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Beiträge von Picco

  • Reisebericht: Picco in Tansania und Kenya 2025

    • Picco
    • 26. Juni 2025 um 07:31

    Tag 13: Kili und endlich der Mkomazi National Park

    Kurz nach dem Schlafen erwache ich mal und schäl mich schon bald mal aus dem Schlafsack und dem Zeltchen.
    Kein Löwe, keine Hyäne, nicht mal ein Elefant begrüsst mich.
    Dafür die Morgensonne!
    Also ists klar und der Kili wohl zu sehen!
    Vorher aber mal für kleine und grosse Jungs...
    Muss auch mal sein!
    Anschliessend geh ich in die Rezeption um kurz die eMails zu checken und mit Sabine zu schreiben...


    Oben: Die Sitzgarnitur in der Rezeption, wo man auch WiFi hat.

    ...dann wird Sven gesucht, denn wir wollten ja zusammen den Kili knippsen gehen.
    Sven ist nicht zu finden und so pack ich meine Kamera und watschle um die Lodge herum um auf einem der dortigen freien Felder den Kili zu knippsen!
    Noch auf der Wiese kommt mir Sven entgegen, auch er hat mich gesucht und genauso nicht gefunden wie ich ihn (so ein Zufall aber auch).
    Aber er hat den Kili schon in die Kamera gepackt!
    Na dann hoffen wir mal dass er mir was vom Hügelchen übrig gelassen und nicht alles wegfotografiert hat...
    Kaum aus dem Lodgegelände rausgegangen werd ich schon von einigen vorbeifahrenden Einheimischen wie ET's Grossmutter angestarrt.
    Ich staun immer wieder wie offen hier einige Menschen andere Menschen anstarren können, das hab ich bisher echt nur in Afrika erlebt!
    Aber ich kann das problemlos ignorieren während ich über die Strasse gehe.
    Auf der anderen Seite der Strasse sind Felder und auf denen arbeiten einige Frauen, von denen mir eine sehr laut
    'Hello' zuruft.
    Natürlich schallt ein freundliches 'Hello' zurück, dann wird beidseits etwas gegrinst und gewunken und gut ists.
    Nun bin ich an einer Stelle wo ich den Kili recht gut sehen kann, leider mit etwas Dunst.


    Oben: Das Kilimanjaro-Massiv mit dem Mittleren der drei dazugehörenden Berge: dem Kibo!


    Oben: Hier sieht man in der Mitte den Kibo und rechts den Mawenzi, ganz links müsste der Shira sein.


    Oben: Einige der mich begrüssenden Frauen sind nun auf dem Feld am Fusse des Kibo am arbeiten


    Oben: Und hier noch die Spitze des Kibo mit seinen Gletschern und Schneefeldern durch den Dunst durchgezoomt.

    Nach den normal auflösenden Bildern versuch ich mich noch darin die HighRes-Auflösung einzuschalten, scheitere aber
    grandios an dieser Aufgabe!
    Manchmal wäre es von Vorteil wenn man sich auf so was vorbereiten würde...GRMPFL!!!
    Na ja, ich gebs auf und geh wieder, die restlichen Frauen auf dem Feld wieder grüssend und bewinkend, zurück um zu frühstücken.
    Anschliessend wird alles zusammengepackt und verladen sowie die Toilette nochmals besetzt, denn anschliessend fahren wir ab zum Mkomazi National Park!
    Beim Abfahren übersieht Robert offenbar den Kandelaber der Wiesenbeleuchtung...der danach etwas an den schiefen Turm von Pisa erinnert...
    Also wieder richten und abfahren.
    Erst mal ab zur Tankstelle, aber die hat keinen Diesel...
    Also zur Nächsten...die ebenfalls keinen Diesel hat!
    Aber aller guten Dinge sind Drei!
    Und tatataaaaaaa!
    Die Dritte hat Diesel und verkauft ihn auch!
    Und schon gehts weiter...
    Zweieinhalb Stunden später halten wir in der Stadt Same an einer Tankstelle und Bushaltestation, wo wir unseren Ranger der nächsten Tage, Jacko, auflesen.
    Netter, sympatischer Typ, aber ich hab nicht gewusst dass wir einen eigenen Ranger mitnehmen müssen.
    Na ja, dann ists halt so, Platz haben wir ja.
    Bald sind wir am New Zanga Gate, und nach etwa 30 Minuten fahren wir in den Park hinein zu unserem Zeltplatz der nächsten Nächte!
    Genannt wird sie 'Zange Public Campsite Mkomazi NP'.
    Bewohnt wurde sie offenbar schon seit einiger Zeit nicht, zumindest lässt sich absolut nichts finden, was auf kürzliche
    Benutzung hindeuten würde.


    Oben: Das 'new Zanga Gate' von ausserhalb des Parks gesehen


    Oben: Und ja, im Park solls Tiere haben. Genau diese hier wie auf dem Bild!


    Oben: Und endlich drin im Park, ab zur Campsite!

    Also mal das Zelt packen und aufbauen!
    Aber ich werd fies behindert!
    Und zwar vom Boden!
    Denn der ist zum Einen voller Dornen und zum Anderen steinhart!
    Mit Hilfe eines grossen Hartholzastes schaff ichs trotzdem meine Alu-Heringe in den Boden zu hacken...ein Wunder dass sie gerade geblieben sind!


    Oben: Unsere Zelte neben dem afrikanischen Busch...und damit ist kein einzelner Busch gemeint sondern alle zusammen..

