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  1. womobox & Leerkabinen-Forum
  2. ExplorerII

Beiträge von ExplorerII

  • Zuladung ausschöpfen oder nicht

    • ExplorerII
    • 19. April 2013 um 13:16

    Herlich willkommen im Forum!

    Ich verstehe Euch sooo gut!
    Wir bauen aktuell einen Hilux zum Fernreisedampfer um - auf dem Papier hat der Hilux noch viel weniger Zuladung als Euer Ranger, aber darum geht es nicht.

    Bitte klärt für Euch einige wichtige Dinge:

    Gelände: JA/NEIN

    Equipment - das schöne Neudeutsche Wort sagt alles. I.d.R. nimmt man viel zu viel Zeug mit - hinterfragt dieses Thema genau.
    Macht eine Liste was mit muss, trennt nach Verwendung. Küche/Kochen, Kind1, Kind2, Fotoausrüstung o.ä., Reiseproviant, Wasservorrat, Kleidung/Schuhe, (die Reiseregion ist hier nicht unwichtig - Sizilien od. Nordkap), persönliche Dinge eines Jeden einzelnen. Und dann geht die Liste nochmal durch und überlegt was davon zu Hause bleiben kann - das wird einiges sein.

    Für unseren Hilux mit Wohnkabine, 2 Personen, 1 Hund und voll Reisefertig plane ich mit 2.300-2.400Kg. Er darf 2.620Kg. Ich möchte aber volle Geländetauglichkeit und Belastungsreserven haben.

    Meine ganz persönliche Meinung zu Eurer Frage: Ja, das klappt - der Gewinn liegt im überlegten und sinnvollen Verzicht.

    Viel Erfolg - Gruß,
    Jürgen

  • GFK-Sandwich auf Steyr 12M18

    • ExplorerII
    • 19. April 2013 um 10:56

    ... wenn das nicht hält lieber Stefan, würde mich interessieren, wie es zum Bruch kam. :lol::oops::mrgreen:

    Gruß,
    Jürgen

  • GFK-Sandwich auf Steyr 12M18

    • ExplorerII
    • 16. April 2013 um 17:30
    Zitat von kuhtreiber_74

    @ Colt

    Also ich habe das original "Trapez-Flachzahn-Sägeblatt TF 72". Ist für Aluminium und harte Kunststoffe sowie beschichtete Werkstoffe. Kann nach dem Schneiden aller Platten und Ausschnitte keine merkliche Abnutzung feststellen. Mit dem verwendeten Holzblatt wäre das sicherlich anders... Das GFK ist wirklich brutal abrasiv...

    LG Stefan

    Aha! Das ist es!
    Ich habe eine Festool TSQ 55 mit dem TF 52 - also ein kleineres Blatt. Sie sägt noch tip-top, aber man sieht es an den Kanten. Ganz feine Absplitterungen.

    Übrigens schließe ich mich COLT an: wird super... und wie sich die Bilder gleichen... :lol: Hilfskonstruktionen aus Holz, usw...

    Man kann ganz sicher sagen: ungeschickt sollte man nicht sein, aber ohne gutes Werkzeug geht es m.E. nicht!

    Gruß,
    Jürgen

  • Metamophose - vom Pickup zum Fernreisetraum

    • ExplorerII
    • 16. April 2013 um 16:25

    Bilder
    Hallo Wolfgang,

    upps :oops: tut mir leid, ich habe nochmal alles angeschaut - ich sehe die Bilder auch.

    Gruß,
    Jürgen

  • Metamophose - vom Pickup zum Fernreisetraum

    • ExplorerII
    • 16. April 2013 um 15:11

    Da gerade die Frage kam: Nein, es gibt keine CAD Entwürfe. Ich kann sowas nicht... :oops:
    Reine "Handarbeit" - 1:10 in Bleistift auf Millimeterpapier. :wink:

    Gruß,
    Jürgen

  • Metamophose - vom Pickup zum Fernreisetraum

    • ExplorerII
    • 16. April 2013 um 14:30

    Nachdem die Pritsche runter war, die provisorische Beleuchtung entfernt und das Reserverad abgenommen wurde, ging`s auf die Waage in der Nachbarschaft.

    Ein sehr erfreulicher Anblick: 1.740Kg ohne "Alles", mit ca. 30 Litern Diesel. Das ZgG. des Hilux ExtraCab liegt bei 2.620Kg.

