Vergleich Ducato alt gegen heutiges Modell

  • Zunächst mal "Guten Tag". Bin ein neuer Benutzer und habe folgende Anmerkungen/Fragen zum Fiat Ducato:



    Folgende Unterschiede sind bemerkenswert:
    1. Das Fahrzeug gibt es nicht mehr in ca. 5,50 m Gesamtlänge, sondern nur noch in 5,41m Gesamtlänge oder sogar ca. 6,00 m. Da ich keinen PKW besitze, den Ducato also zum täglichen Gebrauch benutze, sind 6 m zu lang (wg. Parkplatzproblemen).
    2. Der Laderaum im heutigen Ducato (Länge 5,41 m) ist meines Wissens 24 cm kürzer als der des Vorgängers (3,36 m gegenüber heute 3,12 m)
    Meine Frage ist:
    Wie kann man trotzdem den Wohnbereich auf dieser verkürzten Ladefläche günstig einrichten ?
    Zur Zeit habe ich im wesentlichen folgenden Grundriss:
    Hinter dem Fahrersitz 24 cm Bewegungsfreiheit, um den Fahrersitz bei langen Fahrten bequem einzustellen (benutzt für Zweitbatterie, Wasserkanister und Inverter)
    Dahinter Küchenblock (100 cm x 50 cm), anschliessend Duschkabine mit beweglichem WC (71 cm x 77 cm = Reimo-Duschwanne). Restlicher Raum ist mit einem franz. Bett mit den Massen 1,60 m/1,41 m x 1,98 m belegt.
    Tisch (80 cm x 80 cm) und Stühle zusammengeklappt werden vor dem Küchenblock gelagert. - Kann ich deshalb innen und aussen benutzen. Davor - bis zur Schiebetüre - ist genügend Platz für Fahrräder oder Motorroller.


    Eine weitere Frage stellt sich wie folgt: Ist die Frontbeleutung beim heutigen Ducato so hoch angebracht, dass ein wesentlich höherer Bodenabstand beim neuen Ducato nicht mehr möglich ist ? (notwendig bei Fahrten auf Pisten)


    MfG Karl

  • Hallo Karl,


    wegen der Außenlänge kann ich dich beruhigen. Ich fahre einen Daily, der ebenfalls knapp über 5,9m hat. Bislang hatte ich, von Tiefgaragen mal abgesehen:D , noch nie Probleme einen Parkplatz zu bekommen.
    Zur Not einfach mal ein paar Meter laufen, statt direkt vor der Eingansgtür parken.


    Das Problem beim Duc liegt weniger an der Länge als an dem dämlichen Frontantrieb, der einen vernünftigen Lenkeinschlag verhindert.
    Ein Bekannter hat ebenfalls einen "langen" Boxer (5,5m). Der wird immer blaß vor Neid, wenn er den Wendekreis des Daily sieht.
    Beim langen Boxer, Duc, etc liegt er irgandwo bei 15,...m, beim Heckangetriebenen Daily knapp 12,5m.
    Mit etwas rangieren bin ich dank Rückfahrkamera schon in Parklücken gekommen, die vorne und hinten noch 40cm Platz hatten.


    Gruß
    Christoph

  • Hallo Karl,


    wenn Du mit dem jetzigen Grundriss zufrieden bist und Du den neuen Ducato neu ausbauen möchtest dann ist der Innenraum Verlust nicht das größte Problem. Hier und da ein paar cm gekürzt und das ganze geht wie im jetzigen gut rein. Du kannst aber auch einen neuen Ducato als Ansporn nehmen was neues zu kreieren.
    Für den Transport von Fahrräder und Motorrad/-roller gibt es auch gute Trägersysteme. Habe an meinem T4 auch einen Motorradträger.



    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Hallo Christopher !