    Aber schon bald merke ich dass unter dem Zelt noch mehr Dornen sind, denn die stechen schon durch den Boden!
    Das möchte ich aber meiner Luftmatratze nicht zumuten, deshalb geh ich zu Robert und frag nach der Schaumstoffmatratze, die er für mich sowieso dabei hat.
    Er drückt mir die Matratze und ein Kissen, das ich aber gar nicht brauche und drum zurückgebe, in die Hand und ich schieb die Matratze in mein Zelt hinein und leg meine Luftmatratze drauf.
    Hat was vom Prinzen auf der Erbse...wobei wir hier von fiesen Akazienstacheln und nicht von netten Erbsen sprechen!
    Nur ums mal klar gemacht zu haben!
    Man ist ja Held und nicht Weichei...odrr so...
    Während Hamis sich einrichtet fahren wir wieder zum Gate, wo wir etwa eine halbe Stunde rumlungern wie Jugendliche am Bahnhof...
    ...während Robert die Permits für das Mkomazi Rhino Sanctuary und Wild Dogs Sanctuary holt.
    Als wir eingefahren sind war der zuständige Beamte nicht vor Ort, deshalb sind wir erst die Zelte aufstellen gegangen, die Campsite ist ja nah am Gate.
    Scheint auch ein sehr langsamer und mühsamer Prozess zu sein, denn er muss immer wieder mal draussen auf der Bank warten.
    Und dann zum nächsten Schalter usw.
    Aber irgendwann können wir wieder starten und Hamis Kochkünste zu geniessen!
    Dummerweise hats nirgends Strom, trotz Photovoltaik auf dem Dach und (Blei-)Batterie in der Küche...oder eben wegen der Bleibatterie?
    Die sind ja für diese kleinen, aber kontinuierlichen Ströme nicht gerade optimal geeignet und machen gerne mal die Grätsche...
    Nach dem vorzüglichen Essen packen Sven und ich unser aufzuladendes Zeugs ins Auto und schalten dort den 12V-230-Konverter ein, natürlich mit meiner Stromsteckerleiste damit auch mehrere Dinge gleichzeitig Saft saugen können.
    Während diese Dinge ihren Saft saugen tragen Sven und ich Stühle zu unseren Zelten, wo wir uns in den spärlichen Schatten setzen, Reiseberichtsnotizen machen bzw. ein Buch lesen bis es um 14:00 wieder los geht um den Park zu erkunden.
    Dann gehts endlich auf den ersten Game-Drive während Hamis die Küche usw. wieder auf Vordermann bringt.


    Oben: Unsere heutigen Fahrten im Nationalpark inklusive Mkomazi Rhino Sanctuary und Wild Dogs Sanctuary.

  • Reisebericht: Picco in Tansania und Kenya 2025

    • Picco
    • 25. Juni 2025 um 06:50

    Folgende Bilder: Schon bald gehts wieder durch belebte Orte, hier einige Bilder aus dem fahrenden Auto heraus geknippst, Afrika pur!

    Endlich kommen wir an die Hauptstrasse von Arusha nach Moshi, wo wir eigentlich links abbiegen müssten.
    Robert jedoch biegt rechts ab und parkiert vor der 'FM Bar & Restaurant' in Boma Ng'ombe (3°19'58.5"S 37°08'54.7"E).
    Da wir alle hungrig und durstig sind gehen wir in eben diese Bar, setzen uns an einen Tisch und bekommen unsere
    Lunchboxen in die Hand gedrückt.
    Nur Hamis geht gleich weiter, offenbar muss er noch was einkaufen gehen.
    Wir hingegen gehen mal unsere Hände waschen, denn dafür stehen hier Wasserbehälter und Seife im Restaurant rum.
    Die Serviertochter kommt anschliessend zu uns und nimmt in typisch afrikanischer Gelassenheit mit kritischem Blick die Bestellung von drei Tangawizi auf.
    Schon bald stehen sie auf dem Tisch und deren Kronkorken werden einhändig geöffnet, wie in allen Bars hier in Afrika,
    in denen ich schon war.
    Braucht schon etwas Fingerfertigkeit eine Flasche zu halten und mit derselben Hand den Kronkorken zu entfernen...
    Beim Zahlen versteh ich die Dame leider nicht wirklich und staune dass sie mir die 10-Dollar-Note plus 2 1$-Noten zurückgibt und sich die 5$-Note aus meinem Portemonaie krallt.
    1$ für eine 0,5l-Flaqsche Tangawizi...hoppla, das ist günstiger als ich dachte!
    Trotz Dollar-Preis für einen Weissen!
    Etwa 45 Minuten und einem Pissoir- und Händewaschgang später kommt auch Hamis wieder und wir entern den LandCruiser für die letzten gut 17 Kilometer zur Weu-Weru-Lodge.
    Robert muss die Lodge suchen, offenbar kennt auch er sie nicht.
    Aber natürlich finden wir sie, auch mit Hilfe meiner offline gespeicherten Karte der Gegend und GPS.
    Wir fahren hinter das Gebäude zur grossen Wiese, deren eine Ecke voller Stühle steht, offenbar von einer Kili-Besteigertruppe.
    Zelte hats aber keine, so bauen wir unsere mitten in die Wiese!


    Oben: Links die Villa von Robert und Hamis, rechts meine Villa und Svens Zuhause links neben meinem Zelt.
    Im Hintergrund die einzige unansehliche Seite der durchaus schönen Lodge.

    Offenbar hab ich aber die Rechnung ohne die hier wohnhaften Gänse gemacht!
    Denn denen gefällt mein Zelt!
    So richtig gern haben sie es!
    Zum Fressen gern!
    Wortwörtlich!
    Bis Sven mich darauf hinweist dass drei davon in mein Zelt beissen und ich sie verscheuche!
    Ich glaubs nicht, nur weil etwas grün ist kann mans doch nicht essen!!!
    Denen piepts wohl im Spatzenhirn, die haben doch einen Vogel!
    'Empört aus der Wäsche schau'


    Oben: BLÖDE VIECHER! WOLLEN MEIN ZELT FRESSEN!!! GEHT JA GAR NICHT!

