Hallo liebe Mitdenker,
eigentlich sollte eine Sandwichkabine doch wohl selbsttragend sein, also gar keine Verstärkungen im Boden benötigen. Und da ich einen Doppelboden habe, auf den genau bekannte Gewichte an genau bekannten Stellen kommen, werde ich hier auch keine Siebdruckplatte brauchen. Möglicherweise eine 4mm starke Platte in den Bereichen, die als Stauraum genutzt werden, um das Sandwich zu schützen - aber sonst wohl nicht. Eventuell wird der Laufboden noch eine dünne Sperrholz-Schicht bekommen, aber durch die Stege im doppelboden habe ich keine großen freitragenden Flächen, so daß ich auch hier Gewicht sparen kann.
Wenn ich aber schon einen Rahmen brauchen sollte, warum den dann in der Kabine verbauen? Das bringt nur Kältebrücken, Inhomogenitäten und mehr Herstellungsaufwand. Wenn ich den Rahmen fest mit dem Fahrzeug verbinde, habe ich statisch und gewichtsmäßig keinen Nachteil gegenüber einem Hilfrahmen im Fahrzeug, dafür aber gleich eine stabile Befestigung für die Ladebordwände im Alltagsbetrieb und für flächige Lasten. Ok, meine Palette Pellets (knapp eine Tonne) würde ich jetzt nicht auf das Alublech des Hilfsrahmens schieben, aber für diesen Zweck käme dann eine 18mm oder 22mm starke Siebdruckplatte drauf. Diese Tonne Pellets (Sackware) baut etwa 1,3-1,5m hoch, die muß ich sicher verzurren können. Ein Grund, mich nicht darauf zu verlassen, daß an einer Siebdruckplatte montierte Verzurrösen bei einem härteren Bremsmanöver halten... Hierfür brauche ich auf jeden Fall einen 'sicheren' Rahmen.
Und: ob eine 22mm starke Siebdruckplatte leichter ist als ein Vierkantrohr-Hilfsrahmen?
Was die Befestigung der Kabine auf dem Fahrzeug angeht, da bin ich mir noch nicht sicher. Möglicherweise ein Verschrauben durch den Fahrzeugboden, möglicherweise aber auch Stifte durch die Halterungen der (dann demontierten) Ladebordwände. An die komme ich jedenfalls jederzeit dran...
Ich bin froh für jede Anregung und stelle meine Überlegungen gerne in Frage, aber bei meiner geplanten Nutzung komme ich doch wieder auf meinen ursprünglichen Plan zurück. Nur tendiere ich inzwischen zu Doppel-T-Trägern anstelle der querliegenden Vierkantrohre, weil die besser vor Rost zu schützen und ein viertel leichter sind. Durch das Verschweißen mit den äußeren Längsträgern sind die auch verdrehsicher, so daß die Tragkraft ähnlich wie bei Vierkantrohren sein sollte. Gibt's dazu in unseren Reihen Statiker, die dieses Bauchgefühl entweder bestätigen oder verwerfen können?
Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang