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Beiträge von Picco
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Tag 4: Rauf zum Nyiragongo
Oben: Unsere Strecke heute: Vom Hotel 'Centre d'Accueil Caritas' in Goma zu den Bandas am Kraterrand des Nyiragongo
Leider hat ein Gepäckstück den GPS-Tracker verdeckt gehabt, so dass er erst nach der Hälfte der Fahrt zu tracken beginnen konnte...Es ist wieder so weit: Ich erwache!
Dementsprechend bin ich noch am Leben, obwohl ich schon über 12 Stunden im Kongo bin...wer hätte das gedacht?!?
Und ich hab schön Zeit um mir einige Fotos anzuschauen, denn Sven und ich treffen uns erst um 07:30 zum Frühstück!
Also schön gemütlich alles bereit machen, Augen zusammensetzen, Zähne putzen und die Haarpracht bändigen, hier und da noch etwas Deo und schon ist es 07:00...
Also geh ich mal runter und schau mal was es zu schauen gibt...
Unten auf der kleinen Terrasse über dem See wo ich gestern noch Fische beobachten konnte kann ich jetzt Sven beobachten!
OK, er ist nicht im Wasser, aber von Oben beginnts zu tropfen, also wird er auch bald nass sein...
Wir verziehen uns zur gedeckten Frühstücksterrasse, und was sehen wir da?
Kein Tisch ist mehr frei, alle Tische sind voll, ausser der auf dem das Frühstücksbuffet steht, der ist erschreckend leer!
Na ja...gestern wars recht angenehm, heute ist's mir zu voll und die Buffetauswahl wirklich nicht mehr üppig...
...vor allem wenn man wie ich aus gesundheitlichen Gründen nicht alles essen kann...denn dann fällt die Hälte weg!
Na ja, mir bleiben noch eine Banane, etwas Ananas und eine kleine mir unbekannte Frucht sowie ein Ei zum Kaffee...
...Für Sven etwa dasselbe plus Brot...nicht gerade das perfekte Frühstück für einen Bergbezwingertag!
Wir setzen uns zu einem Holländer an den Tisch und ich versuche mit ihm etwas ins Gespräch zu kommen, scheitere aber an seinem extremen Akzent...
Aber mit Müh und Not verstehen wir dass er mit dem Velo in Ruanda unterwegs ist und heute ebenfalls zum Nyiragongo aufsteigen wird!
Bald schon beenden wir die Versuche mit ihm zu sprechen, da er nicht nur schwer zu verstehen sondern auch recht einsilbig ist.
Nach den Früchten will ich nochmals was holen aber das was noch daliegt ist entweder für mich nicht verdaubar oder sieht schon sehr unappetitlich aus...
Deshalb frag ich den Bediensteten nach einem Ei, einem Omelette oder so was...
...aber seine Antwort ist nur 'No, we don't have eggs!'...
Na ja...zum Glück hab ich ja genug Speck um nicht gleich von den Knochen zu fallen...
Nach dem nicht wirklich befriedigendem Frühstück holen wir unsere Rucksäcke und Taschen, die wir in je eine 'Berg'- und eine 'Hierlass'-Tasche umgepackt haben und bezahlen unsere zwei mal zwei Mittag- und Abendessen, zusammen für die 4 Mahlzeiten und etwa 20 Getränke 110$.
Sven gibt mir sein 2kg-Stativ ins Gepäck, das zuvor etwa 8kg inklusive Tasche hatte.
Denn im Gegensatz zu ihm hab ich eine kleine Wasserfeste, sondern eine grosse und ebenfalls wasserfeste Tasche dabei!
Um 08:45 Uhr kommt Jean, mitsammt einem Fahrer!
Warum auch immer der dabei ist...
Auf dem Weg wollen wir Wasser holen, aber Jean's bevorzugter Shop ist geschlossen, da wegen der bevorstehenden Wahlen Demonstrationen befürchtet werden.
Deshalb sehen wir auch viele Polizisten mit Schildern, Schlagstöcken und Maschinenpistolen in der Stadt rumstehen, aber es ist friedlich!
Wegen der erwarteten Demos hält sich auch der Verkehr in bescheidenem Rahmen, so dass wir doch noch schnell einen geöffneten Shop finden und in Richtung Nyiragongo-Headquarter weiterdüsen können!Oben: Wenig Verkehr in Goma...weil eine Demonstration erwartet wurde! Zum Glück blieb es ruhig, nicht dass schon wieder eine meiner Reisen durch Unruhen beeinträchtigt wird wie 2015 in Kenya...
Oben: Schon beinahe beängstigend wenig Leute auf der Strasse...
