Tag 13: Kili und endlich der Mkomazi National Park
Kurz nach dem Schlafen erwache ich mal und schäl mich schon bald mal aus dem Schlafsack und dem Zeltchen.
Kein Löwe, keine Hyäne, nicht mal ein Elefant begrüsst mich.
Dafür die Morgensonne!
Also ists klar und der Kili wohl zu sehen!
Vorher aber mal für kleine und grosse Jungs...
Muss auch mal sein!
Anschliessend geh ich in die Rezeption um kurz die eMails zu checken und mit Sabine zu schreiben...
Oben: Die Sitzgarnitur in der Rezeption, wo man auch WiFi hat.
...dann wird Sven gesucht, denn wir wollten ja zusammen den Kili knippsen gehen.
Sven ist nicht zu finden und so pack ich meine Kamera und watschle um die Lodge herum um auf einem der dortigen freien Felder den Kili zu knippsen!
Noch auf der Wiese kommt mir Sven entgegen, auch er hat mich gesucht und genauso nicht gefunden wie ich ihn (so ein Zufall aber auch).
Aber er hat den Kili schon in die Kamera gepackt!
Na dann hoffen wir mal dass er mir was vom Hügelchen übrig gelassen und nicht alles wegfotografiert hat...
Kaum aus dem Lodgegelände rausgegangen werd ich schon von einigen vorbeifahrenden Einheimischen wie ET's Grossmutter angestarrt.
Ich staun immer wieder wie offen hier einige Menschen andere Menschen anstarren können, das hab ich bisher echt nur in Afrika erlebt!
Aber ich kann das problemlos ignorieren während ich über die Strasse gehe.
Auf der anderen Seite der Strasse sind Felder und auf denen arbeiten einige Frauen, von denen mir eine sehr laut
'Hello' zuruft.
Natürlich schallt ein freundliches 'Hello' zurück, dann wird beidseits etwas gegrinst und gewunken und gut ists.
Nun bin ich an einer Stelle wo ich den Kili recht gut sehen kann, leider mit etwas Dunst.
Oben: Das Kilimanjaro-Massiv mit dem Mittleren der drei dazugehörenden Berge: dem Kibo!
Oben: Hier sieht man in der Mitte den Kibo und rechts den Mawenzi, ganz links müsste der Shira sein.
Oben: Einige der mich begrüssenden Frauen sind nun auf dem Feld am Fusse des Kibo am arbeiten
Oben: Und hier noch die Spitze des Kibo mit seinen Gletschern und Schneefeldern durch den Dunst durchgezoomt.
Nach den normal auflösenden Bildern versuch ich mich noch darin die HighRes-Auflösung einzuschalten, scheitere aber
grandios an dieser Aufgabe!
Manchmal wäre es von Vorteil wenn man sich auf so was vorbereiten würde...GRMPFL!!!
Na ja, ich gebs auf und geh wieder, die restlichen Frauen auf dem Feld wieder grüssend und bewinkend, zurück um zu frühstücken.
Anschliessend wird alles zusammengepackt und verladen sowie die Toilette nochmals besetzt, denn anschliessend fahren wir ab zum Mkomazi National Park!
Beim Abfahren übersieht Robert offenbar den Kandelaber der Wiesenbeleuchtung...der danach etwas an den schiefen Turm von Pisa erinnert...
Also wieder richten und abfahren.
Erst mal ab zur Tankstelle, aber die hat keinen Diesel...
Also zur Nächsten...die ebenfalls keinen Diesel hat!
Aber aller guten Dinge sind Drei!
Und tatataaaaaaa!
Die Dritte hat Diesel und verkauft ihn auch!
Und schon gehts weiter...
Zweieinhalb Stunden später halten wir in der Stadt Same an einer Tankstelle und Bushaltestation, wo wir unseren Ranger der nächsten Tage, Jacko, auflesen.
Netter, sympatischer Typ, aber ich hab nicht gewusst dass wir einen eigenen Ranger mitnehmen müssen.