    Nach erfolgreicher mehrmaliger Vogelvertreibung geh ich mal die Toiletten des Campingbereiches anschauen und diese wie auch die Duschen werden als benutzbar und sauber akzeptiert!
    Anschliessend geh ich mal zur Rezeption um nach einem WiFi und einem allfälligen Passwort zu fragen, das ich auch bekomme!
    Funktionieren tuts aber nur im Bereich der Rezeption...und zweimal eingeben muss ich es auch noch, aber hey: Ich hab endlich wieder mal Internet, kann also endlich wieder mal ein Lebenszeichen zu Sabine senden!!!
    Und auch eines von ihr empfangen!
    Plötzlich werd ich auf eine zurückgekommene Kili-Besteiger-Gruppe aufmerksam, die sich nun in der Rezeption sammelt.
    Und schon erklingt das Kilimanjaro-Lied, das jeweils nach einer Besteigung als Abschied gesungen wird.
    So erlebe ich das, nachdem ich 2015 um dieses Erlebnis beschissen wurde, nun endlich auch mal.
    Sehr schön, sehr bewegend.
    Wie bewegend muss es sein wenn man selbst betroffen ist?
    Ich werds nie erfahren, Berge über 4000m sind für mich Vergangenheit, da ich mit meiner Histaminintoleranz bei solchen Aktivitäten jedesmal grosse Probleme bekommen habe.
    Wenn der Körper was dagegen hat sollte man das respektieren, hab ich nun auch begriffen.
    Ich bleibe noch eine Weile in der Rezeption, dann geh ich zurück zur Wiese und setze mit zu Sven an den Tisch.
    Lesen ist angesagt.
    Nach den langen Fahrten genau das Richtige und da der Kili sich wieder mal in Wolken gehüllt hat brauchen wir auch nicht zu versuchen diesen zu fotografieren.
    Duschen, rumsitzen, lesen, das Lodge-Formular ausfüllen, Pass kopieren, damit verbringen wir den Resttag bis zum Abendessen, das uns Hamis auch heute zubereitet.
    Anschliessend gehen Sven und ich ins Gartenrestaurant, trinken je zwei Biere und lassen die letzten Tage Revue passieren.
    Noch Steffi, mit der ich damals unterwegs war als wir Joakimu als Koch dabei hatten, das Bild von Joakimu und mir per WhatsApp senden, die sich riesig freut, nochmals etwas mit Sabine schreiben und ihr eine gute Nacht wünschen, dann wirds Zeit für eine abschliessenden Amarulla als Gute Nacht-Trunk.
    Nur haben sie keinen Amarulla mehr, irgendwer hat den ausgetrunken :-O ...Schweinerei!
    Na dann gehen wir halt so in unsere Zelte.
    Lala Salama!

  • Reisebericht: Picco in Tansania und Kenya 2025

    • Picco
    • 24. Juni 2025 um 06:56


    Oben: In der Ortschaft Longido bei 2°43'44.6"S 36°41'28.5"E angekommen gehts von der Naturstrasse auf die Asphaltstrasse, wo wir rechts abbiegen.


    Oben: Die Ortschaft ist nicht wirklich dicht bebaut...


    Oben: Nach dieser Top-Garage biegen wir bei 2°46'09.4"S 36°42'32.4"E nach links ab.


    Oben: We proudly present: The famous Mount Kilimanjaro!


    Oben: ...ok, etwas näher gehts noch...


    Oben: Wir durchfahren ein Wildschutzgebiet mit Zebras, Gnus und Giraffen, das scheinbar mal den Arusha Nationalpark erweitern soll und wo sich diese Lodge befindet.
    Damals dachte ich es wäre eine Serval-Station, die sich um diese schönen Katzen kümmert, nun weiss ich dass man da Bungalows für aktuell 950$ pro Nacht buchen kann und es sich selbst als 'a wildlife sanctuary & luxury ecotourism resort' bezeichnet.


    Oben: Müsste der Shira (3962m), der dritthöchste Berg im Kilimanjaro-Massiv, nach Kibo (5895m) und Mawenzi (5148m), sein.


    Oben: Die Strecke ist teilweise etwas Wellblechig, aber gut befahrbar.


    Oben und folgende Bilder: Schon bald gehts wieder durch belebte Orte, hier einige Bilder aus dem fahrenden Auto heraus geknippst, Afrika pur!

  • Reisebericht: Picco in Tansania und Kenya 2025

    • Picco
    • 23. Juni 2025 um 07:05


    Oben: Ja, es hat auch Gegenverkehr, hier nicht mit zwei Pferde- sondern mit zwei Eselsstärken.


    Oben: Auf den Weiden neben der Piste sind immer wieder Kuhherden der Massai zu sehen.


    Oben: Der Architekt hat wohl nur 45°- und 90°-Winkel zum Zeichnen zur Hand...


    Oben: ...wie man auch an diesem Beispiel gut sehen kann.


    Oben: Und weitere Massai-Kuhherden am Wegesrand rumstehend.

  • 12V Sammelpunkte verteilt in der Kabine?

    • Picco
    • 23. Juni 2025 um 06:44

    Hoi zämä

    Zitat von Kreiseltaucher

    Küchenlicht 24W = 2,0 = 2,5qm, Beleuchtung Bad 13W = 1,5qmm, Lüfter 15W = 1,8 = 2,5qmm.

    Anderer Ansatz: Geräte mit weniger Anschlussleistung nehmen. Ein Küchenlicht mit 24W? Das ist doch kein LED, odrr? Und beim Lüfter kommts auf etwas weniger Spannung nicht so an, da hilft es mehr ein Fenster zu öffnen damit Ersatzluft nachströmen kann.

  • Reisebericht: Picco in Tansania und Kenya 2025

    • Picco
    • 22. Juni 2025 um 09:12

    Tag 12: Auf unbekannten Pfaden in Richtung Moshi

    Habari za asubuhi (Guten Morgen auf Suaheli)
    Heute sollten wir den Kili sehen...ob wir das aber tun hängt davon ab ob wir nach Arusha fahren oder nicht!
    Also haben wir heute noch Gesprächsbedarf.
    Zuerst gibts um 06:30 Uhr jedoch Frühstück.
    Danach bitte ich Robert zu mir um die Sache zu klären.
    Und viel Überzeugungsarbeit brauch ich nicht zu leisten, er lenkt sehr schnell ein und weiss jetzt auch dass es eine Strecke gibt die direkter nach Moshi führt als die über Arusha.
    Demnach werden wir alle vier im Auto heute zum ersten Mal diese Strecke fahren, wie ich es geplant habe.
    Ich nehme mal an Robert hat zwischenzeitlich mit Achmed Kontakt gehabt...
    Hamis erklärt uns den Lärm der letzten Nacht, offenbar war da unten eine Massai-Hochzeitsfeier!
    Und wie die gefeiert haben!
    Na ja, irgendwann hab ich dann ja doch noch schlafen können, Sven ists ähnlich ergangen.
    Dann heissts zusammenpacken und um etwa 08:15 fahren wir los.
    Die ersten Kilometer sind zum Teil etwas holprig, danach bessert die Piste mit jedem Meter.


