Tips und Erfahrungen bei Selbstausbau und Renovierung

  • Bei meinem derzeitigen Wohnmobil bin ich mit einigen Arbeiten auf die Nase gefallen, weil mir einfach einiges an Wissen gefehlt hat. Um Wiederholungen zu vermeiden, würde ich in diesem Thread gerne Tips und Erfahrungen rund um das Thema ´Ausbau/Renovierung´ sammeln. Ich hoffe, Ihr macht auch hier intensiv mit!<p>
    Gruß<br>
    Wolfgang<br>
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    die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:

    03.-05.09.2021: Leerkabinen-Treffen

    erstes Juni-WE (04.-07.06.2021): Weinfest fällt aus

    vierter Sept.-Samstag (25.09.2021): Weinprobe in den Weinbergen


    Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

  • Wird Sikaflex nicht vollflächig, dafür aber so aufgetragen, daß die zu verklebenden Teile 2-3mm Abstand voneinander behalten, verbleibt eine Beweglichkeit, die Spannungsbelastungen (z.B. bei Verwindung oder Be-/Entlastung) vermindert. Wichtig: richtigen Primer verwenden (nicht umsonst gibt es davon über 30 allein bei Sika)!<p>
    Wolfgang
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  • Ich habe mir gerade einen neuen Wassertank eingebaut und - um dieses lästige Spritzen beim Einfüllen zu vermeiden - überlegt, direkt eine Gardena-Kupplung anstelle dieses offenen Wassereinfüllstutzens einzubauen. TUT DAS AUF KEINEN FALL! Solange das Wasser noch unterhalb des Entlüftungsstutzens steht, gibt es keine Probleme. Aber wenn das Wasser diesen erreicht, kann aufgrund der Masseträgheit die zulaufende Wassermenge größer sein als die durch den (meist dünnerern) Überlauf ablaufende Menge. Folge: DER TANK KANN PLATZEN! Kein Witz (Stichwort: Druckbefüllung)!<p>
    Wolfgang
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  • Hallo,<br>
    da ich schon lange über eine außen angebrachte Gardenakupplung fülle, kann das Problem nicht soo groß sein.<br>
    Der Zulauf und Ablauf ist in 1/2 Zoll ausgeführt.<br>
    Einziger Effekt: der Tank läuft auch an der normalen Einfüllöffnung über.<br>
    Viel Spaß beim Wasserverfüllen!<br>
    Armin
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  • Hallo, Selbstausbauer, <p>
    gerade habe ich meine Naßzelle zum zweiten Mal verfugt, weil ich dummerweise als Wandbelag einen Weich-PVC verwendet habe, auf dem Silikon nicht (gut) haftet. Lange habe ich versucht, ein Silikon zu finden, das auch auf diesem PVC hält und bin hierbei auf einige interessante Homepages gestoßen:<br>
    Sika-Homepage: <a href="http://www.sika.de">http://www.sika.de</a><br>
    private Homepage eines kundigen und äußerst hilfsbereiten Sika-Mitarbeiters: <a href="http://www.c-kroeger.de">http://www.c-kroeger.de</a><br>
    PCI-Homepage: <a href="http://www.pci_augsburg.de">www.pci_augsburg.de</a><p>
    Interessante Informationen insbesondere von Herrn Kröger:<p>
    1. Undichte Fugen in der Naßzelle:<br>
    ´Hier können verschiedene Ursachen vorliegen. Häufigste Ursache dafür, das eine Material nicht auf dem Untergrund haftet ist eine falsche oder fehlende Untergrundvorbehandlung. Einmal muss, auch bei Silikon, der Untergrund völlig sauber (vor allem staub- und fettfrei) sein. Dies erreicht man durch Abwischen mit Alkohol. Dann muss sichergestellt sein, dass das Reinigungsmittel vor dem Auftragen des Klebers völlig verdunstet ist, denn diese Reiniger sind Lösemittel. Und wenn sie nicht völlig verdunstet sind, machen sie mit dem Kleber das, was sie ihrem Namen nach machen sollen.<br>
    Die zweite Möglichkeit ist: In Ihren Fugen war vorher kein Silikon, sondern ein Polyurethan. Wenn dieses Material nicht zu 100 % rückstandslos auch aus den feinsten, mikroskopisch kleinsten Poren entfernt wurde (und das ist nur durch Abschleifen der obersten Schicht zu erreichen) werden Sie nie eine Haftung mit Silikon bekommen.<br>
    Die dritte Möglichkeit kann die sogenannte Dreiflankenhaftung sein. Das Silikon in den Fugen soll Bewegungen (z.B. Wärmeausdehnungen) mitmachen. Es verhält sich dabei wie ein Gummiband, dass Sie zwischen Ihren Fingern langziehen. Wenn Sie sich jetzt vorstellen, dass Sie ein Gummiband auf einem Untergrund festgeklebt haben und dann versuchen es langzuziehen, dann ist klar, dass es sich nicht dehnen lässt, da es ja unten festgeklebt ist. Es wird also reissen. Wenn Sie jetzt Ihre Fuge ansehen, so haftet Ihr Silikon ebenfalls an drei Seiten: Rechts und links an den Fugenbegrenzungen (die Ihren Fingern entsprechen, die das Silikon langziehen wollen) und auf dem Untergrund (der dem Festkleben beim Gummibandbeispiel entspricht). Dehnt sich also Ihre Fuge, so kann das Silikon sich nicht mitdehnen und reisst. Wenn dies die Fehlerursache war, lässt sich wie folgt Abhilfe schaffen: Vor dem Auftragen des Silikons wird in die Fuge ein Trennband oder eine Rundschnur aus Polyethylen eingelegt. Über dieses Polyethylen wird dann das Silikon aufgetragen. Auf dem PE hat das Silikon keine Haftung; damit klebt es nur noch rechts und links, nicht aber unten. Es kann sich frei ausdehnen und reisst nicht mehr. Diese PE-Schnüre bekommen Sie in Baustoffhandlungen in den unterschiedlichsten Stärken.<br>
