Beiträge von Ronny

    Hallo Georg,
    habe Dir zu dem Thema schon im Sprinter Forum geantwortet.
    Ich hab mir grad nochmal die Aufbaurichtlinien angeschaut und die offenen Baumuster (Fahrgestell) mit dem Kastenwagen verglichen.
    Die Sprinter Rahmen sehen aus wie auf dem angehängten Bild. Links ist der Rahmen für die Fahrgestelle, rechte der für die Kastenwagen, wobei bei den Kastenwagen der Rahmen 0,5mm dünner ist als bei den Fahrgestellen.
    Die Kastenwagen haben also nur den Untergurt und der Obergurt wird duch die Kastenwagenkarosse ersetzt.
    Beim Fahrgestell hast Du schon einen recht festen Rahmen und setzt diesem noch einen Verwindungsfesten Aufbau (GFK Kabine) auf.
    Das Problem liegt in der Regel immer zwischen Fahrerhaus und Aufbau und hier schreibt Mercedes wohl definierte Verbindungen zwischen Aufbau und Fahrerhaus vor. Das steht alles in den Aufbaurichtlinien.


    Ein Zwischenrahmen bringt für die Rahemnsteifigkeit nur etwas wenn man ihn bis ganz nach vorne unterm Fahrerhaus durchziehen kann. Fängt der Zwischenrahmen erst hinter dem Fahrerhaus an, so verstärkt man nicht die potenzielle Schwachstelle zwischen Fahrerhaus und Aufbau, an der schon etliche PickUp Rahmen gebrochen sind.
    IVECO schreibt hier z.B. dass der Zwischenrahmen bis zur hinteren Aufnahme der Vorderachsfeder nach vorn durchgezogen werden soll auch wenn wegen Platzmangel mit vermindertem Querschnitt ist. Der IVECO Rahmen ist aber ein völlig anderer.


    erkundige Dich doch mal bei Ormocar. Die schreiben bei Ihren Beispielpreisen für Kabinen, dass beim Sprinter kein Unterrahmen erforderlich ist.


    Grüße,
    Ronny

    Hallo,
    ich hab in meinem Ducato eine Webasto AirTop 3500. Bei Vollast braucht die 36 Watt. Wenn es im Auto wirklich kalt ist dauert es 15min bis es warm ist, dann regelt die Heizung runter. Je nach Fahrzeuggröße reicht auch die AirTop 2000. Das schöne an den Webastos ist, dass es Reparatursätze gibt und man sie selbst reparieren kann.
    Allerdings sind Kraftstoffheizungen immer lauter als Gasheizungen und brauchen mehr Strom, dafür braucht man keine Gasflaschen.


    Grüße,
    Ronny

    Guten Morgen,
    mit der zertifizierten Firma ist etwas ganz anderes gemeint:


    Nach den derzeit gültigen Richtlinien muss die Sitzbank/Gurtgestell mit dazugehöriger Befestigung im Fahrzeug einem Zugversuch unterzogen werden.
    Das heißt also, dass nicht nur die Sitzbank selbst geprüft sein muss, sondern streng genommen auch die Sitzbank in Verbindung mit dem jeweiligen Fahrzeug/Fahrzeugboden. RMB hat das z.B. mal gemacht (Bild auf deren Seite).


    Das ganze hat natürlich auch wieder Ermessensspielraum und hängt vom jeweiligen Prüfer ab. Meiner hat z.B. eingesehen, dass meine Sitzbankbefestigung deutlich stabiler ist als die serienmässige und hat deswegen das OK gegeben. Allerdings war das vorher auch so abgesprochen und per Zeichnung festgelegt.


    Grüße,
    Ronny

    Hallo DF9RY,
    ich habe mir 2006 einen neuen Ducato ausgebaut und auch eine geprüfte Sitzbank eingebaut.
    Generell musst Du eine Sitzbank oder Gurtgestell verwenden, dass nach EU Richtlinie gebrüft wurde. Sowas gibts bei REIMO, Fritz Berger oder Unex-Metall. Die Sitzbank selbst also Sitzfläche+Lehne darf man selber bauen genauso wie die Polster.
    Jetzt kommt die Verankerung der Sitzbank/Gurtgestell.
    In der Regel ist es so, dass die Kombi Varianten der Kastenwagen unter dem Wagenbogen Gewindeplatten haben um Sitze verschrauben zu können. Diese Gewindeplatten sind bei Kastenwagen nicht vorhanden. Daher gibt es formal erstmal keine geprüfte Verankerungsmöglichkeit für die Sitzbank/Gurtgestell.