    Oben: Die Dächer sollen wohl an den Ol Doinyo Lengai direkt dahinter erinnern...


    Oben: Im Hintergrund die steil abfallenden Wände, oberhalb derer das Ngorongoro-Hochland liegt, wo wir 2011 und 2013 wunderschöne mehrtägige Wanderungen machen durften.

    Und hier nun ohne viele Worte einige Eindrücke der Piste vom Lake Natron zwischen den Bergen Gelai und Kitumbeine über Longido, Tinga-Tinga und Sanya Juu nach Weru-Weru in die, wie könnte sie auch anders heissen, Weru-Weru-Lodge and Campsite.


    Oben: Erstmal ein Kartenausschnitt der gefahrenen Strecke


    Oben: Rechts ist noch der Ol Doinyo Lengai und vor uns ein fremdes Safarifahrzeug...von denen es hier kaum welche hat.


    Oben: Der Ol Doinyo Lengai (und somit auch wir) befindet sich über dem sogenannten Tansania-Kraton und ist der weltweit einzige aktive Vulkan, der Karbonatitlava fördert.
    Diese Lava ist sehr dünnflüssig, hat etwa die Viskosität von Wasser.
    Kürzlich erstarrte Lava hat eine dunkle Farbe, die sich schnell in ein helles Beige verwandelt.
    Die Natrokarbonatit-Lava (Na2CO3) dieses Vulkans erreicht mit zwischen 491 °C und bis zu 590 °C im Vergleich zur Lava
    anderer Vulkane eine vergleichsweise niedrige Temperatur, entstammt aber dem Erdmantel.

  • Reisebericht: Picco in Tansania und Kenya 2025

    • Picco
    • 21. Juni 2025 um 08:57


    Oben: Weniger tierischer Ausblick in Richtung Lake Natron und dem Berg Gelai sowie dem Dorf Engare Sero.


    Oben: Eine weitere tierische Aussicht von unseren Plätzen, auf denen wir fast den ganzen Resttag verbringen.


    Oben: Ein furchtloser Besucher wird auch Streifenskink, African striped skink oder Trachylepis striata genannt.
    Wobei Letzteres ja etwas umständlich auszusprechen ist.


    Oben: Zuerst etwas scheu auf einem Baum in der Nähe, dann...


    Oben: ...wird die Scheu abgelegt und die Graukopfsperlinge (Northern Grey-Headed Sparrow bzw Passer griseus) kommen zu uns.


    Oben: Einer der Massai hier im Camp mitsamt seiner Herde.


    Oben: Die Massai treiben ihre Herden durchs Tal.

    Aber nur bis zum Abendessen sitzen wir so faul rum!
    Denn dann werden wir sehr aktiv und...
    ...essen zu Abend!
    Genau, auf diesen Stühlen, an diesem Tisch...
    Danach diskutieren Sven und ich darüber ob sein eitriger und geschwollener Fuss besser abgehackt oder nur dessen Wunde ausgebrannt werden soll.
    Da wir zu keinem Ergebnis kommen und auch nicht wirklich wissen warum der Fuss schwillt und eitert ignorieren wir ihn wieder und geniessen weiterhin die Aussicht.
    Er wird schon nicht von selbst abfallen...
    Da es langsam dunkel wird und die Lampe über uns die Insekten anzieht packen wir in heroischem Wagemut den Tisch und stellen ihn ins Dunkle.
    Wobei es ja gar nicht wirklich dunkel ist, denn es ist Vollmond!
    Und irgendwie steht der Mond hier auf der Südhalbkugel verdreht am Himmel rum...
    Und weil der Mond so hell scheint sehen wir kaum Sterne...nicht nett!
    Hamis kommt zu uns und erklärt den morgigen Tag.
    Sven und ich sind etwas verwirrt, denn er erzählt undeutlich was von Arusha...das liegt aber beim besten Willen nicht am Weg!
    Zumal wir ursprünglich sogar östlich um den Kili herum wollten, da kommt es gar nicht in Frage so weit westlich vom Kili zu fahren, wo man ihn nicht mal mehr sieht...
    Da ich mir nicht sicher bin ob ich es richtig verstanden habe frage ich nachdem Hamis wieder gegangen ist ob Sven dasselbe verstanden hat.
    Und er hat!
    Also geh ich schnurstracks in die Küche wo ich Hamis und Robert treffe und sprech an dass wir nicht über Arusha fahren wollen.
    Robert wie auch Hamis sagen dass die Strasse auf jeden Fall durch Arusha geht und sie keine direkte Verbindung nach Moshi kennen würden.
    Natürlich halte ich dagegen und die beiden schauen sich fragend an.
    Robert versichert mir nochmals dass es keinen direkten Weg nach Moshi ohne Umweg über Arusha geben würde.
    Ich sag nochmals dass es den gibt und dass wir es nicht akzeptieren über Arusha zu fahren und gehe wieder zu Sven zurück.
    Eine Weile lang sitzen wir noch draussen und dann gehts auch mal ab ins Zelt.
    Dort fällt das Schlafen jedoch schwer, denn es wird gehupt, gesungen, geschrien, mit Motorrädern und Autos rumgefahren bis weit nach Mitternacht.
    Nicht hier oben, aber unten im Tal, was hier oben auch durch den heute vom Tal kommenden Wind leider gut hörbar ist.
    Trotzdem schlaf ich irgendwann ein, lala Salama!

  • Reisebericht: Picco in Tansania und Kenya 2025

    • Picco
    • 20. Juni 2025 um 20:02

    Hoi Urs

    Das hast Du wohl schon richtig mitbekommen. Da wo die Reisegruppen zu Dörfern gekarrt werden geht es nur ums Geld. Und sie haben kein Verhältniss, viele denken wir alle wären Superreich, was wir im Vergleich zu ihnen zumindest materiell gesehen ja sind. Aber halt nur im Vergleich zu ihnen, nicht hier bei uns zuhause.
    Ich war in echten Massaidörfern, da wird nicht für Touris getanzt sondern gearbeitet oder gebettelt. Letzteres vor allem die Ältesten, die ihre KInder in die Schule geschickt haben und somit keine Altersversorgung mehr haben, weil diese in die Städte ziehen.

