Zitat von MuPeBe
Nachfolgend einige Erfahrungen meinerseits mit einigen Geräten dieser Firma. Hab da einiges an Geld investiert und inzwischen einiges an Erfahrungen gesammelt...
Hab am Anfang das ganze System auf den PSM und ETA-System was da angeboten wird ausgelegt. Ladegerät, Tanküberwachung für Frischwasser und Grauwasser, Shunt für's Batteriemanagement, 2 Powerplex-Geräte um die ganze Elektrik zu steuern (von ETA entwickelt, von denen nur weiterverkauft) und Farbmonitor dazu...angedacht war dann noch Batteriehauptschalter, weiterer Shunt für die Fahrzeugbatterie usw. Dazu kam es dann allerdings nicht mehr.
Also, meine Erfahrungen:
-Ladegerät, ca 1 Jahr alt, 4-8 Wochen im Auto verbaut, einige wenige Stunden in Betrieb. An einem Abend, nachdem es ca. 1 Stunde in Betrieb war meldete sich der Batteriemonitor...Überspannung 16.xx Volt an beide Batterien.
Reparaturbefund: Korrosion an einem Bauteil (bei einem Gerät welches für den Einsatz im Marinebereich entwickelt wurde!), dadurch Transistor beschädigt sodass Gerät nicht mehr die Spannung regeln konnte.
Hatte Schwein an dem Abend da zu sein, sonst hätte das Teil wohl beide Batterien gekocht. Die Folgen wage ich nicht auszumalen. Seitdem funktioniert es, ein fahler Beigeschmack bleibt.
-In den Prospekten stand dass der Batteriemonitor/Farbdisplay auch die Powerplex-Geräte (und somit meine Ganze Elektrik) steuern kann...darauf hatte ich meine Anlage eigentlich ausgelegt/aufgebaut. Nach mehreren Software-Updates des Farbdisplays funktionierte dass dann rudimentär. Aber so richtig befriedigend war das auch dann nicht. So konnten zum Beispiel nicht mal die Namen der einzelnen Schaltflächen eingegeben werden sondern nur aus vorgegebenen Wörtern (aus dem Marinebereich) ausgewählt werden. Nach vergeblichen herumprobieren wurde mir mitgeteilt dass meine Hardware das konfigurieren eigener Namen (wie in der Bedienungsanleitung beschrieben) gar nicht unterstütze...
-Auch ein Dimmen des Lichts darüber war nicht möglich obwohl die daran angeschlossenen Powerplex das eigentlich können. Auf Nachfrage ob geplant sei das zu implementieren kam die Antwort, man denke darüber nach, ob oder wann sei noch nicht entschieden.
-Philippi und ETA Powerplex hatten damals gleiche (CAN-BUS-)Stecker an den Geräten...nur leider nicht Pinkompatibel...daher einmal Batteriemonitor damit zerstört. Kein Hinweiss in der Bedienungsanleitung. Wurde aus "Kulanz" repariert.
-Batteriemonitor findet einige Wochen vor der Reise zum Nordkapp den Batterieshunt und das Ladegerät plötzlich nicht mehr -> keine Anzeige von Spannung und Strom und somit auch keine Messung des Energiehaushalts. Problem gemolden, nach etlichen Tagen bekam ich die Antwort ich solle bitte die Seriennummer des Shunts angeben. Seitdem Funkstille, mehrere Mails vor der Reise wurden nicht beantwortet.
Nach der Reise tat ich dann meine Enttäuschung kund. Da hiess es dann zuerst der Techniker sei ein paar Tage ausser Haus gewesen. Der (einzige?) Techniker der, wenn man ihn erwischt sehr kompetent ist und die Geräte in und Auswendig kennt erwischte man leider nur sehr sporadisch. Danach hiess es er hätte meine Mails nicht bekommen.
Da ich da meinen Entschluss den ganzen Krempel rauszuschmeissen schon gefasst hatte ging ich dann auf weitere Reparaturversuche nicht mehr ein, nicht zuletzt weil keine Garantie mehr vorhanden war und allfällige Kulanz und Kosten auf die ich sitzen geblieben wäre nicht abzuschätzen waren.
-Wassertankanzeige funktionierte bis anfangs letztes Jahr, dann von einem Tag auf dem anderen auch ausgefallen. Ultraschall-Sensoren funktionieren noch wenn ich direkt Spannung drauf gebe...vielleicht mal auf die ETA-Steuergeräte an einem Analogen Eingang auswerten... Wobei letztes Jahr ist es auch ganz gut ohne gegangen. Mal schauen, wenn mir mal langweilig wird überlege ich mir was.
So lange die Wasserstandsmessung noch funktionierte war es durchzogen. Manchmal funktionierte es sehr gut, manchmal brauchte es mehrere Minuten bis der korrekte Wasserstand angezeigt wurde. Den Grund dafür konnte ich bisher nicht herausfinden. Die Sensoren haben eine obere Totzone von 50mm, kann man mit einem passenden 50mm-Ring überbrücken.
Ich lasse jetzt das was noch läuft drin und wenn es aussteigt ersetze ich nach und nach durch andere Hersteller.
Eigentlich schade, denn das System sieht aus meiner Sicht auf dem Papier sehr gut aus, ist aber (oder war zumindest als ich es gekauft habe) IMO nicht ausgereift, für den rauen Marine/Fahrzeugeinsatz schon gar nicht.
Leider ist man bei Problemen auf ein oder zwei Leute angewiesen. Wenn die Ferien haben oder sonstwie "zu beschäftigt sind" tja, pech gehabt...Vielleicht hatte ich auch nur Pech und einfach Montagsgeräte erwischt, keine Ahnung, ich werde auf jeden Fall nicht weiter testen ob dem so ist oder nicht.