Am Gate angekommen erfahren wir schnell dass wir zu einer Gruppe mit 14 Touristen gehören.
Der Guide wird uns vorgestellt und wir packen unser benötigtes Wasser in die Taschen und die Rucksäcke, ich rechne mit 3 Flaschen
pro Person.
Also 3 Liter rauf und 1,5 Liter für morgen...
Wir nehmen 2 Träger, die mit 15kg bepackt werden dürfen, also könnt ich alles in die Tasche stecken ohne dass er sich beschweren dürfte!
Aber so bin ich nicht, ich nehm einen Teil des Wassers in den Rucksack, den ich selbst trage, so dass der Träger eine Tasche unter dem erlaubten Limit zu tragen hat.
Wir bezahlen dem Guide die Träger, die einen Fixpreis von je 24$ haben, mit einer 50$-Note.
Der Guide verschwindet damit nachdem er was von Wechselgeld gemurmelt hat und...
...er kehrt erst zurück nachdem Jean ihn darauf hingewiesen hat dass er mir noch 2$ zurückzugeben hat!
Ein Schelm wer Böses denkt...
Oben: Startpunkt zur Nyiragongo-Besteigung!
Oben: Karte der Vulkanaktivitäten in der Gegend...
Es werden geschnitzte Holzstöcke zum Kauf angeboten, Sven nimmt einen und ich lass mich nach erstem Widerstand von Jean überreden meine beiden Wanderstöcke schon von Anfang an einzusetzen.
Im Nachhinein muss ich sagen dass er recht hatte!
Ohne Wanderstöcke ist teilweise etwas mühsam...
Zumal sich die im Briefing gehörten Erzählungen von losen, scharfkantigen Lavasteinbrocken bewahrheiten...da will man nicht hinfallen!
Einige werdens dennoch tun...als Erste die Kubanerin, die in München lebt...
Jean grinst breit während er mir zuschaut wie ich meine Wanderstöcke vorbereite...
Und um 10:23Uhr gehts los!
Erst mal durch Urwald, noch sehr flach, immer wieder etwas rauf und etwas runter, aber schon bald wirds etwas steiler und geht gar nicht mehr runter!
Nicht so angenehm finde ich dass hinter mir zwei in enormer Lautstärke vor sich hin quasseln und lachen...wir hätten hier noch die Chance Tiere zu sehen, vor allem Schimpansen (!!!), Meerkatzen und Büffel!
Aber mit dem Krach da hinter mir haben wir keine Chance auf Tiere...unnötig!Oben: Sven noch ohne Stockeinsatz...wobei ich jetzt schon sagen kann dass der Stock noch in zwei Teilen endet!!! :-O
Oben: Es geht gemütlich rauf, (noch) ist nichts von der Steilheit zu bemerken, und da es im lichten Wald ist passen auch die
Temperatur und die Luftfeuchte!
Angenehme kleine Wanderung...NOCH! :-OOben: Der Boden ist noch unproblematisch...kaum Geröll, kaum Lavagestein!
Wir haben ein gutes Tempo drauf, passt mir sehr gut!
Gerade langsam genug dass ich nicht durch den Mund atmen muss, aber doch recht schnell!
Nach 60 Minuten erreichen wir den ersten Pausenplatz, gemäss Guide sind wir sehr schnell unterwegs, da der Platz normalerweise nach etwa 80 Minuten erreicht wird!
OK, nehm ich mal zur Kenntniss...Oben: Unsere erste Pause!
Man lernt sich langsam kennen...neben mir eine Gruppe aus Österreich, Slowenien und Italien, vor allem einer der Österreicher ist nur schwer zu verstehen, so einen extremen Dialekt hört man selten!Mit der Gruppe ins Gespräch zu kommen gestaltet sich nicht wirklich schwirig, es sind eine Slowenin und ihr aus Italien stammender Lebenspartner, vier aus Österreich, die Kubanerin und der Holländer, zwei Leute antworten schlicht nicht, zwei Afrikaner(!), die wir fälschlicherweise lange als Hilfs-Guides betrachteten und wir zwei, also die schon erwähnten vierzehn.
Aber ich spreche nicht nur mit den Touris, denn der Porter mit meiner Tasche jammert dass die so schwer ist...
Natürlich geh ich hin und nehm meine Flaschen wieder raus und schmeis sie in meinen Rucksack, dann trag ich halt rund 8 kg auf dem Buckel und er etwa 10...
Man will ja die Leute nicht ausnutzen...auch wenn er dafür bezahlt wird 15kg raufzuschleppen...
Nach 15 Minuten Pause gehts weiter!