    Wir haben miterleben müssen wie Menschen neben Bergen von Mais hungern mussten, weil sie nicht genug Geld hatten diesen völlig überteuerten Mais zu kaufen und nicht mehr die Kraft hatten die drei Tage nach Mto wa Mbu zu gehen um dort Mais zum normalen Preis zu kaufen...kann man in meinem Reisebericht vom Februar 2011 auf http://www.comol.li nachlesen.

  • Boden Dämmung von Innen auf Multiplex oder von außen zwischen Träger?

    • Picco
    • 20. Juni 2025 um 19:51

    Hoi zämä

    Bei den vielen Wärmebrücken würd ich unten nichts machen sondern oben PUR/PIR 20mm oder besser eine Sandwichplatte mit Lastverteilschicht zwischen PUR/PIR-Schaum und GFK 2mm, dann ist der Boden fertig gedämmt und trittfest.

  • Reisebericht: Picco in Tansania und Kenya 2025

    • Picco
    • 20. Juni 2025 um 07:31


    Oben: Kurze Pinkelpause muss sein...


    Oben: Gegenverkehr und Strassensperre zugleich. Mit Gemecker!


    Oben: Die Südspitze des Lake Natron und der Ol Doinyo Lengai, wir sind fast am Ziel!


    Oben: Wir fahren durch den Ort Engare Sero, es ist 12:28 Uhr


    Oben: Ein wirklich schöner Ort ist Engare Sero ja nicht wirklich, aber die Umgebung ist schon hammermässig!


    Oben: Noch durch die letzte Siedlung vor unserem Ziel, der Worldview Campsite and Lodge...

    Um etwa 12:45 Uhr erreichen wir die Worldview Campsite and Lodge.
    Die Strecke ist in deutlich besserem Zustand als noch 2013, als wir von 09:30 bis 17:15 mit nur einer kurzen
    Pause von der Worldview Campsite and Lodge zum Kleins Gate gefahren sind.
    Also rund 7 Stunden reine Fahrzeit dafür benötigten wofür heute rund 3,5 Stunden reine Fahrzeit unterwegs waren.
    Und das wirklich ohne schnell zu fahren!
    Ich staune!
    In der Nähe des Lake Natron hat sich die Piste verschlechtert, vorher wäre ich die Piste bedenkenlos mit meinem Sport-Cabrio auch gefahren.
    Sogar die ganze Strecke wäre damit zu fahren gewesen, aber in der Nähe des Lake Natron wär es teilweise kritisch geworden.
    Aber kein Problem für einen Kleinbuss, einen PickUp oder einen Geländewagen.
    Die Worldview Campsite and Lodge überrascht mich doch sehr, 2013 waren wir hier und alles war noch ganz neu beziehungsweise noch im Bau.
    Nebst zwei Nasszellenhäuschen, einem Küchenbereich und einer Plattform war da noch kaum was und der Besitzer erzählte uns davon wo er welche Bungalows mit sensationeller Aussicht (die hats heute noch) auf den Lake Natron hinbauen werde.
    Beim Nachfragen weshalb die Bungalows nicht gebaut wurden erfahre ich dass der damalige Besitzer verstorben ist.
    Und nun führen Massai die Worldview Campsite and Lodge weiter und das merkt man.
    Nichts gegen Massai, aber die meisten von ihnen sind nicht mit unseren westlichen Masstäben zu bemessen.
    Einige liegen schlafend in der Wiese rum, andere sitzen auf Plastikstühlen rum, Ziegen und Esel haben die Wiesen
    vollgekackt, Dornensträuche liegen am Boden rum, wirklich begrüsst werden wir auch nicht.
    Na ja...schade!
    Ich beginne damit mein Zelt aufzubauen, da kommt einer daher und stellt sich als Johanna vor, was hier ein Männername ist.
    Er ist der aktuelle Chef hier, er begrüsst mich und will mir helfen mein Zelt aufzubauen.
    Ich erkläre ihm freundlich dass ich mein Zelt lieber selbst aufbaue, was ihn etwas stauen lässt, aber er akzeptiert
    es sofort und schaut mir sehr interessiert zu wie ich das Zelt aufbaue.
    Anschliessend schaut er es sich innen und aussen genau an und sagt, dass er so was noch nie gesehen hätte und es wirklich gut war dass ich keine Hilfe wollte.
    Johanna ist dabei gut merkbar ehrlich interessiert und sehr unaufdringlich und freundlich.
    Sven war schon auf einer Toilette und berichtet mir dass diese sehr sauber sind.
    Klingt ja schon mal gut, da brauch ich das Porta Potty nicht ins Zelt zu stellen!
    Na dann geh ich mal in Richtung Toilette, wobei mir Johanna den Weg weisst.
    Aber hau schocking!
    Die WC-Anlagen sind entweder ungespühlt, verstopft oder undicht.
    Alle vier die den Besuchern zur Verfügung stehen!
    Na toll!
    Ich sags Sven und frag wo er denn saubere Toiletten gesehen habe.
    Da zeigt er auf die Nasszellen der Bediensteten!
    Na ja...
    Ich geh zu Johanna und er fragt mich schon von Weitem ob ich mit der Anlage zufrieden wäre.
    Und er staunt nicht schlecht als ich ihm berichte in welchem Zustand ich die Toiletten angetroffen habe!
    Sofort schickt er Leute los und schon bald sind zumindest zwei Toiletten nicht mehr Würgreizerregend.
    Währenddem stelle ich mein Porta Potty in mein Zelt...
    Dann bekommen wir von Hamis unsere Lunchboxen, die Sven und ich mit tollem Ausblick unter Dach einnehmen.
    Heiss ists hier, kein Wunder, sind wir doch von rund 1740müM beim Kleins Gate auf 740müM bei der Campsite bzw. rund 600müM beim Lake Natron gefahren.
    Und 1000 Höhenmeter sind nun mal gemäss der Faustformel, dass 100 Höhenmeter 1°C Temperaturunterschied ausmachen, 10°C mehr!
    Also statt rund 28°C nun rund 38°C!
    Darum sitzen wir wie tote Fliegen im Schatten rum und lesen, smartfonen, trinken, schwitzen und geniessen, den ganzen Tag unternehmen wir nichts!
    Kein Ausflug zum Lake Natron, keiner zum Wasserfall, ja nicht mal eine Besteigung des Ol Doinyo Lengai, nichts!
    Halt faule Säcke...


