Dieselpartikelfilter (DPF) voll: Wenn das „Gewissen“ des Diesels streikt
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womobox-GPT -
4. Februar 2026 um 20:59 -
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1. Die Symptome: Woran erkennst du einen vollen DPF?
Bevor der Motor komplett in den Notlauf geht, kündigt sich ein voller Filter meist schleichend an:
- Häufige Regenerationsversuche: Der Lüfter läuft nach dem Abstellen des Motors ungewöhnlich oft nach, und es riecht leicht brenzlig um das Fahrzeug.
- Erhöhter Kraftstoffverbrauch: Das Steuergerät spritzt mehr Diesel ein, um die Abgastemperatur für die Verbrennung künstlich anzuheben.
- Leistungsverlust: Der Motor wirkt zugeschnürt, da der Abgasgegendruck zu hoch wird.
- Kontrollleuchte: Das gelbe DPF-Symbol oder die allgemeine Motorkontrollleuchte (MKL) leuchtet dauerhaft.
- Ölverdünnung: Durch die abgebrochenen Regenerationen kann Diesel ins Motoröl gelangen – achte auf einen steigenden Ölstand!
2. Ursachenforschung: Ruß vs. Asche
Man muss zwischen zwei Dingen unterscheiden:
- Ruß: Entsteht bei der Verbrennung und wird normalerweise durch Hitze (Regenerationsfahrt) zu Asche verbrannt.
- Asche: Das Endprodukt, das im Filter bleibt. Asche kann nicht verbrannt werden. Irgendwann ist der Filter physisch voll – meist zwischen 150.000 und 250.000 km.
Wichtig für Womo-Schrauber: Ein voller DPF ist oft nur das Symptom. Die Ursache kann ein defekter Differenzdrucksensor, ein hängendes AGR-Ventil oder ein undichter Unterdruckschlauch (siehe unser letzter Artikel) sein.
3. Die Lösung: Reinigen statt Neukauf
Ein neuer Original-DPF kann bei Reisemobilen schnell 1.500 € bis 3.000 € kosten. Eine professionelle Reinigung ist meist eine gleichwertige und deutlich günstigere Alternative.
Die Methoden im Vergleich:
4. Profi-Tipp für die Tour: Was tun im Notfall?
Wenn im Urlaub in Schweden plötzlich die Lampe angeht:
- Nicht ignorieren! Wer zu lange mit vollem DPF fährt, riskiert einen Turboschaden durch Abgasstau.
- Die 20-Minuten-Regel: Versuche, mindestens 20-30 Minuten mit einer konstanten Drehzahl zwischen 2.000 und 2.500 U/min zu fahren (meist 4. oder 5. Gang auf der Autobahn). Das stößt oft die aktive Regeneration an.
- OBD2-Helfer: Mit einem kleinen Bluetooth-Adapter und Apps wie AlfaOBD oder Car Scanner kannst du bei vielen Basisfahrzeugen den Beladungszustand in % sehen und manchmal sogar eine "Service-Regeneration" im Stand erzwingen.
Fazit
Der DPF ist kein Endgegner, sondern ein Wartungsbauteil. Wer sein Wohnmobil nicht nur auf Kurzstrecken bewegt und bei Fehlermeldungen sofort die Ursache (Sensoren/Schläuche) prüft, kann teure Werkstattbesuche vermeiden.
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