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Tief im Westen wo die Sonne verstaubt......da bin ich zuhause

  • crazy.max
  • 28. Oktober 2026 um 11:55
  • crazy.max
    Frisch-dabei
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    2
    Karteneintrag
    ja
    • 28. Oktober 2026 um 11:55
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich bin der Olaf, 62 Jahre jung und meine Frau und ich haben es uns in den Kopf gesetzt ein für uns passendes WoMo zu bauen. Wir haben einen feststehenden Wohnwagen auf einem CP in der Nähe von Emden und sind dort fast jedes WE zwischen Ostern und Oktober. Aber in der anderen Zeit wollen wir dann zukünftig schauen das auch mal andere Landstriche in Deutschland bereisen, dabei Freunde und Familienmitglieder besuchen können und dabei unseren geistigen und körperlichen Horizont auf Trab halten können.

    Unser Wunschfahrzeug wäre ein Iveco Daily als Transporter oder als Postkoffer. Das hat sich so herauskristallisiert weil Sprinter und Crafter in entsprechender Größe meist zu teuer sind (als Fastrentner ist das Budget begrenzt) oder eben schon fast totgeritten sind. Ducato, Boxter und Co. sind noch seltener in entsprechender Größe und wenn es denn mal einen gibt hat der gleich ne Million Kilometer gelaufen. Transit wäre noch was, aber es macht keinen Spaß da was zu suchen: Jeden Tag 50 neue Autos von denen fast alle die ganz kleinen Courier, Torneo, Custom und was nicht alle sind. Dazu kommt das ein zGG. von 3,5t das maximum sind weil unsere Tochter und Ihr Freund nur den Führersechein "B" haben. Na und Tempo 80 und jedes Jahr zum Tüv möchte ich eben auch nicht

    Das liegt aber auch ein bisschen an unseren Ansprüchen, denn Längsbetten und eine Waschkabine mit Toilette sind ein absolutes muss für uns. Also Ausbaulänge mindestens 3,5m. Dazu kommt das uns die Einstellung "Der Weg ist das Ziel" nicht unbedingt anspricht, wir möchten gerne ankommen und unterwegs nicht bummeln. Rasen wollen wir auch nicht, aber der Wagen sollte schon der Lage sein Tempo 100/110 auf der BAB auch bei leichten Steigungen halten zu können und LKW Überholmanöver sollten dann zügig durchzuführen sein.

    Ich habe lange Jahre einen Ducato 290 von 1991 mit Fendt Aufbau gefahren und dort war Tempo 90 schon eine Herausforderung. Kurz gesagt, er darf entsprechend motorisiert sein. Vom Postkoffer habe ich mir sagen lassen das 120km/h kein Problem wären, allerdings sind auch undichte Dächer und problematische Schlösser wohl an der Tagesordnung. Dafür spricht das er eben ein Kasten mit rechten Winkeln ist bei dem man dann auch mal Ikea Möbel reinstellen kann wenn die Ansprüche niedrig gehalten werden. Aber auch keine Klima und naja...die Sache mit dem Beifahrersitz. Mindestens 600€ muss man da wohl rechnen um was akzeptables zu bekommen.

    Für den Transporter spricht hingegen das er im allgemeinen schon dafür gemacht ist auch mal zügiger unterwegs sein zu können und der sich Verbrauch trotzdem in Grenzen halten kann. Dafür muss man viel mehr dämmen, wesentlich mehr anpassen beim Ausbau. Man kann aber dafür sicher sein das wenn er dicht ist er es auch bleibt. Wasser im WoMo ist für mich der Endgegener.

    Es ist schwer mich / uns sich da zu entscheiden, es muss halt der richtige gefunden werden und das sehen wir wohl erst wenn wir davor stehen.

    Was den Ausbau selber angeht gibt es schon ein paar Handskizzen die rudimentär unsere Vorstellungen abbilden. Möglicherweise überlebt der Plan nicht wenn er auf die Realität trifft, aber in groben Zügen soll das so umgesetzt werden. Das liegt dann aber auch ein bisschen am Auto was dann vor der Tür steht. Im Moment lese ich hier mit und hoffe das es auch eine Menge Inspiration und Hilfe zur Selbsthilfe gibt.

    Vielleicht ist ja hier auch jemand aus dem Kohlenpott bei dem ich mal spicken könnte.

