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BIETE Magirus Deutz 90M7 mit komplett autarkem Tiny-House

  • JuliusS
  • 3. März 2026 um 16:28
  • JuliusS
    Frisch-dabei
    Beiträge
    2
    Wohnkabine
    selbst gebaut
    • 3. März 2026 um 16:28
    • #1
    Preis
    25.000
    Preistyp
    Verhandlungsbasis

    Fahrzeug steht in Günzburg/Nähe Ulm in Süddeutschland, Besichtigung bei ernsthaftem Interesse jederzeit möglich!


    Schweren Herzens muss ich mich leider von meinem Tiny House und dem dazugehörigen Lkw trennen. Aus familiären Gründen kann ich leider kaum mehr Zeit darin verbringen, weshalb es Zeit ist, jemanden zu finden der es nutzen kann, da es viel zu schade ist um unbewohnt alt zu werden.

    Das Tiny House ist komplett autark und steht auf einem Lkw und kann somit einfach und unkompliziert bewegt werden, was es absolut einzigartig macht. Man kann es als Luxus-Wohnmobil betrachten und damit auf Reisen gehen, man kann es aber auch an einem schönen Ort abstellen und darin wohnen, wie in einem herkömmlichen Tiny House. Der Vorteil dabei ist allerdings, dass man dann keine Baugenehmigung braucht, da man das Haus jederzeit bewegen kann. Es wäre natürlich auch denkbar das Haus ohne den Lkw abzustellen, es ist nämlich nicht dauerhaft mit diesem verbunden.

    Das Haus wurde über Jahre von mir in Zusammenarbeit mit einem Schreinermeister geplant und weisst deshalb einige Besonderheiten auf, die es von anderen Tiny Houses unterscheidet. Mehr zu den technischen Details weiter unten im Text.

    Zuerst das Wichtigste: der Innenraum ist 2m breit und 5,3m lang, somit hat man insgesamt 10,3 Quadratmeter Wohnfläche. Es gibt vier große Fenster auf verschiedenen Seiten, sodass es innen immer hell und sonnendurchflutet ist und der Raum nie wirklich klein wirkt. Das Bett ist 140cm breit und liegt etwas erhöht, man hat viel Stauraum darunter aber auch viel Platz nach oben. Direkt unter dem größten Fenster befindet sich die Sitzecke mit Tisch, an der drei Leute entspannt Platz haben, mit einem zusätzlichen Stuhl kann man zu viert gut essen. Der Tisch ist aus geöltem Bambus und lässt sich in der Länge variieren, da man einen Teil abnehmen kann um mehr Platz im Raum zu schaffen wenn man oft nur zu zweit am Tisch sitzt. Die Sitzbänke lassen sich öffnen und bieten Stauraum für Klamotten, Bücher und die Dinge, die man nicht täglich braucht.

    Die Küche ist größer, schöner und besser ausgestattet als jede Küche die ich in einer Ein-Zimmer-Wohnung jemals hatte. Es gibt großzügige Arbeitsflächen auf beiden Seiten die auch aus geöltem Bambus gefertigt sind, was nicht nur schön, sondern vor allem auch robust ist. Zum Kochen gibt es einen 4 flammigen Gasherd mit automatischer Zündung und eine leistungsstarke Abluft-Dunstabzugshaube, also kann man scharf anbraten und hat trotzdem nie Probleme mit Gerüchen im Haus. Zum Abspülen ist auf der anderen Seite der Küche ein schwarzes Spülbecken aus Stein mit zwei Wasserhähnen: der eine liefert kaltes und warmes Wasser wie man es aus einer normalen Küche kennt, der andere liefert extra gefiltertes Wasser. Wenn man also unterwegs den Tank mit Wasser befüllt und sich nicht sicher mit der Wasserqualität ist hat man trotzdem immer eine Quelle für trinkbares Wasser.

    Die Schubladenschränke der Küche bieten eine Menge Stauraum, so kann hier neben Lebensmitteln und Küchenutensilien auch noch viel mehr verräumt werden.

    Der Kühlschrank steht unter der Arbeitsplatte und hat 75l Volumen plus 8l Eisfach. Im Wohnraum und Küchenbereich ist ein Echtholzboden aus Eiche verlegt.

    Das Bad ist mit einer Trockentrenntoilette ausgestattet, dies ist eine ökologisch sinnvolle Methode um Hinterlassenschaften ohne Chemie zu entsorgen. Die Behälter sind ausreichend groß dimensioniert und mit Gerüchen hatten wir nie Probleme. Ausserdem gibt es im Bad eine Dusche mit Regen-Duschkopf und Handbrause. Die Duschwanne ist eine richtige Duschwanne aus Emaillie und keine günstige Plastikwanne.