    Soweit die guten Nachrichten: Jetzt "wollte" ich die Bodenplatte montieren - direkt auf den Rahmenbefestigungspunkten an denen die Pritsche angeschraubt ist. Leider war mir bis dato nicht aufgefallen :oops: , dass die oberen Anlenkungen der Stoßdämpfer über diese Punkte hinaus ragen. Besonders eine kleine Lasche störte.

    Nach kurzer Recherche dient diese Lasche nur der Befestigung des Kabelbaumes der Rechtslenker-Versionen für andere Märkte. Mein Kabelbaum ist links und dort stört die Lasche nicht so sehr. Flex - und ab! Blanke Kante lackieren - erledigt. Eine gerade Stange half mir zu ermitteln, wieviel der Boden angehoben werden muss - 40mm!
    Da ich mich mit der Gesamthöhe auf 2100mm beschränke - die TG. - kostet es mich halt etwas Innenhöhe :? . Die gute Nachricht: dies sollte - vorerst - die einzige Panne sein. Hoffentlich bleibt es so! :lol:

    Provisorisch unterlegte ich mit Buchenholz-Klötzchen. Der jetzt nötige Unterbau wird aus Aluminium sein und nimmt hier Gestalt an. Es sind Rechteckrohre 60x40x4mm, die an den Enden mit jeweils einem Pärchen Aluplatten 100x20x40 und 100x12x40mm "gefüllt" werden. D.h.: An den Enden der Rohre sind diese massiv, in der Mitte hohl wg. des Gewichts. Zusätzlich unterstützen diese Quertraversen den ohnehin schon steifen Kabinenboden, schränken aber die minimale Verschränkung des Hilux nicht ein. Die ist übrigens so minimal, dass ich auf einen Zwischenrahmen völlig verzichte. Da die Kabine, wie eine Schuhschachtel, oben offen ist, kann sie leichte Torsion locker aufnehmen. Nach dem Einpassen des Vollmaterials wird es verschweißt und die Löcher zum Durchstecken der Schrauben für die Kabinenbefestigung gebohrt. Durchmesser 13mm.

    Die Aluquerträger werden anschließend noch unauffällig dunkel lackiert. Zusätzlich zum schrauben werden sie noch am Kabinenboden angeklebt. Wg. der evtl. Kontaktkorrosion zwischen dem Stahlrahmen des Hilux und dem Aluunterbau lege ich dünne Plättchen aus Gummi unter.
    Btw.: Die Pritsche schraubt Toyota an 6 Punkten an. An zwei sind 2mm Gummiunterleger drunter, zwei sind in Gummibuchsen und zwei direkt Blech auf Blech geschraubt. Alles echt solide! Schrauben habe ich jetzt natürlich längere besorgt - Zugfestigkeit 8, wie Original Toyota!

    Jetzt konnte endlich das "Fundament" gelegt werden - um es sofort zu zerschneiden... :D Die Ausschnitte für die Radhäuser!

    Auf dem nächsten Bild ein Blick "in" die Bodenplatte. Unten die hochseste GFK-Schicht, dann 5mm Aluminium 200x200, obendrauf Birke-Multiplex 200x200, schließlich die Innenschicht GFK. Man sieht auch eins der provisorischen "Klötzchen" zum Höhenausgleich.

    Durch dieses "Sandwich" wird geschraubt, auf der Innenseite noch mit zusätzlichen riesigen U-Scheiben aus 3mm Stahl - das sollte halten!

    Gruß,
    Jürgen

  • Metamophose - vom Pickup zum Fernreisetraum

    • ExplorerII
    • 16. April 2013 um 08:17

    Rudi - hierher und natürlich ins BBT-Forum passt der Beitrag. Und vielen Dank für die freundlichen Worte! :D

    Picco - zu den Platten:

    Gewicht ca. 5Kg pro m2 - dort wo Verstärkungen aus 9mm oder 18mm Birke-Multiplex, bzw. 5mm Alu einlaminiert sind, natürlich etwas mehr.
    Ich verwende diese Platte von Paneeltec:

    http://www.paneeltec.de/downloads/PANE…%20111104_1.pdf

    Die x-line vereint Festigkeit mit geringem Gewicht. Der Platten-Aufbau ist: 1.0mm GFK PUR/PIR RG40 1mm GFK. Ich verwende für Boden und Dach 40mm und für die Wände 30mm Platten. In den Radkästen setze ich 25mm ein, da kommt dann aber noch 3mm Alublech vollflächig verklebt als Steinschlagschutz drüber.