    Gruß, Olaf

  • crazy.max 28. Oktober 2026 um 11:55

    Hat den Titel des Themas von „Tief im Westen wo die Sonner verstaubt......da bin ich zuhause“ zu „Tief im Westen wo die Sonne verstaubt......da bin ich zuhause“ geändert.
  • VWBusman
    womobox-Guru
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    5.013
    Karteneintrag
    ja
    Wohnort
    Nord-Schwarzwald
    • 28. Oktober 2026 um 12:14
    • #2

    Hallo Olaf,

    willkommen im Forum.
    Ja, es gibt viel auf dem Markt das man nicht will und oft ist man auf der Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen.

    Wenn ich jetzt etwas kritisch deinen Text lese stellt sich mir die Frage ob Du auch nur ansatzweise weißt was Du willst??? Und weil Du ein beschränktes Budget durchblicken lässt frage ich mal gleich in welchem Rahmen Du Dich bewegen möchtest. Ein Selbstausbau birgt ein paar Risiken in sich welche gerne nicht ernst genommen werden. Es wird meistens teurer als erwartet und man spart kein Geld. Die 3,5t nur wegen der Kinder einzuhalten - weiß ich nicht wie schlau das ist!? Haben die Kinder denn schon Nutzungsinteresse verkündet? Dann sollest Du den Ausbau auch etwas auf deren Wünsche ausrichten - was für Dich und deine Frau nahe an perfekt ist muss den Kindern nicht zwingend auch gefallen.
    Auch der zeitliche Aufwand eines Selbstausbau wird gerne unterschätzt.
    Wenn Du/ihr also keine zu speziellen Wünsche hast und auch nicht ewig suchen und bauen , sondern lieber reisen, möchtest würde ich mit dem Budget auf dem Gebrauchtwohnmobilmark suchen das Objekt der Begierde dann anpassen.

    Ich habe nach vier VW Bussen drei größere Wohnmobile ausgebaut und dieses Jahr ein fertiges Serien Wohnmobil gekauft und dies nach meinen Wünschen angepasst. Da hat neben dem finanziellen Aspekt auch grösstenteils der Zeitfaktor mit reingespielt.
    Dies nur als Gedankenanstoss zu den Möglichkeiten die man manchmal nicht gleich auf dem Schirm hat.

    Gruß Christopher

  • crazy.max
    Frisch-dabei
    Beiträge
    2
    Karteneintrag
    ja
    • 28. Oktober 2026 um 13:27
    • #3

    Hallo Christopher,

    danke für Deine Meinung und deren Ausführung. Es ist bei mir so das ich nach über 40Jahren Autofahrenund fast 50 Jahren Camping weiß was ich ganz sicher nicht will:

    1. Ein altes Auto mit über 300Tkm für eine fünfstellige Summe kaufen
    2. Ein neues Auto für eine sechstellige Summe kaufen wo ich ganz viele Dinge bekomme die ich nicht will, nicht brauche und möglicherweise nicht verstehe.
    3. Ein Auto was irgendwo in der Mitte liegt und ich trotzdem noch daran basteln muss, ohne zu wissen wie man drankommt und was einen auf dem Weg zur Problemlösung erwartet. Hab ich gehabt und letztendlich bastelt man mehr als das man fährt und wundert sich noch darüber warum das so ist wie es ist.

    Zugegeben bin ich da nicht ganz einfach, aber ich kann ziemlich genau sagen was mir gefällt und was mir passt wenn ich sehe. Da spielt auch ne Menge Bauchgefühl mit rein. Ich hab halt die Erfahrung gemacht das man für 15K€, oder 25K€ den gleichen Mist bekommen kann wie für 5K€. Neuwagen nicht ausgeschlossen, die haben ähnliche Probleme nur anders gelagert. Von daher versuche ich das beste zu bekommen ohne zuviel Geld ausgeben zu müssen. Das geht nur wenn man sich dabei Zeit lässt. Das ist bei WoMos auch nicht anders, bis zu Coronazeiten gab es 20 Jahre alte Wohnwagen noch für nen 1000er...jetzt wird die 4xfache Geldmenge aufgerufen ohne das sich das irgendwie rechtfertigen lässt, aber es steht ja jeden Tag einer auf der keine Ahnung hat. Seis drum.