    Ich habe damals Fotos von den am Ducato Kombi vorhandenen Gewindeplatten gemacht (die haben ca. 5cm im Durchmesser mit M10 Feingewinde und sind 2mm dick). Dann hab ich dem TÜV Prüfer "meine" Befestigungsvariante vorgestellt:
    2 Stück 4mm Edelstahlplatten 20x20cm und 2 weitere Platten, die einmal den Weurträger und einmal den Längsträger umgreifen. Das Gurtgestell ist mit M12.9 Schrauben mit diesen Platten, die ich von unten an den Fahrzeugboden geklebt habe verschraubt. Wenn da was passiert, dann reisst es den ganzen Boden auf. Das hat der Prüfer eingesehen.


    Letztendlich ist aber eine solche Zulassung vom Prüfer abhängig, da er unterschreibt und damit haftbar gemacht werden kann, wenn was passiert. Wenns der eine nicht macht, vielleicht machts der andere.


    Alternativ kann man eine solche Sitzbank von Ausbaufirmen einbauen lassen, ist halt teurer.


    Grüße,
    Ronny

    Hallo VW-Busman,
    und genau deswegen ist die Trail auch noch passabel zu fahren, weil durch die kleinen Hängeschränke nicht so viel Gewicht nach oben kommt, denn auch T-Shirts und Unterhosen (zumindest meine aus Baumwolle ;-)) haben ihr Gewicht.


    Viele Grüße,
    Ronny

    Hallo K510,
    aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur raten pass mit den Kältebrücken -> Kondenswasser auf. Ich hatte auch mal eine Aufstelldach Kabine (Eigenbau) mit ausklappbaren Seitenwänden. An den 3 Seitenwänden waren ca. 12 Scharniere, jedes 6cm breit. Da cih keine Lust hatte in der Nach alle 30min die Scharniere abzuwischen hatten wir am morgen nach einer Nacht bei -15°C einen schönen Bodensee und eine nasse Matratze.
    Auf Dauer nervt sowas.


    Grüße,
    Ronny

    Hallo flykai,
    das mit dem Durchbiegen des Rahmens ist die Erfahrung von mir persönlich (Toyota HZJ79 mit Aufstelldachkabine), den Nachbarn meiner Eltern (Defender 130 mit Alkovenkabine) und Erich Christ.
    Das Durchbiegen des Rahmens ist nicht abhängig vom Gewicht sondern von der Lage des Schwerpunkts und damit Verbunden den Angriffspunkten der restlichen Massen. Wenn ich mit meinem HZJ79 1to Sand oder Kies transportiert habe, dann gab es keine Rahmendurchbiegung, wohl aber als die Wohnkabine mit 700kg drauf war. Die Wohnkabine war über einen Zwischenrahmen ohne Gummipuffer auf dem Fahrzeugrahmen verschraubt und ihr alkoven war nur 30cm hoch und 1m lang, die ganze Kabine nur 180cm breit.


    Der oben erwähnte Landrover, der ja bekanntermassen mit den stärksten Rahmen der PickUps hat, hat nochmals eine Rahmenverstärkung erhalten.


    Bevor Du mit so einem Bau beginnst und in Fahrzeug und Kabine viel Geld und Zeit investierst, würde ich mal so eine Kombination probefahren, auch auf der Autobahn, denn je nach Gewichtsverteilung hast Du unter Umständen auch eine gewaltige Entlastung der Vorderachse, was die Fuhre deutlich schlechter lenkbar macht. Geländegängig ist so ein PickUp mit einer so großen Wohnkabine eh nicht mehr, da hast Du dann nur noch ein Schlechtwegepaket.