    Oben: Aussicht von der Campsite zum 2962m hohen Ol Doinyo Lengai, auf dessen Spitze ich mich 2011 gequält habe.
    Ein Berg, so angenehm zu besteigen wie eine bis zu 45° steile Sanddüne, nur viel höher.


    Oben: Ja, genau ein White-Browed Sparrow-Weaver bzw. Mahali Weber, der trotz 'Sparrow' in seinem Namen nicht mit Captain Jack Sparrow verwandt ist.


    Oben: Die Aussicht vom offenen Essenshäuschen der Campsite ist, kann ich nicht anders sagen, echt tierisch!


    Oben: Hier unsere zwei Stühle und unser Tisch mitsamt dem Fotoequipment mit dem Essaal, wo eine französische Familie mit relativ kleinen, eher unerzogenen Kindern den Platz beschlagnahmt hat.

  • VW T4 Doka als Basis für eine Wohnkabine

    • Picco
    • 19. Juni 2025 um 15:33

    Hoi Christopher VWBusman

    Schau Dir mal an was Leon schon gebaut hat: Klick mich und staune ;-)

  • VW T4 Doka als Basis für eine Wohnkabine

    • Picco
    • 19. Juni 2025 um 07:26

    Hoi Leon

    Wenns eine Absetzkabine wird brauchst Du ja eine Art Rahmenabdeckung oder Pritsche, die Du beim TÜV vorführen musst, nehm ich mal an. In der Schweiz muss man das bei der MFK vorführen.
    Wenn Du das Teil 2m breit machst und das so eingetragen ist hast Du das Schweiz-Problem auch umschifft.

  • Reisebericht: Picco in Tansania und Kenya 2025

    • Picco
    • 19. Juni 2025 um 07:13


    Oben: Die erste Siedlung erreichen wir um 09:29 Uhr,also rund eine Stunde nach dem Kleins Gate.
    Was Sven und mir als Baufachmännern schnell auffällt: Die Architekten hier sind etwas einfallslos...alle Neubauten sehen sich sehr ähnlich...


    Oben und unten: Kurz vor Wasso weicht die Piste einer asphaltierten Strasse, mit Kreisel und Abzweig nach Mto Wa Mbu übers Ngorongoro-Hochland.

    Diesen Kreisel erreichen wir um 10:06 Uhr, also rund 95 Minuten nach dem Kleins Gate.
    Nach rund 27km ist wieder Piste angesagt, die jedoch auch noch asphaltiert werden soll...irgendwann...


    Oben: Impalas wohnen offenbar auch in Wasso...


    Oben: Hier sind wir schon in Sichtweite des Lake Natron und des Ol Doinyo Lengai, hier beginnt die Piste schlecht zu werden...
    Es ist 11:32, also rund drei Stunden nach dem Kleins Gate.


    Oben: Die Südspitze des Lake Natron wird sichtbar, während wir von Schlagloch zu Wellbrett hüpfen.

  • Reisebericht: Picco in Tansania und Kenya 2025

    • Picco
    • 18. Juni 2025 um 07:35

    Tag 11: Auf zum Lake Natron!

    Die Nacht war ruhig, die drei deutschen Damen haben zumindest nicht so laut geschnarcht dass es mich gestört hätte, Löwen oder Ameisen haben weder mich noch Sven gefressen, also beginnt der Tag schon mal nicht schlecht.


    Oben: Aussicht nach dem Aufstehen...es könnte schlechter sein! OK, ist nur ein schlechtes Handyfoto, aber die Aussicht war schon schön!

    Sofort beginnen wir mit dem Zusammenpacken, so dass wir zum Frühstückstermin um 06:30 bis auf mein Zelt alles
    zusammengepackt haben und losmampfen können.
    Aber offenbar schlafen noch einige Teile meines Körpers, das Hirn zum Beispiel.
    Anders kann ich mir nicht erklären weshalb mich Sven darauf aufmerksam machen muss dass man den Teller zuerst umdrehen und erst dann etwas drauflegen sollte...
    Danke, Sven... ;)
    Mit nun gedrehtem Teller ist das Frühstück schnell gemampft und das Zelt schnell abgebaut, so dass mir noch etwas Zeit bleibt um mit den drei Damen ins Gespräch zu kommen.
    Sie sind gestern von Arusha direkt in einem Stück hierher gefahren und wenn ich mich recht erinnere war von den Dreien erst eine mal in Namibia, für die anderen Zwei ist es (Irrtum vorbehalten) das erste Mal Afrika.
    Nachdem sie mir etwas über die Piste hierher erzählt haben geb ich ihnen noch meine Erfahrungen und Tipps weiter, denn sie fahren heute in die Seronera.
    Und schon sind Robert, Hamis und Sven fertig und nun muss auch ich noch einsteigen...
    Tschüss und ab gehts mit uns in Richtung Kleins Gate, natürlich unter dem offenen Dach stehend!
    Die Wege sind noch sehr nass von gestern Abend, so dass Robert teilweise sehr vorsichtig fahren muss.
    Vor allem in den vielen Schlaglöchern und Vertiefungen blieb das Wasser stehen, aber immerhin sind sie so gut zu sehen.


    Oben: Dies ist wohl unser Abschiedskomitee der Serengeti...


    Oben: ...unterstützt von diesen zwei Schakalen...


    Oben: ('Theatralisch wink') Tschüss Serengeti, warst eine Tolle!!! O Rövoar, Tschau, Adiöööööö!!!

    Nach etwa 15 Minuten Füsse Vertreten am Kleins Gate, währenddem Robert den Papierkram erledigt, fahren wir um 08:48 Uhr weiter.
    Nach dem Kleins Gate in Richtung Wasso durchfahren wir erst eine Gegend die durchaus zur Serengeti gehören könnte,
    entsprechend sehen wir auch hier einige Tiere.


    Oben: Büffelhelde, der offenbar den Eintritt in die Serengeti verwehrt wurde...