    Gruß,
    Jürgen

  • Metamophose - vom Pickup zum Fernreisetraum

    • ExplorerII
    • 15. April 2013 um 22:59
    Zitat von holger4x4

    Na das sieht doch schonmal gut aus! Was soll da für eine Kabine drauf? Einziger Nachteil des Toyota ist die etwas beschränkte Hinterachslast, wenn man nicht bei Nestle nachrüstet.

    Eine Nachrüstung in Sachen Gewicht wird nicht nötig sein - ich versuche ein Gewicht von 2.300Kg REISEFERTIG MIT BESATZUNG zu erreichen. Mein Hilux hat 2.620Kg ZgG.

    Gruß,
    Jürgen

  • Metamophose - vom Pickup zum Fernreisetraum

    • ExplorerII
    • 15. April 2013 um 22:42

    Die Kabine

    Die Überlegungen hierzu gingen zunächst zu Absetzkabinen verschiedener Hersteller und zu verschiedenen Materialien. Auch wurde ein Versuch mit einer gebrauchten Kabine gestartet, der gelinge gesagt nicht zufrieden stellend verlief... Auf jeden Fall sollte der Innenausbau in Eigenregie erfolgen.

    Nach einiger Zeit des Grübelns entschloss ich mich, eine Kabine komplett selbst zu bauen und auf die Ladepritsche aus Gewichtsgründen zu verzichten.

    Eine meiner wichtigsten Devisen lautet: Leichtbau – jedes unnötige Kilo Gewicht erhöht die Belastung des Fahrzeugs und die Gefahr es fest zu fahren. Und was nicht fest gefahren ist, braucht nicht mühsam wieder flott gemacht zu werden.

    So ist es mein Ziel, eine Leerkabine zu bauen die in „etwa“ Gewichtsneutral zur Stahlpritsche ist. Hier kann man sagen, dass die Pritsche mit Heckklappe und Stoßstange (es ist nicht der Heck-Unterfahrschutz gemeint – der wiegt nochmals ca. 40Kg) ca. 150Kg auf die Waage bringen.

    An dieser Stelle nochmal der Hinweis: die Kabine ist als „das bessere Dachzelt“ zu verstehen – nicht als luxuriöse Reiseunterkunft mit allen Annehmlichkeiten eines üblichen Caravans.

    Die Maße der Konstruktion ergaben sich wie folgt:
    Länge 2100mm, Breite 1758mm, Gesamthöhe des Gespanns wg. der Tiefgarage 2100mm = Kabineninnenhöhe 1070mm. Dazu ein vorne angeschlagenes Aufstelldach. Zeltbalg aus Airtex o.ä. mit zwei Zipp-Fenstern. Ein großes Heckfenster, ausstellbar und eine Seitentür in Fahrtrichtung rechts, rechts angeschlagen. Leichte Markise auf der Türseite.

    Priorität 1:
    Max. Schlafkomfort für zwei Personen mit sehr unterschiedlichem Gewicht! Demnach ist ein Bett geplant mit 204x145cm, unterteilt in zwei Matratzen mit unterschiedlichen Härtegraden von 1 bzw. 3 mit einer jeweiligen Breite von 65cm bzw 80cm. Unterbaut mit einem Froli-Feder-System und einem vollwertigen Froli-Roll-Lattenrost.

    Nachfolgende Prioritäten:
    Eine Spül- und Waschgelegenheit mit Handbrause für draußen und Frischwassertank, eine Kompressor-Kühlbox ca. 35L, ein kleine Kochgelegenheit, um notfalls eine Tasse heißes Wasser drinnen zuzubereiten. Gekocht werden soll (vorwiegend) draußen. Natürlich eine Sitzgelegenheit und ein kleiner Tisch, der auch draußen nutzbar sein soll. Eine Campingtoilette ohne Chemie – ähnlich dem Cactusklo. Natürlich eine Innenbeleuchtung mit LED-Schwanenhalsleuchten und div. Staumöglichkeiten.

