Lange ist es her dass ich hier was geschrieben habe. Nebst dem dass die Grube recht oft für die üblichen Wartungen sich sehr bewährt ist da in den letzten Monaten auch nicht soo viel passiert. Da kamen gesundheitliche Geschichten, andere Verpflichtungen und die klimatologischen Gegebenheiten etwas dazwischen, sprich es war selbst mir als Bergler zu kalt um gross da was zu machen.
Die Aufzeichnung der Temperaturen zeigt mir dass diese in der Grube extrem konstant bleibt. Im Winter dümpelte sie um die 0 Grad oder etwas darunter rum, egal welche Temperatur draussen war. Inzwischen sind wir bei relativ konstant 5-7 Grad bei zum Teil bis über 20 Grad Aussentemperatur am Tag, aber auch bis unter 5 Grad in der Nacht. Ist ja eigentlich logisch, da die kalte Luft wohl da rein strömen kann, aber nicht mehr raus und die warme Aussenluft kein Bedürfniss sieht da runter zu sinken. Angewandte Physik würde wohl mein ehemaliger Physik-Lehrer dazu sagen. Im Hochsommer sicher eine coole Sache (im Wahrsten Sinne des Wortes) aber in der Übergangszeit ist es arg frisch.
Wie auch immer, jetzt geistert mir durch den Kopf dass dem Abhilfe geschaffen werden könnte. Aktiv heizen ist keine Option, da oben offen und die Wärme eh nur verpuffen würde. Aber was meint ihr dazu die kalte Luft mittels Lüfter 10 cm über dem Boden absaugen und die wärmere Umgebungsluft nachströmen zu lassen? Wo ich bedenken hab ist dass ich dadurch mehr Feuchtigkeit rein bringe. So lange die nicht kondensiert ist mir das eigentlich egal, aber ein Feuchtbiothop möchte ich nicht da unten einrichten. Wie ihr ja wisst hab ich da KNX verbaut, damit liesse sich der Lüfter so steuern dass es nur läuft wenn gewisse klimatische Bedingungen gegeben sind. Zur Festlegung der klimatischen Parameter hab ich folgende Überlegungen gemacht: Aus der gemessenen Temperatur und relativen Luftfeuchte berechne ich die Absolute Luftfeuchte sowohl für die Grube als auch für die Umgebung. Wenn jetzt aussen weniger Wasser in der Luft liegt als in der Grube, Lüfter ein...wäre eine schöne , einfache Theorie. Leider zeigen die Daten dass das fast nie vor kommt und wenn doch ist es aussen fast ebenso frisch oder frischer als in der Grube...eigentlich logisch da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann. Also werde ich nicht drum herum kommen etwas mehr Feuchtigkeit da rein zu bringen. Hier die Daten letzter Woche als Beispiel:
Nun die Frage an euch: Wieviel mehr darf die Absolute Feuchtigkeit betrage ohne dass es kondensiert? Und sehe ich es richtig dass wenn ich aus den Daten den Taupunkt berechne und den Lüfter nur einschalte so lange dieser unter der aktuellen Grubentemperatur liegt (mit einhalten eines noch zu definierenden Deltas) sollte da nichts kondensieren oder ist das eine komplett falsche Annahme? Im Obigen Beispiel hätte ich den Lüfter wohl die ersten 4 Tage tagsüber eingeschalten, die letzten 3 eher nicht. Oder sollte ich das anhand anderer Parameter steuert/regeln? Welche?
Oder komplett andere lösungsorientierte Ansätze?
Apropos Lüfter: Gibt es auch solche welche 100mm Anschluss (oder kleiner), Leise, Ex-Geschützt in sich vereinen und nicht einen 4-Stelligen Betrag kosten? Nur als Info: Das Volumen der Grube beträgt knapp 14m3.
Vielen Dank und Gruss
Urs