    Das der Selbstausbau länger dauern kann ist mit tatsächlich bekannt und der Zeitfaktor ist jetzt nicht so das Problem. Wenn nicht jetzt, dann eben später. Ich hab ja noch den Wohnwagen wo ich auch gerne bin. Ich sehe einen Ausbau als Schritt für Schritt Geschichte die ich mit meinen Händen erschaffe und in meinem Kopf dann auch so einordnen kann das ich Abläufe, Durchführung und Fehlervorsorge immer und zu jeder Zeit wieder abrufen kann. Dazu kommt das man sich nach Abschluß eines Schrittes wieder auf den nächsten konzentrtieren kann, aber das kennst Du sicher. Ich versuche nichts anderes als meine gemachten Erfahrungen mit den anderer Leute zu kombinieren um soviel wie möglich im Vorfeld abzuwägen. Dazu kommt das ich mein Geld nicht in einem Mal in irgendwas versenke sondern mit Sinn und Verstand jedesmal neu überlegen kann wie und was ich dafür haben muss. Kurz: Es ist eben so als wenn man ein Kind großzieht. Es wird mit der Zeit immer besser und wächst an seinen Aufgaben.

    Das mit dem GebrauchtWoMo hab ich durch, war recht schnell reisebereit und nach der ersten Fahrt wusste ich genau wo die Probleme lagen von denen man vorher nicht wusste das es sie gibt. Und dann geht es los: Wie komme ich am besten an die undichte Wasserleitung im Kofferraum der nur 2Stück 30cm hohe Serviceklappen hat, mein Bauch aber 40cm vorsteht und die Arme etwa 15cm zu kurz sind? Na logisch, man baut das ganze Bett inc. Matratze aus um dann von oben reinzukrabbeln. Eigentlich darf ein Problem so gar nicht auftreten, aber das ist ja so gewollt. Damit mir sowas nicht passiert möchte ich selber bauen, praxisgerecht. Schon alleine damit man seine späteren Probleme selber lösen kann.

    Die 3,5t will ich nicht nur wegen der Kinder einhalten, sondern auch wegen Tempo 80 (als LKW, 100 als WoMo) und dem jährlichen TÜV. Die Kinder nehmen dankbar das was sie einfach so bekommen können, haben Sie andere Ansprüche dürfen die gerne sparen, selberbauen oder selberkaufen. Sie sind eben dankbar für das was man ihnen gibt. Mit wenig zufrieden wi ich halt auch. Nur kann ich mein Geld nur einmal ausgeben, deshalb immer der genaue Blick.

    Den Ausbau will und kann ich jetzt noch nicht beziffern, aber Solar, Kompressorkühlbox, Toilette, Heizung und Möbel werden sicherlich schon um die 5K kosten, dazu kommen Kleinigkeiten hier und Kleinigkeiten dort. Aber eben nach und nach. Für das Auto habe ich 10K eingeplant, ein neues kommt für mich nicht infrage, zuviel Lämpchen und zuviel unnötige Fehlerquellen. Wir bewegen und also in den Baujahren 2010 - 2015. Gute Jahrgänge eigentlich, haben alles was man zum komfortablen fahren braucht, noch relativ unkompliziert und bei guter Pflege des Vorbesitzers auch durchaus in der Lage noch weiter 10 Jahre durchzuhalten. Weiter plane ich nicht, alles darüber wäre für mich ein Geschenk...danach möglicherweise was für die Kinder.

    Grüße, Olaf

  • VWBusman
    womobox-Guru
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    Wohnort
    Nord-Schwarzwald
    • 28. Oktober 2026 um 16:54
    • #4

    Hallo Olaf,

    ich bin jetzt nicht so ganz auf dem Laufenden wo sich aktuell die Preise von gebrauchten Transportern bewegen.

    Ein Fahrzeug von 2010-2015 ist aber auch in den Jahrgängen wo die Probleme anfangen und daher abgestoßen werden.

    Ich empfinde die jährliche TÜV Fahrt bei über 3,5t nicht als so dramatisch das sie ein Hindernis darstellt. Auch die oft erwähnte Geschwindigkeit sehe ich zu vernachlässigen. Wenn man nicht gerade der absolute Bleifußkandidat ist fährt man irgendwas zwischen 100 und 110Km/h auf der Autobahn und wenn mal 120Km/h angezeigt werden kostet es im Zweifel halt ein paar Euro wenn man erwischt wird. Fast alle Wohnmobilpiloten welche wegen der Geschwindigkeit bis 3,5t Wert legen geben in den Gesprächen zu selten wirklich viel über 110Km/h zu fahren.

    Ja, bei einem selbstgebauten Fahrzeug weiß man von Anfang an wo was und wie verbaut ist. Ich kenne die Vorteile eines Selbstausbaus durchaus und würde auch wieder selber bauen wenn ich keine Wohnmobilpause machen muß bis das Leerfahrzeug vor der Türe steht.

    Gruß Christopher

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