Beiträge von jan der böse

    das freistehen mit dem wohnmobil, oder auch dem expeditionsmobil, was für ein wildes wort;-) ist ja eigentlich fast überall verboten. in einigen ländern bzw. eher regionen wird das auch sehr rigeros geahndet. das ist also eher nix neues. selbst das übernachten zur fahrertüchtigung ist offiziell nur in belgien, deutschland, spanien, und italien (viele verbote und regionale regelungen) erlaubt.
    mit einigem fingerspitzengefühl ist es allerdings bisher auch immer noch in vielen ländern möglich. ich suche mir die gegenden extra dafür aus, und plane das vorher einigermaßen. wenn man aber seinen alllradpanzer die letzten 200m unbedingt direkt auf einen griechischen strand, oder vor einen nordischen wasserfall stellen möchte, wird das irgendwann zu problemen führen. leider ist das in letzter zeit immer mehr der fall. die allradexpedionen finden ja nicht in afghanistan oder libyen statt. sowas macht die "firma" wagner besser. sondern meistens mitten in europa. selbst in marokko stehen sie sich mittlerweile gegenseitig auf den schlappen. man kann den karawanen noch einigermaßen aus dem weg fahren, aber die womorevolution frisst ihre kinder ;-)
    https://www.caravanya.com/de/wildcampen-in-europa/
    https://campofant.com/wildcamp…pa-frei-stehen-wohnmobil/

    ein sehr wichtiges argument wurde schon angedeutet.
    ein bis und über der grenze beladenes fahrzeug ist, mal abgesehen von den kosten wenn man erwischt wird, in grenzbereichen immer ein problem. auf losem/weichem untergrund aber auch in brenzlichen situationen.
    ein 6 tonner mit 1,5 t reseve und maximal 90km/h ist besser zu händeln als ein sprinter bei 160km/h und 300kg überladung.
    ich würde frech behaupten, daß 90% der 3,5t wohnmobile reisefertig viel zu viel gewicht an board haben.

    das ist ja was ich meine. die frage ist nicht, was ist besser, sondern was bin ich für ein typ. und wie nutze ich mein fahrzeug.
    ich habe zb kein problem mit meinem trümmer in italienische bergdörfer zu fahren oder in eine kilometer lange 3m breite irische landstraße. natürlich links und rechts mit heckenbewuchs... .die dann am ende natürlich 2m eng wird... andere kriegen da die krise. und der urlaub ist schnell voll im eimer. für mich ist das "etwentscher"
    ich bin fast 2 meter und krieg rücken, wenn ich in einem vw t3- westfalia länger als 3 tage übernachten muss... ich hatte 2 davon...;-). schlimmer sind aber die tage. und das kochen ist auch nicht grad gemütlich. dann kann ich auch gleich mit nem zelt verreisen. darin kann ich mich auch nicht lange aufhalten.
    selbst im sprinter konnte ich nicht stehen. aber damals war ich jung, und es war mir egal. heute ist das etwas anders...
    auch das parkplatzproblem in innenstädten ist ein typ-problem und nicht eins des fahrzeugs. platz ist mehr als genug, man muss ihn halt finden, und zur not ein paar schritte tun, oder das fahrrad nutzen.
    ich würde mein fahrzeug auch nicht nach einer dubiosen krimimnalstatistik aussuchen. das kann alles zufall sein. ist es in der regel auch;-) manche suchen sich gefühlt sogar die urlaubsländer danach aus. bestohlen wurde ich bereits in fast ganz europa. ausgerechnet in polen allerdings noch nicht :D was sagt einem das? man hat so seine vorstellungen, aber mit der realität stimmen sie oft nicht überein. das gilt mmn. auch für fahrzeuge.

    aber noch mal zm thema.
    ein kompaktes wohnmobil unter 3,5 tonnen kann nur ein kompromis in der raumaufteilung und der autarkie sein. wenn man sportgeräte wie ebikes, motorrad/roller, boote, surfbretter und anderes mit sich führt wird das mit 2 personen nur schwer funktionieren.
    um ein paar campingutensilien für ein paar wochen auf dem campingplatz unter die markise zu stellen, wird's reichen. geschätzt über 90% der motorcamper nutzen ihren wagen ja auch nicht anders. für die passt das.


    Mit Wasser verdünnt ist Urin ein wunderbarer Dünger, somit sogar gut für die Umwelt.


    In Schrebergärten werden mittlerweile auch gerne Trenntoilten genutzt und die Hinterlassenschaft werden dort vollständig im Garten verwendet.
    Da ist das Grauwasser eher noch belastender für die Umwelt, weil es en Weng länger dauert, bis die Seife abgebaut ist.