    Alles in Allem also ein richtiges Haus, in dem man auf nichts verzichten muss was man in einem großen Haus gewohnt ist, ausser dass man weniger Platz hat. Wir haben zu zweit in dem Haus gewohnt und oft Besuch von Freunden gehabt, mehr Platz haben wir dabei eigentlich nie vermisst. Wir haben es auch nie geschafft den ganzen Stauraum zu füllen, davon ist in Anbetracht der Größe des Hauses fast schon zu viel da.

    Nun die technischen Details:

    Strom

    Auf dem Dach des Hauses ist eine Solaranlage mit 1400W, die einen 24V 100Ah Lifepo4 Akku lädt. Über einen Wechselrichter wird daraus 230V Wechselstrom generiert, der Strom kommt also ganz normal aus der Steckdose. Man hat so viel Strom dass man den Strom sogar zum Heizen verwenden kann (zumindest im Frühjahr und Herbst hat das gut funktioniert, im Winter haben wir es noch nicht getestet) ohne dass man Sorge haben muss dass die Batterie leer wird.

    Zusätzlich kann man über eine Aussensteckdose Strom (eigene Sicherung mit FI-Schalter) einspeisen und so alle 230V Geräte betreiben. Das war bei uns allerdings noch nie nötig. Ich könnte mir vorstellen dass das im Winter nötig ist wenn man mit Strom heizen möchte, dazu habe ich aber keine Erfahrungswerte.

    Alle Pumpen funktionieren mit 24V. Die 230V und 24V Verkabelung ist komplett getrennt und durchgehend in Kabelkanälen verlegt, mit Abzweigdosen an allen möglichen Wartungsorten. Alle Verbraucher haben selbstverständlich eine eigene Sicherung in zwei zentralen Sichererungskästen. Fast alle Komponenten der Elektronik sind leicht zugänglich unter dem Bett übersichtlich nebeneinander verbaut, die Pumpen für Wasser sind auch leicht zugänglich unter dem Boden des Bades.

    Heizung

    Es ist eine Infrarotheizung mit 400W verbaut. Da das Haus exzellent gedämmt ist (s.u.) reicht das gut aus um eine angenehme Temperatur zu halten. Die Heizung hat einen Temperaturfühler über die sie sich vollautomatisch steuern lässt.

    Es ist auch alles vorbereitet um eine zusätzliche Diesel (oder Gas) Heizung zu verbauen, inklusive Durchbruch nach aussen, Stromversorgung usw. Da die Infrarotheizung aber bisher gut gereicht hat wurde der Einbau noch nicht vorgenommen.

    Wasser

    Das Haus ist voll autark und verfügt deshalb über entsprechend große Wassertanks: 300l Frischwasser und 100l Abwasser. Dank einer leistungsstarken Druckpumpe lassen sich alle Wasserhähne und die Dusche wie in einem normalen Haus verwenden, ohne dass die Pumpe manuell eingeschaltet werden muss. Heisses Wasser wird durch einen 11kW Gas-Durchlauferhitzer erzeugt, der aussen am Haus angebracht ist und der bisher nur auf der untersten Stufe läuft, da er wahrscheinlich etwas überdimensioniert ist. Lange heisse Duschen sind also kein Problem. Die Tanks lassen sich durch Anschlüsse am Heck des des Hauses befüllen und entleeren, entsprechende Schläuche und Adapter sind vorhanden.

    Aufbau des Hauses

    Das Haus wurde nicht wie bei Tiny Häusern üblich in Holzständerbauweise wie im Trockenbau gebaut. Da wir ein hochwertiges, sehr stabiles (da man damit ja herumfahren will) und perfekt gedämmtes Haus bauen wollten haben wir zusammen mit einem Schreinermeister eine Art Fachwerkbalkenkonstruktion geplant, die das Haus trägt. Die Balken sind innenliegend und sichtbar, weshalb sie natürlich alle von Hand geschliffen und geölt sind. Alle wichtigen Balkenverbindungen sind als Schlitz/Zapfenverbindungen ausgeführt. Der Innenausbau passt sich den Balken an, die Fensterrahmen (handgefertigt, massiv, sehr schön geworden) passen zum Beispiel perfekt in die jeweiligen Felder zwischen den Balken, Bett, Küche und Sitzgelegenheit sind passend zur Geometrie der Balken gestaltet.

    Auf dem Balkenwerk ist 15mm OSB Platte, dann eine Dampfsperre, und darüber 80mm PUR- Dämmstoff verbaut. Durch diese Konstruktion gibt es quasi keine Wärmebrücken und der R-Wert des Wandaufbaus ist besser als der gesetzliche Standart für Niedrigenergiehäuser! Spürbar ist das dadurch, dass sich das Haus mit der Infrarotheizung gut heizen lässt, sich im Sommer aber auch kaum aufheizt.

