Simple Absetzkabine

  • Liebe Forumsteilnehmer,


    ich mache mir zur Zeit die ersten Gedanken über den Eigenbau einer Absetzkabine und würde mich über Ratschläge zur Konzeption und Realisierung freuen. Vielleicht gibt es bereits Eigenbauten, die meiner Vorstellung entsprechen. Ich habe schon ein wenig im Forum gestöbert, bis jetzt aber noch kein vergleichbares Projekt gefunden.


    Ausgangslage:
    Zur Zeit fahren wir einen T3 California (JX) der in die Jahre kommt.
    Aus diesem Grund wird es langsam Zeit sich Gedanken über einen Nachfolger zu machen. Da ich zusätzlich noch Bedarf für eine Pritsche habe (Holz, Grüngut etc.), bietet sich aus meiner Sicht die Kombination mit einer Absetzkabine an.


    Anforderung an die Kabine:
    - Die Kabine sollte direkt, ohne Demontage der Ladebordwände auf die Pritsche gestellt werden. Hier taucht die erste Frage auf. Gibt es bei den handelsüblichen Transportern (Sprinter, T4, LT etc.) ein Standardmaß für die Breite? Ich möchte meine Konstruktion möglichst unabhänging vom Basisfahrzeug machen.
    - Die Innenhöhe sollte ca. 180 cm betragen.
    - Die Grundfläche muß nicht größer sein als die des T3-Wohnbereichs.
    - Ein Alkoven ist nicht vorgesehen. Dafür soll aber ein Aufstellschlafdach verbaut werden.
    - Die Kabine muß nicht extrem wintertauglich sein (wir sind Sommer- bis max. Herbstcamper ).


    Über Grundriß und Ausstattung habe ich mir noch keine konkreten Gedanken gemacht.
    Erst mal geht es mir um die Konstruktion der Schachtel.


    Neben den Maßen ist mir hierbei noch folgendes unklar:
    - Welches ist das ideale Material für meinen Einsatz (Preis/Leistungs)?
    - Wie könnte eine Konstruktion des Unterbaus zur Anbringung demontierbare Stützen aussehen?
    - Gibt es verschiedene Kurbelstützenkonstruktionen mit Vor- und Nachteilen?


    Schon vorab vielen Dank für Eure Tips


    Stefan

  • Hallo.
    Ich gehe mal davon aus, dass Du inzwischen die Suchfunktion bemüht hast und dort Antworten auf viele Deiner Fragen finden konntest.
    Zu den Kurbelstützen, die ebenfalls bereits behandelt wurden, eine Ergänzung :
    Ich habe kürzlich vier Handkurbelstützen der Firma Rico Titan bei Tourfactory erworben, nachdem es mir nicht gelungen war, die gewünschten Atwood-Kugelgewindetrieb-Stützen zu bekommen ( siehe ggf. den entspr. Beitrag ).
    Ich bin z.Zt. damit beschäftigt, die Stützen an meine vorhandenen E-Motore anzupassen. Hier also aus erster Hand ein paar Details zu den Rico Titan Handkurbelstützen :
    1. Der Käfig des aus zwei Kegelkrädern bestehenden Kurbeltriebs ist auf das Rohr aufgeschweisst ( was ich aus den mir zugänglichen Darstellungen nicht unbedingt entnehmen konnte ). Da ich meine Motore, wie bei den alten Stützen, wieder direkt auf die Antriebswelle setzen will, war also nach der Demontage des Kurbeltriebs der Griff zur Flex angesagt. Nun passen die Motore mittels selbst gedrehtem Adapter aus POM und einer Messing-Kupplung also direkt auf das Stützrohr.
    2. Die Mutter des Trapezgewinde-Spindeltriebs ist aus Stahl gefertigt, wie die Welle auch. Das ist Mist und birgt das Risiko des Fressens ( bei meinen alten Stützen war die Trapezmutter sinnvollerweise aus Rotguss gefertigt und hat in über 20 Jahren keine Probleme bereitet ). Da keine Schmiervorrichtung vorhanden ist, erwarte ich von diesem Konzept eher wenig. Ich werde also wieder selbst Hand anlegen müssen und den ursprünglich gewünschten Kugelgewindetrieb nachträglich einbauen. Da die Spindeln eine z.T. miserable Oberflächenqualität mit einem ebenso schlechten Rundlauf verbinden, drängt sich dieser Schritt geradezu auf.
    Stellt sich die Frage, was ich da für 806,00 Euro für meinen Zweck eigentlich erstanden habe. Letztlich vier weiss lackierte Aussenrohre mit vier verzinkten Innenrohren, jeweils 3 Befestigungsschellen sowie Befestigungswinkel- und Platten, die ich nicht brauche ( da bereits vorhanden ). Dazu eine Menge Anpassungsarbeit, die ohne meine Drehbank nicht zu leisten gewesen wäre. Das hätte ich auch für weniger Geld bekommen.
    Mein Fazit :
    Wer die Stützen so einsetzen will, wie sie gedacht sind, nämlich als Handkurbel-Hubstützen für eine noch nicht absetzbare Kabine, mag mit Einschränkungen zufriedengestellt werden ( Höhe der Kurbel bei hochgedrehter Kabine beachten ! ).
    Ansonsten würde ich zu fertig ausgestatteten Motorstützen mit Kugelgewindetrieb raten. Ist zwar teurer, auf Dauer gesehen aber nach meiner Meinung preiswerter.