    Grüße,
    Ronny

    Hallo flykai,
    Deine Entscheidung fertige GFK Sandwichplatten zu benutzen ist schonmal gut. Achte unbedingt auf möglichst geringen Heck Überhang, wobei Du das sowieso musst, wegen der Anhängernutzung. Der Alkoven, wenn Du überhaupt einen bauen musst, sollte so leicht wie möglich sein, denn der übt beim Fahren wei ein großer Hebel, der den Rahmen des L200 zwischen Ladefläche/Kabine und Fahrerhaus durchbiegen lässt. Deshalb solltest Du auch zwischen Alkoven und Fahrerhausdach 4-5cm Luft lassen, denn sonst würde der alkoven auf das Fahrerhausdach aufschlagen. Aus dem selben Grund brauchst Du ein paar cm Abstand zwischen Fahrerhausrückwand und Wohnkabine.


    Zum Innenausbau kann ich Dir Fichtenplatten 3-Schicht 12mm dick empfehlen. Der Vorteil liegt in der höheren Stabilität, Schrauben halten in Fichte deutlich besser als in Pappelholz und Du brauchst keine Kantenumleimer. Gut, man muss die Optik mögen. Ich habe die Fichtenplatten 2mal mit Hartwachsöl behandelt und gut wars. So behandelt kann man das Holz auch Feucht wischen und Dreck dringt erst garnicht in die Poren ein. Günstiger sind die Fichtenplatten auch noch und man bekommt sie in 200x500cm größe.


    Grüße,
    Ronny

    Hallo Jens,
    genau wegen der Fluchtweg und Einsteiggeschichte hatte ich micht für das vorn angeschlagene Dach micht den Aufklappwänden entschieden.
    Mein Fehler damals war, dass ich die Kanine a-la DustDevil gebaut habe. Hätte ich GFK Sandwich genommen wäre ich billger weggekommen und hätte mir x-hundert Stunden Arbeit sparen können.


    Ich denek schon, dass eine derartige Konstruktion Skandinavientauglich werden könnte, wenn man alles gut durchplant.
    In Deinem Fall würde ich dann aber doch ein parallel aufstellendes Dach nehmen. Die Wand und Dachteile bekommt man mit KFZ Gummidichtungen schon dicht.


    Gruß,
    Ronny

    Hallo Jens,
    im Moment habe ich diese Probleme/Randbedingungen wie Du nicht, das würde sich aber beim nächsten Fahrzeug ändern.
    Ich nehme an, die immer zugängliche große Tür brauchst Du wegen Fluchtwegrichtlinien und Personen während der Fahrt in der Kabine, oder?


    In meiner ehemaligen Kabine hatte ich auch 2 Sitzplätze (quer) eingetragen bekommen, als die Kabine noch ein Festaufbau war, bei Wechselaufbau ist das nicht möglich. Als Fluchtwege hatt ich hinten die Tür in der Kabine (55x145cm) und den Durchstieg nach vorn ins Fahrerhaus (50x80cm).


    Was zu bedenken ist, bei DEINER Version der Aufstelldachkabine ist, dass Du die festen Wände, die ja nur wenige Millimeter dick sein müssen, nicht bei Sturm oder gar während der Fahrt zu wabern/schlagen anfangen, weil sie nicht steif genug sind.


    Auf was für ein Fahrzeug würdest Du denn bauen wollen?


    Grüße,
    Ronny

    Guten Morgen Michael,
    ich persönlich sehe in Alu nur zwei Vorteiel, Alu ist leichter als GFK und auch Schlagfester bei Ast, oder Baumberührung


    Ich sehe aber auch deutliche Nachteile:
    1. stark unterschiedlicher Ausdehnungskoeffizient
    2. An den Ecken brauch man aucht wieder Eckkappen oder muss spachteln
    3. Wenn am Alu mal was ist, dann muss man die ganze Leiste austauschen, bei GFK kann man zulaminieren.


    Grüße,
    Ronny

    Guten Morgen,
    nochwas zum Kleben:
    Sikaflex 252 hat, wenn ich mich recht erinnere, eine Klebefestigkeit von 9N/mm². Jetzt nehmen wir an, dass die Klebefuge einmal um das Bullidach rumgeht und 1cm also 10mm breit ist (in der Realität dürfte die Fuge deutlich breiter sein). Das Hochdach ist sagen wir mal 320cm lang und 120cm breit So ergibt sich eine Fläche für die Klebefuge von 10mm x 8800mm = 88000mm² das ganze mal 9N sind wir bei 79200N, das entspricht 7,9to. Selbst wenn ich mich falsch erinnert habe und es nur 5N/mm² sind haben wir immer noch 4,4to.