    Oben und nachfolgende Bilder: Bilder der typischen und schlechteren Abschnitte der Piste zwischen dem Kleins Gate und Wasso, ohne weitere Kommentare, bis zu den ersten Häusern sind wir mit offenem Dach gefahren

  • Reifenpannenset - welches?

    • Picco
    • 17. Juni 2025 um 16:07

    Hoi zämä

    Zitat von holger4x4

    Bei der Schnurreparatur muss man aber auch die stelle erstmal genau finden. Wenn da ein Nagel drinsteckt, ist es einfach, aber sonst?

    Zitat von KingWarin

    Bei nem ganz schleichenden Plattfuß stell ich mir es aber auch schwieriger vor.

    Was die Lecks bei Erdgas anzeigt kann auch Lecks bei Reifen anzeigen: Ein Wasser-Spühlmittel-Mix bildet dort wo die Luft bzw. das Gas austritt Blasen. ;)

  • Reisebericht: Picco in Tansania und Kenya 2025

    • Picco
    • 17. Juni 2025 um 07:39

    Kurz bevor wir die letzte steile Passage hoch zur Lobo-Campsite unter die Räder nehmen beginnts zu schütten...
    Nein, nicht zu regnen, zu S-C-H-Ü-T-T-E-N-!
    Ganze Bäche strömen uns entgegen, Räder drehen durch, das ganze Programm!
    Aber wir erreichen die Campsite und Robert parkiert das Auto neben dem Eingang zum Esskäfig, so dass wir schnell dort hinein huschen können.
    Und kaum sind wir drin beginnts so richtig!
    Das Gewitter entläd sich genau über uns, die Zwischenräume von Blitz zu Donner sind zum Teil nicht wahrnehmbar und es knallt in einer ungeheuerlichen Lautstärke, so dass wir uns sicher sind dass zumindest einer der Blitze direkt über uns gewesen sein muss.


    Oben: Blick aus dem Kochkäfig bei nachlassendem Gewitter

    Irgendwann ists vorbei mit dem Gewittersturm und der Tag erwacht zum zweiten Mal heute.
    Nun sieht man wieder etwas weiter als nur wenige Meter und wir können damit beginnen uns den Platz genauer anzuschauen.
    Alles schräge Wiese ausser an einem Ort...und da hats Ameisen!
    Muss ja auch nicht sein.
    Aber es hat sich hier stark verändert seit ich 2013 das letzte Mal hier war.
    Hinter dem alten, versifften und mit Fledermauskot kniehoch vollen Sanitärhäuschen hat es ein neues Sanitärhaus mit grosszügiger Ausstattung gegeben!
    Und alles ist sauber, sogar richtige Pissoirs hats!
    Aber natürlich sind wir in Afrika, so toll die Nassräume auch aussehen, der Teufel liegt im Detail.
    Zum Beispiel greift das Schloss nicht ins Schliessblech und ist demnach nutzlos...
    Oder dass die Damen weiter draussen gehen müssen als die Herren ist vielleicht auch nicht ganz so durchdacht...
    Na ja, immerhin haben sie etwas getan!
    Kurz das Zelt aufbauen und mich weiter umschauen.
    Ich geh nun wieder etwas nach unten, wo nun drei deutsche Frauen mit ihrem Land-Rover mit Dachzelten stehen und schau mir die Aussicht kurz an, wunderschön.
    Dann rauf zu dem Platz wo ich das Zelt schon in einer etwas flacheren Kuhle aufgestellt habe.


    Oben: Blick von aussen auf den Kochkäfig, das Auto und das Zelt von Robert und Hamis


    Oben: Und so sah es 2013 aus, erst jetzt erkenn ich den Kochkäfig wieder, den hatte ich aus meinem Gedächniss verloren...


    Oben: Links der Kochkäfig und rechts der Esskäfig


    Oben: Links mein Zelt, rechts Sven's Zelt und oben der Ausguckplatz der Löwen und Paviane


    Oben: Blick in einen der Toilettenräume der Herren, es natürlich auch eine Toilette für die Damen


    Oben: Duschraum der Herren, ganz passabel!


    Oben: Wie überhaupt der ganze Nasszellenneubau ganz passabel ist! Kein Vergleich zu dem danebenstehenden, total
    versifften Nasszellenbau von früher, in dem die Fledermäuse lebten und knietief deren Kot lag...


    Oben: Blick ins Tal hinunter...in der Entfernung sehen wir Büffel, Gnus, Kongonis, Gazellen, Elefanten usw...


    Oben: Die deutschen Dachzeltnerinnen am einzigen halbwegs ebenen Platz


    Oben: Im Kochkäfig, wo wir das Gewitter überstanden haben.

    Auf dem Weg zum Zelt hinauf bemerke ich was an meinen Beinen...erst ein Krabbeln, dann...
    AUA!!!
    Verdammt, wo kommen denn all die vielen bissigen Ameisen an meinen Beinen her?
    Und warum zwicken die mich von den Oberschenkeln bis zu den Zehenspitzen alle!
    Und die Viecher sind gross und haben riesige Beisswerkzeuge!
    Und wenn sie sich verbissen haben lassen sie nicht los!

    Wenn man sie abstreift bleiben die Köpfe weiterhin in meine Haut verbissen!
    So was kenn ich aus dem Amazonas, wo Wunden auf die Art genäht werden, aber hallo!?!?
    Wir sind hier in Afrika und ich habe keine zu nähende Wunde!!!
    Zagrataifl!!!
    Mit viel Anti-Brum Forte kann ich zumindest weitere Attacken abwehren, aber ich bin die letzten Minuten wie Rumpelstilzchen fluchend und fuchtelnd über die Campsite gehüpft!
    War Gott besoffen als er die Viecher erfand???
    Mann, sind deren Bisse schmerzhaft!!!

    Ein Wespenstich ist nichts im Vergleich zu dem hier!
    Unglaublich!!!
    Bis ich alle Ameisenköpfe aus meiner Haut und aus meinen Sandalen rausgeklaubt habe vergeht mehr als eine halbe Stunde...
    Irgendwann hab ichs geschaft, halleluja, dann geh ich sehr sehr vorsichtig den Weg ab, den ich vorhin gegangen bin.
    Und da seh ich sie:


    Oben: Ameisen! AMEISEN! A-M-E-I-S-E-N-!