    Die Elektrik/Elektronik soll sehr übersichtlich bleiben. Der Hilux hat zwei Blei-Säure-Batterien à 65 Ah serienmäßig verbaut. Dabei soll es auch vorerst bleiben. Als Ergänzung kommt auf die Kabine eine Solaranlage mit ca. 80 Watt die über einen Laderegler die Fahrzeugbatterien zusätzlich zur Lichtmaschine oder im Stand nachlädt. Zur Benutzung der üblichen Geräte wie: Handy, Kamera, Laptop, el. Zahnbürste ;o), etc. soll ein kleiner Sinus-Spannungswandler von max. 230Volt und 500 Watt an Bord sein. Diese Geräte sollen aber nach Möglichkeit nur während der Fahrt geladen werden. Verbraucher sind somit nur: die Kühlbox – eine Engel MT-35 mit zusätzlicher Isolier-Schutzhülle, die LED-Beleuchtung und die Wasserpumpe für die Brause. Als Sicherheit für einen zuverlässigen Motorstart dient ein Lastabwurf, der alle „unnötigen“ Verbraucher abtrennt, solange noch genügend Kapazität für den Motorstart vorhanden ist. Hierbei greife ich auf das System der Fa. Wüstentauglich zurück.

    Eine Heizung ist vorerst nicht geplant, kann aber ggf. nachgerüstet werden. Hier würde die Wahl auf eine Webasto Airtop 2000 ST-D fallen. Sie würde die kleine Kabine jederzeit in einen Backofen verwandeln können.

    Als Baumaterial entschied ich mich für Sandwich-Platten aus GFK. Nach einiger Recherche und zahllosen Gesprächen bestellte ich schließlich einen Satz von 7 Platten die nach meinen Maßgaben gefertigt wurden bei der Fa. Paneeltec. Hier habe ich bis dato nur Gutes gehört! Die Beratung und das Engagement von Herrn Mehler möchte ich hierbei besonders hervorheben! Stets hat man das gute Gefühl, dass man sich mit dem Projekt beschäftigt, mitdenkt, Vorschläge macht und diskutiert, um dem Kunden ein optimales Basisprodukt liefern zu können. Was dann auch tatsächlich so war!

    Doch bis zu diesem Bild waren einige Schritte nötig! :mrgreen:

    ... und über diese Schritte möchte ich gerne berichten:

    Entfernen der Ladefläche.

    Da die Ladefläche 250Km entfernt eingelagert wurde, war diese "Notbeleuchtung/Abdeckung" nötig um halbwegs ungeschoren am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen.

    Damit war der "einfache" Teil abgeschlossen - jetzt ging`s ans Aufbauen!
    Dazu hatte ich mir zwei Wochen Urlaub über Ostern genommen und konnte in einer Halle in Ruhe den Rohbau der Leerkabine beginnen - nur die Temperaturen waren "zapfig" - erst ein Heizgebläse und zig Gasflaschen machten ein Arbeiten (besonders das Kleben) überhaupt erst möglich. Dabei immer dick angezogen. So hatte ich mir das nicht vorgestellt... im April im Breisgau :roll:

    Aber zuerst mussten die Sandwichplatten, die einige Wochen zuvor geliefert wurden, aus dem Gästezimmer :shock::lol: zur Halle transportiert werden. Außerdem wurden Massen an Werkzeug und Maschinen verfrachtet.

    Jetzt konnte es ja losgehen - die weiteren Schritte folgen und die zeige ich Euch in den nächsten Tagen.

    Gruß,
    Jürgen

  • Metamophose - vom Pickup zum Fernreisetraum

    • ExplorerII
    • 15. April 2013 um 22:05

    Hallo zusammen!

    In diesem Beitrag möchte ich (endlich) Idee und Umsetzung meines/unseres Reisemobils vorstellen. Andeutungen hatte ich schon in anderen Posts gemacht, jetzt also mit "Fleisch am Knochen". :lol:
    Bei diesem Projekt werde ich mental und manuell - wenn mal zwei Hände fehlen - von meiner Frau Angela unterstützt! Danke Schatz!

    Unser Ziel ist das Reisen abseits befestigter Routen in Europa, aber auch weiter entlegene Reiseziele sind angedacht. Z.B. Nordafrika, Balkan, Osteuropa… und irgendwann, wenn es die Zeit ermöglicht, Kanada, USA und die Pan Americana,… die Welt ist groß und schön!

    Für die Ziele in nächster Zeit sollte zunächst ein Fahrzeug gefunden werden, dass entsprechend wendig und wirtschaftlich zu unterhalten ist. Erfahrungen mit „Enge“ haben meine Frau und ich mit einem VW-T4 California gesammelt. Der Platz reichte uns problemlos, nur der Schlafkomfort war nicht zufriedenstellend. Wir reisen zu zweit + Hund.