Nun beginnt der offene Teil mit dem Lavageröll und dem deutlich schwererem Rucksack...Oben: Nicht ungefährlich zu gehen auf diesem Lava-Geröll! Und scharfkanntig ist es auch noch, da will man nicht hinfallen!
Direkt vor mir stürzt die Kubanerin, die als Tanzlehrerin durch die Welt reist, die nächsten Ziele sind Kigali und Burundi!
Auf meine Frage nach der Sicherheit in Burundi sagt sie nur dass sie bevor sie da einreist nochmals mit einer Bekannten in Burundis Hauptstatt Kontakt aufnehmen wird...
Na ja...ist aktuell nicht das Land das es zu bereisen gilt...
Kurz nachdem sie wieder auf ihren Beinen steht seh ich direkt neben dem Weg einen Vogel auffliegen und schau mir den Ort von dem er weggeflogen ist genau an, und was seh ich da? -
....war's!!! 
Hoi Wolfgang und danke!

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Und nun beginnts zu schütten, genau rechtzeitig nach unserem Gorilla-Besuch! :-/
Aber wie's in Afrika vielfach halt ist, noch vor der Stadt Goma ist's schon wieder trocken, so dass wir den Rest des Tages wohl im Garten verbringen können...so soll's doch sein!Oben: Zurück in Goma: Rechts der UN-Bereich des Flughafens...und auf der Strasse ein UN-Fahrzeug nach dem Anderen!
Oben: Weiter in der Stadt wird der Verkehr wieder dichter, so wie mans von anderen ostafrikanischen Städten kennt...
Oben: Wo nicht Autos sind wuseln Fussgänger, Motorradfahrer und Lastenvelos durch, und für alle ist die Hupe das wichtigste Teil ihres Fahrzeugs, wenns denn eine hat!
Schon bald sind wir wieder im Hotel, wo Jean noch ein Briefing betreffend der morgigen Nyiragongobesteigung macht.
Sven und ich buchen auf Jean's Vorschlag einen Koch, der uns inklusive Essen und Parkgebühr 94$ zusätzlich kostet.
Aber das ist es uns wert, denn ohne Essen oder mit selber kochen wäre nicht so toll...
Natürlich begleichen wir bei der Situation auch gleich noch die Restzahlung an Jean und bestellen etwas zu essen...
...denn es ist ja schon nach 14:00 Uhr und die Bäuche knurren nach Füllung!Oben: Jaja, in Afrika ess auch ich Früchte, und das sogar noch enorm gerne!
Oben: Sven's Mittagessen wird für lustige Geräusche in seinem Zimmer sorgen...
Anschliessend wird bei einer Coke gechillt und danach wieder einiges im schönen Garten per Kamera festgehalten...
...zumal Sven nicht mit in die Stadt will, zum Einen weil wir doch eher weit weg vom Zentrum sind und zum Anderen weil das für für Ihn noch Neuland ist...und dieses Neuland will er verständlichewrweise nicht in der DRC betreten.
...wir einigen uns darauf dieses erst in Ruanda bzw. Gisenyi zu machen!Oben: Was da im Garten so alles rumgurkt...nebst mir noch eine wunderschöne Libelle in recht diesigem Licht
Oben: Das dürfte eine Rose sein, wohl eine Rote!
Oben: Auch das ist wohl eine Blume, diesmal eine Blaue!
Oben: Und hier nochmals eine, aber in Gelb-Orange!
Nachdem die Blumen geknippst sind gehts erst mal wieder etwas chillen, wir müssen morgen ja fit sein!
Eine Flasche Bier hilft da ja sicher...die Zweite ebenso!
Zumindest helfen sie die Zeit zu überbrücken bis ich duschen gehe...und anschliessend wird etwas geschlafen, Reiseberichtsnotizen geschrieben und Fotos gesichert bis Sven und ich uns wieder um 19:30 im Restaurant treffen.
Wir sitzen also so da, Stromausfälle wie gestern hats natürlich auch heute, weswegen ich meine Stirnlampe dabei habe...
...ich kenn doch die afrikanischen Stromnetze!
Aber wir warten und warten und warten, die Bedienung, die gestern noch sehr freundlich und in brauchbarem Tempo bediente, ignoriert uns heute aufs Gröbste!
OK, die anderen Gäste werden auch nicht sonderlich schnell bedient, aber sie werden immerhin bedient!
Nach ewigen Zeiten reagiert endlich jemand auf meine Rufe...aber auch danach gehts eher provozierend langsam weiter...
..haben wir irgendwas falsch gemacht?
Hmmm...Keine Ahnung...