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    wir wohnen seit 18 jahren in einer art schrebergarten.
    wir haben seit der zeit eine trenntoilette. die scheiße wird kompostiert das papier verbrannt, die pisse verdünnt an die planzen gegeben. das grauwasser ist mit kernseife gar kein problem für die umwelt.
    waschmaschine haben wir in einer kleinstwohnung wo unsere legale base ist.
    ökologischer gehts fast nicht. im lkw im urlaub ist das nix anderes.

    doch, im prinzip exakt so, nur halt mit etwas überlegung ;-)
    die trenntoilette wird getrennt entsorgt. die dichte tüte mit dem trockenen, festen wird in einem unterflur-kasten gelagert und bei bedarf im restmüll entsorgt. zur not würde ich das ohne tüte auch vergraben. haben wir aber noch nicht gemacht. der urin entweder in einer ortskanalisation, oder definitiv in der natur. da das eher kleine mengen sind und gut verteilt werden, macht der das rein gar nichts. man kann der gesamten tierwelt ja auch nicht das pinkeln in die natur verbieten. im grauwasser ist nix, als ein paar tropfen absolut umwerltverträgliches bio-spüli. körperhygiene geschieht mit bio-olivenseife. wichtig ist, daß man alles nicht an einer stelle verklappt. das geht bei uns auch gar nicht, weil wir nichts in tanks sammeln. sondern in eimern unterm fahrzeug. damit kommt man gar nicht erst in die versuchung irgendwo größere mengen abzulassen. den urin mischt man am besten noch mit dem grauwasser, das entsalzt das ganze noch und ist damit sogar gut für die vegetation. das toilettenpaier verbrennen wir im ofen. in einem wasserschutzgebiet verbietet sich das freistehen mit einem 40 jahre alten diesel sowieso. autark heißt ja nicht wochenlang an einem ort zu stehen, sondern weitgehend unabhängig von cp's zu sein.
    frischwasser bunkern wir in 10l kanistern. ich kann zur not bis zu 10 kanister einlagern. mehr wären möglich, aber waren bisher nie nötig. im gegenteil. auch wenn manche vieleicht der meinung sind, daß es umweltverträglicher wäre an einem cp zu entsorgen, nur weil es einfacher ist und man sich damit weniger gedanken machen muss...so wie wir das machen, belastet es die umwelt in keinem falle mehr. zumal viele plätze im süden mittlerweile entsorgungstechnisch veraltet oder an ihre grenzen gekommen sind,
    und die hochmodernen in der regel eh nicht unsern style und kragenweite haben.
    netten gruß,
    jan

    ich habe den verdacht, daß man bei der problematik birnen mit nussschokolade vergleicht.
    bis 3,5 ist halt ein deutlich kleines fahrzeug, oder eben eins mit zu wenig zuladung. ok, muss man halt mit klarkommen.
    klein, wendig, für jeden führerschein, um mal eben im urlaub ein dach über dem kopf zu haben. und sich in die reihe derer zu stellen, die das gleiche vorhaben.
    über 3,5, sind ja keine 3,88 gemeint, sondern in der regel zwischen 5 und 7,5 tonnen. wenn nicht sogar mehr. sonst würde es ja keinen sinn machen.
    meiner hat 6,5t und die maße 2,3m x7m x 3,6m. ich hab im moment noch 1,5 tonnen zuladung frei.
    wir haben ein trennklo, natürlich in einem eigenen raum mit be und entlüftung, in dem ich nicht mit dem kopf an die decke und den knien an der tür scheuere. eine dusche brauche ich in einem fahrzeug nicht. und schon gar keine in der ich mich hinhocken oder auf den klodeckel setzen muss. wir haben eine freiluftdusche außen am fahrzeug.
    wenn ich will, lade ich mir ein schweres motorrad mit meinem eigenen kran hinten auf den träger.
    meine frau macht IM womo morgens yoga, (ja, auch den sonnengruß) während ich noch im alkofen rumlümmel.
    in 3,5t-womos muss ich mit meinen 198cm beim hosenanziehen nach draußen gehen. auch beim sitzen stoße ich überall an, und die betten haben fast nie meine benötigten maße, oder müssen täglich erst aufwändig umgebaut werden.
    in meinem womo sitze ich abends am kaminofen mit echtem feuer auf meinem sofa. rings um mich rum gibts echtolz.
    trotzdem habe ich keinen 100l fäkalientank, 200l frischwasser und 100l grauwasser nur um autark zu stehen. denn selbst damit klappt das nur begrenzt bis die kapazität erreicht ist. das kann man ganz anders regeln.
    beschränkungen kenne ich nicht.
    maut? ich fahre in der regel da wo's keine gibt. landschaftlich schöne landstraßen haben auch im rest von europa in der regel keine maut. der urlaub fängt dann halt schon auf den ersten metern an.
    durchfahrthöhe? dito. das sind in europa 0,001% der strecken. und was soll ich bitteschön auf überfüllten parplätzen mit höhenbegrenzung denn erleben?...will ich da wirklich auch noch stehen?
    nein, ein fahrzeug mit den maßen und gewicht muss man lieben und das reisen damit erleben. man kommt damit selbstverständlich überall hin und durch, nur eben woanders. in der regel sogar viel angenehmer, weil man bestimmte gegenden einfach von vornherein meidet. die meisten länder sind groß genug für genug alternativen.
    meiner ansicht nach ist ein womo von 3,5t und 6,5t miteinander überhaupt nicht zu vergleichen. auch und vor allem nicht die vor und nachteile, weil die sich im grunde gegenseitig ausschließen.
    man sollte sich nicht die frage stellen, was für ein typ von wohnmobil man gerne hätte, oder besser ist, sondern wissen was du selbst (und auch deine mitfahrer) für ein typ bist. wenn man das beantworten kann, ist das die frage der tonnage und der ausstattung auch.
    netten gruß,
    jan