    Ganz aussen ist eine Verkleidung aus lasierter Fichte, die hinterlüftet ist. Diese vergraut natürlich und sieht dann schön aus, man könnte sie auch streichen oder ohne viel Aufwand ersetzen, um das äußere Erscheinungsbild des Hauses zu verändern wenn man möchte.

    Der Lkw

    Das Haus steht auf einem Lkw, ist aber nicht fest verbunden, somit ist das Haus zulassungstechnisch nur Ladung. Der TÜV Prüfer macht große Augen wenn man damit vorfährt, Probleme gab es bisher aber noch nie, eher Begeisterung und Anerkennung. Es ist ein Magirus Deutz 90M7 FL, gebaut im Jahr 1980, also 45 Jahre alt, er hat 330000km auf dem Tacho, was für dieses Modell und das Alter gar nicht so viel ist wie es klingt. Ich habe den Lkw über Jahre bis auf die letzte Schraube zerlegt, von Rost befreit, aufbereitet, lackiert und wieder zusammengesetzt. Wie auf den Bildern zu sehen sind die Seiten des Fahrerhauses noch zu lackieren (Lack ist da und wird mit verkauft), dann steht einer H-Zulassung nichts mehr im Weg. Alles wurde repariert und instand gehalten, TÜV ist neu und ohne Mängel bestanden! Zuletzt wurden folgende größere Dinge erneuert:

    Frontscheibe neu

    Sitzbänke komplett vom Polsterer erneuert

    Neue Reifen Vorderachse und Ersatzrad (Zustand aller Reifen sonst gut)

    Neuer Kupplungsnehmerzylinder

    Neues Ausrücklager Kupplung

    Trommelbremse hinten rechts aufbereitet

    Druckluftschläuche erneuert

    Bremsflüssigkeit gewechselt (ja, trotz Druckluftbremse hat er auch hydraulische Bremsen)

    Das tolle an diesem Lkw ist, dass die Technik so einfach und robust ist dass sie praktisch unzerstörbar ist und falls nötig einfach und ohne Spezialwerkzeug zu reparieren ist. Der Motor ist der fast schon legendäre Deutz 913F4L, der sogar heute noch produziert wird (Motorersatzteile wären bei Bedarf also vergleichsweise leicht zu beschaffen). Allerdings hat er mich noch nie im Stich gelassen und springt auch nach langen Pausen zuverlässig an ohne Probleme zu machen. Nur ein Rennen kann man damit nicht gewinnen - 80km/h auf der Autobahn sind aber entspannt drin.

    Alles in Allem würde ich den Zustand des Lkws altersentsprechend als sehr gut bewerten, wer Oldtimer oder alte Maschinen mag wird sich sofort verlieben.

    Bilder

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    2 Mal editiert, zuletzt von JuliusS (3. März 2026 um 17:43)

  • Womo-Halle-Malaga.de
    womobox-Guru
    Beiträge
    987
    • 3. März 2026 um 16:51
    • #2
    Zitat von JuliusS

    Magirus Deutz 90M7 FL, gebaut im Jahr 1980, also 45 Jahre alt, er hat 330000km auf dem Tacho,

    einer der besten Deutz-Motoren in dieser Klasse. Hatte ihn lange Zeit im Robur. Kein Rennauto, aber hochgradig zuverlässig, das kann ich bestätigen.

  • pius
    Junior
    Beiträge
    58
    Wohnort
    Einsiedeln
    Wohnkabine
    Sonstiges
    • 3. März 2026 um 17:35
    • #3

    Hallo Julius
    ist da ein schreibfehler?
    Die Batterie finde ich viel zu klein im Vergleich zu deinem Text.
    1400W Solar, 24V 100Ah Lifepo, und genügend Strom.

  • JuliusS
    Frisch-dabei
    Beiträge
    2
    Wohnkabine
    selbst gebaut
    • 3. März 2026 um 17:40
    • #4
    Zitat von pius

    Hallo Julius
    ist da ein schreibfehler?
    Die Batterie finde ich viel zu klein im Vergleich zu deinem Text.
    1400W Solar, 24V 100Ah Lifepo, und genügend Strom.

    Hallo Pius,

    die Batteriegröße stimmt, das sind immerhin 2,4kWh. Dadurch dass die Solaranlage relativ groß dimensioniert ist hat das immer gut gepasst, im Sommer war die Batterie selten unter 70%. Man kann aber natürlich noch weitere Batterien verbauen, wenn man mehr Speicher braucht.

    Liebe Grüße Julius

  • Online
    VWBusman
    womobox-Guru
    Beiträge
    4.908
    Wohnort
    Nord-Schwarzwald
    • 3. März 2026 um 18:40
    • #5

    Hallo Julius,

    viel Erfolg beim Verkauf.

    Für alle denen die Batterie zu klein ist - ich habe drei Liontron 25,6V 100Ah Batterien zu verkaufen.

    Gruß Christopher

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