Aber irgendwann kommen auch meine Coke und Svens Simba-Bier und später sogar das Essen, wie bestellt...
Time for Foodporn:Oben: Meine Fischsuppe schmeckt besser als sie aussieht!
Oben: Und der Talapia vom Grill (so einen hatte Sven schon gestern, aber nicht denselben) schmeckt echt gut!
Oben: Svens Steak...irgendwo unter der Sauce...
Dieses Verhalten des Servierpersonals hat uns zwar erstaunt, ist aber wirklich das Einzige Negative was wir im Kongo erlebt haben!
Wir quatschen noch etwas während uns der Lake Kivu mit seinen Wellenklängen die passenden Hintergrundgeräusche liefert und gehen schon um 22:00 Uhr wieder recht früh zu Bett, obwohl wir morgen nicht so früh raus müssen.
Gute Nacht! -
Oben: Haus wenig unterhalb der Rangerstation, hier wird schon wieder angebaut was das Zeug hällt!
Oben: Ackerflächen und Wäldchen und Wiesen wechseln sich laufend ab während wir wieder durchgeschüttelt werden...
Oben: Blick runter zum Dorf im Tal. Der Himmel wird immer düsterer und droht uns nass zu machen...
Oben: Bretterherstellung mitten im Wald...natürlich von Hand!
Oben: Wieder unten im Tal fahren wir durch die Dörfer...
Oben: Der Himmel reisst zwar gelegentlich wieder auf, ist aber meist komplett zu...
Oben: Praktisch, so ein Schirm! Bei Sonne wie bei Regen!

Oben: Ein Relikt aus dem Krieg der bis mindestens November 2013 dauerte...
...und der heute noch immer wieder Opfer durch versprengte Rebellengruppierungen fordert, wenn auch eher weiter nordöstlich, aber
nur wenige Kilometer entfernt!Oben: Wieder fahren wir die ganze Zeit am 'Parc Nationales des Virunga' vorbei...irgendwann werd ich da drin auf Gamedrive gehen, irgendwann!
Oben: Markt in Buhumba, an der der N2, auf der wir fahren
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Oben: ...wo er sich offenbar Gedankenverloren am Kopf kratzt...
Oben: Unter ihm sitzt wohl das nächste Opfer...
Oben: Andere mit den Füssen zu treten ist doch immer wieder lustig...ausser für den Getretenen...
Oben: Doch von oben schaut der Silberrücken wieder nach dem Rechten...und mein Herz, das sich mühsam wieder zum Rippenbogen
hinaufgekämpft hat, rutscht wieder runter zum Gürtel...
Nicht schon wieder zu nahe kommen, bitte!!! :-OOben: Aber er zieht sich wieder zurück, phu!
Und der Kleine versucht sich wieder als Pausenclown...Oben: ...während sich der Silberrücken schlafen legt...morgens um halb elf schon! Tststs, fauler Kerl...
Oben: Selbst Babys müssen schon essen...wenn dieser Stengel noch nicht so rein geht wie er sollte...
Oben: ...aber er gibt genug Kraft um weiterhin rumzutrollen...
Und nun ist es so weit: Mein Akku ist leer! :-O
Also frag ich den Ranger neben mir ob ich zu Claude runter darf um mir den anderen Akku zu holen...
...und...
...ich darf!
Ich also schnell runter, den Akku rausgepfriemelt, eingesetzt, wieder rauf und schon bewegt sich unsere Gruppe!
Ich ohne zu wissen wohin es geht (Haben die den anderen Silberrücken entdeckt oder was?) haste ich hinterher und...
...bemerke dass die nur auf einem anderen Weg zu unseren Trägern gehen, denn die Stunde ist offenbar schon um...
Und die Zeit wird hier in der DR Congo offenbar auf die Minute genau eingehalten!
Also wieder aus dem Wald raus, zwischen Draht und Mäuerchen durch und zurückschauen, die Gorillas noch immer hörend...
...denn die sind keine 20m von uns entfernt!Oben: 'Mein' Träger Claude mitsammt meinem Rucksack!
Oben: Falls man nicht genug hatte kann man noich stundenlang diesem netten Kerlchen zuschauen...
Wir gehen die paar Minuten Fussmarsch (zwischen obrigem und unterem Foto liegen 10 Minuten) zurück zum Hauptquartier, bezahlen die Träger und geben unser Trinkgeld ab.
Mit der Kritik dass die Ranger mit ihren Macheten doch desöfteren etwas zu nah an den Affen ins Gebüsch geschlagen haben, was aber wohl nicht so ganz verstanden wird, verabschieden wir uns und fahren mit Jean den Berg runter.