    Leider ist seit einiger Zeit zu beobachten, dass die dafür geeigneten Fahrzeuge aussterben. Oder eben durch Fahrzeuge ersetzt werden, die immer mehr (anfällige) Technik enthalten. Hier habe ich, auch durch negative Erfahrungen mit normalen PKW verschiedener Fabrikate, besonders Bedenken gegenüber EURO-5 und geregelte Partikelfilter.

    Generell wollte ich einen Neuwagen, von dem ich denke/hoffe/wünsche, dass er mind. 300.000 Km keine/wenig Probleme macht. Das Fahrzeug dient nur als Reisefahrzeug und wird nicht im Alltag bewegt und somit auch nicht auf winterlich gesalzenen Straßen eingesetzt!

    Die erste Überlegung war, ein Fahrzeug mit Dachzelt, oder ein Aufstelldach…
    Den Nissan Patrol gab es schon nicht mehr, das Buschtaxi ist auch nur mit Nachrüsttechnik zulassungsfähig, den Mercedes G Professional kann man ggf. als EURO-4 bekommen, hat dann aber Schwierigkeiten mit den Beschränkungen durch die Feinstaubplakette. Da wir in Freiburg i. Breisgau zuhause sind und hier seit 01.01.2013 nur noch die grüne Plakette erlaubt ist, ist/war eine ernste Einschränkung bei der damaligen Fahrzeugwahl. Der Pajero ist aufgrund seiner selbsttragenden Karosserie nicht für ein Aufstelldach geeignet. Letztlich waren es viele Gespräche mit erfahrenen Offroad-Reisenden + lesen in Foren und der Wunsch meiner Frau nach einem trockenen und leichten, ohne Kletterpartie über eine Leiter, erreichbaren Schlafplatz der gegen das Dachzelt sprach. Gegen ein Fahrzeug mit Aufstelldach, Toyota HZJ 78/79 und Mercedes G, sprach sehr schnell der hohe Kostenfaktor und die bereits angesprochene Plakettenproblematik.

    Als Alternative bot sich eigentlich nur ein Pickup an. Diese Fahrzeuge kannten wir schon von Reisen aus den USA und Kanada – und ich fand sie schon immer klasse!
    Wie meine Recherche ergab, genau das Richtige. Dabei schieden US-Produkte und Benzinmotoren von vornherein aus. Ich orientierte mich also unter den Asiaten und schaute den VW Amarok an. Für die meisten dieser Fahrzeuge galt: leicht an alle Bedürfnisse anzupassen, günstig in Anschaffung und Unterhalt, entsprechend modifiziert auch sehr geländetauglich und auf der ganzen Welt recht verbreitet. Unter den Herstellern die diese Fahrzeuge anbieten war ich schnell auf den Toyota Hilux fixiert.

    Der Amarok war mir zu neu und zu dieser Zeit nur als Doka lieferbar. Der Ford Ranger und sein Zwillingsbruder Mazda BT-50 waren noch die „alten“ Modelle. Dem Nissan Navarra traute ich nicht recht über den Weg (Bauchgefühl) und der Isuzu D-Max (auch noch das alte Modell) schied wg. der vorderen Drehstabfederung und der Position der Kraftstoffpumpe aus.

    Als ideale Kabinenform wählten wir für zwei Personen und einen Hund einen Toyota ExtraCab in der Basisversion mit Metallic-Lackierung und Klimaanlage aus. Der Hilux hat einen 2,5L Vierzylinder Turbodiesel mit beschaulichen 144 PS und einem früh einsetzenden Drehmoment von 343 Nm. Die Kraftübertragung übernimmt ein 5-Gang-Getriebe mit einer Untersetzung von 2,57:1. Der Allradantrieb ist starr zuschaltbar, wobei der Toyota-Spezialist Nestle aus Dornstetten im Schwarzwald eine Umrüstung auf permanenten Allradantrieb aus dem Landcruiser anbietet 8) . Eine Option die ich ggf. noch einbauen lassen werde. Eine zuschaltbare 100% Sperre an der Hinterachse ist serienmäßig verbaut.

    Nach einiger Zeit des Suchens fand ich mein Wunschfahrzeug gerade noch rechtzeitig vor dem Facelift und der Umstellung der Motoren auf EURO-5 seitens Toyota im Dezember 2011. Mein Fahrzeug ist also noch ein EURO-4 Modell ohne elektronisch geregelten Partikelfilter, hat aber trotzdem eine grüne Feinstaubplakette – Perfekt!