    moinsen wolfgang.
    3t sind wirklich sehr wenig, meine frau und ich würden nie und nimmer damit klar kommen.
    aber co2-sprudler und staubsauger sind bestimmt nicht das einzige was bei euch überflüssig ist.
    gibs zu, dir sind die anderen dinge die du mit führst noch peinlicher? reisenähmaschine, eishockeyausrüstung, ,
    die 5 verschiedene sets boulekugeln, trimmtrainer, hanteln, rasentrimmer, den 100 hertz röhrenfernseher :lol::lol::lol:
    ne mal im ernst. ich vermute mal ganz stark, daß das autarke wohnmobil unter 3,5t eine fantasie bleibt. und von den herstellern eigentlich eine mogelpackung darstellt. nur weils die führerscheinregelung vorgibt, wird unmögliches nicht unbedingt möglicher.
    bei einem selbstausbau erfahrungsgemäß noch viel schwieriger bzw ehrlicherweise gar nicht machbar.
    mit autark meine ich allermindestens ne woche. sonst wäre der begriff quark.
    ich zb hab festgestellt, daß ich meist viel zu viel happig schweres werkzeug und ersatzteile mit schleppe. das sieht zwar jeder spontan ein, aber kaputt geht ja doch immer nur das, was man nicht dabei hat. das gilt auch für spezialwerkzeug. meine frau und ich brauchen uns bei 6.5t aber in der regel ums gewicht nicht streiten... :D
    das andere problem ist, daß sich neuerdings an den touristischen hotspots genau die zehntausende wohnmobile drängen die mittlerweile immer mehr werden. ich hab mir deshalb angewöhnt die hotspots grundsätzlich zu meiden. in der regel gibt es die gleichen, oder ähnliche natur-sehenswürdigkeiten mehrmals in der gegend, vieleicht nicht ganz so spektakulär. aber um so schöner wenn man sie alleine genießen kann. es sind ja nicht nur die hinterlassenschaften, sondern oft auch das eigenmächtige erweitern der stell und parkflächen, einhergehende infrastrukturprobleme die das mit sich führt. zb die tragfähigkeit der straßen, oder in solchen rauhen ländern das problem des wetters, des festfahrens oder der bergung.
    nicht alle womotouristen sind alte hasen und vernünftig. im gegenteil;-)
    an den küsten von portugal und spanien und mittlerweile auch marokko, gibt es durch die tausenden überwinterer mittlerweile ähnliche probleme.
    apps wie park4night haben auch ihren anteil daran, daß die geheimsten plätze mittlerweile oft überlaufen sind und eben nicht nur zum übernachten genutzt werden. manche verbringen dort einen großteil ihres urlaubs.
    die reaktionen der behörden sind nicht immer automatisch ökologisch sinnvoll, sondern wollen das problem einfach nur verlagern. vieleicht auch die isländer...?
    ich vermute, daß auch das jedermannsrecht in norwegen demnächst fallen wird. das bezog sich seit jahrhunderten nun mal nicht auf horden in weißen plastikbombern...
    auch wenn mein trümmer nicht aus plastik besteht, gehöre doch auch ich zu der spezies.
    die entwicklung ist schade, aber nun mal leider nicht zu ändern. unser hobby ist nun mal einfach zu cool geworden;-)
    schreib bitte gern mehr. die erfahrungen mit den lästigen dingen sind für nachahmer oft mehr wert als hochglanzfotos.
    netten gruß,
    jan

    Es gibt noch Ausnahmen für reine Zelte in Norden der Insel, aber alles, was auf Rädern unterwegs ist, muß grundsätzlich auf Campingplätze.


    Viele Grüße
    Leerkabinen-Wolfgang


    es ist wie mit der ganzen klimadiskussion zwar nachzuvollziehen, daß einschränkungen nerven, aber eben ein einziger großer wiederspruch in sich...
    natürlich würden wir uns gerne davon ausnehmen, und in solchen wunderschönen gegenden völlig alleine und auch noch autark unterwegs sein.
    in zeiten einer pandemie funktuoniert das vieleicht sogar teilweise. zumindest was die masse der leute angeht.
    die nordischen länder sind in der regel um einiges sensibler was die umwelt angeht, als zb. hier:
    https://mb407.wordpress.com/category/uncategorized/page/5/
    in vielen ländern rund um den äquator schert sich niemand außer die reisenden aus europa um den müll. die finden das dann ganz schrecklch.
    wenn mir andauern leute mit expeditionsmobilen durch meinen gepflegten vorgarten pflügen würden, hätte ich da irgendwann auch keinen bock mehr drauf. selbst wenn ich davon ganz gut leben könnte. irgendwann kann man ein überlaufendes oder zerstörtes biotop dann auch nicht mehr gut verkaufen;-)