Dabei knippse ich natürlich wieder etwas aus den beziehungsweise durch die Fenster... -
Oben: Er sass wirklich beinahe auf meine Fuss und ich bin mir nicht sicher ob er mich nicht am Bein gestreift hat...
Sven zumindest meinte er wäre gestreift worden!
Der Abstand zwischen Gorilla und Touris war wirklich bei keinem mehr 7 Meter, wenn überhaupt dann warens kurzfristig eher 7 Milimeter...Oben: Nach der kleinen Demonstration seiner Stärke (Phu...mit dem will ich keine Schlägerei...) isst er gemütlich weiter...
Oben: Wir steigen runter zum Rest der Gruppe, die in der Zwischenzeit etwas weiter abgestiegen ist...
...oder anders gesagt: Wir äffen die Affen nach...
Oben: Dort unten turnt das Baby rum wie auch kleine Kinder ihr Können gerne den Fremden zeigen...herrlich!
Dummerweise neigt sich mein Akku dem Ende zu so dass ich mich nicht getraue zu filmen...
...hab den vor der Reise nicht geladen und der Ersatzakku steckt im Rucksack...
...und der hängt hinten an meinem Träger Claude... :-OOben: Herrlich auch die Mimik zu den Turnübungen!

Oben: Und natürlich muss man auch zeigen dass man schon stark genug ist um seitlich wegzuhängen...

Oben: Kleines Portrait...schon eindeutig als Gorilla zu erkennen!
Oben: 'Hmmm....was könnt ich denen noch für ein Kunststück zeigen?'
Oben: 'Ach ja, ein Überschlag!'

Oben: Aber ihm gehen schon die Ideen aus, wohl deshalb setzt er sich wieder in sein Nest...
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Hoi Campo
Ich dachte Du hättest vieleicht Fotos oder Dias eingescannt.
In Ruanda kommt man zwischenzeitlich mit englisch ganz gut durch, zumindest in den Städten, auf dem Land wirds teilweise schwiriger.
Chinesen hats in Ruanda natürlich auch, aber nicht in dem Ausmass wie in den anderen ostafrikanischen Ländern, da die Infrastruktur in Ruanda schon deutlich besser ist als z.B. in Kenya oder Tansania. Aber ich denke dass die Chinesen an Ruanda auch nicht so interessiert sind da sie schon in Uganda genügend die Finger drin haben um die Rohstoffe aus dem Kongo über die Eisenbahn, die in Kenya aktuell neu gebaut wird oder über den Highway südlich der Serengeti zu den Hochseehäfen zu verfrachten. Dass da auf dem Weg zufällig auch Elfenbein und Löwenknochen (Tiger gibts ja nicht mehr genug für all die Potenzwilligen Chinese und Thailänder) in die Container kommen ist natürlich nur Zufall...
Ob Ruanda noch immer viel von Belgien erhält weiss ich nicht, ich denke durch die von Ruanda und Uganda gestützten Kongo-Kriege und Rebellen in der DRC wurden Ruanda und Uganda wirtschftlich schon etwas fallen gelassen.
Zumindest haben wirtschaftliche Drohungen gegen Ruanda und Uganda und die Aufgabe der M23-Rebellen einen erstaunlichen zeitlichen Zusammenhang...
Und ja, der Grenzübergang zum Kongo war genau so, aber Jean hat das im Vorfeld schon vorbereitet, wir waren also im Computer schon erfasst und das Visa schon erteilt, nur noch nicht im Pass eingestempelt. So spontan dauert es sicher etwas länger als bei uns. -
Hoi Hoss
Jaja, das tue ich!

Hoi Campo
Wau!

Da wäre ich an Fotos wirklich interessiert!
Hast Du da was digitalisiert? -
Oben: ...wenn auch nur für eine kurze Zeit...
Oben: Etwas weniger schüchtern ist aber der erste Silberrücken, der wieder mal nach dem Rechten schaut...
...und bei dem Anblick werden wir etwas schüchterner... :-ODer Silberrücken über uns schaut abwechselnd uns und seine Gruppe an während ich ihn filme.
Dabei schau ich abwechselnd auf den Display der Kamera und zu ihm hoch, dummerweise immer in seine Augen...
Ein Fehler, denn der Guide hat uns schon beim Briefing gesagt dass man den Gorillas und insbesondere dem Silberrücken
nicht in die Augen schauen sollte!
Aber ich realisiere es erst in dem Moment wo er laut zu uns rüber grunzt und etwas runterkommt!
Ob das aber eine Reaktion auf mein Fehlverhalten ist kann ich nicht sagen, ich hoffe nicht...