    Und das ist er!

    Sogleich begann Phase zwei - Modifikationen am Fahrzeug!
    Zuerst wurde umbereift. Ich wählte eine Alufelge in 8x16“ mit einer Einpresstiefe von +15 von CW, die eine entsprechend hohe Tragkraft hat. Als Reifen fiel die Wahl auf den Cooper Discoverer STT in der Größe 265/75 R16. Da wir bei den Verbindungsetappen auf BAB o.ä. Straße ohnehin max. 120 Km/h schnell fahren werden, schreckt mich der Gedanke an ein ggf. höheres Geräuschniveau der MT´s nicht.
    Generell soll das ganze Fahrzeug so ausgelegt sein, dass es vernünftige Fahrweise vorausgesetzt, überhaupt nicht zu Situationen kommt, die nur mit schwerem Bergegerät zu meistern sind. Deshalb von vornherein MT-Bereifung und 100% HA-Sperre, aber keine Winde (wg. Gewicht).
    In Ergänzung zur Bereifung wurde ein anderes Fahrwerk von OME eingebaut. Vorne „leicht“ und hinten „mittel“, dazu die Sportshocks von OME.
    Dabei wurden noch die Entlüftungen von Getriebe und HA-Differential mit Schläuchen verlängert und deren Öffnungen ins Trockene verlegt. Aufgrund der geänderten Reifendimension würden schmale Gummilippen an den Kotflügeln angebracht um die Laufflächen abzudecken und die Spritzlappen geändert.

    Fahrwerk und Bereifung sind entsprechend eingetragen, wobei auch noch die beiden hinteren Notsitze aus steuerlichen Gründen ausgetragen wurden. Unser Hilux ist jetzt als LKW 2-Sitzer eingetragen und wird jährlich mit 160,00 EURO besteuert.

    Dazu ein paar Bilder.

    Weitere kleine Änderungen betrafen die Scheinwerfer – hier sorgen die Osram Nightbreaker Birnen für besseres Licht. Eine lautstarke 2-Klang-Fanfare sorgt für die nötige Durchsetzungskraft in brenzlichen Situationen – hoffentlich!
    Zur Unterhaltung habe ich ein nagelneues Becker Grand-Prix 7990 mit Freisprechfunktion eingebaut. Es wird noch um einen iPod-Anschluss ergänzt werden.
    Die Straßennavigation übernimmt ein Becker-Mobilnavi. Offroad setze ich auf ein bewährtes Garmin GPS Map 60 CSx.
    Außerdem hat das geschäumte Plastiklenkrad einen schicken Bezug in passendem Leder erhalten.

    Und das sieht dann so aus.

    Weitere, zukünftige „kleine“ Modifikationen werden noch ein Unterfahrschutz am Motor, ein Ansaug-Snorkel, eine ARB-Dachkonsole mit CB-Funk und Antenne sein.
    LED-Tagfahrleuchten und ggf. zwei Zusatzfernscheinwerfer möchte ich auch noch montieren.
    Je nachdem welche Erfahrungen wir machen werden, werden die Vordersitze noch eine Sitzheizung bekommen, oder ich tausche die Seriensitze gleich gegen solche von Scheelman mit Sitzheizung aus.

    Das Fahrgestell und der Unterboden erhält noch eine Konservierung mit Fluid-Film.

    Soviel zum "Untersatz" der nun folgenden Konstruktion und Fertigung der Kabine.

    Gruß,
    Jürgen

  • GFK-Sandwich auf Steyr 12M18

    • ExplorerII
    • 22. März 2013 um 22:29
    Zitat von kuhtreiber_74


    hmm... gar nicht so einfach...
    ... hatte noch die Idee Auf die 25mm Platte auf beiden Seiten im Handlaminat eine Kohlefaserschicht (unidirektional) aufzulaminieren - klingt auch nicht schlecht...
    LG Stefan

    Es klingt gut, aber ich wäre da vorsichtig!
    Kohlefase ist extrem leitfähig. Ein sensibler Schläfer könnte, besonders bei ungünstigen (z.B. geologischen) Verhältnissen, Probleme bekommen.
    Wenn eine Verstärkung auflaminiert wird, dann würde ich das in GFK machen. Ggf. ein fertiges GFK-T-Profil von unten dagegen laminieren.

