Wieso gibt es eigentlich noch undichte Womos ?!

  • Die Berichte über undichte Womos reißen ja nicht ab.


    Ich kann´s eigentlich nicht verstehen :


    Um mal bei "rollenden Behältnissen" für den Straßenverkehr zu bleiben : Lieferwagen, (Klein-) Busse, Kofferaufbauten (auch isolierte !) aller Art - bei denen ist Undichtigkeiten doch schon lange kein wirkliches Thema mehr !
    Und diese Fahrzeuge werden im Alltag hart und lange, lange Jahre "rangenommen"...


    Warum also beim Womo ?!


    Liegt´s daran, daß das Material leicht sein soll ?
    Wenn´s das ist - dann doch lieber ein paar Kilos mehr und ein LKW-Fahrgestell vom Schlage Sprinter oder LT 45 oder Vario oder Iveco, oder ? - Mehr Traktion und damit Ganzjahrestauglichkeit, verglichen mit Ducato und T4, gäb´s obendrauf...


    Die Isolierbarkeit von Stahl- oder festen Aluaufbauten kann doch DAS Thema dabei auch nicht sein. - Gerade fällt mir der Kühl-Koffer von "BoFrost" (auf Vario) ein... :-)))


    Oder mache ich da einen Gedankenfehler und Undichtigkeiten "müssen" aus einleuchtenden Gründen immer mal wieder sein ?!


    Gruß


    Felix

  • ich denke, lieferwagen wären, würden sie in so kleinen serien gebaut wie womos ein ganzes stück teuer. die viele handarbeit ist ja auch der offizielle grund, warum der vario so wesentlich mehr als ein sprinter kostet. während firmen teilweise bereit sind, diese preise zu bezahlen (weil sie sich langfristig vielleicht lohnen), wollen manche womo-fahrer ein neues 7-m-mobil mit allem drum und dran für 40.000 euro haben. das geht halt nicht mit einer vernünftigen qualität.
    warum sind teuere mobile undicht? weil es bei vielen womo-serienherstellern noch nicht die qualitätssicherungssysteme und kundenorientierung wie in der automobilindustrie üblich gibt. und im gegensatz zu großauftraggebern aus der industrie (zum beispiel post, ups, bofrost, polizei) haben womo-fahrer noch keine marktmacht.
    das die kabinen ja dicht gebaut werden können, beweisen ja einige leerkabinen-anbieter. allerdings auch zu preisen, die uns das ganze dann zum traummobil werden lassen.
    aber ich denke auch, an lieferwagen werden unterschiedliche ansprüche gestellt. wenn ich mir den stadtlieferwagen auf mb vario ansehe - toll verarbeitet. wenn ich dagegen an das zusammengebastelte pendant von ups (auch auf vario) denke :-( . da liegen welten zwischen. und wenn die ansprüche nicht so hoch sind, dann wird bei einer undichtigkeit halt einfach eine aluplatte drübergenietet und gut.
    jens

  • Die Kofferaufbauten sind dicht, weil sie keine "Löcher" haben. Im
    Womo dagegen gibt es Dachhauben, Fenster, Stauraumtüren,
    Lüftungsgitter, angeschraubtes Zubehör (Heckträger!) usw. Meistens findet das Wasser den Weg an den Abdichtungen dieser Öffnungen vorbei nach innen.


    Ursachen: Bei Neufahrzeugen schlampige Verarbeitung (z.B. reicht ein kleiner unsichtbarer Fettfleck, um eine Verbindung von Dichtungsmasse und Lack oder GFK zu verhindern). Die verwendeten Dichtungsmassen altern aber auch im Laufe der Zeit. Durch extreme Temperaturunterschiede und UV-Licht werden sie spröde und bekommen dann auch bei geringen Verwindungen des Aufbaus zunächst kaum sichtbare Risse. Hat das Wasser die Abdichtung einmal unterwandert, wird der Zugang insbesondere durch Frost im Winter immer mehr erweitert.


    Natürlich können auch Kastenwagenausbauten undicht werden!!! Neben
    den Öffnungen (Dachhauben, Fenster) ist die Anschlussfuge eines GFK-Hochdachs ein beliebter Bereich für das Eindringen von Wasser.


    Gruß
    Erich

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