Sofort senke ich die Kamera und klappe das Display raus, so dass ich gut sichtbar meinen Kopf vor ihm neigen muss...
Ich hoffe dabei dass er das als Demutsgeste versteht...aber er kommt runter!!!Oben: Immer wieder wechselt er seinen Blick zwischen seiner Gruppe und uns hin und her...
Oben: Und nun sitzt er unten, vieleicht noch einen Meter von Monika entfernt! :-O
Oben: Immer wieder senkt er seinen Blick...
Oben: ...um gleich danach wieder zu uns zu schauen...und ich bilde mir ein er schaut dabei immer wieder zu mir!
Oben: Und wieder schaut er runter...auf den Trampelpfad auf dem wir stehen!
Der Ranger deutet uns dass wir alle etwas zurücktreten sollen, rein ins Gebüsch so gut es nur geht...
Wir tun es natürlich sofort so gut es denn geht, denn hinter uns ist ein steiler Hang udn das Gebüsch ist sehr dicht...
Aber offenbar reicht es dem Gorille, denn er setzt sich in Bewegung!Oben: Er setzt sich in Bewegung, mir rutscht das Herz wild pochend einige Zentimeter nach unten...
Oben: ...und nun wird mein Herz nur noch vom Gürtel daran gehindert in die Hose zu rutschen!!! :-O
Nach zwei Fotos schalt ich sofort auf Video-Modus um, aber...
...seht selbst den kleinen Zusammenschnitt an...Klick mich um das Video zu sehen!
Oben: Video...jaja, ein Video! Und der mit dem weissen T-Shirt, dessen Hand man links vom Ranger sieht, der bin ich...
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Oben und unten: Auch das Baby kann schon klettern udn muss uns das natürlich vorführen!

Oben: Weiteres und heiteres Rummtollen...
Oben: Kleiner Snack für zwischendurch wird genau beäugt...
Oben: ...und schliesslich reingeschoben...
Oben: Zur Bestimmung der geforderten minimalen 7 Meter Distanz werden in der DRC besonders kurze Meter verwendet...
Oben: Offenbar passt ihr jemand im Gebüsch nicht... :-O
Oben: Es soll ja auch Menschen geben die mit den Füssen essen können...Gorillas könnens alle!
Oben: ...wobei sich auch Gorillas über Sinn und Zweck mit den Füssen zu essen schon mal kopfkratzend Gedanken machen!
Oben: Etwas schüchtern ist das Baby dann doch noch...
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Hoi zämä
Erst mal allen danke für Eure Komentare, freut mich immer ein Feedback zu erhalten!
Willi: Wir sind zwar nicht im Gombe-Stream-Nationalpark in Tansania, da wollten wir nur hin, auch zur Jane Goodall, sondern im Virunga National Park in der Demokratischen Republik Kongo...
Aber egal, die Verlinkung die Du mit Deinem 'kleinen Hirn' hinbekommen hast schaffen die meisten noch nicht mal unter Einsatz des Grosshirns...
Aber Du könntest Dich bei Dian Fossey bedanken...

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Oben: Wie man sieht sieht man dass selbst Kurzsichtige den Gorilla erkennen müssten...wir sind recht nah am Silberrücken dran!
Oben: Charakterkopf...
Oben: Offenbar will er seine Ruhe, denn er zieht immer wieder Äste und Gebüsch zwischen sich und uns, der Guide jedoch zieht
die immer wieder weg...das Spiel läuft so eine ganze Weile, ich bewundere schon des Silberrückens Geduld!!!
Oben: Gemütlich fressend sitzt er da von seiner Mahlzeit umringt...
Der Ranger hackt mit seiner Machete einige Zweige weg, andere zieht er zur Seite, so dass wir gute Sicht zum Äffchen haben...
...aber der will offenbar seine Ruhe!
Denn er zieht immer wieder neue Äste und Zweige zwischen sich und uns...
Der Guide zieht sie dann wieder weg, der Gorilla wieder hin, der Guide wieder...halt einfach ein ewiges Hin und Her!!!
Muss ein geduldiges Kerlchen sein, dieser Gorilla, ich hätt dem Guide schon längst was gegeigt!
Von links hör ich noch mehr Gorilla-Geräusche, also raus aus dem Gedränge der 4-Personen-Menschenmassen und nach links unten,
drei Meter weiter...
Und was sehen wir da?
Ja, Gorillas!
Zwar zuerst 'nur' ein Weibchen, nach einigen Metern aber auch ein Baby mit seiner Mutter und für ganz kurze Zeit einen weiteren
Silberrücken, der aber von Büschen beinahe komplett verhüllt ist und sich dazu noch von uns weg bewegt...
