Oben: Und schon liegen einige wieder rum!
Oben: Noch etwas dehnen und turnen und schon liegen sie alle wieder im Schatten rum.
Mit einigen gehen wir einige Meter weg auf eine offene Fläche wo einer ein altes Stück Holz aufstellt und sich einige der Jäger vielleicht 8m entfernt hinstellen.
Oben: Das aufgestellte Holzstück als Zielscheibe, denn so sahen Zielscheiben wohl aus bevor das Rad erfunden wurde...
Unser Guide erklärt uns dass nun ein Pfeil-Bogen-Schiessen angesagt ist.
Und schon beginnen sie auf das Holzstück zu schiessen.
Und von vielleicht 20 Pfeilen treffen nur drei!
Und das bei Jagtprofis...da werden Sven und ich wohl alles in der Umgebung treffen, inklusive uns selbst, nur nicht das Holzstück.
Und dann sind wir dran...
Oben: Copyright by Sven: So oder ähnlich würde ich als Robin Hood aussehen...und wenn die Hazda wüssten wie genau ich denke zu treffen würden sie nicht dort sitzen wo sie sitzen...denn da ists echt gefährlich!
Aber: Mein erster Pfeil geht nur ganz knapp übers Ziel, ein Raunen geht durch die Menge.
Und erst recht durch meinen Kopf, denn ich staune wohl noch mehr als die Anderen es schon tun.
Von den total 10 Pfeilen treff ich mit keinem, aber drei gehen nur knapp übers Ziel hinweg, die Richtung hätte bei 9 Pfeilen gepasst.
Na ja, meine Pfeile waren wohl zu Höherem erkoren...zumindest zu einem höheren Ziel!
Und dann dürfen wir zum Dorfteil der Frauen und Kinder, wobei wir die Frauen anders als die Männer begrüssen müssen, ist in der Sprache halt so.
Oben: Vom Frauenlager kommt uns diese Dorfschönheit entgegen.
Oben: Die Frauen sitzen am Boden rum und arbeiten, aber offenbar fühlen sie sich bei unserer Anwesenheit nicht wohl, darum kehren wir bald zu den Männern zurück.
Aber wir merken schnell dass sich die Frauen nicht so wohl fühlen und gehen deshalb schnell wieder zu den Männern rüber.
Die Frauen wirken (trotz oder gerade wegen der Kleidung?) beschämt, die Kinder zurückhaltend, die Männer zum Teil gleichgültig
und zum Teil sehr engagiert.
Zum Schluss gibts noch ein Tänzchen, aber nicht wie Ihr denkt mit der Dorfschönheit, nein, die Männer tanzen für uns.
Wobei ich mal wieder feststellen muss dass Tanzen und Männer zusammen einfach seltenst Eleganz verheisst, auch hier nicht...
Zum Glück kommen dann doch noch einige Frauen dazu, somit wird die Darbietung etwas eleganter.
Nun folgt die Verabschiedung, bei der ich mich recht ausführlich bedanke und den Stammesmitgliedern meine Ehrerbietung zuteil kommen lasse, insgesammt sicher mehr als eine Minute lang rede ich meine Danksagung daher bis ich das OK zur Übersetzung gebe...
...und er übersetzt die ganze Rede mit nur einem Wort!
Was für eine Sprache!!!
Ich quassle mir den Mund fusselig und in der Sprache kann man das alles mit nur einem einzigen Wort sagen, fabelhaft!
...oder hat er etwa nicht alles übersetzt??? :-O
Fragen über Fragen...
Ab gehts ins Auto und zurück zu unserer Unterkunft und in den überdachten Essbereich, wo uns Hamis schon bald mit seinem sehr schmackhaften Kochkunstergebnissen verwöhnt.
Danach darf ich mich mal wieder körperlich betätigen, denn es heisst ja 'Nach dem Essen sollst Du ruhen oder 1000 Schritte tun'.
Die tu ich auf dem Gelände der Unterkunft und erkunde mal alle Ecken davon.
Irgendwann hab ich das auch hinter mir und leg mich, wei Sven es schon länger macht, in die Wiese und geniesse das süsse Nichtstun im Schatten.
Herrlich!
Aber nur bis 14:20 Uhr, denn wir haben abgemacht um diese Zeit abzufahren.
Nur...nebst uns ist niemand beim Auto
Also schnell mal die Leute zusammentrommeln und um 14:30 wird losgefahren zum Datooga-Tribe.
Oben: Wegeseindruck 1
Oben: Wegeseindruck 2
Oben: Wegeseindruck 3
Nachdem Robert das Auto parkiert hat erklärt uns unser Datooga-Guide im Massanzug wie man bei den Datooga die Frauen und wie die Männer begrüsst, und schon gehts kurz durch den Busch zu einer kleinen Hütte.
Da treffen wir als Erstes eine sehr selbstsichere und sehr alte Frau in einem Kuhlederkleid, die uns recht herzlich begrüsst.
Kaum ist die Begrüssung durch bittet sie uns in ihre Hütte rein, wo schon andere Damen auf uns warten.
Sie erklärt uns mit Hilfe unseres Guides die diversen Dinge in der Hütte, so zum Beispiel dass sie die grosse Kalebasse für die Herstellung von Alkohol aus der Aloe-Vera-Pflanze, die kleinen Kalebassen jedoch zur Aufbewahrung von Milch oder auch Alkohol.
Ob Dr. Feelgood sich hier zu deren Lied 'Milk and Alcohol' inspirieren liessen?
Wahrscheinlich schon, wo denn sonst...
Oben: Die grosse Kalebasse zur Herstellung von Alkohol...