollen.....

  • Also, wir haben das ganze jetzt nochmal über den Haufen geworfen. Der Plattenhersteller hat auch Bedenken angemeldet bei unserer Bauweise. Wir nehmen jetzt doch Winkelprofile die ohne Kältebrücke zu verarbeiten sind.
    Der Boden bekommt jetzt doch keine Holzeinlage sondern es wird ein Vierkantprofil eingearbeitet. Der Boden bekommt dann eine Stärke von 72mm. Die Vierkantprofile dienen zur Befestigung des Koffers am Rahmen. Da der Rahmen an unserem Bremach sehr verwindungsarm ist, verzichten wir auf einen Hilfsrahmen.


    Das Stück haben wir mal zur Anschaung mitbekommen.



    Im Bereich der Isolierung werden dann die Vierkantprofile eingearbeitet. Die Deckschicht aus Aluriffelblech kommt bei uns nicht drauf.Ich mach dann ordentlich Bilder und zeig euch mal wie es dann engültig gebaut wird...


    Gruß
    Christoph

    Gruß Christoph


    Komisch, wenn man´s richtig macht dann geht´s

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