    Ich muss mit beiden Füssen voll in die Ameisenstrasse getrampelt sein!
    Na ja, das werd ich definitiv nicht vergessen!
    Vor lauter auf den Boden schauen entgeht mir fast der Pavian oben auf dem Felsen über unseren Zelten, wo sonst jeweils ein Löwe liegt und sein Reich betrachtet.
    Jaja, die Lobo-Campsite ist nichts für Weicheier!
    Aber heute sind ja nur der Pavian und einige Klippschliefer da, das geht ja noch.
    Zumindest solange wie unsere Zelte gut und Paviansicher verschliessen...
    Was ich noch nicht erwähnt habe ist dass nun auf jeder Campsite und jedem Platz mit Nasszelle je mindestens ein Campwart ist und für Sauberkeit sorgt!
    Und überall hängen A4-Papiere mit QR-Codes, um die Plätze zu bewerten.
    Tansania tut was, sehr gut!
    So langsam dunkelts ein, wir bemerken dass im Essenskäfig kein Strom und auch kein Licht vorhanden ist.
    Sven holt seine batterieelektrische Laterne aus dem Zelt und wir hängen die über unseren Tisch.
    So lässt sichs Essen!
    Hamis hat Chiabati mit Reis, Auberginensauce und Fisch gemacht, sehr lecker!
    Doch so ganz geniessen können wirs nicht, denn kaum ist das Essen hier ist die Energie aus der Batterie verschwunden
    und wir sitzen wieder im dunkeln Schein unserer Stirnlampen.
    So gehen wir halt um 20:30 in unsere Zelte, morgen verlassen wir die Serengeti und düsen über wohl holprigste Pisten in Richtung Lake Natron.
    Lala Salama!

  • Absperren, aber wo überall

    • Picco
    • 17. Juni 2025 um 07:06

    Hoi zämä

    Ich als gelernter Installateur sehe das so dass ich so wenig Verbindungen wie möglich mache.

    Jeder Absperrhahn hat zwei oder mehr Verbindungen.

    Wenn mal was defekt ist, was hindert mich daran DANN etwas mehr Aufwand zu betreiben und die ganze Anlage zu entleeren? Wenn sie so gebaut ist dass sie an einem Ort entleerbar ist dann ist das doch kein Problem. Ansonsten ölfreie Druckluft zum Leerblasen der Leitungen verwenden.

  • Reisebericht: Picco in Tansania und Kenya 2025

    • Picco
    • 16. Juni 2025 um 07:10


    Oben: Keine Löwen-, sondern Pavianärsche...


    Oben: Irgendwo wird wohl ein Neugeborenes abgeliefert worden sein.


    Oben: Vielleicht bei denen hier?


    Oben: Immer wieder schön anzusehen ist das Serengeti-Topi (Damaliscus jimela), egal ob alleine...


    Oben: ...oder mit Impalas zusammen.


    Oben: Berüsselte Gemütlichkeit in Gruppenform

    Die Fahrt mit geschlossenem Dach dauert halt gefühlt ewig, weil man nicht so viel von der Umwelt mitkriegt.
    Was wir aber nach rund drei Viertel der Strecke mitkriegen ist eine dunkle, fast schon schwarze Gewitterwand, die uns bedroht.
    Wohl weil wir nie artig alles aufgegessen haben...war ja auch immer zu viel!


    Oben: Da sehen wir sie: Die schwarze Gewitterwand!!! Hau Schokking!


    Oben: Als würden die Impalas und Zebras noch die letzte Wiese vor dem Weltuntergang leerfressen wollen...
    ...denn hinter der Kuppe liegt genau er: Der Weltuntergang!
    Zumindest siehts so aus...


    Oben: Hier Sonne, Impalas und Gras, dort schwarzer Himmel...


    Oben: Und schon bald sehen die Pisten so aus!

  • Reisebericht: Picco in Tansania und Kenya 2025

    • Picco
    • 15. Juni 2025 um 08:36


    Oben: Kampfadler, wohl in einer Kampfpause...


    Oben: Sieht aus wie eine Strasse nach heftigen Regenfällen, ist aber ein Bach...


    Oben: ...der mancherorts etwas tiefer ist und einige Bewohner aufweist.


    Oben: Zurück im Camp noch schnell einige Fotos machen (mein Zelt ist ganz im Hintergrund)


    Oben: Der Essenskäfig


    Oben: Der Kochkäfig mit dem Wassertank


    Oben: Unsere beiden Zelte

    Um 11:00 Uhr sind wir zurück und beginnen unser Zeug zusammen zu packen, schon um 11:30 ruft Hamis zur Mampferei!
    Wieder mal ein sehr guter Dreigänger, den Hamis da hingezaubert hat!
    Anschliessend geh ich mal mein Zelt abbrechen und um 13:00 fahren wir schon ab in östliche Richtung.
    Irgendwie müssten wir nun doch durch die Landschaft kommen wo wir vor 14 Jahren 10 Leoparden innert 24 Stunden gesehen haben, aber mir kommt die Landschaft, durch die wir fahren, nicht bekannt vor.
    Tiere hats auch kaum...
    Trotzdem ists schön mit offenem Dach durch die Serengeti zu holpern.
    Die Pisten sind meist recht gut fahrbar und so kommen wir gut voran.
    Irgendwann verschlechtert sich das Wetter und wir schliessen das Dach.
    Vorher noch ein paar Bilder:


    Oben: Giraffe beim Mittagsjoga...oder beim Ententanz?


    Oben: Hier sieht man schön wie hoch das Gras ist, kein Wunder hab ich immer das Gefühl dass es viel weniger Tiere
    als in den früheren Jahren hat.


    Oben: Graukopfliest (oder Grey-headed Kingfisher oder Halcyon leucocephala) liest wohl die Wolkenbilder...

  • Kabine umsetzen

    • Picco
    • 15. Juni 2025 um 08:02

    Hoi omit1975...oder Timo?


    Die Abmessungen können ähnlich sein, müssen aber nicht.
    Google die Rahmenmasse, ev. Zeichnungen der LKWs und/oder nimm einen Doppelmeter mit zur besichtigung und miss nach. Wenn der eine 600mm als Rahmenbreite hat und der andere 800mm wirds schwiriger als wenn beide dasselbe Mass haben.

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