    Gruss ; Klaus

    Einmal editiert, zuletzt von KlauDa ()

  • Kurbelhubstützen / Zahnstangenwinden hab ich von haacon. 500kg pro Stück. Waren aber auch nicht billig. Da haacon aber für die Industrie baut, hatte ich da Vertrauen :shock::lol:


    Es gibt m.W. Zahnstangen oder eben die Drehspindel. Wenn meine Kab hochgehoben ist, steht sie auf ~1,2m Höhe, das sieht immer storchenbeinig aus....


    Unter der Kab heben wir einen Rahmen aus 40x40 Stahlrohr ST52 zum anpacken der Kab beimHochheben und befestigen am Fahrzeug.


    Kabinenmaterial würde ich wieder GFK/PU/GFK nehmen :wink: Aber da baut wohl jeder hier was er denk, meint, will und kann :D . Gut !

    .





    ***

  • Hi,


    also, Stützen habe ich aus dem Anhänger bzw. LKW Zubehör. Bild habe ich gerade nicht da, sind aber die, die Ormocar auch auf seiner Seite hat.
    Traglast 1300 kg/Stk, Kosten ca. 80 - 90 € / Stk. (Gibt es auch in etwas kleiner / leichter mit rundem Rohr (teilweise auch bei ebay) für um die 50 - 70 €, aber deren Hub war bei mir nicht ausrichend.
    Befestigung an der Kabine: Bei mir habe ich passende Alu-U-Profile unter den Kabinenboden geschraubt (die Kabine ist an den Stellen entsprechend verstärkt) und stecke die Stützen da rein und verschraube sie mit den 2 Schrauben, die die Abdeckplatte halten.
    Alternativ könnte man ein Querrohr anschweißen und unter die Kabine ein entsprechend größeres Rohr, in das die Stütze dann gesteckt wird.



    @ tandem,


    Die Pritschenbreiten der einzelnen Transporter variieren. Bei VW-Nutzfahrzeuge auf der Homepage findest Du unter Service-Aufbaurichtlinien auch Zeichungen mit den Pritschenmaßen, wenn ich mich nicht irre.
    Aber warum willst Du die Bordwände dranlassen, wenn die Kabine drauf steht. Demontage der Bordwände ist doch kein Problem, die Teile wiegen nur unnötig und man kann ggf. die Halterungen der Bordwände zur Befestigung der Kabine nutzen, wie es z. B. Tischer o. Nordstar machen.


    Material für den Kasten: Kommt drauf an, was Du vorhast, wohin die Reisen gehen sollen und was das Budget sagt.
    Generell würde ich persönlich natürlich zur Sandwichkabine (GfK-PU-GfK) tendieren. Aber Du kannst so einen einfachen Kasten sicherlich auch billig als Lattenfachwerk aufbauen, welches Du mit 4 mm Multiplex verkleidest. (S. das alte Mobil von Smily_69)
    Stützenbefestigung: Wenn Du die Bordwände wirklich dranlassen willst, dann müssen die Stützen m. E. abnehmbar sein. Um nicht indie Höhe zu gehen würde ich die Stützen seitlich einsteckbar machen und zwar in 4-Kant-Rohren von denen das Vordere vorn an der Vorderwand der Kabine befestigt ist.

    Viele Grüße
    Krabbe
    (Sachkundiger für Campinggasanlagen)

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