WoMo Sanierung, Wasserschaden. Welche Materialien verwenden?

  • Guten Tag!
    ;-)


    Ich lese hier schon viel Wochen mit und must feststellen das so eine Leerkabine schon auch Ihre Vorteile ggü. eines "üblichen" WoMos hat.


    Das wäre vielleicht mal was ..


    Derzeit beschäftigt mich aber die Teilsanierung meines WoMos und ich denke aufgrund eurer intensiven Beschäftigung mit Materialien und Bauteilen hat vielelicht jemand von Euch einen Tipp für mich. Ich hoffe das ist nicht zu sehr Off-Topic .. ;-(


    Ich habe kürzlich einen 1990iger GMC Rockwood (6,85m /2,45m, 3,4m hoch) gekauft. Mir war schon klar dass die Dinger bei dem alter immer nass sind und war auf eine Sanierung eingestellt. Aber eigentlich hatte ich doch gehofft dass es nicht ganz so schlimm ist.


    Naja ...


    Strukturaufbau des WoMos grundsätzlich aus Aluprofil, meist 40/40, tw. 25/40, im dach 60/40, aber recht viele Holzbalken drinnen. Die gesamte Alkovenfront zB ist aus 40/40iger Holzbalken, die Heckwand auch und vor allem: Überall dort wo es einen Übergang gibt (oben Dach-Seitenwand oder hinten Seitenwand/Rückwand) ist ein HOLZBALKEN *würg* verbaut. In dieses Holz (wo noch vorhanden) sind die Schrauben von der Dicht/Kederleiste von aussen reingeschraubt.


    Wand- und Dachaufbau ist (war) von aussen nach innen
    - 4mm(?) dicke Gfk-Wand (beim Dach ist aussen Alublech und darunter so eine dicke Gummihaut...)
    - 4mm sperrholzplatte (pappel?)
    - 40mm geschäumtes Styropor (nimmt wasser auf)
    - 4mm sperrholzplatte, tapeziert


    Lage ist wie folgt:
    Fahrzeughülle ist noch zu, vorerst hab ich nur von innen gewerkt:


    Wasserschäden im Alkoven links mehr als rechts:
    Der Alkoven ist bis auf die Aussenwand entkernt, das Dach darüber auch. Auch die äussere Sperrholzplatte unter der Aussenhaut ist herunten, war kein Problem, war patschnass. Die Hölzer sind eigentlich OK, die Aluträger sowieso. Einen Träger im Dach will ich tauschen auf Alu denn der wurde bei einer früheren Sanierung offenbar gestückelt. Ausserdem will ich das Frontfenster im Alkoven (40 x 190cm) entfernen (ist nur Einscheiben Echtglas, da hatte ich immer so viel Kondenswasser dran) entfernen, dazu spanne ich eine neue Aluhaut von der Dachkante bis zur Dichtleiste über dem Fahrerhaus. Und die dzt Holzrahmen Konstruktion vorne tausche ich auf eine Alukonstruktion.


    Wasserschaden an der hinteren linken Ecke im Bad.
    Da sieht es übel aus. Der ominöse oberste Balken ist am letzten Längsmeter der linken Seitenwand schlichtweg weggegammelt, und der hintere Balken von oben nach unten auch. Sieht echt übel aus. Die Rückwand ist bis zur Mitte des Fahrzeuges auch in schlechtem Zustand, wie es rechts aussieht weiss ich nicht (sieht trocken und gut aus) , ist aber wohl egal weil ich die Wand auch in Alu-trägern machen will, daher muss eh alles raus. Habe die Badewanne weggeschraubt, der Boden ist zwar im Wandbereich ein wenig feucht aber noch stabil und in Ordnung.


    Dann gibt es noch einen "kleinen" Schaden unter der Stauraumklappe rechts unten, da ist der Längsträger in Aufbau am verrotten wo die Seitenwand an den Boden verschraubt ist. Das werde ich aber wohl provisorisch lösen durch Neuverschraubung mit Schraubhülsen und Ausschäumen des gesamten betroffenen Bereichs.


    Zur Info: Die Bereiche des Wassereintrittes waren die Positionsleuchten am Dach vorne/hinten und die vordere Kante Alkoven/Dach.


    Meine Frage dazu gilt dem an den Sanierungsstellen zu verwendenden neuen Wandaufbau:


    Ich habe nicht die Möglichkeit die komplette GfK Wand abzunehmen und getrennt zu sanieren. Ich möchte daher links vorne und links hinten die Kederleisten lösen und das Dach leicht anheben um soweit wie möglich von aussen den neuen Alu-Rahmen vorne am Alkoven und überall die neue Wandbeplankungen die aussen an den Rahmen muessen einzubringen.


    Nur welchen Wandaufbau soll ich wählen? Sperrholplatten kommen innen dran, damit ich sehe soabld was nass wird, aber zwischen Aussenwand und Rahmen kommt mir sicher kein Sperrholz mehr!


