Hi Andreas,
also, die meisten Absetzkabinen auf Dokas sind ja schon länger, als der Hersteller dies in seinen Aufbaurichtlinien frei gibt. Andererseits ist man bei einer Absetzkabine ja auch nicht unbedingt an die Herstellerfreigabe gebunden, wenn man im ersten Anlauf die Kabine mal als Ladung ansieht. Und auch eingetragen werden die Kabinen in der Regel, auch wenn sie länger sind, als die Maximallänge lt. Aufbaurichtlinie.
Ich bin persönlich auch der Meinung, dass die eigentliche Gesamtlänge der Kabine weniger entscheidend ist, als die Gewichtsverteilung (Urlaubsfertig)
Wenn Dein Traum nun ein T5 ist, dann ist da aber irgendwo bei 2,80 bis 2,85 m Bodenlänge Schluss, wie Wolfgang ja auch schon schrieb.
Unter der Prämisse, dass es kein 4-Motion werden soll währe jedoch eine Rahmenverlängerung möglich. Ich muss gleich mal in den Aufbaurichtlinien nachsehen, aber ich denke 40 – 50 cm sollten mit Freigabe drin sein. Dann kämest Du auch mit deinen 3,20 m Bodenlänge hin. Bedenken solltest Du aber, dass Du dann auch einen recht großen Wendekreis hast. Ich bin mit meiner T4-Doka in der Hinsicht sehr zufrieden, einen viel größeren Wendekreis würde ich aber ungern haben wollen, da ich so auch noch relativ Problemlos durch Innenstädte komme und an engen Stellen rangieren kann (auch mit Kabine).
Eine Alternative stellen die Fahrgestelle für PKW-Transporter bzw. Abschleppwagen dar. Die gibt es ja auch mit Doka und dann hast Du hinten locker Platz, um eine 3,5 m lange Kabine drauf zu setzen.
Was Du bei einer solchen Kabine aber auf jeden Fall beachten solltest ist das Gewicht. Denn die leere Sandwich-Kabine (ohne Fenster) dürfte bei der von Dir gewählten Größe min. 500 kg wiegen (Ohne Hilfsrahmen etc.) Dazu kämen noch die Stützen (ca. 80 kg), Fenster usw. D. h. Deine Leerkabine würde mit Fenstern etc. bei ca. 650 bis 700 kg liegen. Wenn Du jetzt noch nen schweren Hilfsrahmen bzw. eine schwere Befestigung der Kabine baust, dann bekommst Du vermutlich arge Gewichtsprobleme. Zumal ich davon ausgehe, dass die Doka und die große Kabine ihren Sinn in der Anzahl der mitfahrenden Personen hat.
Wegen der Befestigung etc. kannst Du Dir mal meine Bilder und die Beschreibungen meiner Kabine hier im Forum ansehen. Ich habe ja ganz auf irgend welche großartigen Hilfsrahmen verzichtet.
Was ich bisher nur empfehlen kann ist die Art der Befestigung auf dem Fahrzeug: Ich habe die original Ladefläche abgebaut und durch eine, auf dem Rahmen verschraubte Siebdruckplatte ersetzt. Auf dieser Siebdruckplatte liegt die Kabine nun auf (auf einer zusätzlichen Ladungssicherungsmatte) und ist am Fahrzeug verspannt. So sparst Du einiges an Gewicht, kannst das Fahrzeug aber trotzdem noch zum Transport gebrauchen.
Die Befestigung der Stützen würde ich zukünftig etwas anders machen (und werde ich bestimmt irgendwann noch einmal ändern). Z. B. mit einem Vierkantrohr, welches an/unter der Kabine verschraubt ist und in die die Stützen mittels eines angeschweißten Vierkantes gesteckt werden.
Deine Frage weiter oben mit dem Kabinenboden: Mein Boden ist im Prinzip so gebaut: Innenlage ist eine Multiplexplatte (15 mm?). Unter der Multiplexplatte verlaufen nun zwei Längstbalken mit 37 mm dicke (= Dicke des Isolierschaumes der Sandwichplatten), um dem ganzen Stabilität zu geben. An den Stellen, wo meine Stützen angebracht sind sind ebenfalls Holzstücke in der Stärke eingebracht. Der Rest der Fläche ist dann mit Isolierschaum gefüllt, und Außen hat es dann eine GfK-Lage. Der Isolierschaum muss also nicht das Kabinengewicht tragen, dass machen die Holzbalken.