...ich werde noch einige Male sehen wo er ist weil sich da die Blätter und Zweige bewegen, ihn selbst aber nicht mehr...
Dafür etwas weiter rechts oben ein weiteres Weibchen...und der Silberrücken vom Anfang hat sich auch schon etwas zur Gruppe
hin bewegt, sitzt nun kaum sichtbar am Hang über uns am Boden während ein Jugendlicher über uns rumturnt.Oben: Hallo Frau Gorilla!
Oben: Ein jugendlicher Gorilla, fast noch ein Kind, klettert über uns rum...
Zum Glück ein Gorilla und nicht ein Schimpanse, denn die pissen schon gerne mal auf Touristen...da sind die Gorillas netter!
Kurz nach diesem Foto beginnt er abzusteigen und stürzt dabei von etwa 2m Höhe runter...ich kann mir ein Lachen genausowenig
verkneifen wie der Ranger neben mir!
Oben: Unschwer zu erkennen: Das Baby der Gruppe!
Oben: ...und seine Tante, offenbar fix und foxi...
Oben: Darf ich vorstellen? Egal, ich tus einfach: Links Mutter Gorilla, in der Mitte Baby Gorilla und rechts Tante Gorilla!
Im Hintergrund eine weitere Tante, die dem zweiten Silberrücken folgt...Oben: Und nun ist rumtoben angesagt, sowie ein Kontrollblick des zweiten Silberrückens, bevor er sich endgültig ins Gebüsch schlägt!
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Oben: Bequemer Reisebus...odrr so...
Nach einiger Zeit, es ist nun etwa 08:00 Uhr, kommen wir wieder an eine Schranke, die aber sofort geöffnet wird...
Was die auch immer für einen Zweck hat...aber sie ist da, kurz nach einer alten beschädigten Kanone aus dem dritten Kongokrieg
und kurz vor dem Dorf Ngiko, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
Und nun beginnt der Anstieg...erst flach, aber immer steiler und vor allem holprig!
African Massage vom Feinsten!
Wir fahren durch Kulturlandschaft, viele Kinder helfen den Eltern auf den Feldern...und je weiter wir kommen umso mehr Kinder
verlangen nach 'Money'...
Natürlich ignorieren wir dies, damit nicht plötzlich die Kinder mehr Geld nach Hause bringen als die Eltern und deswegen nicht
mehr zur Schule dürfen...
Das wäre definitiv keine Hilfe!Oben: Enorm fruchtbares Land...
Oben: Felder am Weg zum Startpunkt des Gorillatreckings...aus den rot blühenden Pflanzen wird eine Art Bier gebraut...
Rundherum wird angebaut was das Zeug hält!
Und wo nicht angebaut wird stehen Kühe rum...
Die Agrarflächen reichen bis auf über 2000müM, hier bei 1950müM.
Endlich kommen wir am Startpunkt des Gorillatreckings an, es ist viertel vor Neun, also sind wir etwas über 2 Stunden unterwegs
gewesen, ohne Zwischenfälle!
Nebst uns sind noch sechs Touristen da, vier Amis und Monika aus der Schweiz mit ihrem Begleiter.
Erst gehts mal in die gute Stube wo wir die Formullare für das Permis ausfüllen müssen, danach werden wir in zwei Gruppen von
je vier Touristen aufgeteilt.
Dann gehts raus und uns werden die dort wartenden Träger vorgestellt und das Engagement eines dieser Männer nahegelegt, damit sie
überhaupt eine Einkommensquelle haben.
Wie immer nehm ich mir einen, auch wenn mein Rucksack mit Wasserflasche kaum mehr als 2kg auf die Waage bringt.
Nur schon damit der Mann einen Job hat, wie schon damals beim Gorillatrecking in Uganda!
Die 15$ Fixpreis tun einem Europäer der Gorillas besucht nicht wirklich weh...
Wir stellen uns vor und lustigerweise heisst 'mein' Träger beinahe wie ich, nämlich 'Claude' statt 'Claudio'!
Auch unser Guide wird uns vorgestellt, aber ich hab seinen Namen leider vergessen...
Es geht wieder rein, alle rund um den Tisch, für weitere Erklärungen und die Gruppenaufteilung.
Die eine Gruppe sind die vier Amis, die andere Gruppe wir Schweizer und Monikas Begleiter...ich glaub er ist Holländer odrr so...
Nach einigen Erklärungen zu den verschiedenen Gorillagruppen in französisch und englisch und natürlich zum Verhalten bei den Gorillas
werden Einweg-Mundschutzmasken verteilt.