Na ja, dann ists halt so, Platz haben wir ja.
Bald sind wir am New Zanga Gate, und nach etwa 30 Minuten fahren wir in den Park hinein zu unserem Zeltplatz der nächsten Nächte!
Genannt wird sie 'Zange Public Campsite Mkomazi NP'.
Bewohnt wurde sie offenbar schon seit einiger Zeit nicht, zumindest lässt sich absolut nichts finden, was auf kürzliche
Benutzung hindeuten würde.
Oben: Das 'new Zanga Gate' von ausserhalb des Parks gesehen
Oben: Und ja, im Park solls Tiere haben. Genau diese hier wie auf dem Bild!
Oben: Und endlich drin im Park, ab zur Campsite!
Also mal das Zelt packen und aufbauen!
Aber ich werd fies behindert!
Und zwar vom Boden!
Denn der ist zum Einen voller Dornen und zum Anderen steinhart!
Mit Hilfe eines grossen Hartholzastes schaff ichs trotzdem meine Alu-Heringe in den Boden zu hacken...ein Wunder dass sie gerade geblieben sind!
Oben: Unsere Zelte neben dem afrikanischen Busch...und damit ist kein einzelner Busch gemeint sondern alle zusammen..
Aber schon bald merke ich dass unter dem Zelt noch mehr Dornen sind, denn die stechen schon durch den Boden!
Das möchte ich aber meiner Luftmatratze nicht zumuten, deshalb geh ich zu Robert und frag nach der Schaumstoffmatratze, die er für mich sowieso dabei hat.
Er drückt mir die Matratze und ein Kissen, das ich aber gar nicht brauche und drum zurückgebe, in die Hand und ich schieb die Matratze in mein Zelt hinein und leg meine Luftmatratze drauf.
Hat was vom Prinzen auf der Erbse...wobei wir hier von fiesen Akazienstacheln und nicht von netten Erbsen sprechen!
Nur ums mal klar gemacht zu haben!
Man ist ja Held und nicht Weichei...odrr so...
Während Hamis sich einrichtet fahren wir wieder zum Gate, wo wir etwa eine halbe Stunde rumlungern wie Jugendliche am Bahnhof...
...während Robert die Permits für das Mkomazi Rhino Sanctuary und Wild Dogs Sanctuary holt.
Als wir eingefahren sind war der zuständige Beamte nicht vor Ort, deshalb sind wir erst die Zelte aufstellen gegangen, die Campsite ist ja nah am Gate.
Scheint auch ein sehr langsamer und mühsamer Prozess zu sein, denn er muss immer wieder mal draussen auf der Bank warten.
Und dann zum nächsten Schalter usw.
Aber irgendwann können wir wieder starten und Hamis Kochkünste zu geniessen!
Dummerweise hats nirgends Strom, trotz Photovoltaik auf dem Dach und (Blei-)Batterie in der Küche...oder eben wegen der Bleibatterie?
Die sind ja für diese kleinen, aber kontinuierlichen Ströme nicht gerade optimal geeignet und machen gerne mal die Grätsche...
Nach dem vorzüglichen Essen packen Sven und ich unser aufzuladendes Zeugs ins Auto und schalten dort den 12V-230-Konverter ein, natürlich mit meiner Stromsteckerleiste damit auch mehrere Dinge gleichzeitig Saft saugen können.
Während diese Dinge ihren Saft saugen tragen Sven und ich Stühle zu unseren Zelten, wo wir uns in den spärlichen Schatten setzen, Reiseberichtsnotizen machen bzw. ein Buch lesen bis es um 14:00 wieder los geht um den Park zu erkunden.
Dann gehts endlich auf den ersten Game-Drive während Hamis die Küche usw. wieder auf Vordermann bringt.
Oben: Unsere heutigen Fahrten im Nationalpark inklusive Mkomazi Rhino Sanctuary und Wild Dogs Sanctuary.