    Ich dachte an eine 3mm Compond Platte (Alu-Gfk-Alu) oder was in der Art und für den Zwischenraum zwischen den Aluprofilen 40mm Styrodurplatten (Roofmate..).


    Ist das was? Oder gibts da was anderes/günstigeres/besseres? Und wie befestige ich die Compound Platten von aussen an den Aluprofilen? Im Übergangsbereich von alter Beplankung auf neue ist Schrauben nicht möglich weil ich die GFK Aussenwand keinesfalls so weit wegbiegen kann dass ich mit der Bohrmaschiene / Schraubmaschine rankommen ... Geht da auch Verklebung mit Sikaflex oder so? Sollte ich wegen Kondenswasser die Compundplatte mit der Aussenwand verkleben? Und womit? (Compoundplatte von aussen an Aufbaurahmen verschraubt und dann an die Aussenwand verklebt bedeutet: Das geht nie mehr zu zerlegen! Ist das wirklich sinnvoll?)


    Ich wäre für Tipps und Hinweise dankbar.
    Fotos gäbe es auch jede Menge, kann bei Bedarf gerne einen Link posten


    lg
    Gerhard

  • Hallo Gerhard !


    Willkommen im Club! Ich helfe auch gerade einem Kollegen der einen Winnebago komplett saniert. Ebenfalls Wasserschäden sowie Ablösungen vom GFK vom Schaum/ Sperrholz.
    Wir verwenden als Schaum Styrodur sowie außen dann GFK Rollenware die wir mit einem Zweikomponentenkleber aufgekleben.
    Die zwei Seitenwände sind bereits komplett neu beplankt; am Samstag kommt der komplette Alkoven (von der Unterkante Fahrzeugdach) das komplette Dach sowie die ganze Rückwand dran. Alles an einem Stück.
    Bezugsquellen kann ich Dir bei Bedarf mitteilen. Aber: Eine Sauarbeit und ohne Garage (fast) nicht machbar!


    Guido

  • hallo
    ;-)


    na, da habt ihr ja auch einiges am hals


    der rockwood ist recht ähnlich wie der minniewinnie ...


    wie war das?
    GFK rollenware aussen an das fachwerk dran..?


    *hmmmm*
    naja, warum nicht


    bleiben da die aussenwände noch original? oder habt ihr die dann auch gleich neu gemacht? das wäre mir dann doch zuviel stress ...


    garage gibts eh dann später fürs aufmachen des daches, kostet aber ..


    daher will ich mal innen alles fertig machen was geht und alle vorarbeiten fürs öffnen


    hat der winnie auch eine alukonstruktion innen?
    oder holz/alu wie der rockwood?


    lg
    g


    ps:
    bezugsquellen fehlen mir dzt für die aluprofile und vor allem fehlt mir jemand der alu schweissen kann, aber leider in österreich, da hilft mir leider eein kontakt in DL wenig ..
    ;-(


    lg
    g

  • Hallo Gerhard,


    der Winnebago hat einen Holzrahmen, nix mit Alu. Alle morschen Holzteile wurden getauscht, das Furnier welches auf den Schaum geklebt wurde ist ebenfalls (wo´s schlecht war) ersetzt worden. Somit waren die Wände wieder ok. Dann haben wir die GFK Bahnen aufgeklebt.
    Das kleben war relativ einfach: Drei Mann mit Zahnspachtel den Kleber auftragen, zu fünft die Bahn hertragen und auf bereits vorher(!) aufgebautem Sockel an der Außenwand anbringen, mit einer Gummiwalze fest anpressen. Dann mit Styroporplatten und Spanverlegplatten abdecken und mit Spannstützen anpressen und über Nacht trocknen lassen. Anschließend die Fenster, Tür und Klappen ausschneiden. Ich versuch mal ein paar Bilder anzuhängen. Am Samstag kommt das Dach dran, dann kommen noch Bilder (bei bedarf).
    Für das Aluschweißen kann ich Dir leider nicht weiterhelfen. Ich würde versuchen die Teile zu vernieten, bzw. zu verkleben.


    Guido

  • Habe noch was vergessen:


    Ich würde die neuen Abdeckungen nicht aus Alu sondern aus GFK-Profilen herstellen, welche man fertig kaufen kann. Bezugsadresse kann ich noch mitteilen, mein Kollege hat da ein paar gute Adressen ausfindig gemacht. Für den Winebago hat er sich 6m Profile mit 10x10cm Kantenlänge besorgt sowie ein U-Profil für den Wandaschluß unten. Alu kannst Du gut verkleben mit Klebt und Dichtet von der Fa. Würth. (Schau mal bei denen auf der Homepage). Damit arbeiten wir auch, wenn Du die Materialien wie vorgeschrieben entfettest, mit Primer vorbehandelst und dann klebst hält das bombenfest!