Im Gegensatz zu Uganda und Ruanda sind diese hier im Kongo Pflicht!Übersicht der diversen Gorillagruppen und der Virungavulkane im Ranger-Hauptquartier beim Startpunkt des Gorillatreckings.
Und mein Permis! 'Stolz!'
Wir wurden der 'Bukima'-Gruppe zugeteilt!Und los gehts!
Gorillas, wir kommen!!!
Nun geht’s los, minim bergauf, etwas bergab, an Feldern vorbei und nach 5 Minuten rechts steil zum Wald hoch und zwischen einem
Drahtzaun und einer kleinen Mauer darunter hindurch.
20 Meter weiter heists plötzlich 'Stop!'!!!
Nun bleiben die Träger zurück, wir nehmen aus den Rucksäcken was wir brauchen (ich mein PanaLeica 100-400mm-Objektiv) und ziehen
den Mundschutz über!
Das heute morgen extra gekaufte Wasser bleibt im Rucksack, denn bei den Gorillas ist kein Wasser in Flaschen erlaubt...
Wir gehen weiter, unglaubliche 4,5 Meter weit...und schon sitzt ein Silberrücken vor mir im Gebüsch!
Haleluja!
Oben: Hallo Kleiner!

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Hoi Herby
Freut mich wenn es gefällt, mir hats auch gefallen und wenn ich mal alt und dement bin wirds mir gefallen wenn mir jemand täglich meine Reiseberichte vorliest...denn dann erleb ich jeden Tag eine neue, unbekannte Reise!



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Oben: Behausungen am Strassenrand...hier hat wohl mal Rambo gewohnt!
Oben: Wenns mal keine Lasten hat dann nimmt man halt einige Freunde mit...man beachte die Vorderradfederung!!!
Oben: Unglaublich was die Holzdinger tragen können!!!
Oben: Und endlich relativ freie Sicht auf den Nyiragongo inklusive Rauchfahne!
Oben: Es muss sein: Ein weiteres dieser geilen Velos!

Es herscht relativ wenig Verkehr hier in Goma, zumindest verglichen mit anderen afrikanischen Städten die ich kenne.
Gefahren wird aber genauso, denn gemäss Jean gibt es etliche Verkehrsteilnehmer die nie eine Fahrprüfung gemacht sondern den
'Check' einfach auf dem Schwarzmarkt gekauft haben...
...und genau so fahren die Meisten auch!!! :-O
Gegen Aussengrenze der Stadt sehen wir nur noch einfache Holzhäuser, die Strasse ist schon ohne Belag und voller Felsen und
Schlaglöcher, die Lastvelos kommen den Hügel heruntergebraust, den Fuss der Fahrer meist stark aufs Bremspedal am Hinterrad
gepresst...
Kein Wunder bei den Lasten die die transportieren!
Links von uns ist nun der älteste Nationalpark Afrikas, der Virunga Nationalpark!
Ich kanns kaum glauben dass ich nun wirklich hier bin und in den Park reinsehen kann!!!
Das hab ich mir nun doch schon einige Jahre gewünscht und jetzt ist es so weit!
Und was seh ich?
Nix ausser Büschen und Bäumen!
Wir erreichen eine Schranke, Jean muss raus und Wegzoll bezahlen...ob das aber offiziell so ist oder nicht bleibt unklar...
Die unklaren Worte von Jean sowie die Aufmachung des Schrankenhäuschens lassen mich daran zweifeln dass das eine offizielle
Mauteinnamestelle ist...
Aber wir fahren bald weiter, rechts an einem Camp der hier auch Strassen bauenden Chinesen vorbei, links vorbei am Headquartier für die Nyiragongo-Besteigung...Oben: Wie mit Velos auch ungegangen werden kann sieht man hier...
Oben: Blick zu den Virungavulkanen rechts von uns, der links dürfte der Mikeno (4437müM) sein, der im Hintergrund wohl der
Karisimbi, der mit 4507müM der Höchste der Virungas ist.Oben: Immer wieder staun ich über das viele Grün in der Gegend...
Oben: Der Urwald reicht nicht nur bis an die Strasse sondern auch bis zum Atlantik in einigen tausend Kilometern Entfernung...
...also ein eher grösseres Wäldchen, nur der Amazonas-Regenwald ist noch grösser...Oben: Ein Mercedes Kurzhauber...höchstens 58 Jahre alt und schon defekt...tststs...
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Hoi Axel
Da wirst Du noch einige sehen, die sind da sehr verbreitet und: Die haben alle Vorderradfederung!