    Letzte Möglichkeit: Silikon gibt es in den unterschiedlichsten Qualitäten. So kostet unser Silikon den Fachhändlern im Einkaufspreis häufig mehr, als es im Baumarkt verkauft wird. Dies kann (und macht es auch häufig) mit - ich möchte es mal vorsichtig formulieren - anderen Qualitäten zu tun haben. <br>
    Achten Sie bitte bei Silikonen in Feuchträumen auch darauf, dass Sie ein fungizid (pilzhemmend) eingestelltes Silikon einsetzen. Ansonsten werden Sie binnen kürzester Zeit Schimmelpilzbildung auf dem Silikon haben (das entsprechende Produkt aus dem Hause Sika heisst: Sikasil E Plus).´<p>
    Silikon <-> Fugendichtmasse auf PU-Basis:<br>
    ´Warum [..] mit Silikon arbeiten ? Insbesondere wenn Sie ein Fahrzeug haben, das schon von einem Hersteller ausgebaut wurde, werden Sie bei allen Verklebungen und Fugen nicht auf Silikon, sondern Polyurethan treffen (unser Handelsname dafür: Sikaflex; unser Silikon heisst Sikasil). Und dann haben Sie das Problem, dass Polyurethan auf Silikon nicht haftet (und umgekehrt).<br>
    Sollten Sie vorhaben, eine Fuge überzulackieren, so können Sie auf keinen Fall Silikon einsetzen. Auch Lacke haben auf Silikonen keinerlei Haftung. Polyurethan dagegen lässt sich problemlos überlackieren.<br>
    Nächster Punkt: wenn Sie nicht nur eine Fuge abdichten, sondern etwas konstruktiv verkleben wollen, werden die Festigkeiten eines Silikons sicher nicht ausreichen. Ein Standard-Silikon hat z.B. eine Zugfestigkeit von knapp 0,8N/mm². Der von uns für Verklebungen empfohlene Kleber Sikaflex 252 besitzt eine Zugfestigkeit von 4N/mm². Die entsprechende Hinweise für die Auswahl eines Klebers finden Sie alle auf meiner Homepage; spezielle Fragen kann ich Ihnen gegebenenfalls aber gern beantworten.´<p>
    3. Dichtmassen und PVC<br>
    ´Nun zur Haftung auf Ihrem neuen PVC: Auf Hart-PVC sollten Sie vor dem Verkleben die Fläche mit dem Sika Haftreiniger 1 oder Sika Cleaner 205 vorreinigen.<br>
    Sollte es sich um Weich-PVC handeln besteht folgendes Problem: Weich-PVC enthält Weichmacher. Und diese diffundieren ständig aus dem PVC heraus. Damit ergibt sich ständig eine feine Trennschicht zwischen Weich-PVC und Klebstoff. Unsere Grundsätzliche Aussage deshalb: Weich-PVC läßt sich nicht mit unseren elastischen Klebern verbinden.´<p>
    <br>
    Noch ein paar Hinweise von der Fa. Sika direkt:<br>
    ´1. Von Siliconentferner rate ich Ihnen ab. Er greift außer Silicon auch andere Kunststoffe an, sodaß damit erheblicher Schaden angerichtet werden kann.<br>
    2. Der Haftreiniger 1 hat sich in Laborversuchen bewährt, wenn eine Verbindung zwischen altem Silicon (oder nicht sichtbaren Siliconresten) und frischem Silicon gebraucht wird. Er ist kein Siliconentferner. Er greift Kunststoffe und Lacke nicht an - es sei denn, diese wären sehr empfindlich und würden sogar von Alkohol angelöst. Damit ist hier nicht zu rechnen.<br>
    3. Die transparente Version von Sikasil N haftet an Kunststoffen sicherer als der eingefärbte Dichtstoff. Ursache ist, daß ein anderes Vernetzungssystem verwendet wird. In derart schwierigen Fällen, wie es bei Ihrer Anwendung der Fall ist, wenn auch keine Möglichkeit besteht, die Untergrundwerkstoffe zu identifizieren, sollten Sie diesen Weg vorziehen. Farbiges Sikasil N ist nicht elastischer, sondern weicher. Das hätte für Ihre Anwendung auch Vorzüge, aber Ihrer Beschreibung hatte ich entnommen, daß das Problem in der Haftung zu sehen ist.´<p>
    <br>
    Nahezu die gleichen Aussagen habe ich von der Fa. PCI und von einem BASF-Mitarbeiter gehört. Weil ich meinen Wandbelag aber nicht abreißen wollte, habe ich meine Naßzelle jetzt mit ´Sikasil N´ nochmals neu verfugt. In ein paar Wochen werde ich feststellen, ob´s hält.<p>
    ********** FAZIT **********<br>
    um sicher zu gehen: kein Weich-PVC in der Naßzelle verwenden, und besser als Silikone sind im WoMo-Bereich Dichtstoffe auf Polyurethanbasis geeignet.<br>
    ***************************<p>
    Gruß<br>
    Wolfgang
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  • >Hallo,<br>
    >da ich schon lange über eine außen angebrachte Gardenakupplung fülle, kann das Problem nicht soo groß sein.<br>
    >Der Zulauf und Ablauf ist in 1/2 Zoll ausgeführt. Einziger Effekt: der Tank läuft auch an der normalen Einfüllöffnung über.<br>
    >Viel Spaß beim Wasserverfüllen!<br>
    >Armin<p>
    <br>
    Hi, Armin,<p>
    da ich meine Information von einem erfahrenen Tankbauer habe, würde ich gern wissen, wie Du Deinen Tank angeschlossen hast. Ich verstehe nämlich nicht, wie Wasser aus dem Einfüllstutzen laufen kann, wenn eine Gardena-Kupplung drauf sitzt.<p>
    Gruß<br>
    Wolfgang
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  • (Stichwort: Druckbefüllung)!<p>
    Hallo Wolfgang<p>
    Ich befülle schon immer meinen Wassertank über einen Druckschlauch.<br>
    Sowohl beim alten als auch bei meinem neuen , der jetzt gerade entsteht ,<br>
    hatte ich Schwimmerventile (von Fritz Berger , sieht aus wie in der Toilettenspülung).Bisher gab es damit keinerlei Probleme , eine funkionierende<br>
    Entlüfung vorausgesetzt..... sonst- bumm......<p>
    viel Spass <br>