    Natürlich werde ich auch mein nächstes Womo selbst ausbauen.
    Ich frage mich nur, wo ich beim neuen Ducato am besten an der Wohnraumlänge sparen kann. Nach der Messe Düsseldorf wurde über kleine Betten bei den Fertigwomos gejammert. Ich bin froh, dass ich hierfür genügend Raum vorgesehen habe, also hier kein Problem habe und in Zukunft auch kein Problem haben möchte. Die Grösse der Duschkabine ist durch Fertigduschwannen vorgegeben, bei mir zwar eng, aber annehmbar. Ich müsste also an der Länge der Küche oder dem Spielraum hinter dem Fahrersitz sparen. Was ist besser ?
    Mit den fertig ausgebauten Womos kann ich wenig anfangen. Ich wohne seit 30 Jahren in der Nähe von Malaga (Andalusien) und da ich nur ca. 2,5 Autostunden (incl. Fähre) von Afrika entfernt bin, fahre ich auch mal dahin.
    In Marroko ist es - insbesondere in der Westsahara - zweckmässig auf dem KFZ-Dach zu schlafen. Dies ist normalerweise in einem fertigen Womo nicht vorgesehen.
    Ansonsten brauche ich auch anderes nicht. Ich habe Gasflaschen zur täglichen Benutzung im Wohnhaus - und auch anderes nützliches, was ich mitnehmen kann.
    Vor der Abreise mit dem Womo, brauche ich lediglich folgendes einzuladen:
    - Gasflasche
    - Kathalyt-Heizofen je nach Jahreszeit (im Haus brauchen wir im Winter keine Zentralheizung, sondern nur den erwähnten Gasofen)
    - Gasdurchlauferhitzer, den wir auch im Haus für Warmwasserbereitung benutzen
    - Gaskühlschrank bzw. Kühltruhe auf thermoelektrischer Basis (taugt wenig !)
    Gasabnahme ist meines Wissens unbekannt (vielleicht aber für die Wohnung ?).
    Einen Anhänger kann ich einfach ohne TÜV, Steuer oder Versicherung an das Womo anhängen und das gleiche Schild - wie vom Zugfahrzeug - befestigen.
    Allerdings ist dann ein Huckepacknehmen des Motorrollers leider nicht möglich. Aber im Anhänger ist wesentlich mehr Platz.
    MfG Karl
    PS: Camping ist bei gutem Wetter schön. Deshalb bevorzuge ich Fahrten in die Sahara (am liebsten Atlantikküste) mit viel Sonne u. wenig schlechtem Wetter u. obendrauf Ruhe bzw. schöne Landschaft.

  • Hallo Karl,


    den Platz hinter dem Fahrersitz halbieren und dann Küchenblock auch um 12cm kürzen. Das ist zweimal nicht zu sehr gekürzt und hohlt die verlorene Länge wieder rein.
    Andere Variante wäre das Du die Naßzelle auf die andere Seite stellst und den Küchenblock nach hinten verlängerst. Nachteil dieser Variante ist das der Platz für Fahrräder schrumpft.


    Das einfachste ist natürlich auf den Freiraum hinter dem Fahrersitz zu verzichten. Ich sitze gerne aufrecht beim Fahren und daher wäre dies der einfachste Platzverzicht für mich.


    Gruß Christopher

    Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

  • Hallo Christopher
    Wenn ich die Nasszelle auf der anderen Seite anbringe, habe ich nicht nur Nachteile bei der Fahrrad/Motorroller Unterbringung, sonder vor allen Dingen stelle ich mir damit einen Teil der Schiebetüre zu. Damit verliere ich einen der Haupvorteile eines umgebauten Kastenwagens, nämlich die Möglichkeit bei guter Wetterlage rundum alles zu öffnen und damit die Luft und die Natur zu geniessen.
    Denkbar schlechte Erfahrungen habe ich diesbezüglich mit dem Womo gemacht, das ich bei meinem Nachbarn ausgeliehen hatte (Adria mit Heckgarage). Bei 40 Grad im Schatten und voller Sonneneinstrahlung konnte man es innen nicht mehr aushalten; vor dem Womo zu schlafen war mir zu riskant (Zigeuner in der Nähe !) und ich fuhr deshalb schnell nach Hause, um auf meiner Terasse auszuschlafen.
    Serienmässig ist im Ducato eine Abtrennung zwischen Fahrerkabine und Laderaun vorhanden. Dem Fahrer bleibt deshalb nichts anderes übrig, als - wie Du das gerne magst - aufrecht sitzend zu fahren. Ich finde es ermüdend, auf diese Art und Weise wirklich lange Strecken zu fahren. Und die langen Strecken nehmen zu. Bedingt durch die Ausbreitung des Autoverkehrs werden z.Zt. weltweit sehr viele Strassen gebaut. So ist z.B. die marrokanische Atlantikküste länger als die Strecke von Düsseldorf nach Malaga und damit ist man noch lange nicht am Ende der Ausbaustrecke Richtung Dakkar. Wie ich von Teilnehmern der Sahararailay erfuhr, ist die Strasse bis weit in den Senegal hinein ausgebaut (meistens asphaltiert) und damit gut befahrbar. Ich bin davon überzeugt, dass in naher Zukunft eine Womo-Fahrt zum Killimanjaro nicht mehr unmöglich ist. Damit geht mancher Traum in Erfüllung.
    Was die Längeneinsparung im Wohnteil des Ducato angeht, bin ich dabei zu überlegen, wie eventuell der Küchenblock von 1,00 m auf ca. 0,75 m verkürzt werden kann. Gibt es hierzu irgendwelche Informationen ? Wenn ja erbitte ich einen Hinweis. Herzl. Dank
    Mfg Karl

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