    Viel Erfolg und Gruß,
    Jürgen

  • GFK-Sandwich auf Steyr 12M18

    • ExplorerII
    • 21. März 2013 um 21:59
    Zitat von holger4x4

    Die Frolis wollen ja eine ebene Fläche zur Auflage haben. Da ist die Sandwichplatte schonmal ok.
    Ich frage mich,ob die Sandwichplatte alleine nicht schon stabil genug ist? Wieviel biegt die sich denn durch,wenn ihr 2 da drauf liegt? Wenn überhaupt,dann würde ich 2-3 Hochkant Profilstreben unten drunter bauen und verkleben.

    Hallo Holger,

    Stefan schrieb etwas von 25mm Stärke. Bei 240x140cm hält das nicht, wenn nicht eine Verstärkung einlaminiert wurde. Das wäre natürlich die TOP-Lösung. Alle 20cm ein Alu Vierkantrohr 15x20x1,5mm und die Sache wäre auf ewig stabil, elastisch und unsichtbar. Dazu noch federleicht.

    Ohne Verstärkung wird es leider nicht abgehen. Aber vielleicht kann die Platte anderweitig verwendet werden und Stefan bestellt eine MIT Alu-Insert - Herrn Mehler (Paneeltec) würde es sicher freuen. :P

    Gruß,
    Jürgen

  • GFK-Sandwich auf Steyr 12M18

    • ExplorerII
    • 21. März 2013 um 21:24

    Hallo zusammen,

    an dieser Stelle darf ich etwas schmunzel, ist nicht böse gemeint... :P Man merkt gleich, ihr baut auf LKW`s auf. Stabiler Leichtbau sieht anders aus.

    Ein Gedanke: Stell Dir bitte einen üblichen 08/15 Lattenrost vor, z.B. zu 100 EURO, Größe 200x140 cm. Jetzt stell Dir weiter vor, unter jede der 4 Ecken einen Holzklotz von 15x15 cm mit einer Höhe 20 cm. Jetzt Matraze drauf und zu zweit drauf fallen lassen und schlafen, oder so... :wink:

    So, jetzt das heimische Bett anschauen und die Maße des Sprungrahmen abnehmen, damit steht die Stärke der Verstärkungsleisten fest. Und wehe einer schreibt jetzt er hätte ein Wasserbett. :mrgreen:

    Übrigens fände ich generell eine "Leistenkonstruktion" als Unterbau für ein Bett besser. Stabil, leicht, elastisch und gut durchlüftet. Ich kenne aber natürlich nicht die Überlegungen und Gegebenheiten der Gesamtkonstruktion.

    Viel Erfolg & Gruß,
    Jürgen

    PS: Bisher ein tolles Projekt - ich wünschte ich könnte so feine Sachen schweißen :!:

  • noch n neuer alter sack.....

    • ExplorerII
    • 27. Februar 2013 um 22:17
    Zitat von treckerfahrer


    ...und einen großen schwarzen neufundländer...
    bis die tage,
    olaf.

    Wilkommen!

    dito in braun, Name: Oskar :D ... und er wird im Mai schon 11 Jahre alt... :shock:

    Gruß,
    Jürgen

  • Mounty 6x6

    • ExplorerII
    • 14. Februar 2013 um 21:58
    Zitat von MuPeBe

    Pogusch, aber hallo, der Ralf kennt sich aus wo es die feinen Dinge gibt!!!! :D:D

    Da wünsche ich Euch einen guten Appetit - sooo lecker!
    Ich bin leider bis Ostern auf Diät... :roll::roll::roll: auch mal wieder...

    Gruß,
    Jürgen

  • Geländegängigkeit und das ideale Reisefahrzeug

    • ExplorerII
    • 1. Februar 2013 um 13:51

    Nein, glaub ich nicht!
    "Ihr" könnt doch auch in Zehntel-, Hundertstel-, Tausendstelmillimeter. Drehmaschinen, CAD/CAM, Laser- und Wasserstrahlschneider, etc... träum. Im Kabinenbau bist Du mir ganz sicher haushoch überlegen. Aber ich werde mich anstrengen! :mrgreen:
    "Wir" sind eher kreative Künstler - jeder Zahn ist anders - und niemals gerade... :shock:
    Ja, Ostern ist bald *freu, freu, freu* - endlich Zeit.