    <br>

  • >>Hallo,<br>
    >>da ich schon lange über eine außen angebrachte Gardenakupplung fülle, kann das Problem nicht soo groß sein.<br>
    >>Der Zulauf und Ablauf ist in 1/2 Zoll ausgeführt. Einziger Effekt: der Tank läuft auch an der normalen Einfüllöffnung über.<br>
    >>Viel Spaß beim Wasserverfüllen!<br>
    >>Armin<br>
    ><br>
    >Hi, Armin,<br>
    >da ich meine Information von einem erfahrenen Tankbauer habe, würde ich gern wissen, wie Du Deinen Tank angeschlossen hast. Ich verstehe nämlich nicht, wie Wasser aus dem Einfüllstutzen laufen kann, wenn eine Gardena-Kupplung drauf sitzt.<br>
    >Gruß<br>
    > Wolfgang<p>
    <br>
    Der 60l-Tank steht senkrecht.<br>
    Der Einfüllstutzen läuft von oben mit 40mm Durchmesser hinein.<br>
    der Gardenaanschluß läuft in dieses Einfüllstück dazu.<br>
    Da der Abstand zum Einfüllstutzen nur 15cm beträgt, reicht da schon ein kleiner Rückstau um herauszulaufen.<br>
    Der Einfüllstutzen ist gegen Druck von innen nicht dicht.<br>
    Die Tankentlüftung geht vom Tank getrennt ab nach unten ins Freie.<br>
    Gruß Armin
    <br>

  • Ich habe mir vor Kurzem einen 1.6m langen Wassertank bauen lassen, den ich hinten quer zur Fahrtrichtung eingebaut habe. Dummerweise habe ich den Entlüftungs- und Überlaufschlauch an einer der Stirnseiten angebracht; schon bei halbvollem Tank schwappt das Wasser in einer entsprechenden Kurve gegen diese Stirnwand und läuft schwallweise durch den Überlauf auf die Straße. Nicht das, was ich mir vorgestellt habe.<br>
    Da ich aus Platzgründen mit dem Überlauf nicht auf die Tankoberseite ausweichen kann, habe ich mir im Tankinnern aus PVC-Rohren etwas gebastelt, daß der Eintrittspunkt des Wassers in den Überlauf ziemlich in der Mitte des Tanks liegt. Seitdem ist Ruhe.<p>
    Also: Überlauf - wenn nicht nach oben möglich - so mittig wie möglich am Tank anbringen!<p>
    MfG<br>
    Wolfgang
    <br>

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