    Wie gesagt, Metallspriegel im Hochdach brauch es nur, wenn eine der Säulen (B oder C) am Bus selbst verändert wird. Dann muss für entsprechend stabilen ersatz gesorgt werden.


    Grüße,
    Ronny

    Hallo Florian,
    hab mal beim T3 ein Aufstelldach nachgerüstet, ist vom Aufwand her ähnlich. Hab das ganz allein in 5 Tagen gemacht (damals noch Studi, mit kaum Werkzeug).


    1. Dach Zwischen B- und C-Säule mit Stichsäge oder Knabber aufsägen. Vorher halt den Dachhimmel aufschneiden und etwas wegziehen.
    2. Hochdach und T3 Dach reinigen
    3. Hochdach aufsetzen und schaun obs passt
    4. Dach wieder runter und dort wo das Hochdach am Fahrzeugdach an-/aufliegt dick Sikaflex draufmachen
    5. Hochdach aufsetzen und gegebenenfalls mit Spanngurten fixieren
    6. Sikaflex Fugen glätten
    7. Innenausbau


    Wenn Du nur die Dachfläche zwischen b- und C-Säule entfernst, brauchst Du keine weiteren Versteifungen. Willst Du einen größeren Ausschnitt, musst vorher mit dem TÜV Mann Deines Vertrauens reden.


    Grüße,
    Ronny

    Hallo Jens,
    das Dach war vorne angeschlagen. Die Seitenwände und die Rückwand am unteren Kabinenteil. Die Seitenwände waren somit dreieckig wobei sich die Spiten der beiden Dreiecke im zusammengeklapptem Zustand in der Mitte der Kabine trafen. Die Seitenwände waren ca. 3cm dick. Das Scharnier der Rückwand war 3cm höher gesetzt als das der Seitenwände. Somit musste man zuerst das Dach hochdrücken (Gasfeder unterstützt), dann die Rückwand hochklappen und dann die Seitenwände. Die Rückwand hatte rechts und links Aluwinkel, die um die hochgeklappten Seitenwände rumgingen und an denen eine Gummidichtung war.
    Problem waren aber die Scharniere, weils da bei Seitenwind das Wasser reingedrückt hat, besser wären da so Gummischarniere. Weiteres Problem war das Eigenleben des Daches aufgrund von Temperaturunterschieden, es bog sich mal mehr mal weniger, was das Hochklappen der Wände erschwerte.
    Wenn mir jetzt noch jemand sagt, wie man hier Fotos reinstellt, ohne Webspace zu haben, dann kann ich das gerne tun, ansonsten kann ich Dir Fotos per mail schicken.


    Grüße,
    Ronny

    Hallo,
    ich hatte mir auch mal auf meinen damaligen HZJ79 eine Aufstelldachkabine gebaut, bei dem die festen Seitenwände von innen hochklappen. Des bisserl Restnässe auf den Wänden (also die paar Tropfen) waren nie ein Problem, wenn man vor dem Zusammenklappen mit nem Scheibenwischer mal kurz aussen rum geht. Der Rest kann dan während der Fahrt bei leicht geöffneter Dachluke abtrocknen.


    Was ich mich allerdings frage ist, wie man den Spalt ausfüllt, der hinten entsteht, wenn man das Dach der Haase Kabine aufstellt. Denn die Unterkante des Aufstelldaches ist um einige cm länger als die Kabine selbst.


    Grüße,
    Ronny

    Hallo,
    das einfachste sind wirklich die Auffahrtskeile, die gibts ja schon ab 15Euro oder so. Meine bessere Hälfte wollte auch keine, bis dann mal nach dem Zähneputzen der Zahnpastaschleim nicht abfliessen wollte, seitdem haben wir auch solche Keile.


    Grüße,
    Ronny

    Hallo Michael,
    ganz einfach:
    mit der Stichsäge Ausschnitt aus der Fahrerhausrückwand raussägen (nicht mit der Flex, gibt Einbrände im Lack). Musst nur aufpassen, dass du den untersten Holm und den obersten nicht durchtrennst. In das Loch klebst (und nietest/schraubst) Du einen Rahmen aus z.B. 30x30x3 Winkelprofile. Fertig.


    So hab ich das damals bei meinem HZJ79 gemacht und der TÜV war begeistert.


    Grüße,
    Ronny