    Gruß,
    Jürgen

  • Geländegängigkeit und das ideale Reisefahrzeug

    • ExplorerII
    • 1. Februar 2013 um 12:54
    Zitat von MuPeBe

    Hallo Jürgen,... ausser ein kleines Danke :)

    Nicht der Rede Wert Peter, was wahr ist, darf man sagen. :D
    Ich bin Zahntechnikermeister - ich liebe es wenn sauber gearbeitet wird, besonders in den Details,... Berufskrankheit.
    Nicht das es bei einem Wohnmobil zwingend erforderlich wäre, aber es ist eben schön, wenn es jemand kann und macht!
    Ich freue mich jedenfalls jetzt schon, wenn Deine Reiseberichte nahtlos an Deinen Baubericht anknüpfen.
    Weiterhin gutes Gelingen - ich starte um Ostern mit dem Bau meiner Minibox.

    Viele Grüße,
    Jürgen

    Btw: "Deinen" könnte ich allenfalls als Anhänger in Silber oder Gold machen... ich habe mal für einen Kunden eine Beechcraft Baron aus Gold gemacht, 5cm groß - er hatte eine "Echte". :shock:

  • Geländegängigkeit und das ideale Reisefahrzeug

    • ExplorerII
    • 1. Februar 2013 um 11:27

    Ein sooo schöner Thread... :lol:

    Ganz sicher steht das Ziel zu reisen bei den Meisten ganz oben! Aber es gibt auch die Bastler und Hobby-Ingenieure. Die haben einfach Spaß am ausdenken, entwickeln und umsetzen ihrer Ideen in die Wirklichkeit. Das sind dann ganz oft die ganz feinen und polierten Schätzchen mit wenigen Kilometern auf der Uhr. Aber ich finde auch das völlig OK! Hauptsache ist doch der Spaß an der Sache im allgemeinen und am Hobby.
    Schaut Euch Peter mit seinem MAN 6x6 an... Ich bin bei jedem neuen Post restlos begeistert! Diese Akribie, diese Präzision. Ich glaube kein sog. professioneller Kabinenbauer kann`s besser! Für mich wird, wenn nicht ein Wunder geschieht, sowas nie umsetzbar sein. Zu kostspielig für mich, aber ich freu mich trotzdem mit Anderen die sowas können.
    Bei Denen die Reisen, kommt noch das Reisegebiet zum tragen - warm und sonnig, oder eiskalt und regnerisch... Dann die Route: schmal, eng, bergig... oder der Trans-Canada-Highway... :)
    Der Anspruch an Komfort ist dann DIE Frage, die "gewichtsentscheidend" ist!
    Sat.-Antenne, HD-TV, Klima, Dusche, WC, Ceran-Herd, Mircowelle, Waschmaschine...
    ... oder wie bei uns: nur eine feste Alternative zum Dachzelt! Wir wollen draußen sein, trinken im Urlaub Tee und leben einfach. Einen Espresso gibt`s an einer Coffeebar vor Ort. "Duschen" am See, Bach oder die Katzenwäsche aus dem Kanister :lol: - kalt eben! Oder mit "Kultur" auf einem Campingplatz, einem Schwimmbad, o.ä.
    Vielleicht, wenn es das Alter fordert und das Budget nickt, dann baue ich nochmal etwas größeres aus. Und passe dann meine Reiserouten an das Fahrzeug an. :idea: Z.Zt. passt das Fahrzeug zu unseren Wünschen wie die Faust auf`s Auge! 8)

    Gruß,
    Jürgen

  • Uro-Camper Xplora

    • ExplorerII
    • 13. Januar 2013 um 17:39

    Hi together,
    That look likes a very precise work - well done... :)
    I think too, it`s Monopan. And it looks like the hole Camper is build in Monopan - right? What car will be the base of this Camper?
    What kind of glue do you use?

    Gruß,
    Jürgen

  • Wandstärke Sandwichplatten

    • ExplorerII
    • 4. Januar 2013 um 20:11

    Sers Frank,

    ich baue aus 30mm die Wände und aus 40mm den Boden und das Dach (Aufstelldach). Ich werde mit 50x50x3mm GFK Winkeln innen und außen verstärken. Allerdings ist pistenfest bei mir Pflicht.
    Meine Lieferanten sind:
    http://www.paneeltec.de/index.php
    Ich habe die X-Line gewählt.
    http://fibrolux.com/de/main/gfk-pr…es/fahrzeugbau/

    Bzgl. Deiner Frage denke ich, dass Du mit 25mm als Wandmaterial gut klar kommst. Für Boden und Dach würde ich aber einen Nummer stabiler nehmen.

    Gruß,
    Jürgen

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