    Guido

  • hallo


    waaaahnsinn was ihr euch da antut!
    gewaltig!


    also genau das (wand komplett neu) wollte ich vermeiden, denn dafür habe ich weder persönlich die zeit noch die chuzpe.
    ich finde das aber toll.


    das mit dem alu nieten hatte ich mir auch schon gedacht. auf der einen seite sagen manche die eisennieten reagieren mit dem alu, aber andererseits: in meinem rockwood sind die holzbalken mit eisenkallern ans alu getackert. das ist alles im wasser geschwommen. so wie es aussieht jahrelang., und da hat nix reagiert. naja. ist wohl auch eine lösung. ich kaufe mir stärkeres alu L-profil und schneide davon stücke in länger der balkenbreite ab und verwende das als winkeln..


    das mit dem GFK profil hätte ich auch gemacht...
    .... wenn ich die wand neu gemacht hätte und nicht schon vorher ein alu-rahmen drinnen wäre. aber ich traue dem (GFK) frieden ehrlich gesagt net. alu is alu, das GFK denke ich mal wird wohl doch wieder porös oder altert im UV licht. noch dazu die unterschiedlichen ausdehnuzngkoeffizienten GFK- ALU. im dachbereich wo es gleich mal 70, 80 grad hat ...
    nein, ist mir zu heikel


    wo verwendet ihr die 10/10er GFK profile? oben als dachleiste?


    lg
    g

  • Zu Alu und Nieten:


    Es gibt Alunieten da passiert dann garnichts! Aluwinkel und Profile gibt es günstig bei Fensterbauern bzw. Wintergartenbauern. Zudem gibt es ja den Kleber, ganze Flugzeuge (Airbus!) werden so gut wie nur noch verklebt.


    Die Wände neu machen wir ja nicht :D:D wir reparieren ja nur und machen es (hoffentlich) besser wie die People bei Winebago :twisted:


    Wenn du einen trockenen Platz hast ist es halb so schlimm. Am übelsten ist es bis alles abgebaut und demontiert ist. Mein Kollege hat erst auch mal nur eine Seitenwand demontiert, dann ist der Anblick nicht ganz so trostlos... :oops:
    Die zweite Wand ging dann wesentlich schneller.


    Deine Bedenken hinsichtlich GFK halte ich für übertrieben. Ich selber fahre einen 16 Jahre alten Triple E ebenfalls aus GFK. Mußte lediglich vor zwei Jahren das Dach mit einer neuen Schicht Gelcoat überziehen. Die Seitenwände und er Alkoven bzw Rückwand sind einwandfrei. Dabei ist das GFK das an meinem Fahrzeug verwendet wurde auch keine "Premium" Qualität. Das Rollenmaterial das wir jetzt verwenden hat eine wesentlich stärkere Gelcoatschicht.
    Außerdem gibt es auch GFK-Boote die bei etwa Pflege locker 25-30Jahre alt werden. Dazu kommt, daß eine GFK Hülle (für Laien) leichter zu reparieren ist als eine Aluhülle.
    Das mit der Temperatur sehe ich als nicht so schlimm an. Ich denke daß die Aluprofile doch recht schmal sind im vergleich zu der Gesamtbreite des Fahrzeugs. Zudem nehmen wir aus diesem Grund auch die breiten GFK Winkel im Kanten und Eckbereich und nicht die schmalen Aluprofile oder GFK Profile die die Hersteller nehmen. Diese Profile werden wir auch nicht mehr schrauben, sondern nur noch kleben, so sind an diesen Stellen keine Wassereinbrüche mehr zu befürchten.

  • Zitat von triplee

    ...Zudem gibt es ja den Kleber, ganze Flugzeuge (Airbus!) werden so gut wie nur noch verklebt......
    .........Das Rollenmaterial das wir jetzt verwenden hat eine wesentlich stärkere Gelcoatschicht......



    hallo


    was ist denn das für ein kleber? alu - alu oder gfk-gfk ..?


    lg
    g

  • Hallo Gerhard,


    mit was dere Airbus verklebt wird, weiß ich nicht. Schau mal auf der Homepage von der Fa. Würth und dort unter dem Produkt "Klebt und Dichtet" Dort findest DU eine Tabelle, mit welchem Kleber Du welche Materialien verkleben kannst und was dabei zu beachten ist.
    Auch bei Audi sind die Topmodelle (Alu) an vielen Baugruppen/Teile verklebt!



    Guido

  • Zitat von triplee

    Hallo Gerhard,


    mit was dere Airbus verklebt wird, weiß ich nicht.


    hallo guido!


    ich meinte ja mit was IHR verklebt, das gfk, an den kanten..
    ;-))


    lg
    g

  • Hallo,


    für die Flächen (Seitenwände+Dach) wird Helmipur verwendet, für die GFK Leisten Klebt und Dichtet.
    Am Samstag haben wir den kompletten Alkovenboden sowie das halbe Dach neu gemacht. Alkovenboden wurde komplett neu gebaut aus GFK+Sandwich aus Schaum und Holzrahmen+GFK.
    Siehe Bilder

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